Verfahren, Anwendungsgebiete und Kosten von Lacken


Holzschutz von Grund auf: Zaunlasur, Holzwurmfrei, Grundieröle mit und ohne Bläueschutz, Firnisse. Farbige Holzlasuren für innen oder außen Einfach durchscheinend: Wetterfeste Lasuren für Holz im Außenbereich bzw. dekorative Lasuren für den Innenbereich.

Das Fatale ist, dass bei der Selbstzerstörung des Materials saure, nitrose Gase frei werden, die den Verfallsprozess zusätzlich beschleunigen und die Zerstörung benachbarter, bis dahin noch gesunder Filme einleiten. Diese Website verwendet Cookies. Hierzu muss man wissen, dass die Farben in der Farbfotografie nicht aus metallischem Silber, sondern aus organischen Farbkupplern bestehen.

Kosten für Lacke

Buntglasfarben sind oft auf Ölbasis und sind für die Ewigkeit gemacht. Diese Farben werden verwendet, um T-Shirts mit permanenten Entwürfe zu malen, so entfernt es kann sehr schwierig sein. Hier ist die wahrscheinlichste Methode zum sicheren Entfernen Sie den Fleck aus Ihrem waschbar Artikel.

Die Lösung der Potsdamer Wissenschaftler: Die Stärke wird zunächst abgebaut, um so ihre Wasserlöslichkeit und den damit später verbundenen Feststoffgehalt der Stärke in Wasser sowie ihr Filmbildevermögen zu verbessern.

Um jedoch ein stärkebasiertes Beschichtungsmaterial herzustellen, das mit einem herkömmlichen Lack vergleichbar ist, ist dies noch nicht ausreichend. Denn obwohl der Filmbildner zunächst in Wasser löslich oder dispergierbar sein soll, darf sich die Beschichtung später nicht mehr in Wasser auflösen. Die Stärke muss also weiter modifiziert werden. Dies geschieht durch ein chemisches Verfahren, die sogenannte Veresterung.

Die dabei entstehenden Stärkeester sind wasserdispergierbar, bilden geschlossene Filme und weisen eine sehr gute Haftfestigkeit auf Glas- und Aluminiumflächen auf. In den Tests werden die beschichteten Materialien rasch schwankenden Temperaturzyklen ausgesetzt, um in zeitlich komprimierter Form den Wechsel von Tag und Nacht und den Lauf der Jahreszeiten zu simulieren. Polyurethanlacke sind extrem hart und abriebfest. Zudem können ihnen Wasser, Chemikalien und Öle nichts anhaben. Ihre Anwendungsbereiche sind stark beanspruchte Holzoberflächen wie Treppenstufen oder Parkettböden, jedoch kann auch Beton, Kunststoff und Metall lackiert werden.

PUR-Lacke gibt es sowohl mit und ohne Lösemitteln. Auch Polyesterharzlacke sind 2k-Lacke, die während der Verarbeitung gesundheitliche Schäden hervorrufen können.

Ihre Anwendung findet in Bereichen statt, die eines hohen Schutzes gegen Witterung, Korrosion oder mechanische Einflüsse bedürfen beispielsweise im Stahl-, Schiff- und Automobilbau, zur Versiegelung von Industrieböden oder der Beschichtung von Kanten bei Skateboard-Rampen.

Nach einer Vermischung der zwei Komponenten des Lackes zumeist Epoxidharz und Härter hängt das Aushärten einerseits von der Zusammensetzung des Lackes, andererseits von der Umgebungstemperatur ab. Zumeist sind die Trocknungszeiten sehr kurz zwischen 30 Minuten und wenigen Stunden. Lacke, die sich mit Wasser mischen lassen, werden als Dispersions- oder Wasserlacke bezeichnet.

Sie setzen sehr wenig belastende Verdunstungsprodukte frei da organische Lösemittel fast komplett durch Wasser ersetzt sind und sind vor allem für den Anstrich von Metalloberflächen und für Holz geeignet. Lacke auf Ölbasis enthalten sowohl ein Kunstharz- als auch ein öliges Bindemittel zumeist Lein- oder Rizinusöl.

