Freihandel


Begriff. Der Begriff Pazifismus wurde Anfang des Jahrhunderts als politischer Kampfbegriff der Friedensbewegung etabliert. Das Wort ist abgeleitet vom lateinischen Substantiv pax für „Frieden“ (Genitiv pacis) und dem Verbum facere für „tun, machen, herstellen“.

Auch Kanada wurde wieder zu einem Exporteur von Rohstoffen und hat verstärkt mit Umweltproblemen zu kämpfen, während gleichzeitig die internationale Ölwirtschaft Druck auf die Umweltschutzbestimmungen ausübt. Jahrhundert, als sich infolge der Französischen Revolution und im Zusammenhang mit der bürgerlich-liberalen Emanzipationsbewegung in Europa und den USA eine organisierte Friedensbewegung herausbildete. An diese Volkstradition anknüpfend, versuchten die chinesischen Weisen Laotse und Konfuzius Frieden durch innerseelische wie politische Balance der Kräfte zu erreichen.

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Begriff. Der Begriff Pazifismus wurde Anfang des Jahrhunderts als politischer Kampfbegriff der Friedensbewegung etabliert. Das Wort ist abgeleitet vom lateinischen Substantiv pax für „Frieden“ (Genitiv pacis) und dem Verbum facere für „tun, machen, herstellen“.

The Great Illusion , in dem er nachweisen wollte, dass der Krieg ein schlechtes Geschäft ist und selbst der Sieger sich aufgrund der wirtschaftlichen Verflechtungen selbst schädigt. Auch die Verfechter des Freihandels im Jahrhundert vertraten pazifistische Thesen, da sie der Auffassung waren, dass ein Krieg den wirtschaftlichen Austausch zum Nutzen aller stark beeinträchtigt.

Ferner erklären sich viele Pazifisten einer religiösen Tradition zugehörig. Es gibt in der Pazifismus-Forschung keine einheitliche Typisierung der unterschiedlichen Strömungen. Der Philosoph Max Scheler unterschied zwischen acht Pazifismen, angefangen vom historisch-individuellen der Gewaltfreiheit über den ökonomisch-liberalen des Freihandelsgedankens bis hin zum kulturellen Pazifismus der kosmopolitischen Idee. Daher hielten sie sich traditionell überwiegend aus der Politik heraus; seit ist diese Distanz in ihnen selbst umstritten, vielfach beteiligen sich friedenskirchliche Gruppen ausdrücklich an friedenspolitischen Entscheidungsprozessen.

Als Theokraten lehnen auch die Zeugen Jehovas jeden Kriegsdienst ab. Einige, unter ihnen Helene Gotthold , wurden im Nationalsozialismus auch deswegen hingerichtet. Ebenso haben die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft der Christadelphians den Dienst an der Waffe bis heute immer konsequent abgelehnt.

Jahrhundert die Bewegung der Tolstojaner. Deren Anhänger vertraten eine Form des christlichen Anarchismus und Pazifismus, vor allem auf Basis der Bergpredigt , die als direktes absolutes Gebot Gottes verstanden wird. Sie lehnten staatliche Institutionen, Privateigentum und eine weltliche Rechtsordnung ab. Sowohl unter dem Zarenregime als auch später unter der Sowjetherrschaft wurden die Tolstojaner wegen ihrer anarchistischen und radikal-pazifistischen Ideen verfolgt.

Die Ideen des Tolstojanismus hatten in der ersten Hälfte des Eine besonders aktive tolstojanische Bewegung entwickelte sich in den religiös-sozialistischen , antimilitaristischen und anarchistischen Szenen in den Niederlanden. Von eher antimilitaristisch orientierten Gruppen wurden Vertreter der absoluten Gewaltfreiheit zum Teil kritisiert, sie wollten nicht aktiv genug für ihre Ziele kämpfen. Religiöser Pazifismus ist im christianisierten Europa seit Beginn des Jahrhunderts und parallel zur Entstehung der Ökumenischen Bewegung sowie des interreligiösen Dialogs nicht mehr auf traditionelle Friedenskirchen begrenzt.

