Anleihen & Zinsen


Euro-Staatsanleihen oder auch Euro Bonds genannt werden von Ländern innerhalb der Euro-Zone ausgegeben. Jumbo-Pfandbriefe sind Inhaberschuldverschreibungen von Finanzinstituten.

Dies ist auch bei den heute noch so sicheren Bundesanleihen zu berücksichtigen, die selbst bei sehr langen Laufzeiten von mehr als zehn Jahren nur sehr niedrige Zinsen bieten. Börsenlieblinge auf der Kippe? Aber auch für den Investor hat dies Vorteile, denn er reduziert so zumindest seine Wechselkursrisiken.

Sie sind hier

Staatsanleihen werden von Staaten bzw. der öffentlichen Hand begeben, um z.B. Straßenbauprojekte, Bildungs- und Gesundheitswesen zu finanzieren. Österreichische Staatsanleihen sind mündelsicher. Die Kapitalrückzahlung zu % gilt nur am Laufzeitende. Hier finden Sie unsere aktuelle Produktliste.

Wenn der Kurs einer Obligation steigt, sinkt die Rendite und umgekehrt. Wer aber in solche Anleihen investieren will, hat es derzeit nicht leicht: Seit dem Ausbruch der Finanzkrise drückt die hohe Nachfrage nach Sicherheit die Rendite der Bonds stark nach unten. Hinzu kommen die massiven Anleihenkauf-Programme der Europäischen Zentralbank und anderer Notenbanken, was die Renditen verzerrt.

Die zehnjährigen Schweizer Staatsanleihen, auch " Eidgenoss " genannt, bekommt man hierzulande zu einer Verzinsung von minus 0,25 Prozent. Anfang März waren es gar minus 0,48 Prozent. Diese Negativrendite ergibt sich zum einen aus dem tiefen Marktzins in der Schweiz und auch aufgrund der hohen Bonität der Eidgenossenschaft, welche weltweit Käufer anzieht. Kaum jemand rechnet damit, dass die Schweizer Regierung plötzlich ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Eine verkehrte Welt also: Die Eidgenossenschaft verdient Geld, wenn sie Staatsanleihen herausgibt.

Patrick Haefeli, Strategieanalyst bei der St. Grosse Gewinne liegen aber nicht drin", sagt er. Häfeli geht davon aus, dass es vorerst wie gehabt weitergehen wird: Dies transformiert sich auch auf Schweizer Anleihen. Aber wie weit lohnen sich dann Regierungs-Oblis als Investment?

Das sei zum einen die Schuld der Notenbanken, die im Rahmen ihrer Kaufprogramme solche Anleihen kauften, zum anderen liege es am Mangel an Anlagemöglichkeiten. Selbst viele Aktien - die um einiges risikoreicher sind - geben derzeit kaum Rendite her. Doch ein langsamer Zinsanstieg ist nicht in Stein gemeisselt: Dann würden die Staatsanleihen am sensibelsten reagieren: Mit fallenden Preisen und steigenden Renditen.

Anleger, die bereits langfristige Anleihen halten, hätten das Nachsehen. Einer Faustregel zufolge bedeutet ein Zinsanstieg von 1 Prozent ein Verlust von etwa 10 Prozent im Kurs bei zehnjährigen Staatsanleihen. Die Aussagekraft der Ratings ist allerdings umstritten, seit vor der Finanzkrise Ramschanleihen mit Spitzenratings bewertet wurden.

Attraktive Renditen findet man ohnehin erst ab den mit einem B beginnenden Ratings. Wer zu ausländischen Staatsanleihen greift sollte sich zunächst überlegen, welches Wechselkursrisiko er eingehen will.

Wer mit einer Abwertung der Währung rechnet, der muss sich überlegen, ob die höheren Zinsen den Währungsverlust ausgleichen. Auf der sicheren Seite ist man in jedem Fall mit Anleihen in Euro. Was bleibt ist allerdings das Ausfallrisiko. Dabei sollte man sich nicht allein auf das Rating verlassen, sondern auch Informationen über das Land einholen. Gibt es militärische Auseinandersetzungen, ist die wirtschaftliche Entwicklung gut und wie demokratisch ist das Land?

Die Frage nach der Demokratie ist dabei nicht nur eine ethische, sondern auch eine wirtschaftliche. Zwar schützen Wahlen nicht vor Korruption, doch je mächtiger ein Regent ist, desto weniger Rücksicht muss er nehmen. Eine Alternative sind Fonds oder Zertifikate, die in verschiedene Länder investieren, dadurch wird das Risiko gestreut.

Allerdings muss man dafür ein Wechselkursrisiko in Kauf nehmen, das bei diesen Ländern aber auch mit einer Chance auf Kursgewinne einher geht. Mit den Zinsen von Ghana oder Argentienien können diese Anleihen aber natürlich nicht mithalten.

Im Ausland winken teilweise deutlich höhere Renditen von Staatsanleihen, allerdings nur bei Inkaufnahme höherer Risiken. Neben dem Ausfall- gibt es auch ein Währungsrisiko, wenn die Währung nicht auf Euro lautet. Wer das vermeiden will, dem stehen aber eine Reihe von in Euro notierte Anleihe aus afrikanischen, südamerikanischen oder asiatischen Staaten zur Verfügung.

Weiter senken lässt sich das Risiko, indem das Vermögen auf eine Reihe von Anleihen aufgeteilt wird. Besonders einfach geht das mit Fonds. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Renditen für Staatsanleihen sind negativ — und werden es wohl ein paar Jahre bleiben. Noch vor 20 Jahren lag sie bei mehr als 6,0 Prozent. Beim Kauf von Anleihen in Fremdwährungen ist das Wechselkursrisiko zu beachten.

Wirklich hoch sind die Zinsen nur in Krisenstaaten, auch viele afrikanische oder südamerikanische Anleihen von Staaten mit mittlerer Bonität haben eine Rendite von deutlich unter 10,0 Prozent.

Statt des Direktinvestments können Fonds die bessere Wahl sein, dabei wird das Risiko gestreut. Fazit Im Ausland winken teilweise deutlich höhere Renditen von Staatsanleihen, allerdings nur bei Inkaufnahme höherer Risiken. Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: