3. UNABHÄNGIGE ETHIK-KOMMISSION (IEC, Independent Ethics Committee)



Ein Rechtsanwalt für Tierrecht kann solche Paragraphen im Einzelfall bewerten. Diese lehren in den Augen vieler Philosophen der Gegenwart, dass der Mensch durchaus im Stande sei, das Böse auch um seiner selbst willen zu wollen.

Beitrags-Navigation


Von ethischen Theorien mit einem allgemeinverbindlichen Anspruch unterscheiden sich Theorien rationaler Entscheidung dadurch, dass nur die Ziele und Interessen eines bestimmten Individuums oder eines kollektiven Subjekts z. Zur Unterscheidung zwischen Ethik und Moral kann auf Hegel verwiesen werden und seinen Versuch einer Synthese aus dem klassischen Gemeinschafts- und dem modern-individualistischen Freiheitsdenken.

Auch die Rechtswissenschaft fragt danach, wie gehandelt werden soll. Im Unterschied zur Ethik welche seit Christian Thomasius und Kant von der Rechtslehre unterschieden wird [7] bezieht sie sich jedoch i. Wo die Rechtswissenschaft als Rechtsphilosophie, Rechtspolitik oder Gesetzgebungslehre auch die Begründung von Rechtsnormen behandelt, nähert sie sich der Ethik an.

Auch religiös motivierte Ethiken geben Antworten auf die Frage, wie gehandelt werden soll. Im Unterschied zu philosophisch begründeten Ethiken beanspruchen diese jedoch nicht in jedem Fall, dass ihre Antworten auf für jeden nachvollziehbare Argumente gegründet sind, sondern können sich etwa auf eine göttliche Offenbarung als Quelle von Handlungsnormen berufen siehe etwa die Sollens-Aussagen der Zehn Gebote im Judentum.

Mit gesellschaftlichen Normen des Handelns befassen sich auch empirische Wissenschaften wie Soziologie, Ethnologie und Psychologie.

Im Unterschied zur normativen Ethik im philosophischen Sinne geht es dort jedoch um die Beschreibung und Erklärung faktisch bestehender ethischer Überzeugungen, Einstellungen und Sanktionsmuster und nicht um deren Rechtfertigung oder Kritik. Die Frage, ob man überhaupt moralisch sein soll, wird in Platons Politeia im ersten Kapitel aufgeworfen.

Metaethische Kognitivisten behaupten, erkennen zu können, wie man moralisch handeln solle. Somit stellt sich ihnen die Frage, ob man das überhaupt tun soll, nicht mehr, da sie auch gleich mit erkennen, dass man dies tun soll.

Metaethische Nonkognitivisten hingegen müssen die Frage, ob man moralisch handeln soll, klären. Das Sollen innerhalb der Frage ist dabei kein moralisches Sollen, sondern verweist auf eine Akzeptanz besserer Gründe, z. Die Antwort auf die Frage hängt also ab vom jeweiligen Verständnis von Vernunft.

Die Situation des Menschen, der sich zwischen diesen Antworten entscheiden muss, hat ihre klassische Gestaltung in der so genannten Prodikos -Fabel von Herakles am Scheideweg gefunden, die auch von vielen christlichen Autoren rezipiert wurde. Eine bekannte absolute Moralbegründung ist die der Letztbegründung von Apel. Angenommen jemand lehnt es ab, über Zwecke zu reden, dann sei diese Ablehnung bereits ein Reden über Zwecke.

Insofern ist dies ein so genannter performativer Selbstwiderspruch. Moralbegründung aus Sicht der Systemtheorie verzichtet darauf, zu begründen, warum Individuen moralisch handeln sollen. Stattdessen wird dargelegt, warum Moral als Regulierungsfunktion des Kommunikationssystems unentbehrlich ist s. Ethik wird mit dieser Form von Moralbegründung zu einer Spezialform von Zweckrationalität. Einer der wichtigsten Vertreter dieser Argumentationslinie ist David Gauthier.

