Warum China die Weltmacht Nr. 1 ist


TTIP und die Idee vom Freihandel Deutschland ist der größte Sünder. Nichts ist liberalen Ökonomen so heilig wie der freie Handel – doch effizienter Freihandel ist unrealistisch.

Die verschleppten Afrikaner wurden in erster Linie an die arabischen Länder verkauft.

Besuch in Deutschland: Chinas neue Charmeoffensive

Vorab aus aktuellem Anlass: Es ist erschreckend, wie ausnahmslos alle Vorzeichen der Prophezeiung von Alois Irlmaier zum nahenden 3. Weltkrieg eingetroffen scheinen und sich weiter bewahrheiten.

Um herum kamen jährlich bis Sklaven nach Portugal. Mit der Entdeckung des Kongoflusses nahm der Sklavenhandel stark zu. Jährlich wurden auf den Sklavenmärkten von Lissabon und Lagos Nur ein Teil blieb in Portugal und wurde dort in der Landwirtschaft wie zum Beispiel den Zuckerrohrplantagen auf Madeira oder im Haus eingesetzt. Dafür verpflichteten sich die Geschäftsleute, jährlich eine festgesetzte Länge der Küste zu erforschen.

Das portugiesische Königshaus machte einen Gewinn von Prozent. Aus Indien kamen nun diverse Handelsgüter nach Portugal: Ceylon steuerte Zimt bei, der als Tribut den lokalen Herrschern für Schutzvereinbarungen abgepresst wurde.

Jahrhunderts im Rahmen des Chinahandels Handelsposten errichtete. In Brasilien begann man im Jahrhundert mit dem Aufbau von Zuckerrohrplantagen. Waren hier zuerst Indianer als billige Arbeitskräfte eingesetzt worden, ersetzte man diese bald durch afrikanische Sklaven, die weniger anfällig für europäische Krankheiten waren. Sie sollte bis existieren. Während der Personalunion mit Spanien — wurden die Portugiesen immer mehr durch Spanier in ihren Handelsgebieten bedrängt.

Portugal drohte zu einer einfachen spanischen Provinz abzusteigen. Nach der Befreiung von der spanischen Herrschaft musste Portugal weitere Verluste durch die Niederlande hinnehmen, so in Indien, Südostasien und an der Goldküste. Aus Brasilien konnten die Niederländer wieder vertrieben werden, jedoch ging der lukrative Handel zwischen Japan und China nach dem Shimabara-Aufstand an die Niederlande verloren.

Schon in der zweiten Hälfte des England erhielt durch mehrere Verträge freie Handelsrechte in Portugal und seinen Kolonien, während portugiesische Händler durch englische Steuern dort benachteiligt wurden. Zwar wurde Ende des Jahrhunderts ein Importverbot für Wollstoffe erwirkt, um den einheimischen Markt zu schützen, doch schlossen England und Portugal den Methuenvertrag.

Er legte fest, dass England wieder ohne Hindernisse Textilien nach Portugal und dessen Kolonien exportieren durfte, während Portugal für seine Weinexporte geringere Steuern in England zahlen musste, als die französische Konkurrenz. Zwar wurde dadurch die Portweinproduktion im Norden des Mutterlandes gefördert, die gerade beginnende heimische Textilproduktion ging aber zu Grunde, was später auch die industrielle Revolution in Portugal verzögerte.

Die Zahlungen stiegen von Im Konkurrenzkampf mit anderen Kolonialmächten hatte Portugal immer öfter das Nachsehen. In den Napoleonischen Kriegen versuchte Frankreich dreimal das portugiesische Mutterland zu besetzen. Die beginnende Industrialisierung kam zum Erliegen. Das Land wurde durch die Taktik der verbrannten Erde, die sowohl Franzosen als auch Engländer angewandt hatten, verwüstet.

Als die mittlerweile wichtigste Kolonie Brasilien die Unabhängigkeit erlangte, war das Ende der Wirtschaftsmacht besiegelt. Auf dem Wiener Kongress wurden Sklaverei und Sklavenhandel geächtet. In Portugal und seinen Kolonien wurde die Sklaverei endgültig abgeschafft. Die Kolonien entwickelten sich immer mehr zum Verlustgeschäft. Die Folge war, dass die Kolonie praktisch von britischem und südafrikanischem Kapital beherrscht wurde und das britische Pfund weiter verbreitet war als der portugiesische Escudo.

August eine gemeinsame Anleihe, für welche die portugiesischen Kolonien als Pfand vorgesehen waren. Bereits wurde der Vertrag aber durch die Verlängerung der britischen Schutzgarantie für Portugal und all seine Besitzungen unterlaufen. Hauptstadt wurde Goa an der Westküste Indiens. Angola Portugiesisch-Westafrika wurde zur Kolonie erklärt und zur Kronkolonie erhoben.

Die Kap Verdischen Inseln bildeten schon mehrere Kronkolonien, die zu einer einzigen vereinigt wurden. Ab hatte Timor einen eigenen Gouverneur, der zunächst in Lifau , später in Dili residierte und für die gesamten Besitzungen auf den Kleinen Sundainseln die Verantwortung hatte. Zuvor hatte der jeweilige zuständige Generalkapitän diese Aufgaben übernommen. Die Oberhoheit Goas blieb bestehen. Die indischen Besitzungen erhielten das Recht, Abgeordnete in das portugiesische Parlament zu entsenden.

Das seit einem Generalkapitän unter der Oberhoheit Goas unterstellte Mosambik Kolonie unter Goa seit , wurde zur Kolonie direkt unter der Herrschaft Portugals. Nachdem die portugiesische Königsfamilie vor Napoleon aus Lissabon fliehen musste, wurde Rio de Janeiro zum Regierungssitz des Reiches.

Brasilien erhielt den Status eines Königreichs, das in Personalunion mit Portugal gemeinsam regiert wurde. Bissau und Cacheu wurden als Kolonie Portugiesisch-Guinea wieder vereinigt. Da ab offiziell die Kolonien und das Mutterland gleichgestellt waren, erfolgte die Verwaltung nun durch die jeweiligen Ministerien in Lissabon.