Sie eignen sich vorzugsweise für die Lackierung von Holz. Lacke auf Acrylbasis sind widerstandsfähig und lassen sich nur schwer wieder entfernen , da sie nach dem Aushärten einen festen, elastischen und wasserbeständigen Film bilden. Ihre Basis ist eine Kunststoffdispersion, die sowohl Lösemittel als auch Wasser enthält. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto weicher wird die fotografische Schicht von Filmen und Fotopapieren.

Je weicher die Bildschicht, desto leichter werden Schadstoffe von der Gelatine aufgenommen und können das hierin befindliche Bildsilber schädigen. Aussilberungen werden gefördert, die Bilder bleichen schneller aus. Gegenüber dem noch relativ stabilen SW-Bild sind Color-Materialien eigentlich überhaupt nicht archivierbar. Bei den Farbpigmenten in der Schicht handelt es sich nicht um metallisches Silber, sondern um organische Substanzen.

Während der Belichtung werden bei Color-Materialien zwar auch latent Silberbilder erzeugt. Das belichtete Bildsilber wird jedoch während des Entwicklungsprozesses gegen organische Farb-Substanzen ausgetauscht.

Diese Farbsubstanzen unterliegen einem ganz natürlichen Zerfallsprozess, der sich allein durch Tiefkühllagerung hinauszögern lässt. Für verschiedene Color-Filme wurden z. Das Ergebnis von 17 Jahren Helllagerung bei gedämpftem Licht und bei normaler Raumtemperatur hinter Glas, erkennt man an diesem stark ausgeblichenen Farbabzug.

Das Negativ war noch vorhanden. Dieses stark verfärbte Luftbild links oben macht deutlich, dass eine Reduzierung bzw. Veränderung der Farben auch bei Dunkellagerung eintritt. Das Foto wurde aufgenommen. Als wir das Motiv zur Bearbeitung erhielten, hatte es 37 Jahre lang zwischen Akten in einem lichtdichten Büroschrank geschlummert.

Rechts unten sehen Sie, was man trotz Farbstich aus einem solchen Foto noch herausholen kann und natürlich auch sollte, bevor das Motiv völlig verblichen ist. In wenigen Jahren werden die Farbpigmente so weit verblasst sein, dass die heute noch bestehenden Bildinformationen endgültig verloren sind. Für die Langzeitarchivierung verschiedener Filmmaterialien wurden nachfolgend aufgeführte Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte als Idealwerte ermittelt: Vorstehende Zusammensstellung macht die unterschiedlichen Ansprüche von SW- und Farbmaterialien deutlich.

Hieraus ergeben sich als Kompromiss für ein Ruhendes Archiv folgende Werte. Arbeitsarchiv für SW-Material Raumtemperatur: Andernfalls kann sich Kondensfeuchtigkeit bilden. Der Säuregehalt der Raumluft muss in allen Archivräumen im neutralen Bereich um 7 pH liegen und darf 8 pH keinesfalls überschreiten. Nur durch eine Tiefkühllagerung lassen sich Veränderungen der organischen Farbkuppler hinauszögern.

Nicht jeder kann seinen Bildbeständen Archivbedingungen bieten wie Bill Gates, dessen Agentur Corbis seit ihrer Gründung vor 17 Jahren weltweit mehr als 3. Darunter auch die berühmte Bettmann-Sammlung mit den wichtigsten Fotodokumenten des Gates bewahrt seine wertvollen Originale atombombensicher in tiefgekühlten Stollen in stillgelegten Bergwerken auf.

Wem diese kostspieligen Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen, sollte darüber nachdenken, ob er für die Einlagerung der eigenen wertvollen Color-Bestände nicht wenigstens eine einfache Haushalts-Tiefkühltruhe oder einen günstigen, selbstabtauenden Kühlschrank einsetzen kann. Peli- oder Otter-Boxen - eingelagert werden. Diese Boxen sind mit dauerelastischen Silikondichtungen ausgestattet. Die Hersteller garantieren Wasserdichtheit bis 30 m Tauchtiefe. Bei der Entnahme von Filmen aus dem Kühlarchiv - sei es ein Tiefkühlraum oder Kühlschrank - muss die Temperaturangleichung an die Arbeitsraumtemperatur sehr langsam erfolgen.