Die organisierte Friedensbewegung des Jahrhunderts war Ausdruck und Produkt des aufstrebenden Bürgertums. Es handelt sich um eine Erscheinung innerhalb der städtischen Gesellschaft, nicht des flachen Landes. Das Konzept des bürgerlichen Pazifismus basierte auf den Gedanken der Aufklärung und dem Glauben an den historischen Fortschritt. Wichtig war dabei die Vorstellung, dass es auch zwischen Staaten möglich sein sollte, durch die Einrichtung überstaatlicher Organisationen Konflikte auf friedliche Weise zu lösen.

Mit Hilfe eines überstaatlichen Rechtes sollten ein Völkerbund und Schiedsgerichte eine friedliche Konfliktlösung ermöglichen. In Deutschland gehörten Anfang des Jahrhunderts die Juristen Walther Schücking und Hans Wehberg zu den wichtigsten Vertretern der pazifistisch orientierten Völkerrechtslehre.

Deren Position wird auch als Rechts-Pazifismus bezeichnet. Ein weiteres Hauptziel bestand darin, einen Zusammenschluss der europäischen Staaten herbeizuführen. Daher schlug der russische Soziologe Jacques Novicow im Jahr vor, den Begriff Friedensfreund durch Föderalist zu ersetzen und die gesamte Bewegung als Föderalismus zu bezeichnen.

Eine weitere Komponente stellte der Ausbau des internationalen Handels dar, dem ebenfalls eine friedensfördernde Rolle zugebilligt wurde. Um die Auswirkungen eines möglichen Krieges zu verringern, forderten die Pazifisten eine Abrüstung der Staaten. Die Absage an jede kriegerische Gewalt war für den bürgerlichen Pazifismus kein Definitionsmerkmal des Begriffs.

Die damaligen Pazifisten bejahten im Prinzip den Verteidigungskrieg und waren sich auch in Einzelfällen uneinig, ob bewaffnete Verteidigung möglich und gerechtfertigt sei. Sie erkannten das staatliche Gewaltmonopol und die Staatssouveränität als Voraussetzung für internationale Verträge zur Gewaltbegrenzung und Überwindung des Krieges an. Jahrhunderts stellten für die Friedensfreunde kein Problem dar. Ein zentrales Mittel, um ihre Ziele zu erreichen, bestand in der Aufklärung der Bevölkerung.

Mit Vorträgen, Zeitschriften, sonstigen Publikationen und durch Kongresse sollten die Ideen der Friedensbewegung vermittelt werden. Ebenfalls gingen die bürgerlichen Pazifisten davon aus, mit ihrer Aufklärungsarbeit die Regierungsstellen beeinflussen zu können. Ausgehend vom bürgerlichen Pazifismus des Jahrhunderts entwickelten sich im Jahrhundert verschiedene Gegenbewegungen beziehungsweise Weiterentwicklungen.

Er will also ein Ergebnis wandeln, eine Folge beseitigen oder in ihrer üblen Wirkung beschränken, ohne ihren Ursachen zu Leib zu gehen. Der Begriff des Organisatorischen bezog sich auf die zunehmende Verflechtung und Intensivierung der weltweiten Handels- und Vertragsbeziehungen, wofür sich inzwischen der Begriff Globalisierung eingebürgert hat. Nach Überzeugung Frieds tendiert hingegen die geschichtliche Entwicklung auf einen Zustand der regulierten Gewalt hin, der die unregulierte Gewalt, die Anarchie, ablöst.

Dies habe jedoch keinen ewigen Frieden zur Folge, weil Kriege zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung immer möglich sein würden. So monierte der spätere Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde auf dem Deutschen Friedenskongress von Der Pazifismus hat nunmehr eine wissenschaftliche Grundlage, die er sich zunutze macht; jedoch er selber ist nicht Wissenschaft.