Folge war allerdings, dass die Kolonien ständig benachteiligt wurden. Ab war daher das Marineministerium für die Verwaltung der Kolonien verantwortlich, ab übernahm das neu gegründete Ministerium für Überseeische Gebiete Conselho Ultramarino die Aufgabe. Das wurde aber aus Geldmangel wieder aufgelöst und die Verwaltung ging wieder an das Marineministerium. Die Gouverneure der Kolonien wurden in ihrer Entscheidungsfreiheit beschränkt.

Sämtliche Angelegenheiten mussten mit der Administration in Lissabon abgestimmt werden. Wirkliche Unterschiede in der Verwaltung ergaben sich daraus nicht, aber die portugiesischen Kolonien erhielten das Recht auf eine Vertretung im Parlament von Lissabon. Anfang der er gab es erneut kleinere Reformen, Mosambik und Angola wurden zum Staat estado innerhalb Portugals ernannt.

Die Einwohner Portugiesisch-Timors erhielten , mit der Umwandlung der Überseeprovinz zu einer autonomen Region , eine eingeschränkte portugiesische Staatsbürgerschaft.

Nach kurzen Übergangsverwaltungen wurden die afrikanischen Gebiete in die Unabhängigkeit entlassen. Die Annexionen einzelner portugiesischer Besitzungen durch Indien und Dahomey wurden anerkannt. Kurz nachdem sich Portugiesisch-Timor einseitig für unabhängig erklärt hatte, wurde es von Indonesien besetzt. Da die Besatzung international nie anerkannt wurde, blieb Osttimor offiziell bis zur Entlassung in die Unabhängigkeit portugiesisches Territorium.

Macau wurde offiziell zum Chinesischen Territorium unter portugiesischer Verwaltung erklärt und der Besitzung innere Autonomie gewährt wurde. Der Volksrepublik China wurden nach und nach immer mehr Rechte zum Einspruch überlassen, bis Macau endgültig an China zurückgegeben wurde.

Afrika war das erste Ziel der Expansionsbestrebungen Portugals. Was zuerst mit einer Weiterführung der Reconquista in Marokko begann, wurde unter der Führung von Heinrich dem Seefahrer zu einer gezielten Erforschung der afrikanischen Küste mit dem Seeweg nach Indien als Endziel.

Diesen sicherten Stützpunkte, die wie eine Perlenkette entlang der afrikanischen Küste aufgebaut oder erobert wurden. Die Sklaverei wurde in Portugal und seinen Kolonien beendet. Dazu kam noch die Zeit der Personalunion mit Spanien, die Portugal zeitweise zu einer Provinz degradierte.

In Afrika blieben bis ins Da diese nicht ausreichend vorbereitet wurde, führte sie in mehreren Fällen zu Chaos, Diktatur und Bürgerkrieg unter deren Folgen die ehemaligen Kolonien noch heute leiden.

Sie gehören mit zu den ärmsten Ländern der Welt. Dies wurde der erste Stützpunkt Portugals in Afrika. Die meisten wurden aber zwischen und aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. Die ständigen Angriffe der Mauren machte die Städte unrentabel. Auch der König fiel. Heinrich der Seefahrer organisierte mehrere Expeditionsfahrten entlang der afrikanischen Küste, mit dem Ziel den Seeweg nach Indien zu entdecken.

Die ersten Siedler waren portugiesische Exilanten und begnadigte Straftäter, flämische und genuesische Abenteurer, sowie sephardische Juden von der iberischen Halbinsel. Bis war die gesamte Küste von Guinea bekannt.

Von hier aus begann die Missionierung Westafrikas. Teile der von Portugal beanspruchten Gebiete auf dem Festland wurden von Frankreich annektiert. Erst konnte Portugal die bis dato unabhängigen Stämme unterwerfen.

Kap Verde erklärte seine Unabhängigkeit, getrennt von Guinea-Bissau. Vor allem der Gold-, Elfenbein- und Sklavenhandel florierte. Die Einkünfte der Krone verdoppelten sich auf einen Schlag. Durch die Entdeckung und Kolonisierung Amerikas erlebte besonders der Sklavenhandel, der zuvor hauptsächlich von arabischen Staaten betrieben worden war, einen Aufschwung. Schon stieg England in das lukrative Geschäft ein und kurz darauf folgten andere europäische Nationen: Schweden , Dänemark , die Niederlande , Brandenburg und Frankreich , die ihrerseits Stützpunkte errichteten.

Jahrhundert gingen die portugiesischen Besitzungen an der Goldküste an die Niederlande verloren. Allerdings lehnten einige kongolesische Adlige die Forderung der Missionare ab, die Polygamie abzuschaffen.

Es kam zur Revolte, zwar schwor der vorige König wieder vom Christentum ab, aber er wurde von seinem Vetter gestürzt, der selbst getauft worden war. Seine Dynastie beherrschte den Kongo bis sie im Jahrhundert durch die Portugiesen gestürzt wurde. Ab breitete Portugal seine Einflusssphäre auf die Region südlich der Kongo-Mündung aus und begann mit der Missionierung der Einheimischen.

Dort konnten sie sich nicht halten, doch gelang es den Niederländern sich am Kap der Guten Hoffnung festzusetzen. Allerdings konnte man nur noch die nächste Umgebung unter seine Kontrolle bringen. Jahrhundert eine gewisse Rolle. Ebenso scheiterten Portugals Ansprüche auf das gegenüberliegende Belgisch-Kongo am Einspruch Deutschlands und musste Lissabon auf britischen Druck hin auf die Verbindung Angolas und Mosambiks zu einem geschlossenen südafrikanischen Kolonialreich verzichten.

Der Aufstand nationaler Kräfte in Angola, der im Frühsommer begann, wurde blutig niederschlagen. Ein weiterer von der marxistischen MPLA angeführter bewaffneter Aufstand wurde brutal niedergeschlagen. Cabinda wurde von Angola annektiert, obwohl es ursprünglich ein eigener Staat werden sollte. Kurz darauf stürzte Angola in einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg. Vasco da Gama fuhr entlang der afrikanischen Küste, die bisher zur Einflusssphäre der Araber gehörte, nach Norden Richtung Indien.

