Wechselkurssystem



Durch Finanzgeschäfte bewegen sich die Kurse teilweise in einem Bereich, der mit realwirtschaftlichen Daten nicht gerechtfertigt werden kann.

Einleitung


Entscheidend sind dabei vor allem der Zinsertrag des inländischen und ausländischen Zinsniveaus sowie Wechselkursänderungen. Beim Kaufparitätenansatz gehen die Wissenschaftler hingegen davon aus, dass sich der Wechselkurs zweier Währungen aus dem Verhältnis des jeweiligen Preisniveaus ableiten.

Wechselkurse schwanken also nach diesem Ansatz nur deswegen, um Preisniveauunterschiede auszugleichen. Nach dieser Theorie müsste allerdings eine Geldeinheit in allen Ländern die gleiche Kaufkraft aufweisen oder überall den gleichen Wert besitzen. Wechselkursänderungen wirken sich immer auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines Landes aus. Grundsätzlich führt eine Abwertung im Vergleich jedoch dazu, dass Einwohner eines Landes für die gleiche Anzahl an importierter Ware mehr inländische Währung bezahlen müssen.

Deswegen wird die Importmenge gesenkt und die Nachfrage nach inländischen Gütern erhöht, damit der Güterbedarf unabhängig vom Wechselkurseffekt gedeckt werden kann. Zugleich wird der Export erhöht, da ausländische Importeure weniger Geld aufwenden müssen, um die gleiche Menge an Gütern zu erhalten. Zudem erhöht sich in der Regel die Anzahl der Beschäftigten im Land und auch Steuereinnahmen steigen meist.

Der sogenannte Leistungsbilanzeffekt einer Wechselkursänderung tritt in der Regel leicht verzögert ein.

Die Importe verteuern sich aufgrund des schlechteren Wechselkurses erst einmal. Erst in einem zweiten Schritt steigt die Exportmenge und die Leistungsbilanz verbessert sich. Zudem kann durch eine Abwertung der Währung die Inflationsrate erhöht werden. Der Anstieg der Importpreise führt auch zu einem Anstieg des Konsumentenpreisindex, Inländer können also weniger Güter kaufen und das real verfügbare Einkommen sinkt. Die Inflationsrate erhöht sich also.

Umgekehrt kann eine Aufwertung der Währung dazu führen, dass die Inflation gebremst wird und das real verfügbare Einkommen steigt. Über einen längeren Zeitraum bedeutet dies jedoch einen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit der einheimischen Unternehmen.

Die exportierten Güter werden im Ausland teurer und somit gehen die Exporte zurück. Zudem erhöht sich der Konkurrenzdruck durch ausländische Güter, die günstiger eingeführt werden können. Auch deswegen versuchen die meisten Staaten inzwischen, ihre Währung künstlich niedrig zu halten. Eines der bekanntesten Beispiele in den letzten Jahren war China. Allerdings ist es in den meisten Staaten inzwischen üblich, umfangreich fremdländische Devisen anzukaufen , mit Inlandswährung zu bezahlen und so mehr von der eigenen Währung in den Umlauf zu bringen, um auf diese Weise eine Abwertung zu erreichen.

Fremdländische Währungen können gegenüber teuer gehalten werden, in dem diese angekauft werden, obwohl nur wenig Zinsen gezahlt werden. Auf diese Weise wird die Nachfrage künstlich erhöht. Da Zentralbanken prinzipiell unbegrenzt Geld zur Verfügung haben und auf diese Weise die eigene Währung gleich zweifach zu drücken. Wichtig sind Wechselkursänderungen vor allem hinsichtlich der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Sie entstehen grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage.

Gerade die Nachfrage ist jedoch vielen verschiedenen Faktoren ausgesetzt, die nicht immer auf einer realwirtschaftlichen Grundlage beruhen. Das Angebot zu bestimmen liegt hingegen vor allem in der Hand der Zentralbanken, die über den Leitzins auch auf Inflation und Deflation einwirken können.