Er ist eine Willensrichtung, die den ganzen Menschen erfasst. Vor allem nach dem Ersten Weltkrieg wurde nach Möglichkeiten gesucht, die Vorbereitung von Kriegen wirksamer zu bekämpfen und sich auch im Kriegsfalle stärker gegen die Militarisierung zu wehren. Dazu zählten unter anderem die Forderung nach Abschaffung der Wehrpflicht , das Streben nach allgemeiner Abrüstung, die Propagierung der Kriegsdienstverweigerung und der Aufbau einer über den Völkerbund hinausgehenden Rechtsorganisation zur Friedenssicherung.

In Deutschland spielte es in der Weimarer Republik für die radikalen Pazifisten eine wichtige Rolle, die geheime Aufrüstung der Reichswehr unter Umgehung der Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages aufzudecken. Hierbei kam es zu zahlreichen Anklagen wegen Landesverrats. Als radikale Pazifisten verstand sich vor allem der linke Flügel der Deutschen Friedensgesellschaft , der durch den Westdeutschen Landesverband um Fritz Küster und dessen Organ Das Andere Deutschland repräsentiert wurde.

Also müssen wir dem Staat, bis sich die Erkenntnis vom Verbrechen des Krieges allgemein Bahn gebrochen hat, ein wenig nachhelfen — mit allen Mitteln. Hiller gründete die Gruppe Revolutionärer Pazifisten GRP , die als die am weitesten links stehende Organisation der deutschen Friedensbewegung galt. Hiller propagierte einen Pazifismus der Tat , der nicht nur den Frieden wünsche, sondern ihn auch mache.

Während Hiller Anfang der er den pazifistischen Zielen noch den Vorrang vor den sozialistischen gegeben hatte, hielt er später die Herbeiführung eines dauerhaften Friedenszustandes nur noch in Verbindung mit dem Sozialismus für möglich. Dabei gab es innerhalb der Gruppe Revolutionärer Pazifisten unterschiedliche Auffassungen, was den Einsatz von Gewalt zur Überwindung des Kapitalismus betraf. Widerstands- und Verweigerungsformen gegen den Krieg wurden bereits als Minderheitenposition auf Konferenzen der internationalen Arbeiterbewegung im Jahrhundert von anarchistischer Seite propagiert und mit Forderungen nach Kriegsdienstverweigerung und Streik gegen den Krieg verknüpft.

Domela Nieuvenhuis formulierte erstmals eine eigene anarchopazifistische Strömung. Jahrhunderts werden unter anarchistischem Pazifismus explizit pazifistische, im engeren Sinn grundsätzlich antimilitaristische und gegenüber Personen gewaltfreie Strömungen des Anarchismus verstanden.

Diese Strömungen machten seit dem Jahrhundert einen Teil des inhaltlich geführten anarchistischen Diskurses aus, wiewohl der entsprechende Diskurs lange Zeit von spektakulären militanten und gewaltsamen Formen der sozialrevolutionären und anarchistischen Aktion, beispielsweise in Form von meist individuellen politischen Attentaten oder anderen bewaffneten Anschlägen als Propaganda der Tat überlagert wurde.

Im Allgemeinen werden unter Anarchopazifismus herrschafts- und staatsablehnende Vorstellungen und Theorien verstanden, deren Anhänger es ablehnen, bei ihren Aktionen gegen Leib und Leben von Menschen gerichtete Gewalt anzuwenden. Der Atom- oder Nuklearpazifismus entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges unter dem Eindruck der Zerstörungskraft der neu entwickelten Atomwaffen.