Unterwegs schloss er einen Pakt mit der Stadt Melinde. Die Taktik der Portugiesen bestand in den folgenden Jahren darin, dass sie mit schwer bewaffneten Schiffen in die Häfen fuhren und vom dortigen Herrscher verlangten, dass er sich zum Untertan der Portugiesen mache. Wurde diese Forderung nicht erfüllt, dann wurde die Stadt geplündert. Die Aktion wurde als heiliger christlicher Krieg gerechtfertigt. Dasselbe Schicksal ereilte und ein zweites Mal Zaila Saylac. Bis dehnte Portugal seinen Machtanspruch auf die gesamte Küste Tanganjikas aus.

Diese Herrschaft bestand allerdings nur auf dem Papier, weil Portugal diesen Bereich nicht kolonisierte. Portugal baute in den folgenden Jahren eine Reihe von Stützpunkten an der restlichen ostafrikanischen Küste auf und eroberte bis alle muslimischen Sultanate zwischen Sofala und dem Kap Guardafui , um den Seeweg nach Indien zu sichern.

Schon früh versuchte man, im Gegensatz zu Westafrika, auf der Jagd nach Gold in das Landesinnere vorzudringen. Auch Sklavenhandel wurde betrieben. Die verschleppten Afrikaner wurden in erster Linie an die arabischen Länder verkauft. Die Yaruba-Dynastie aus dem Oman begann im Jahrhundert nach und nach die portugiesischen Stützpunkte zu erobern, später folgten europäische Konkurrenten.

Im Ersten Weltkrieg besetzten deutsche Truppen das nördliche Mosambik, wofür Portugal als Entschädigung das Kionga-Dreieck erhielt, das an Mosambik angeschlossen wurde. Seine geheimen Berichte von dem armen Land jenseits des Atlantiks sollen mit ein Grund gewesen sein, weshalb Portugal Christoph Kolumbus keine Expedition Richtung Westen finanziert hat. Er verschwand bei einer seiner Fahrten, ebenso wie sein Vater und sein Bruder Miguel. Fagundes soll als Belohnung eine Capitania über die von ihm entdeckten Gebiete erhalten und dort eine Kolonie gegründet haben.

Diese soll aber, ebenso wie eine Kolonie der Corte-Reals auf Labrador, nach kurzer Zeit wieder aufgegeben worden sein. Den Siedlern war es angeblich zu kalt, so dass sie ihr Glück weiter westlich versuchten. Feindlich gesinnte Indianer sollen dann die Aufgabe der Kolonie erzwungen haben.

Sicherheit über die Existenz der portugiesischen Kolonien in Nordamerika gibt es nicht, jedoch zeigen Karten aus der Zeit um Neufundland, Labrador und sogar Grönland als portugiesisches Territorium Cantino-Planisphäre. Sicher ist, dass die portugiesischen Fischer seit dieser Zeit vor die Küste Neufundlands kommen, um hier Fische als Grundlage für das portugiesische Nationalgericht Bacalhau zu fangen.

Bei einer von ihnen war Amerigo Vespucci als Steuermann mit dabei. Fernando de Noronha wurde besiedelt und kam, wie Trindade, zu Brasilien nach dessen Unabhängigkeit. Als sie merkten, dass sie doch nicht so willkommen waren, zogen die Portugiesen bereits wieder ab. Der Plan zur Eroberung von Mekka und Sues wurde daraufhin aufgegeben. Die anderen Besitzungen im arabischen Raum gingen im Jahrhundert nach und nach verloren.

Später eroberten die Yaruba auch die portugiesischen Besitzungen in Ostafrika und plünderte Bombay. Portugal begann ab Gebiete in Indien zu erobern und dort Handelsstützpunkte einzurichten. Dazu kam der Krieg gegen die Marathen im Portugal verlor die meisten seiner Stützpunkte und konnte nur noch einen kleinen Rest bis in das Die kleine portugiesische Garnison von 3. Das Königreich Kandy wird zwar kurz besetzt, besteht aber als letztes Reich auf der Insel bis ins Im selben Jahr wurde das Fort A Famosa gebaut.

Portugal begann Allianzen mit den umliegenden Herrschern der Halbinsel Malaya zu schmieden. Der ehemalige Sultan von Malakka versuchte von Johor aus mehrmals seine Stadt zurückzuerobern, auch Atjeh griff mehrfach an. Albuquerque baute in Malacca eine neue Verwaltung auf und eine eigene Münzprägeanstalt.

Viele Portugiesen begannen sich in Malakka niederzulassen. Noch heute leben in dieser Stadt Nachkommen der Portugiesen, die eine portugiesische Kreolsprache sprechen. Ab begannen die Niederländer immer wieder die Stadt zu attackieren. Er machte sich selbst zum Kriegsherrn über das Gebiet und kämpfte gegen die Birmanen bis er gefangen genommen und getötet wurde.

Zum portugiesischen Besitz gehörte Syriam nicht lange. Jahrhunderts in Macau an, das zum Zentrum des Handels in Ostasien wird. Da es Japanern und Chinesen verboten war ihr Land zu verlassen, dienten die Portugiesen im Jahrhundert als Händler zwischen den beiden asiatischen Reichen.

Auch Feuerwaffen fanden durch die Portugiesen ihren Weg nach Japan. Portugiesisch ist in Macau weiterhin eine Amtssprache. Der Sultan erlaubte den Bau eines portugiesischen Forts auf Ternate und ermöglichte den Portugiesen den Handel in seinem Reich, weswegen in manchen Quellen fälschlicherweise das gesamte Reich als portugiesischer Besitz aufgeführt wird. Diese Gebiete werden oft als spanisch aufgeführt, obwohl — und — nur eine Allianz zwischen Tidore und Spanien bestand.