Nach — wie auch nach — leitete eine zunächst expansive und danach zu restriktive Geldpolitik acht Jahre später eine zweite Börsenkrise ein — also beziehungsweise Hiernach folgten in der ersten Geschichte 30 Jahre expansive Geldpolitik und steigende Aktienmärkte.

Damals wie heute notierten die US-Kapitalmarktrenditen bei 2. Entgegen anderslautender Rhetorik verharrten sie dank akkommodierender Geldpolitik noch weitere zwanzig Jahre, bis circa , auf tiefen Niveaus.

Zu der von Ihnen ausgewählten Seite gehen. Hauptnavigation Credit Suisse Home. Geldpolitik führte zu zweiter Börsenkrise Die Parallelität der zwei Aktienmarktentwicklungen ist verblüffend. Die Wechselkurse der Goldstandardländer blieben also während dieser Phase konstant. Praktisch alle wirtschaftlich bedeutenden Länder gehörten dem Goldstandard an. Nachdem während des Ersten Weltkrieges der Goldstandard suspendiert worden war, versuchte man in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, den Goldstandard in einer modifizierten Form wiederherzustellen.

Nach einer Phase flexibler Wechselkurse kehrten die meisten Länder zu festen Goldparitäten zurück. Man praktizierte nun den Golddevisenstandard: Die unkoordinierte Rückkehr zu Goldparitäten mit der Folge von Über- und Unterbewertungen bei wichtigen Währungen führte zum Zusammenbruch des restaurierten Goldstandards als internationales Währungssystem.

Auslöser war die Suspendierung der Goldeinlösepflicht der Bank von England für das britische Pfund am In der folgenden Zeit kam es zu Abwertungen anderer Währungen und es herrschte währungspolitische Desintegration. Diese Phase war gekennzeichnet durch die Bildung von Währungsblöcken:. Bereits während des Zweiten Weltkrieges wurde begonnen, die Grundlagen für ein neues internationales Wechselkurssystem zu schaffen. Auf der internationalen Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten Nationen am In der Folge gingen die wichtigsten Welthandelsländer zu mehr oder weniger flexiblen Wechselkurssystemen über.

In vielen Industrieländern folgten, begünstigt durch zwei Ölkrisen , Jahre der Stagnation und relativ hoher Inflation zusammenfassend Stagflation genannt. Die meisten beteiligten Länder führten im Januar eine gemeinsame Währung ein, den Euro.

Januar war der Euro Buchwährung ; im Januar wurde er als Bargeld eingeführt. In den letzten Jahren ging die Tendenz bei den Wechselkurssystemen weg von den Zwischenlösungen Intermediate hin zu den beiden Extremen:. Zwischen und ist die Zahl der Länder, die zu einem völlig flexiblen oder extrem rigiden Wechselkursregime übergegangen ist, stark angestiegen. Als Hauptgrund dafür gilt bzw. Grundlegend wird die Wahl des Wechselkurssystems von nationalen Interessen und internationalen Verflechtungen bestimmt.

So wird beispielsweise ein Land, das enge Handelsbeziehungen zu den Nachbarländern unterhält sowie stark von Exporten abhängig ist und in dem der Exportsektor politisch sehr viel Einfluss hat, ein System fester Wechselkurse bevorzugen. Es erfolgt eine Abwägung verschiedener Effizienzkriterien , wie zum Beispiel:. Mit der Entscheidung für ein bestimmtes Wechselkurssystem versuchen die Zentralbanken implizit oder explizit Wechselkursziele zu verwirklichen.

Dabei ist zu beachten, dass die drei Ziele. Sollen die Wechselkurse stabil gehalten werden System fester Wechselkurse , muss entweder auf die eigenständige Geldpolitik oder die Kapitalverkehrsfreiheit verzichtet werden.

Bevorzugt ein Land dagegen Kapitalverkehrsfreiheit und eine autonome Geldpolitik, geht dies zu Lasten der Wechselkursstabilität und bedeutet eine Entscheidung für flexible Wechselkurse. Insgesamt herrscht unter den Ökonomen Übereinstimmung, dass ein System flexibler Wechselkurse im Allgemeinen einem Festkurssystem vorzuziehen ist.