In der Bundesrepublik Deutschland folgte der seit verbreiteten Ablehnung der Wiederbewaffnung die Kampf dem Atomtod -Bewegung, nachdem die atomare Aufrüstung der Militärbündnisse in West- und Osteuropa absehbar wurde. Darin sahen Kritiker und Rüstungskontrollinstitute eine neue Eskalationsstufe des gefährlichen atomaren Wettrüstens. Ein wesentlicher Kritikpunkt der Beschlussgegner war, dass das nukleare Vernichtungspotential beider Seiten bereits für die mehrfache Vernichtung der Welt ausreichte, mithin also jede weitere Rüstung unsinnig sei.

In den Worten Ludwig Quiddes: Wir sind des Kaisers Leitern und Sprossen! An diese Volkstradition anknüpfend, versuchten die chinesischen Weisen Laotse und Konfuzius Frieden durch innerseelische wie politische Balance der Kräfte zu erreichen.

Diese Infragestellung des Krieges war aber nicht unbedingt mit der Absage an jede Militärgewalt verbunden. Allein dadurch kann für die Veden der unheilvolle Zusammenhang von Karma und ewiger Reinkarnation , also die Vergeltungskausalität, überwunden werden. Die Bhagavadgita lehrt daher, dass Krieg und Kampf nie aufhören werden. Jedoch berühren sie den, der mit dem Göttlichen eins wird, nicht mehr. Das Kastenwesen blieb daher unangetastet.

Damit versucht der Weise Abstand zu der in schicksalhafte Gewalt verstrickten Welt zu gewinnen, ohne davon ihre Veränderung zu erwarten. Nur die Erlösten erreichen den ewigen Frieden. Dennoch folgerte Gandhi daraus im Jahrhundert politisch wirksame strikte Gewaltlosigkeit. Der Buddhismus übernahm das Gebot des Nichtverletzens für die Mönche, abgemildert auch für die Laien.

So kam es auch in vom Buddhismus beeinflussten Ländern und Regionen zu intoleranter Gewalt gegen Andersgläubige, zum Beispiel in Japan. Eines der ersten Zeugnisse von der kritischen Betrachtung des Krieges findet sich bei Pindar Fragmentum Der Peloponnesische Krieg veranlasste Aristophanes um v. Der dortige Opferkult sollte den brüchigen politischen Frieden sichern. Die klassische griechische Philosophie entfaltet erstmals den Gedanken, dass Krieg nur durch das übergeordnete Ziel des Friedens zu rechtfertigen sei z.

Aristoteles , Nikomachische Ethik b. Dies wird eingeschränkt durch die Bestätigung der in Freie und Sklaven getrennten Gesellschaftsordnung, die es zu bewahren gelte.

Zwar galt Eintracht lat. Von Cicero —43 v. Der ungerechteste Friede ist immer noch besser als der gerechteste Krieg. Auch in den Dichtungen von Vergil 70—19 v. In der römischen Rechtstradition gewann Frieden dann Bedeutung als höchstes politisches Ziel der Staatskunst. Friedensstiftung war seit der römischen Kaiserzeit gleichbedeutend mit totaler Militärherrschaft. Sie wurde ganz auf die Person des Herrschers konzentriert, der sein Alleinrecht zum Setzen der allgemeinen Rechtsordnung im Kaiserkult absicherte.

Denn es wird kein Volk gegen ein anderes das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Sie steht in Verbindung mit universalen Abrüstungsmotiven der Psalmen z. EU und beeinflusste auch spätere Propheten wie Joel Joel 4,1. So schärfte Paulus von Tarsus im Epheserbrief seiner Gemeinde ein:.

Darum galt Mitgliedschaft im Christentum der ersten drei Jahrhunderte meist als unvereinbar mit dem Kriegsdienst. Nachdem Kaiser Theodosius I. Damit trat der christliche Pazifismus rasch in den Hintergrund und wurde in Theologie und Kirche dauerhaft zur Minderheitsmeinung.