Im Vertrag von Saragossa verzichtete Spanien zwar auf Aktivitäten auf den Molukken zu Gunsten Portugals, aber bis versuchte Spanien immer wieder die Kontrolle über die Region zu gewinnen, als die Armee von Villalobo von den Portugiesen besiegt wurde. Doch Portugal konnte nur kurze Zeit vom Sieg profitieren. Das Fort auf Ternate musste aufgegeben werden, als der Sultan gegen seine ehemaligen Verbündeten rebellierte. Während der Personalunion von Spanien und Portugal entsandte Spanien ab mehrere militärische Expeditionen um erneut Kontrolle über die Region zu gewinnen, doch auch der letzte Angriff auf Ternate verlief erfolglos.

Dafür konnten die Niederländer das spanische Fort auf Tidore erobern. Der Sultan von Ternate wurde mit seiner Familie nach Manila gebracht. Doch die Niederländer blieben, verbündet mit dem Sultan von Ternate, weiter der Gegner der Spanier, während diese sich weiter auf den Sultan von Tidore stützten. Die Spanier konnten sich bis auf Ternate halten, weitere kleinere spanische Stützpunkte existierten auf kleineren Inseln der Molukken noch etwas länger, wie zum Beispiel auf Siau — Portugal hatte zu diesem Zeitpunkt bereits keinen Einfluss mehr auf die Molukken.

Nach ihrer Vertreibung von Ternate wurde zunächst Ambon ihr neues Zentrum in der Region, dass aber bis ständig durch muslimische Angriffe bedroht wurde. Der Handelsposten war gegründet worden und arbeitete unter dem Schutz des Sultans von Makassar. In den ern lebten ständig portugiesische Händler in Makassar, waren es 2. Das Fort Panakkukang wurde gestürmt und der Sultan gezwungen, einen Vertrag zu unterzeichnen, der die Ausweisung der Portugiesen verlangte.

Neben den Gewürzen, handelten die Portugiesen auch mit Sandelholz von Timor. Bereits kamen die ersten Dominikaner als Missionare nach Timor. Über Solor wurde dann jährlich das Sandelholz aus Timor exportiert.

Portugiesische Verwaltung, Militärgarnisonen und Handelsposten waren anfangs auf Timor nicht vorhanden. Die Macht der Niederländer blieb aber zunächst auf die Umgebung Kupangs beschränkt.

Als jedoch ein Angriff von Portugiesen und Topasse auf Kupang, trotz Übermacht, in einem Desaster endete, brach die Herrschaft beider in Westtimor zusammen. Unnötig zu sagen, dass der Gouverneur in Ungnade fiel und abgesetzt wurde, als Lissabon von dem Vertrag erfuhr.

Doch die Vereinbarungen konnten nicht mehr rückgängig gemacht werden, auch wenn der Vertrag über die Grenzen neu verhandelt wurde und erst als Vertrag von Lissabon ratifiziert wurde.

Die verschiedenen kleinen Königreiche Timors wurden unter niederländischer und portugiesischer Autorität aufgeteilt. Die Streitigkeiten wurden erst beigelegt, als die endgültige Grenze zwischen dem niederländischen West- und dem portugiesischen Osttimor gezogen wurde. Zuvor hatten beide Kolonialmächte noch Enklaven ohne Meereszugang im Gebiet des jeweils anderen. Nach der Nelkenrevolution sollte auch Osttimor in die Unabhängigkeit entlassen werden. Es kam aber zu Machtkämpfen zwischen den osttimoresischen Parteien, die Indonesien zur Besetzung grenznaher Gebiete nutzte.

November die Unabhängigkeit aus, doch nur neun Tage später startete Indonesien offiziell mit der Besetzung des Landes, die bis anhielt.

In Osttimor ist heute noch Portugiesisch Amtssprache, auf Flores wird von einer Minderheit eine portugiesische Kreolsprache gesprochen. Die Inselgruppen der Azoren und von Madeira bilden die letzten Besitzungen Portugals abseits vom kontinentalen Mutterland. Wahrscheinlich waren die Inseln bereits den Phöniziern bekannt.

Die Azoren wurden von Portugal entdeckt andere Quellen: Neben Portugiesen siedelten hier auch Flamen und Italiener. Die Kanarischen Inseln waren nie portugiesisch. Ascension wurde am Zwei Jahre später wurde die Insel von Afonso de Albuquerque am Die Insel wurde aber nicht in Besitz genommen.

Helena wurde ebenfalls entdeckt. Die Portugiesen importierten später Früchte und bauten einige Häuser, darunter eine Kapelle. Die Lage der Insel wurde zunächst geheim gehalten. Lopez starb auf St. Um gaben die Portugiesen St. Helena auf, das sofort danach von den Niederländern besetzt wurde. Da er aber nicht anlanden konnte, wurde sie von Portugal nicht in Besitz genommen.

Europäische Kolonialmächte des Spätmittelalters: Europäische Kolonialmächte der Neuzeit: Ende der portugiesischen Herrschaft auf Timor. Liste der Gouverneure von Macau. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel.

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Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Ziguinchor heute im Senegal. Über Korea gelangten immer mehr chinesische Erfindungen und Einflüsse nach Japan, im 5.

Jahrhundert übernahm das Land die chinesische Schrift und den Buddhismus. Ab Mitte des 7. Jahrhundert ein eigenes Schriftsystem entwickelt. Im Norden Indiens wurde die Fremdherrschaft zentralasiatischer Völker ab etwa n. Der indische Mathematiker Aryabhata bis ca. Jahrhundert kehrten die zentralasiatischen Reitervölker zurück: Aber erst ab Anfang des Jahrhunderts begann eine dauerhafte Begegnung des Islam mit Nordindien: Zuerst in Form von Beutezügen der Ghaznawiden einer muslimischen Dynastie aus dem heutigen Iran ; nachdem diese von den Ghuriden besiegt wurden, in Form dauerhafter Herrschaft — aus den eroberten Gebieten sollte nach dem Zerfall des Ghuriden-Reichs im Jahr das selbstständige Sultanat von Delhi hervorgehen.