Andere meinen, Amoralisten seien auf Einsamkeit festgelegt, da man ihnen nicht vertrauen könne und auch sie niemandem vertrauen könnten. Daher könnten sie eines der wichtigsten Lebensgüter, soziale Gemeinschaft und Anerkennung, nie erreichen.

Hare können Amoralisten keine moralischen Begriffe gebrauchen und daher nicht von ihren Mitmenschen fordern, sie fair zu behandeln.

Die Möglichkeit entsprechender Lügen sah Hare nicht. Amoralisten kritisieren verschiedene Moralbegründungen, indem sie darauf verweisen, dass es in vielen Teilen der Welt relativ stabile Verhältnisse gibt, die üblichen moralischen Vorstellungen widersprechen, z. Dezision von latein decidere: Der Begriff des Dezisionismus wird oft in pejorativer Bedeutung gebraucht von Metaethischen Kognitivisten gegenüber Philosophen, die nur relative Begründungen der Moral anerkennen, z.

Hare oder Popper und Hans Albert. Dezisionisten sehen keine Alternative zu Prinzipienentscheidungen, die aus logischen oder pragmatischen Gründen ihrerseits nicht mehr weiter begründet werden können. Henry Sidgwick , der Mensch müsse sich zwischen Utilitarismus und Egoismus entscheiden.

Dem Dezisionismus wird von seinen Kritikern ähnlich wie dem metaethischen Nonkognitivismus entgegengehalten, dass auch Entscheidungen wiederum einer Bewertung unterzogen werden könnten: Man entscheide sich nicht für bestimmte ethische Prinzipien, sondern diese würden umgekehrt die Grundlage von Entscheidungen darstellen. Im Mittelpunkt deontologischer Ethiken steht der Begriff der Handlung. Handlungen unterscheiden sich von Ereignissen dadurch, dass wir als ihre Ursache nicht auf ein weiteres Ereignis verweisen, sondern auf die Absicht des Handelnden.

Die Absicht intentio; nicht zu verwechseln mit dem juristischen Absichtsbegriff, dem dolus directus 1. Grades ist ein von der Handlung selbst zu unterscheidender Akt. Geplanten Handlungen liegt eine zeitlich vorausgehende Absicht zugrunde. Wir führen die Handlung so aus, wie wir sie uns vorher schon vorgenommen hatten.

Der Begriff der Absicht ist von dem der Freiwilligkeit zu unterscheiden. Die Freiwilligkeit ist eine Eigenschaft, die zur Handlung selbst gehört. Der Begriff der Freiwilligkeit ist weiter als der der Absicht; er umfasst auch die spontanen Handlungen, bei denen man nicht mehr von Absicht im engeren Sinne sprechen kann. Die Unwissenheit kann dabei allerdings nur dann die Freiwilligkeit einer Handlung aufheben, wenn die handelnde Person sich nach besten Kräften vorher informiert hat, und sie mit dem ihr fehlenden Wissen anders gehandelt hätte.

War dem Handelnden eine Kenntnis der Norm oder der Folgen zuzumuten, ist er für ihre Übertretung verantwortlich ignorantia crassa oder supina. Noch weniger entschuldigt jene Unkenntnis, die absichtlich zum Vermeiden eines Konflikts mit der Norm herbeigeführt wurde ignorantia affectata , wenn also z. Das Sprichwort sagt zu Recht: Auch im deutschen Strafrecht wird diesem Sachverhalt Rechnung getragen. Das setzt voraus, dass zumindest der Handelnde der Auffassung war, dass ihm eine Verwirklichung seiner Absicht möglich sei, d.

Absichten finden ihren Ausdruck in praktischen Grundsätzen. Diese können zunächst einmal in inhaltliche und formale Grundsätze unterschieden werden. Sie sind teilweise subjektiv und haben unter Umständen einen dezisionistischen Charakter. In diesen Fällen können sie ihre eigene Vorrangstellung nicht gegenüber anderen, konkurrierenden inhaltlichen Grundsätzen begründen.