Pazifistische Minderheiten wurden im Mittelalter auch oft als Ketzer verfolgt. Diese Gruppen spielen auch im modernen Pazifismus wieder eine Rolle und wirkten auf kirchliche Friedensbewegungen ein. Eine historische Wurzel des modernen Pazifismus sind Friedensappelle und Friedensentwürfe, die seit der Reformation immer häufiger veröffentlicht wurden, aber damals kaum gesellschaftliche und gesamtpolitische Wirkungen entfalteten.

Dabei sollten die Fürsten den kriegerischen Naturzustand aufgeben und einen bürgerlichen Rechtszustand begründen.

Auf diese Weise könnten sie auch ihre Herrschaft im Innern sichern. Diese Vorstellung lehnte Jean Jacques Rousseau in seinem Extrait jedoch ab, da für ihn das Kriegführen eine Wesenseigenschaft der tyrannischen Staaten darstellte. Erst seit der Verbreitung der allgemeinen Menschenrechte erschien Frieden als von der Vernunft gebotene Idee mit Anspruch auf politische Realisierung. Als wohl einflussreichste Schrift dazu verfasste Immanuel Kant die Abhandlung Zum ewigen Frieden , in der er den Kriegszustand als Naturzustand bezeichnete:.

Um einen dauerhaften Frieden und umfassende Abrüstung der Armeen zu gewährleisten, schlug Kant die Entwicklung eines vertraglich abgesicherten universellen Völkerrechts vor. Als Grundbedingung sah er die Einführung der republikanischen Staatsform vor und verband damit als erster die Idee des Friedens mit der bürgerlichen Emanzipationsbewegung.

Friedrich Schlegel ging noch weiter als Kant und formulierte: Der spätere Berater des Fürsten Metternich betrachtete die idealistische Vorstellung, Frieden durch vernünftige Einsicht zu erreichen, mit Skepsis und versuchte daher stärker als Kant, die politischen Bedingungen für Frieden zu beschreiben. Er sah sie in einer internationalen Rechtsordnung, die auch das Menschenrecht der jeweils Andersdenkenden und Andersgläubigen schützen müsse. Damit rückte er die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit in den Mittelpunkt friedenspolitischer Überlegungen, wobei Gentz die kommende Steigerung der bewaffneten Konflikte zum totalen Krieg im Zeitalter des Nationalismus und Imperialismus schon vorausahnte.

Mit der Niederlage Napoleons im Jahre schien den Zeitgenossen der Beginn einer Epoche möglich, die nicht mehr von Krieg und Gewalt unter den Nationen bestimmt war. Die erste europäische Friedensgesellschaft entstand mit der London Peace Society. Im Jahre schlossen sich die amerikanischen Friedensgesellschaften bereits zur American Peace Society zusammen.

Während die angloamerikanischen Friedensgesellschaften sich vor allem auf das christliche Gewissen bezogen, beriefen sich die kontinentaleuropäischen Gruppen auf die Ideale der Französischen Revolution und waren oft Freidenker. Sie hatten anfangs nur wenige Mitglieder, meist aus mittelständischen Bevölkerungsschichten. Charakteristisch für die Friedensbewegung im Jahrhundert war die Anlehnung an weitere politische und ökonomische Ziele, wie die Aufhebung der Sklaverei und die Ausbreitung des Freihandels.

Eine deutsche Friedensbewegung gab es zu diesem Zeitpunkt nicht. Die im September gegründete Königsberger Friedensgesellschaft war schon im März wieder verboten worden. Auch auf der ersten Haager Friedenskonferenz von waren deutsche Delegierte vertreten.

Dort wurde ein Abkommen zur friedlichen Erledigung internationaler Streitfälle verabschiedet. Trotz eines stärkeren Organisationsgrades und einer zunehmenden Öffentlichkeitswirkung — auch durch den erstmals verliehenen Friedensnobelpreis — erzielten die Pazifisten zu Beginn des Die Ergebnisse der zweiten Haager Friedenskonferenz von blieben ebenfalls hinter den Erwartungen zurück, was die Einrichtung einer internationalen Schiedsgerichtsbarkeit und die Abrüstungsbemühungen betraf.