Dieses wurde schnell zur wichtigsten Macht Nordindiens, obwohl es immer wieder unter inneren Unruhen und Angriffen durch die Mongolen litt. Eine Blütezeit erlebte das Sultanat von bis unter Ala ud-din Khalji; und zwischen und eroberte es weite Gebiete in Zentral- und Südindien, konnte sich dort aber nicht dauerhaft halten. Nach nahm Mohammed bin Tughluq einen erfolgreichen neuen Anlauf, aber fiel sein Heer bei einem Feldzug fast vollständig der Cholera zum Opfer; Seuchen und Hunger trafen das Land auch in den Folgejahren und untergruben das Ansehen der Herrscher.

Ein langsamer Zerfall begann, und es entstanden zahlreiche muslimische Staaten in Teilgebieten, die einst zum Sultanat gehört hatten.

Zudem konnten die Mongolen wieder in das geschwächte Gebiet einfallen: Wie intensiv der Austausch zwischen den verschiedenen Regionen Nordafrikas, Europas und Asiens war, zeigen auch die Reisen des berberischen Forschungsreisenden Ibn Battuta: Zwischen und besuchte er die ganze islamische Welt.

Insgesamt legt er Die Blütezeit der Anasazi-Kultur begann ab n. Die Mississippi-Kultur entstand ab n. Die Schätzungen der Einwohnerzahl der Hauptsiedlung Cahokia reichen von 8. Erst zweihundert Jahre später sollten die Tolteken , ein kriegerisches Nomadenvolk, das um diese Zeit sesshaft wurde und Mexiko vom Jahrhundert beherrschte, die Macht in der Stadt übernehmen. Wohl ab dem Jahrhundert war unterdessen das kleine Volk der Mexica, heute besser als Azteken bekannt, von Norden nach Zentralmexiko eingewandert.

Berühmt-berüchtigt wurden die Azteken in der Geschichte aber dank der Menschenopfer, mit denen sie ihre Götter davon abhalten wollten, ihr Reich wie das der Tolteken zu vernichten deren letzter Herrscher Topiltzin sich der Legende nach geweigert hatte, den Hunger der Götter zu stillen. In Südamerika blühte bereits vor der Zeitenwende rund um den Titicaca-See die noch weitgehend unbekannte Tiahuanaco-Kultur ; sie verfügte über eine hoch produktive Landwirtschaft mit Kartoffelanbau auf erhöhten Feldern.

In der Hauptstadt Tiahuanaco lebten im Jahr etwa Die Moche bauten komplexe Bewässerungsanlagen mit Aquädukten; mit dem Wasser aus den Bergen konnten sie Landwirtschaft in der Küstenwüste betreiben. Unter ihnen blühten Handwerk und Handel, in den Moche-Siedlingen lebten bis zu Die ausgedehnten Terrassen und Bewässerungskanäle zeigten die ganze Kunst der einheimischen Landwirtschaft; die Inka stellten Werkzeuge und Waffen aus Kupfer und Bronze her und erbauten ein Die Hängebrücken aus Seilen, mit denen die Inka steile Schluchten überbrückten, wurden zum Teil noch Jahre später genutzt.

Das Handelsnetz im Indischen Ozean machte das Königreich von Aksum immer mächtiger, es exportierte eigene Waren, aber auch solche, die es aus dem afrikanischen Hinterland im Tausch gegen Rinder, Salz und Eisen erhielt. Im Jahr lebten in Aksum etwa Jahrhundert wurde Aksum als erster afrikanischer Staat christlich, zur gleichen Zeit endete die Errichtung von Stelen.

Jahrhundert begann der Holzverbrauch für Eisenhütten, Ziegel- und Tonwarenherstellung und für die Feuerstellen Tribut zu fordern; die Entwaldung führte zu zunehmender Erosion. Zudem litt der Handelspartner Westrom unter Schwierigkeiten, und ab dem Jahr verkürzte sich die Regensaison: Jahrhundert wurde Aksum aufgegeben.

Gold aus Afrika hatte einen erheblichen Anteil am Goldverbrauch im europäischen Mittelalter, und wurde seit dem 4. Jahrhundert — ermöglicht durch das über Persien und Ägypten nach Nordafrika gelangte Kamel, das viel länger als andere Reittiere ohne Wasser überleben kann — durch die Sahara transportiert. Nach der Ausbreitung des Islam in Nordafrika standen die afrikanischen Reiche auch mit diesem in Verbindung und wurden in den Handel mit der gesamten islamischen Welt einbezogen: Jahrhundert berichteten chinesische Quellen aus Afrika Jahrhundert wurde das "Land der Schwarzen" erstmals in arabischen Quellen beschrieben; die Chronisten gaben zwar ebenso sehr die Vorurteile ihrer Zeit wie Fakten wieder, aber berichten doch von Handel mit Salz und Gold über die Sahara hinweg.

In der um das Jahr Historische Handelsrouten durch die Sahara. Jahrhundert sollen bis zu Aber bereits Ende des Die Herrscher des Songhaireiches mit seinem Kerngebiet im heutigen Mali traten ebenfalls zum Islam über. Aden, wo sich die Handelshäuser und Warenlager befanden, war zwischen dem Jahrhundert zur Drehscheibe des Handels mit Indien geworden; die arabischen Händler luden ihre Waren in der Hafenstadt Aidhab von Kamelen auf Schiffe um und nutzten dann die günstigen Monsunwinde an der Ostküste Afrikas, wo im Laufe der Zeit bedeutende Handelsplätze entstanden.

Die waren aber nur Zwischenhändler, das Gold stammte aus dem Landesinneren. Jahrhundert stammen die Königsgräber von Mapungubwe im heutigen Südafrika, Funde von Porzellan aus China zeigen die Reichweite des damaligen Handels, der neben Gold auch Elefantenelfenbein umfasste. In der Stadt lebten Jahrhundert fand in diesem Reich etwa ein Drittel der weltweiten Metallproduktion statt. Jahrhunderts begann der Niedergang von Great Zimbabwe — vermutlich hatte die Stadt ihre Brennholzvorräte abgeholzt, das Land übernutzt und überweidet und bekam Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung; seine Rolle übernahmen Mutapa im Norden und Torwa im Westen.