Formale Grundsätze verzichten auf einen Bezug zu konkreten inhaltlichen Gütern. Das bekannteste Beispiel ist der Kategorische Imperativ Kants.

Es lassen sich grundsätzlich drei Ebenen der praktischen Sätze voneinander unterscheiden: Die Ethik ist häufig nur in der Lage, Aussagen zu den ersten beiden Ebenen zu machen. Die Übertragung von praktischen Grundsätzen auf eine konkrete Situation, erfordert das Vermögen der praktischen Urteilskraft.

Nur mit seiner Hilfe können eventuell auftretende Zielkonflikte gelöst und die voraussichtlichen Folgen von Entscheidungen abgeschätzt werden.

Wesentlich für die ethische Bewertung von Handlungen sind die mit ihnen verbundenen Folgen. Diese werden unterschieden in motivierende und in Kauf genommene Folgen. Motivierende Folgen sind solche, um derentwillen eine Handlung ausgeführt wird. So unterliegt beispielsweise bewusste Fahrlässigkeit als bedingter Vorsatz dolus eventualis der ethischen und rechtlichen Verantwortung: Volltrunkenheit entschuldigt nicht bei einem Verkehrsunfall.

Bereits Thomas von Aquin [13] unterscheidet eine zweifache Kausalität des Willens: Tun und Unterlassen unterscheiden sich hierbei nicht hinsichtlich ihrer Freiwilligkeit. Beim Unterlassen verzichtet jemand auf das Eingreifen in einen Prozess, obwohl er die Möglichkeit dazu hätte. Auch das Unterlassen kann daher als Handlung aufgefasst werden und strafbar sein.

Die strikte Unterscheidung zwischen diesen beiden Handlungsformen, die z. Im Mittelpunkt teleologischer Ethiken steht die Frage, was ich mit meiner Handlung letztlich bezwecke, welches Ziel ich mit ihr verfolge.

In der Tradition wird als letztes Ziel des Menschen häufig das Glück oder die Glückseligkeit beatitudo genannt. Glücklich ist dieser Konzeption zufolge vor allem, wer auf vernünftige Weise tätig ist. Für die Hedonisten Sophisten, klassische Utilitaristen gibt es kein zu verwirklichendes Telos des Menschen mehr; es steht keine objektive Norm zur Verfügung, um zu entscheiden, ob jemand glücklich ist.

Dies führt zu einer Subjektivierung des Glücksbegriffs. Es obliege allein dem jeweiligen Individuum, zu bewerten, ob es glücklich ist. Auch der Sinn einer Handlung oder gar des ganzen Lebens kann nur beantwortet werden, wenn die Frage nach seinem Ziel geklärt ist. Eine menschliche Handlung bzw. Es wird zwischen einem adjektivischen und einem substantivischen Gebrauch unterschieden.

So spricht man z. Wenn ein Verkäufer zum Kunden sagt: Insofern es jedoch sozial verbreitete Bewertungsstandards für Weine gibt er darf nicht nach Essig schmecken, man darf davon keine Kopfschmerzen bekommen etc. Die Bewertungskriterien, die an eine Sache angelegt werden, können je nach dem Verwendungszweck variieren. Ein herber Wein mag als Tafelwein gut, für sich selbst getrunken dagegen eher schlecht sein. Der Verwendungszweck einer Sache ist keine feststehende Eigenschaft der Sache selbst, sondern beruht auf menschlicher Setzung.

Wenn der Verkäufer sagt: Man beschreibt damit jedoch nicht die Tat. Wird auf allgemein anerkannte moralische Kriterien Bezug genommen, drückt man damit zugleich aus, dass die Tat bestimmte empirische Eigenschaften besitzt, z. Als das höchste Gut summum bonum wird das bezeichnet, was nicht nur unter einer bestimmten Rücksicht für den Menschen gut ist, sondern schlechthin, da es dem Menschen als Menschen ohne Einschränkung entspricht.