Vor allem im Deutschen Reich sahen sich die Anhänger der Friedensbewegung starken Anfeindungen ausgesetzt. Das betraf vor allem die Anhänger des organisatorischen Pazifismus wie Fried, die nun einsehen mussten, dass die zunehmende Verflechtung der Staatenbeziehungen keine Gewähr für den Frieden geboten hatte.

Auch der internationalen Arbeiterbewegung gelang es nicht, eine gemeinsame Position gegen den Krieg zu finden. Nach Ausbruch des Krieges überwachten und zensierten die militärischen Behörden die Pazifisten, die nun neue Methoden der Organisation und eine neue Programmatik finden mussten.

Im Deutschen Reich führte dies zur Gründung neuer Organisationen, wie dem Bund Neues Vaterland , die stärker innenpolitisch ausgerichtet waren und eine Demokratisierung Deutschlands als Vorbedingung für eine friedliche Entwicklung anstrebten. Da die Behörden im Februar dem Bund jegliche Betätigung untersagten, wurde im Sommer die Zentralstelle Völkerrecht gegründet, die für einen Verständigungsfrieden warb und auf Demokratisierung drang.

Die neuen Organisationen wurden ebenfalls stark behindert und konnten ebenso wie andere pazifistische Bestrebungen keinen entscheidenden Einfluss ausüben. Dabei nutzte sie ihre internationale Bekanntheit und Verbindungen zu einflussreichen Politikern, Intellektuellen und Journalisten unterschiedlicher politischer Couleur.

Auf internationaler Ebene setzten Pazifisten ihre Bemühungen ebenfalls fort. Frankreich war hingegen nicht vertreten. Die internationalen Aktivitäten der deutschen Pazifisten wurden von den Behörden zunehmend erschwert.

Dennoch bedienten sich Politiker der Alliierten einer pazifistischen Rhetorik, um die Ziele des Krieges zu formulieren, so unter anderem die Absicht, einen dauerhaften Frieden durch Gerechtigkeit zu etablieren. Mir scheint, wir haben unter Übernahme nicht ganz unerheblicher persönlicher Risiken getan, was wir tun konnten, ohne illegal zu werden. Dennoch wird dem Pazifismus zugutegehalten, im Ersten Weltkrieg aus seiner Nische herausgetreten zu sein:.

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges war der Pazifismus wegen der vorherrschenden Kriegsmüdigkeit und verbreiteten Probleme z. Eine daraufhin ausgerichtete Wirtschaftspolitik bezeichnet man als Freihandelspolitik , eine dem Freihandel entgegengesetzte Politik als Protektionismus. Nicht der Freihandel, sondern Handelskriege oder Handelskonflikte charakterisierten das Mittelalter. So brach am Juni vor Akkon ein echter Handelskrieg um die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer aus, den die Wirtschaftsmetropolen Pisa , Genua , Venedig und Marseille in der Adria anzettelten, wobei allein Genua die Hälfte seiner 48 Kriegsschiffe und Mann verlor.

Im Jahre brach ein weiterer Handelskrieg zwischen Venedig und Genua aus, einem Rachefeldzug, der bis andauerte. Die Hanse war seit dem Jahrhundert bis in die Neuzeit ein bedeutender Wirtschaftsbund Europas, in dem viele Grundlagen für die ersten Freihandelsabkommen gelegt wurden.

Im Jahre handelten England und Portugal wechselseitige Handelsfreiheit für die Kaufleute aus, Neubestätigungen erfolgten am Juni und am 5. Ziel des Merkantilismus war die Reduzierung der Importe von Fertiggütern durch eine entsprechende Zollpolitik, um die eigenen Manufakturen zu schützen und den Abfluss von Gold ins Ausland zu verhindern. Nach dieser Lehre war der internationale Handel ein Nullsummenspiel: Nur einer von zwei Handelspartnern könne einen Vorteil aus dem Austausch ziehen.