Das wichtigste Handelsgut war auch hier Gold, und als Vasco da Gama bei seiner Umrundung Afrikas im Sambesidelta mit Gold beladene arabische Boote sah, war das Interesse europäischer Eroberer geweckt. Dort vertreiben jedoch die Ureinwohner sie nach einem Jahrzehnt wieder.

Auch in Europa wussten die Bewohner sich immer besser zu verteidigen, so dass die skandinavischen Reiche sich wieder auf den Handel beschränkten: Norwegen wurde für seinen getrockneten Kabeljau bekannt. Der westliche Teil des römischen Reichs hatte seit Konstantins Tod einen eigenen Kaiser, seine Lage besserte sich nicht: Bürgerkriege und Umstürze lockten weiter germanische Stämme an, die leichte Beute witterten.

Jahrhundert erreichten die Hunnen das Siedlungsgebiet der Goten am Schwarzen Meer, die daraufhin über die Donau zogen. Als das römische Reich endgültig geteilt wurde, wählten sie einen König Alarich und begannen eine erneute Wanderung.

Dabei belagerten Alarichs Truppen Rom, zogen gegen ein reiches Lösegeld wieder ab, plünderten die Getreidevorräte im römischen Hafen Ostia und wendeten sich wieder Rom zu, diesmal nahmen sie die Stadt ein.

Unterdessen fielen die Sachsen in das von den Römern aufgegebene Britannien ein; und waren die Vandalen über den Rhein und quer durch Gallien zur Iberischen Halbinsel gezogen. Den Römern gelang es aber, die Goten in ihre Dienste zu nehmen: Die schwer unter Druck geratenen Vandalen setzten von Gibraltar aus nach Afrika über und zogen entlang der Küste in Richtung des 29 v. Unterdessen verstärkten ab unter Attila die mittlerweile im heutigen Ungarn siedelnden Hunnen ihre Angriffe auf Byzanz und ab auf Westrom.

Dabei wurden sie aber zweimal unter gotischer Beteiligung in Gallien geschlagen, und nach Attilas Tod zerfiel das Hunnenreich. Die im Einflussbereich der Hunnen verbliebenen "Ostgoten" gewannen dadurch ihre Unabhängigkeit zurück, mussten aber ihre Heimat verlassen. Zugleich versuchte Byzanz, Ostrom zu retten, und ging auch gegen die Vandalen vor — diese konnten den Angriff aber zurückschlagen. Er überwarf sich mit Byzanz, als er das im heutigen Niederösterreich gelegene Rugierreich zerstörte.

Der Kaiser bot daraufhin den Ostgoten Italien an: Von bis eroberten diese unter Theoderich das Land. Theoderich versuchte, mit Bündnissen das alte Reich auf eine neue Grundlage zu stellen: Seine Töchter verheiratete er mit den Königen der Westgoten und der Vandalen, er selbst heiratete die Schwester des Frankenkönigs. Die Westgoten hatten ihr Reich bis an die Ligurischen Alpen ausgedehnt und bis auf suebische Gebiete im Nordwesten die ganze Iberische Halbinsel erobert; die Franken das Reich des Syragus um das heutige Paris überrannt.

Damit trafen Westgoten und Franken aber aufeinander, angesichts des fränkischen Expansionsdrangs scheiterte Theoderichs Bündnispolitik: Unterdessen strebte Byzanz unter Kaiser Justitian, das das Vandalenreich vernichtet hatte, die Wiederherstellung der römischen Vorherrschaft über das gesamte Mittelmeergebiet an und wandte sich gegen die Ostgoten.

Nach langen Kämpfen unterlagen diese Die Kräfte Byzanz' reichten aber nicht, die Einheit dauerhaft wiederherzustellen: Italien wurde ab bis auf wenige Enklaven von den Langobarden die ihrerseits von den Awaren aus Pannonien vertrieben worden waren besetzt.

Damit ging die Völkerwanderung zu Ende; die Langobarden regierten bis und der byzantische Einfluss nahm wieder ab. Der Aufstieg der Franken hat auch damit zu tun, dass im dichtbesiedelten Mittelmeergebiet die Bevölkerung vom 2. Jahrhundert durch eine Reihe von Seuchen — vermutlich Pocken, Masern, Grippe und die Pest — deutlich zurückgegangen war.

So nahm hier die Bevölkerung zu. So gelang es den Franken unter Karl von Martell bei Tours mit einem Reiterheer, die Araber, die fast die gesamte iberische Halbinsel erobert hatten, aufzuhalten.

Nach seinem Tod zerfiel es in zahlreiche Fürstentümer: Seine Getreuen, die Vasallen, erhielten riesige Ländereien mitsamt der ansässigen Bauern, die teils als kleinere Lehen an Untervasallen weiterverteilt wurden. Die Lehnsherren lebten von den Abgaben der Bauern, die zudem als Frondienste öffentliche Arbeiten verrichten mussten, während die Lehnsherren als Ritter die militärische Macht des Kaisers sicherstellten.

Diese Feudalordnung beherrschte bald weite Teile Europas. Trost im mühseligen Leben der unteren Stände bot vor allem die Hoffnung auf ein späteres Leben im Paradies; die Religion stand im Mittelalter wie nie zuvor im Mittelpunkt des Lebens — und ohnehin war die römische Kirche das eigentlich verbindende Elemente des Reichs. Viele Christen konnten es sich nun leiten, ins Heilige Land pilgern. Die muslimischen Araber hatten dieses zugelassen — aber seit das Heilige Land von türkischen Seldschuken erobert worden war, wurden die Pilger oftmals beraubt oder getötet.

Die Welt um das Jahr Im Jahr lebten wohl um die Millionen Menschen auf der Erde; in Europa herrschte mit der mittelalterlichen Warmzeit ein mildes Klima — die Wikinger hatten so Island und Grönland entdeckt und besiedelt und erreichten im Jahr Neufundland, wo sie eine Siedlung gründeten. Diese erste Entdeckung Amerikas blieb aber folgenlos, und die Siedlung wurde bald wieder aufgegeben.