Eine allmähliche Temperaturangleichung kann beispielsweise in einer gut isolierenden Haushalts-Kühlbox erfolgen. Die Isolierung der Kühlbox sorgt dafür, dass sich die Temperatur der Fotomaterialien nur sehr langsam an die Arbeitsraumtemperatur angleicht. In der Kühlbox und innerhalb der Verpackungsboxen muss die durch die Temperaturänderung frei werdende Luftfeuchtigkeit durch beigepacktes Silikagel aufgenommen werden. Eine kontinuierliche Überwachung des Archivklimas und die Einhaltung der Grenzwerte sind für ein bewahrendes Fotoarchiv unerlässlich.

Geben Sie sich im Archiv bitte nicht mit billigen Haushalts-Thermometern ab. Dieses Super-Instrument fand ich in einem historischen Glasplattenarchiv mit einmaligen Glasnegativen aus dem Wenn man so will, ist ein korrodiertes Luftfeuchtigkeitsmessgerät natürlich auch ein sicherer Indikator dafür, dass dieser Raum für die Lagerung von Fotografien denkbar ungeeignet ist.

Die Luftfeuchtigkeit im Archiv. Bakterien und Schimmelsporen lieben das feuchtwarme Klima und werden bei feuchter Wärme putzmunter und aktiv.

Bei dem Gelatinenegativ dieses Abzugs links haben Schimmelpilze und Bakterien ganze Arbeit geleistet. Bei dem wolkigen Schadensbild im oberen linken Eck handelt es sich um Schimmelbefall. Das darin eingebettete metallische Bildsilber ist ihnen dagegen weniger bekömmlich und wird einfach 'umfressen'. Das Bildsilber verliert hierdurch seinen Halt. Versucht man ein schimmelbefallenes Silber-Gelatinenegativ oder einen -abzug mit einer wässrigen Lösung zu reinigen, schwimmt das Bild regelrecht davon.

Ohne PC wäre eine Rettung dieses Bildinhaltes nicht möglich gewesen. Zelloidinpapieren fehlt dagegen die feuchtigkeitsempfindliche Gelatine. Zelloidinpapiere wurden zwischen und dem 2. Zelloidinschichten nehmen kaum Feuchtigkeit auf und sind daher relativ resistent gegen zerstörenden Schimmelbefall. Diese Schneider einer Militär-Nähstube hatten vermutlich viele Jahre im feuchten Keller oder im stickigen Bilderrahmen an einer nassen Wand verbracht, bis wir das Bild zur Restaurierung erhielten.

Eine gründliche Reinigung brachte zu unser aller Erstaunen eine noch nahezu vollständig erhaltene Zelloidinschicht zu Tage. Der Bildinhalt war stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Silbergelatine-Abzug wäre unter solchen Lagerungsbedingungen komplett zerstört gewesen. Wasserschäden in Fotoarchiven sind Totalschäden, wenn nicht sofort richtig reagiert wird.

Innerhalb weniger Stunden ist die Gelatineschicht im Wasser aufgelöst und unwiederbringlich fortgeschwemmt. Um derartige Schäden zu vermeiden, muss in Archivräumen auf Wasserinstallationen, durchführende Frischwasserleitungen und Abwasserrohre verzichtet werden. Auch die darüber befindlichen und angrenzenden Räume müssen auf eventuelle Unfallmöglichkeiten untersucht und gegen alle Eventualitäten abgesichert werden. Wie weitsichtig man bei der Schadensvorbeugung vorgehen muss, zeigt ein Wasserschadensfall in einem bekannten deutschen Filmmuseum.

Im Keller des Filmmuseums war ein vorbildlicher Kühlraum zur Lagerung wertvoller Fotografien und Filmspulen eingerichtet. Innerhalb des Hauses hatte man jede mögliche Schadensquelle, so weit man diese vorausahnen konnte, eliminiert. Eines Nachts ereignete sich vor dem Haus ein Verkehrsunfall.

Ein vor dem Museum befindlicher Hydrant wurde beschädigt und das Wasser spritzte bis zum frühen Morgen direkt in eine Lüftungsöffnung in der Wand des Hauses. Als die Mitarbeiter morgens in das Untergeschoss kamen, stand das Archiv unter Wasser. Glücklicherweise waren nur die unteren Regalfächer betroffen, in denen eine Filmfoto-Sammlung mit vielen Dubletten lagerte. Der Archivleiter rief mich sofort an.

Dem Wasserstand nach hatte das Wasser die Bilder erst vor wenigen Stunden erreicht. Somit konnte ich dazu raten, die noch nassen Abzüge sofort mit klarem Wasser abzuspülen und mit Kunststoffwäscheklammern an Wäscheleinen aufzuhängen. Die Gelatineschicht konnte sich wieder festigen und die Bilder waren gerettet.

Die luftgetrockneten und wellig gewordenen Papierabzüge wurden später von uns noch einmal nachgewässert, stabilisiert und maschinengetrocknet. Durch sofortiges, richtiges Handeln konnte die gesamte Sammlung gerettet werden. Ob das bei Wasserschäden häufig praktizierte Schockgefrieren den Bildern schneller Hilfe gebracht hätte, wage ich zu bezweifeln.

Werden Bilder oder Negative innerhalb ihrer Umverpackungen feucht, müssen diese möglichst noch im feuchten Zustand freigelegt und von Verpackungsresten gereinigt werden. Andernfalls verkleben Verpackungsmaterial und Schicht miteinander. Ist dies wegen der anfallenden Menge nicht innerhalb kürzester Zeit möglich, bleibt nur ein schnelles Einfrieren. Man wird bei der Wahl der Mittel jedoch immer abwägen müssen, welche Methode schneller zu einer stabilen Gelatineschicht führt.

Denn bis die Hilfsmittel zum Schockgefrieren bereitgestellt sind und das durchnässte Fotomaterial in ein eisiges Tiefkühlkoma versetzt ist, können unter Umständen auch Stunden vergehen. Aber auch festgetrocknete Papierreste lassen sich häufig wieder entfernen. Die Schicht trägt dann aber meistens, wie man bei dieser nachträglich gereinigten Glasplatte im oberen Drittel erkennt, bleibende Schäden davon.

Welche modernen Fotografien sind archivierbar? Mit den durch die Vorgeschichte der Bilder bedingten Mängel und Empfindlichkeiten werden Sie sich abfinden müssen. Durch eine optimierte Lagerung in klimatisierten Räumen lassen sich, wie wir oben gesehen haben, einmal begonnene Verfallsprozesse zwar nicht ganz aufheben, aber doch um viele Jahrzehnte - vielleicht Jahrhunderte - hinauszögern.

Bei Neuzugängen oder neu zu vergebenden fotografischen Sicherungsaufträgen haben Sie dagegen die Möglichkeit und die Verantwortung, die Lebensdauer der Bilder im Vorfeld zu bestimmen.

Generell lässt sich sagen, dass moderne SW-Materialien auf Silbernitratbasis haltbarer sind als Farbmaterialien mit chromogener Entwicklung.

Denkt man an eine Langzeitarchivierung, sind Color-Materialien eigentlich überhaupt nicht archivierbar. Die Farben werden verbleichen, gleichgültig, ob sie im Hellen oder im Dunkeln gelagert werden. Dasselbe gilt auch für moderne SW-Filme, die auf Colorfilm-Basis arbeiten und die in Colorprozessen verarbeitet werden, wie z.

Ungeeignet sind ebenfalls moderne Dünnschichtfilme, basierend auf der erstmals eingeführten T-Kristall-Technologie. Hierzu gehören auch die modernen Sigma-Kristallfilme von Fuji. Diese SW-Emulsionen arbeiten mit empfindlichen, hauchdünnen Silberkristallplättchen an Stelle der vergleichsweise robusten, massiven Silberklümpchen in der Schicht konventioneller Filme.

Diese Silberkristalle können sehr unterschiedlich geformt sein. Generell kann man sehr flache Tafel-Kristalle oder massivere Kristallformen unterscheiden. Auf der Abbildung links habe ich drei mögliche Kristallformen für Sie nebeneinander gestellt, um deutlich zu machen warum moderne Filmmaterialien mit Tafelkristallen für eine Langzeitarchivierung denkbar ungeeignet sind.

Neben den massiv-kugeligen Silberklümpchen, wie sie in traditionellen Fotomaterialien zu finden sind, ist rechts die Form eines hauchdünnen Silberkristallscheibchens eines modernen Dünnschichtfilms zu erkennen. Alle drei Kristallformen erzeugen in der Filmschicht den gleichen Schatten bzw. Oxydiert der flache Tafelkristall auch nur geringfügig, ist er und damit natürlich auch das fotografische Bild verschwunden.

Der Vorteil des Tafelkristalls liegt vor allem im geringeren Silberverbrauch für die Industrie und in einer geringfügig höheren Bildschärfe. Letztere ist jedoch im Archivbereich nicht von Belang. Im Normalfall sollte hier immer die Haltbarkeit im Vordergrund stehen. Neben der Art der Emulsion spielt die Verarbeitung eine ausschlaggebende Rolle.

Auch die gerne genannte Beständigkeitsbezeichnung 'archivfest nach DIN' garantiert Ihnen lediglich eine Haltbarkeit der Bilder von wenigen Jahrzehnten. Dies mag für die meisten Verwendungszwecke in der Verwaltung und Industrie ausreichend sein.

Für ein bewahrendes Fotoarchiv dagegen, ist dieser Zeitraum zu kurz. Für Filme und Abzüge, die für eine wirkliche Langzeitarchivierung bestimmt sind, ist eine archivfeste Entwicklung und ein zusätzliches Schutzbad zur Konservierung des Bildsilbers Voraussetzung.

Dies wird heute zwar immer schwieriger, da immer mehr Hersteller die Produktion von Baryt-Papieren einstellen oder Insolvenz anmelden. Ich bin jedoch guter Dinge, dass für Archivierungszwecke und für die Kunstfotografie auch in ferner Zukunft noch beständige Baryt-Papiere auf dem Markt sein werden. Moderne PE-Fotopapiere sind - wie Sie an diesem gerade erst 20 Jahre alten und bereits stark vergilbten Abzug erkennen können - für die Langzeitarchivierung ungeeignet.

Das Bild hing im Halbdunkel eines Hausflurs hinter Glas. In den hellen Bildbereichen links ist das Bildsilber bereits völlig ausgeblichen, in den Mittelwerten erkennt man eine deutliche Braunfärbung - die fortschreitende Auflösung des Bildes. Diese Baryt-Abzüge sehen heute noch so aus, als kämen sie gerade erst aus dem Fotolabor.

Ihr Aufbau besteht aus dem üblichen Papierträger. Hierauf sind beidseitig dünne Kunststofffolien aus Polyethylen auflaminiert. Dadurch nimmt das Papier bei der Laborverarbeitung kaum Wasser auf und bleibt auch im feuchten Zustand relativ steif. Hierdurch kann es, im Gegensatz zu Baryt-Papieren, auch in Entwicklungsmaschinen verarbeitet werden. Auf der PE-Trennschicht lassen sich viel dünnere fotografische Emulsionen aufbringen, als auf saugfähigem Baryt-Papier.

Die hauchdünne und silberreduzierte Bildschicht bleicht, wie Sie oben gesehen haben, schnell aus. Die Trennschicht aus Polyethylenfolie kann, besonders unter Einwirkung von UV-Strahlen, verspröden und wird sich dann samt Bild vom Papierträger ablösen. Dieser so genannte 'Sicherungsabzug' auf Baryt-Papier, den ich in einem historischen Archiv fand, war in den er Jahren hergestellt worden.

Als ich den Zustand dieses Abzuges Anfang der 90er Jahre dokumentierte, war er ca. Dieser schadhafte Barytabzug war in dem Archiv leider kein Einzelfall, wie diese Beispiele zeigen. Der um sein Einkommen bemühte Wald-und-Wiesen-Fotograf hatte im Labor vermutlich mit verbrauchten Bädern gearbeitet und die Bilder waren nicht genügend ausgewässert worden.

Darüber hinaus waren die Bilder mit verschmutzten Trockentüchern getrocknet worden, in denen sich verschleppte Chemierückstände befanden. Das Fatale an einer mangelhaften Film- oder Papierentwicklung ist, dass die Schäden zunächst nur latent vorhanden sind und erst nach vielen Jahren, vielleicht auch erst nach Jahrzehnte sichtbar werden.

Man kann in einem solchen Fall nur hoffen, dass sich das Original dann noch in einem reproduzierbaren Zustand befindet. Andernfalls ist das Bildmotiv für immer verloren.

Um die Prozessunterschiede zu verdeutlichen habe ich Ihnen die einzelnen Arbeitschritte einer üblichen Standardentwicklung und die unseres Archivfest-Prozesses gegenübergestellt. Links sehen Sie die Arbeitsschritte bei einem üblichen Standard-Entwicklungsprozesses, rechts die Verarbeitungsfolge unseres Archivfest-Prozesses für Fotopapiere. Wir arbeiten dagegen mit zwei Fixierbädern. Nach einer Zwischenwässerung wird ein zusätzliches Hypoclearing- oder Sodabad zur Neutralisierung von eventuell noch in der Schicht befindlichen Fixierbadresten eingeschoben.

Zum Abschluss werden die Abzüge entweder an der Luft oder unter Verwendung von stets wechselnden, sauberen Trockentüchern in der Trommelmaschine getrocknet.

Durch das Selenbad werden die Silberkristalle in der Schicht mit einer hauchdünnen Selen-Schutzschicht überzogen. Dies macht das Bildsilber weitgehend unempfindlich gegen Schadstoffe in der Luft. An Stelle der Selen-Schutztonung könnte natürlich auch eine Schwefel- oder eine sehr kostspielige Gold- oder Platintonung hinzugefügt werden. Die Schwefeltonung würde das Bild bräunlich verfärben, Gold- oder Platintoner dienen zusätzlich dekorativen Zwecken. Nur auf diese Weise ist die notwendige Haltbarkeit für eine Langzeitarchivierung gewährleistet.

Color-Fotografien sind, wie bereits gesagt, nicht archivierbar. Darüber hinaus arbeitet er nach unserer Erfahrung deutlich zu hart und schluckt, wie bei bei dem kleinen zartgelben Gebäude ganz rechts im Bild, die feinen Zwischentöne. Stärkere Farben werden dagegen viel zu kräftig und zu kontrstreich wiedergegeben. Bei extrem weichen oder leicht ausgeblichenen Motiven eignet er sich dagegen recht gut, um wieder kontrastreichere Abbildungen herzustellen. Cibachrome arbeitet allerdings mit den stabilsten Farben.

Über die Haltbarkeit von Polaroidbildern und anderen Sofortbildmaterialien gibt es - aus gutem Grund - keine Aussage der Hersteller. Sofortbilder sind selbst für eine Kurzzeitarchivierung ungeeignet. Möchte man die Motive längerfristig bewahren, kommt man um Reproduktionen auf traditionellem Filmmaterial nicht herum. Neuzugänge in Ihrem Archiv. Neuzugänge sollten vor der Aufnahme in Ihr Archiv mit geeigneten Mitteln vorsichtig gereinigt werden.

Jeder Reinigung muss die sichere Analyse des zu reinigenden Materials vorausgehen. Höchstens ein behutsames Abstauben der Schicht mit einem ganz weichen und breiten Marderhaarpinsel ist erlaubt. Saubere Baumwollhandschuhe sollten mittlerweile in allen Archiven selbstverständlich sein. Besondere Vorsicht ist bei Bakterienbefall und Schimmelbildung geboten. Durch Schimmel befallene Filmschichten werden bei Verwendung von wässrigen Lösungen für immer zerstört!

Die Saugfähigkeit der Unterlage muss gewährleisten, dass über den Glasrand hinaus gelangende Flüssigkeit sofort aufgenommen wird. Ist die Unterlage einmal feucht geworden, muss sie sofort gegen trockenes Material ausgetauscht werden.

Kollodium-Glasnegative werden durch alkoholische Lösungen geschädigt. Um ein Übergreifen von Schimmelsporen auf gesundes Fotomaterial zu verhindern muss vom Schimmel befallenes von gesundem Material getrennt werden.

Die Pilzkulturen müssen mit fungiziden Mittel abgetötet werden. Pilze leben von Feuchtigkeit. Ein trockenes Archiv-Klima beseitigt zwar nicht die Schimmelsporen, die Pilze bleiben jedoch inaktiv. Auch wenn alle SW-Glasplattennegative fast gleich aussehen, so kann der Aufbau der Bildschichten doch sehr unterschiedlich sein. Am häufigsten finden sich in Archiven Glasnegative die durch das so genannte 'Nasse Kollodium Verfahren' sensibilisiert wurden, sowie industriell konfektionierte Bromsilber-Gelatine-Trockenplatten.

Glasplatten nach dem nassen Kollodium-Verfahren. Das Nasse Kollodium-Verfahren wurde entwickelt und von Berufsfotografen bis weit in die er Jahre angewandt. Da beide Verfahren seit bis in die er Jahre gleichzeitig eingesetzt wurden, ist eine Bestimmung nach dem Aufnahmejahr nicht möglich.