Das Augenmerk lag hier noch auf den beteiligten Staaten und ihren jeweiligen Staatseinnahmen. Besonders die Wissenschaftler setzten sich für den Freihandel ein. Adam Smith erhob den Freihandel zum Grundpfeiler seiner Wirtschaftslehre. Smiths Theorie der absoluten Kostenvorteile hatte allerdings zur Konsequenz, dass ein Land, das bei der Produktion keines Guts einen absoluten Kostenvorteil gegenüber den anderen Ländern aufweist, nicht gewinnbringend am Welthandel teilnehmen kann.

Smith billigte zwar den Freihandel, betrachtete ihn jedoch als Utopie. Rückschläge kamen im Freihandel weiterhin vor. So verbot England den Export von Maschinen. Die Aufhebung der Navigation Acts beseitigte Importbeschränkungen und vereinfachte die Einfuhr ausländischer Waren. Dieser sah in seinem Artikel V die Meistbegünstigung zwischen den Vertragsparteien vor.

Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der Vertragsparteien suchten immer mehr Staaten präferentiellen Zugang insbesondere am französischen Markt. Das Resultat war ein Netzwerk an Freihandelsverträgen, die alle auf dem Prinzip der Meistbegünstigung aufbauten.

Marktöffnung und ein Freihandel mit sehr ungleichen Austauschbeziehungen wurden von den europäischen Mächten, vor allem von England, sowie von den USA jedoch auch gewaltsam durchgesetzt und militärisch abgesichert. China, das bis etwa einen Handelsbilanzüberschuss gegenüber Europa erzielt hatte, wurde innerhalb kurzer Zeit zur europäischen Halbkolonie.

Ungleiche Verträge mit Japan ab. Nach dem Börsencrash vom Mai Gründerkrach ging die deutsch Reichsregierung von ihrer den Freihandel begünstigenden Linie ab. Das Freihandelsnetzwerk kam zusätzlich ab durch billige Getreideimporte aus Russland und den USA unter Druck, was zu vereinzelten Handelskriegen führte, jedoch erst mit dem Ausbrechen des Ersten Weltkriegs und damit nicht primär aus wirtschaftlichen Gründen zu Fall.

Der für Freihandel plädierende John Maynard Keynes schrieb Die USA praktizierten eine allgemeine Isolationspolitik. Die Weltwirtschaftskrise von Schwarzer Freitag schöpfte, als sie einmal ausgebrochen war, einen Teil ihrer Dynamik daraus, dass die Länder, angestachelt vom wirtschaftlichen Kollaps, ihre Grenzen für ausländische Produkte schlossen, und so mit dem Zerschlagen des zwischenstaatlichen Handels auch die Wirtschaft abermals unter Druck setzten.

Handelsbeschränkungen nahmen seitdem im Welthandel tendenziell ab. Seitdem ist die Tendenz erkennbar, dass statt des durch die Welthandelsorganisation zu fördernden Multilateralismus die Staaten auf bilaterale Freihandelsabkommen zurückgreifen wie etwa beim Umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommen mit Kanada September oder dem Freihandelsabkommen EU-Japan Juli Die fortschreitende Freihandelspolitik war eine Grundlage der Globalisierung , deren Auswirkungen kontrovers diskutiert werden.

Globalisierungskritiker sehen die Gefahr von Ausbeutung und Zementierung bestehender Gefälle sowie die Untergrabung der Wirtschaftspolitik der Nationalstaaten. Ökonomen wie Jagdish Bhagwati weisen jedoch darauf hin, dass beispielsweise in Indien und China die Armut zwischen und , zwei Jahrzehnten beschleunigter Integration in die Weltwirtschaft, dramatisch zurückgegangen sei.