Vom lukrativen Gewürzhandel waren die Europäer aber abgeschnitten, dieser lief wieder über arabische Zwischenhändler. Aber auch die islamische Welt war tief gespalten: Dennoch griffen islamische Truppen immer wieder den Norden Spaniens an, und sollten den Norden Indiens erobern. Die Reiche Amerikas hatten im Jahr nach allem, was wir wissen, weder untereinander noch — einer Wikingersiedlung zum Trotz — gar mit den Reichen Eurasiens Kontakt.

Mindestens seitens des von den Seldschuken gefährdeten Byzantinischen Reichs spielten aber auch Machtinteressen mit. Unterstützt wurden die Kreuzfahrer von Schiffen aus Genua, Pisa und ein wenig später Venedig — was den italienischen Handelsstädten dauerhafte Handelsprivilegien mit den neu gegründeten Kreuzfahrerstaaten und die Seeherrschaft im Mittelmeer verschaffte. Den Asienhandel monopolisierten allerdings die Araber — christlichen Schiffen wurde während der Kreuzzüge das Befahren des Roten Meeres verboten.

Die ersten Ansätze des Kapitalismus finden sich vermutlich im Fernhandel, der etwa das China der Han-Dynastie mit dem römischen Reich verband: Auch in China brachten gewinnorientierte Kaufleute insbesondere unter der handelsfreundlichen Song-Dynastie wieder erheblichen Wohlstand hervor.

Sie betrieben bereits eigene Werkstätten, die Lohnarbeiter beschäftigten. In Europa nahm der Fernhandel erst mit den Kreuzzügen einen neuen Aufschwung, und vom So entstand etwa das Unternehmen: Die doppelte Buchführung wurde entwickelt und der bargeldlose Geldtransfer. Der Aufstieg des Kapitalismus. Nachdem sie den Kreuzfahrerstaat Edessa in Nordsyrien zurückerobert hatten, rief der Papst zu einem — letztlich erfolglosen — Zweiten Kreuzzug auf. Als die Christen Ägypten angriffen, wurden die dort regierenden Fatimiden nach einem Volksaufstand abgesetzt, und unter der neuen Ayyubidendynastie waren Ägypten und Syrien vereint, so dass sie nicht mehr so leicht gegeneinander auszuspielen waren.

Er hatte damit die richtige Strategie für seine schnellen Araberpferde gefunden. Auch mit dem Dritten Kreuzzug gelang es nicht, Jerusalem zurückzuerobern. Als der Vierte Kreuzzug gar mit der Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer endete die mit der Beute die Flotte Venedigs für die Verschiffung bezahlten , war auch der Papst geschockt. Im westlichen Mittelmeerraum war nach der christlichen Rückeroberung unterdessen mit Katalonien und seinem Zentrum Barcelona sowie dem unter Jakob I.

Allerdings nahm, da nun keine zentrale Macht mehr das Mittelmeer befriedete, auch die Piraterie wieder zu. Während der Kreuzzüge kamen die Westeuropäer mit einer weit überlegenen Zivilisation in Kontakt. Der Handel zwischen Abend- und Morgenland nahm schon während der Kreuzzüge wieder zu und machte, wie oben dargestellt, italienische Hafenstädte wie Venedig und Genua reich und mächtig.

Jahrhundert begann dann mit rasch zunehmendem Handel auch im restlichen Europa der Aufstieg der Städte. Es entstand der Kaufmannsstand; Handel und Handwerk blühten. Latein war die Sprache dieser neuen Universitäten, und die römische und ab Ende des Jahrhunderts vermittelt durch Gelehrte aus Byzanz griechische Antike wurde wiederentdeckt, verbunden mit der Wertschätzung der Würde des Menschen. Um arabische Zwischenhändler beim lukrativen Gewürzhandel zu umgehen, wollte man auch das Wissen über die Erde erweitern: Italienische Händler versuchten, Kontakte nach Asien aufzubauen.

Erste Gerüchte erreichten den Westen bereits Anfang Reisende berichteten, dass die Städte Chinas von einer verheerenden Pest betroffen waren, und Ende des Jahres wurde es zur Gewissheit.

Auch Indien war betroffen. Als die Pest auch in Kaffa ausbrach, flohen die Genoveser. Was sie nicht wussten: Sie hatten die Pest an Bord. Diese brachten sie nach Konstantinopel, wo die Pest im September ausbrach.

Damit war der Weg für die weitere Ausbreitung frei: Genaue Zahlen über die Folgen der Pest sind schwierig zu ermitteln, die besten Schätzungen liegen bei einem Drittel bis der Hälfte der Bevölkerung, die der Pest zum Opfer fielen, also etwa 25 bis über 35 Millionen Menschen.

Erst etwa Jahre später, um , erreichte die Bevölkerungszahl in Europa wieder 75 Millionen Menschen wie vor der Pestepidemie. Die Pestepidemie sollte das Leben in Europa auch indirekt verändern: Der Glaube an die Kirche, die die Vernichtung ganzer Familien nicht verhindern konnte, wurde erschüttert; und ebenso der Feudalismus: Da jetzt Arbeitskräfte fehlten, nahm der Wert der Arbeitskraft zu, Landbesitzer und andere Interessenten mussten ihren Arbeiten jetzt etwas bieten, sonst warben andere sie ab.

Viele Landarbeiter nutzten die neue Freiheit auch, um in die Städte zu gehen. Im "lateinischen" Europa — dem bis zur Linie St. Petersburg — Triest reichenden, unter dem Einfluss der römischen Kirche stehenden westlichen Teil Europas — lebten im Die Bauern leisteten Geld- oder Naturalabgaben an den Grundherrn.

Nicht nur Seuchen wie die Pest, auch kühle und nasse Sommer als erste Vorboten der kleinen Eiszeit mit daraus folgenden Missernten und Hungersnöten bedrohten immer wieder das Leben der Menschen. Viele Menschen waren arm, und bei Krisen reichte die Versorgung oft nicht für das Existenzminimum.

Manchen Bauern ging es aber auch besser, im neben Klerus und Adel "dritten Stand" entstand eine erste Schichtung nach Vermögen und Einkommen, die spätere Klassengesellschaften andeutete. Viele Landbewohner flohen, der höheren Löhne, der besseren Ernährung und des besseren Schutzes bei Krisen wegen, in die Städte. Europas Städte waren im Unterschied zu den Städten der alten Hochkulturen und zu den Städten der Moslems halbautonom — im Falle der italienischen Stadtrepubliken sogar völlig Unabhängig.

Mit dem Renaissance-Humanismus nahm die Zahl der bekannten antiken Texte zu, damit — und mit der von den Moslems vermittelten Rezeption des Aristoteles — begann die antike Tradition sich von der Kirche zu lösen. Erfindungen wie das Pferdegeschirr erhöhten die Leistung der Pferde als Zugtiere; Wasser- und Windräder führten zur Mechanisierung vormals menschlicher oder tierischer Arbeit etwa in den Mühlen.

Kurbeln und Zahnräder ermöglichten die Richtungsänderung der Kraft oder die Umwandlung von Dreh- in Kolbenbewegungen, so konnten auch Tuch gestampft, Metall gehämmert oder Blech gewalzt werden.

Jahrhundert begann auch die Herstellung von Waren in Manufakturen. An den Universitäten wurden die Grundlagen dieser Techniken systematisch erforscht. Die Universitäten hatten auch Bedarf an Büchern, die viel billiger hergestellt werden konnten, nachdem Papier hergestellt werden konnte und Johannes Gutenberg in Mainz den Druck mit der Erfindung beweglicher Metalllettern revolutioniert hatte.

Leistung spielte eine zunehmende Rolle: Manche Handwerker waren besser als andere — und hatten mehr Kunden. Manche Historiker sehen hierin eine der Wurzeln für die spätere industrielle Revolution mehr. Bereits im Mittelalter, meinen manche Historiker, liegen die Wurzeln der industriellen Revolution: Zu dieser Zeit holte Europa den wissenschaftlichen und technischen Vorsprung anderer Zivilisationen, vor allem China und dem Islam, auf — und überholte diese sogar.

Einer, der die Frage intensiv untersucht hat, ist der Wirtschaftshistoriker David S. Er weist darauf hin, dass selbst zur Blütezeit des Islam in den Jahren bis 1. Die Erkenntnisse wurden nicht angewandt, da im Islam für Fragen des Geistes im weitesten Sinne die Glaubensgelehrten zuständig waren. Wenn, was sie enthalten, rechte Weisung ist, hat Gott uns bessere Weisung gegeben. Ist es Irrweg, hat Gott uns dagegen geschützt.

Auch im konfuzianischen China war Fortschritt kein Wert. Zwar war China im Mittelalter die technisch führende Weltregion: Jahrhundert kannten die Chinesen eine mit Wasserkraft beschriebene Maschine zum Spinnen von Hanf; sie sollen bereits Ende des Jahrhunderts mit Hochofentechnik Sie dienten aber anderen Zwecken: Die Chinesen waren gute Kartographen — ahnten aber nicht, dass die Erde ein Kugel war.

So gaben sie sogar den Schiffbau auf — ab wurden keine Schiffe mehr gebaut. GaGanz anders verlief die Entwicklung in Europa. Hier wurde das mittelalterlich-christliche Weltbild durch das wissenschaftlicher geprägte Weltbild der Renaissance abgelöst. In Europa fehlte eine starke zentrale Macht wie im Islam oder im China, die diese Entwicklung unterdrücken konnte — im Gegenteil, in den Universitäten fanden kritische Geister ein Zuhause.

Jahrhunderts konnte das Wissen schneller und weniger fehleranfällig verbreitet werden — auch der moderne Buchdruck wurde in China wo er mangels eines Alphabets schwieriger umzusetzen war und im Islam wo er den Koran entweiht hätte erst sehr verzögert eingesetzt; in Europa und bald auch in den europäischen Kolonien förderten billige re Bücher die Verbreitung von Wissen.

Kein Wunder, dass nach der Navigation die Astronomie blühte: Mit ihren auf genauen Beobachtungen und Messungen und den daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen beruhenden Entdeckungen hier gehören sie zu den Begründern der modernen Wissenschaft mehr. Von der Entwicklung und dem Wachstum der Städte profitierte auch das Land, von dem aus die Städte — teilweise, denn viele Städter hatten eigene Gärten und hielten Hühner und Schweine — versorgt wurden.

Mit zunehmendem Wohlstand in den Städten wuchs auch die Nachfrage nach Fleisch; in dem Mittel- und Hochgebirgen konnte der kaum lohnende Ackerbau zugunsten des Alpbetriebs aufgegeben werden; in den Grünlandgebieten Nordeuropas und den Grasländern Ungarns wurden Rinderherden in die Städte getrieben.

Aber für die Viehzucht wurde nicht nur unproduktives Ackerland genutzt: Insbesondere in England wurden auch Felder mit Hecken und Zäunen eingehegt enclosure und als Viehweide genutzt. Von den neuen technischen Erfindungen profitierte auch das Militär: Ab Anfang des Jahrhunderts wurde die Kanone eingesetzt; und Ende des Jahrhunderts konnten die christlichen Heere bereits Dutzende von Kanonen — gezogen von Hunderten von Pferden — gegen die Moslems in Granada einsetzen.

Auch die Seefahrt wurde weiterentwickelt: Der glatt beplankte Rumpf des Mittelmeerraums wurde mit dem Heckruder der Hansekogge kombiniert; das viereckige Rahsegel, mit dem man günstige Winde ausnutzen konnte, mit dem dreieckigen Lateinersegel, mit dem gegen den Wind segeln konnte. So brauchte man keine Ruderer mehr, die zuvor im Mittelmeerraum verbreitete Galeere wurde von der Karacke, die mehr als tausend Tonnen Ladung aufnehmen konnte, und der schnellen und wendigen Karavelle abgelöst.

Die Karacke war auch stark genug, Kanonen zu tragen, und sollte daher auch als Kriegsschiff genutzt werden. Aber die Schiffe waren nicht alles, genauso wichtig war die Entwicklung der Portolane Seefahrerhandbücher mit genauen Karten und die Einführung des von den Chinesen über Inder und Araber nach Europa gelangten Kompass und des Astrolabiums: