Was sind negative Zinsen und wie entstehen sie?



Negative Einlagezinsen wurden im Zuge der Finanzkrise von zwei Zentralbanken in Industrieländern eingeführt. Anhand des Basiszinssatzes errechnet sich der gesetzliche Verzugszins. Die Einlagen der Kreditinstitute bei der Zentralbank insgesamt stiegen in dieser Zeit, wobei der Anstieg sich auf die Einlagen auf den Girokonten konzentrierte. Schuldrecht Deutschland Schuldrecht Österreich.

Der Unterschied zwischen negativen Real- und Nominalzinsen


April Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 3. In Österreich sieht das 1. In Österreich wird der Basiszinssatz von der Oesterreichischen Nationalbank bekanntgegeben. Obwohl zum gleichen Währungsraum gehörig, ist die Berechnungsmethode etwas anders; insbesondere beträgt die Mindest-Veränderung des EZB-Refinanzierungssatzes 0,5 Prozentpunkte, wodurch Veränderungen des Basiszinssatzes seltener sind als in Deutschland. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar: Schuldrecht Deutschland Schuldrecht Österreich.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Sprachen Links hinzufügen. Diese Seite wurde zuletzt am Dezember um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Der Fixzinszahler im Swap muss also plötzlich auf beiden Swapseiten Zinsen bezahlen.

Eine absurde Sache, möchte man meinen, aber in Zeiten negativer Zinsen leider zur Realität geworden. Für diejenigen, die vor mehreren Jahren Swaps abgeschlossen haben, in denen der variable Satz mit einem deutlichen Abschlag versehen war, zum Beispiel 6-Monats-Euribor minus 50 Basispunkte, für die ist der Ernstfall schon vor geraumer Zeit eingetreten.

Nicht besser geht es Käufern von Anleihen, die variabel verzinst sind. Das hängt unter anderem auch mit der Abwicklung zusammen, die eine Zinsumkehr nicht darstellen kann.

In der Tat, und deshalb wird versucht, mithilfe von Mindestkupons oder sogenannten Floors die unerwünschten Effekte negativer Zinsen bei Swaps und Anleihen zu verhindern. Eine Option also mit einem negativen Strike? Schon rein mathematisch wohlgemerkt. Denn die meisten Modelle, so auch Black Scholes, arbeiten mit Logarithmen. Und Logarithmen und negative Zahlen passen nicht zusammen, wie wir bereits im Grundkurs Mathematik gelernt haben.

Ein Logarithmus negativer Zahlen ist nicht definiert. Was ist die Lösung? Mit den herkömmlichen Markov und Black Modellen lassen sich komplexe Derivate schon länger nicht mehr korrekt bewerten. Aber auch sie müssen für negative Strikes abgewandelt werden, da auch in ihren Grundformeln eine log-normale Verteilung angenommen wird. Als die Modelle in den er Jahren entwickelt wurden, waren negative Strikes und Zinsen eben noch kein Thema.

Notwending sind deshalb für die Bewertung von negativen Strikes Modelle mit einem ursprünglichen Wiener Prozess oder auch Brownscher Bewegung, ohne die geometrische Abwandlung, die etwa das Black Scholes Modell verwendet. Die Modelle arbeiten etwas unterschiedlich, aber nach ähnlichen Mustern.

Sie passen die Verteilungen für Volatilitäten und Forwards aus dem negativen Bereich entsprechend an, um die Berechnung auch mit negativen Zahlen durchführen zu können. Eine Möglichkeit etwa ist das Verschieben der Kurve vom negativen in den positiven Bereich.

Im anderen, gängigen Modell werden die Grenzkonditionen entsprechend angepasst. Anstatt bei Null aufzuhören, werden für die Forwards nur absolute Zahlen verwendet. Auf diese Weise können Preise auch für negative Strikes berechnet werden. Es ist in jedem Fall eine neue, unerwartete Herausforderung, die auf die Zinswelt in den letzten Jahren zugekommen ist.

Die Modelle werden sich laufend weiterentwickeln, aber es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis auch normale Anwender benutzerfreundliche Modelle und Systeme zur Verfügung haben werden. Für die Implementierung bedarf es erfahrener Programmierer und Finanzmathematiker, die allerdings nicht in jedem kleineren Haus zur Verfügung stehen.