Seine inhaltliche Bestimmung hängt ab von der jeweiligen Sicht der Natur des Menschen. In der Tradition wurden dabei die unterschiedlichsten Lösungsvorschläge präsentiert:. Er wurde erst in der zweiten Hälfte des September an einem regnerischen Mittag in Düsseldorf. Nach Erläuterung des straffen Programms und dem militärischen Hinweis der Pünktlichkeit starteten wir mit dem ersten Programmpunkt.

In kleinen Teams entwickelten die Teilnehmer eigene Definitionen dieser schwer fassbaren Begriffe und diskutierten diese mit aktuellen Begriffsbestimmungen, beispielsweise durch die Weltgesundheitsorganisation. Daraus ergab sich eine wilde Diskussion mit verhärteten Fronten und der Möglichkeit, sich in andere Rollen hineinzudenken. Die Frontlinien verliefen — knapp zusammengefasst — zwischen dem Autonomiewunsch des Patienten am Lebensende einerseits und den unterschiedlichen wissenschaftlichen, religiösen, medizinischen und politischen Ansichten andererseits.

Dieser Vortrag lieferte einen ersten Hintergrund und theoretischen Überbau für die Akademie. Hierbei wurde die Ebene der Moral als Eigeninteresse bzw.

Moralische Urteile lassen sich dabei in einen speziellen Gehalt in welcher Weise sind welche und wessen Interessen oder Eigenschaften im Handeln zu berücksichtigen? Subsumieren kann man somit, dass ein Wesen, durch das direkte Forderungen an unser Handeln erwachsen, moralischen Status besitzt. Im nächsten Schritt erfolgte die Unterscheidung von deskriptiver und normativer Ethik. Die deskriptive Ethik finde sich — so Steigleder — besonders in den Sozialwissenschaften und Geschichtswissenschaften.

Wer Mensch und Tier auf die gleiche Stufe stellt, muss zu solchen Schlüssen kommen. Wer aber dem Menschen als Individuum eine unverwechselbare Identität zugesteht, weil er eben ein Mensch ist, der wird zweierlei tun:. Tiere haben keine individuelle Würde. Aber sie haben einen Wert, den wir achten sollten, solange sie leben.

Milch, Eier und Fleisch dagegen sind Nahrung. Auch die sollten wir mehr wertschätzen. Gerade wenn sie von Tieren stammt. In einer Gesellschaft, in der der Stärkere, solange er kein Mensch ist, das Recht hat, zu nehmen, was er bekommt, wollen wahrscheinlich nicht mal die Tierrechtler selber leben.

Denn in dieser Welt hätte der Wolf sogar das Recht, Menschen zu töten, wenn er denn nicht anders satt wird. Und wir dürften nichts dagegen tun. Diese Täter-Ethik ist unmenschlich. Einige Ausführungen finde ich zutreffend. Tierethik versagt in der freien Wildbahn. Das erlegte Wildschwein kann keinen Bodenbrüter mehr fressen und im Winter nicht erfrieren. Auf den Gedanken sind viele Veganer tatsächlich noch nicht gekommen. Hier wird mit Unterstellungen gearbeitet. Wie dem auch sei, die Intensivtierhaltung ist ein tierethisches Problem für sich.

Und da sind sich viele Tierrechtler, Jäger, Tierschützer und sogar Massentierhaltungsfleischesser einig. Denke Sie auch manchmal an Chico, den armen Hund, der sterben musste?

Das ist genau die Logik, die im Artikel beschrieben wird. Sie haben es tatsächlich auf Verallgemeinerung abgesehen, ein sehr unschönes Mittel. Das wäre mal was! Die Nottötung ist wird nur deshalb von einigen Tierrechtlern abgelehnt, weil sie ihre Motivation nicht konsequent zu Ende denken.

Wenn wir kein Mastschwein oder Wildschwein töten dürfen, warum dann einen Wolf, solange es andere Möglichkeiten gibt? Wir könnten ihm ja auch fernbleiben. Dann können wir dieLeser uns in 1Jahr wieder sprech. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Benachrichtige mich über nachfolgende Kommentare via E-Mail.