Grafik der Woche



Was ist gutes Deutsch heute? Es gibt keine ganzzahligen Quadrate f 2 und g 2.

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Jetzt versucht sie mit Anleihenkauf enorm viele Euros in den Markt zu pumpen, in der Hoffnung, dass dies die Wirtschaft und die Inflation in Schwung bringt. Da bleibt trotz Risiko-Vorsorge etc. Dieses Thema Dispozins wird im Laufe der Zeit immer stärker vom Gesetzgeber reglementiert und daher für den Endkunden und für die Girokontowahl immer unwichtiger. Die Argumente Ausfallrisiko, Vorhaltung von Geldbeträgen und Verwaltungskosten scheinen vorgeschoben zu sein, denn sie hätten auch schon gegolten.

Man kann unterstellen, dass die Differenz von zwei Prozentpunkten einfach einer höheren Marge dienen, um verschiedene neue Kosten und Wettbewerbsvorgaben zu kompensieren. Wenn Verbraucherschützer Urteile erstreiten für die Kunden, dann werden die Zusatzkosten früher oder später in einer anderen Form an die Kunden weiter gegeben. Wenn sie unzufrieden wären, würden sie die Bank wechseln. Daher ist unser Mittelwert einiges höher als der von der Bundesbank, wo alle regionalen Angebote enthalten sind.

Es lohnt sich immer noch, sich um bessere Zinsen zu bemühen. In dieser Betrachtung ist die Abschlussgebühr nicht mit einbezogen, die natürlich die Rendite des Bausparen nochmals enorm verschlechtern würde. Es handelt sich nur um prozentualen Zinssätze ohne Extrabonus, wenn auf ein mögliches Darlehen nach mindestens 7 Jahren verzichtet wird.

Dieser Bonus wurde nur bezahlt, um mehr reine Sparer anzulocken. Die Restschuld im Nov. Hätte der Hausbesitzer die Zinsersparnis in eine erhöhte Tilgung investiert und immer die gleiche Rate von 1.

Viele Banken haben sich für den Euribor 3 Monate entschieden. Zu diesem Zinssatz leihen sich Banken untereinander Geld. Wie leicht zu erkennen ist, ist dieser zur Zeit absolut an der untersten Grenze. Wenn also der Euribor wieder ansteigen sollte, bedeutet dies fast zwangsläufig, dass die Banken zum Beispiel ihre Dispokredite und variablen Baudarlehen verteuern werden. Auf der anderen Anlageseite würden variable Ansparpläne von einer Euribor-Steigerung profitieren. Und auch die ausländischen Banken beginnen wieder ihre bessere verzinsten Angebote dem Zinsumfeld etwas anzupassen.

Ein Ende der Zinssenkungen in diesem Bereich ist noch nicht erkennbar. Wenn man bedenkt, dass die Banken ihren Kunden im Anlagebereich oft nur Minizinsen bezahlen und die Kreditausfälle seit Jahren sehr gering sind, sind die Margen vieler durchschnittlicher Kreditgeber immer noch bemerkenswert hoch.

Folglich sind dort alle Sparkassen und Volksbanken mit ihren niedrigen Zinsen vertreten. Daher ist unser Index immer etwas höher, weil auch die Spezialanbieter mit ihren attraktiven Zinsen besser gewichtet werden. Wer sich über den möglichen Tagesgeldzins informieren will, sollte sich nicht an der Masse der weniger guten Angebote orientieren, sondern an den besseren Offerten, die auch für jedermann zugänglich sind.

Etwas anders sieht die Laufzeit beim einjährigen Festgeld aus, die wesentlich stärker auf Marktveränderungen reagiert. Sparkassen stellen sogar ein Rechtfertigungsschreiben zum Dispozins zur Verfügung. Wenn man die Vergangenheit sich anschaut, dann fragt man sich schon, wo sich die Kosten so extrem erhöht haben und das Ausfallrisiko, vor allem zur Zeit erhöht haben soll.

Mit den ausgefeiltesten Rechtfertigungen will man vielleicht die Politik beeindrucken und beeinflussen — vielleicht ist dies auch die einzige Absicht. Wer etwas mehr Zinsen haben will, bei fast vergleichbarer Sicherheit, entscheidet sich für deutsche Pfandbriefe. Auch die Griechenlandkrise hatte Auswirkung auf den Wunsch nach maximaler Anlagesicherheit. Dabei sind natürlich die Sparkassen und Volksbanken die hauptsächlich vertretenen Institute.

Dabei stehen jeweils 6 Banken aus dem Sparkassen und Volksbankenlager 7 Direktbanken und 7 Spezialbanken gegenüber. Die restlichen Banken gehören zu den Autobanken, Geschäftsbanken und immerhin 3 Banken bieten lediglich eine gesetzliche Einlagensicherung. Diese unterschiedlichen Zusammensetzung der Datenquellen spiegeln sich im Kurvenverlauf.

Meist wurde gegen eine aufkommende steigende Inflationsrate interveniert, was auch viele Jahre funktionierte. Aber leider ist in den letzten 5 Jahren kein gewünschter langsamer Inflationsanstieg zu erkennen.

Die Angst vor einer Deflation wächst. Sicherlich gibt es immer einzelne Angebote mit höherer Rendite, aber der Durchschnitt schafft eben nur eine Verzinsung in Inflationshöhe. Wenn man dann noch die Abgeltungssteuer abzieht, dann ist man auch dabei kräftig im Minus. Seit Jahren warten die Anleger auf die vielbeschworene und vielleicht kommende Inflationssteigerung. Zinssätze, die vor einigen Jahren als unvorstellbar gegolten hätten.

Und es wird zur Zeit noch nicht von einer Zinswende gesprochen, sondern man geht davon aus, dass dieses Niveau einige Zeit anhalten könnte.

Ob die Banken die Leitzinssenkungen direkt an den Kunden weiter geben, ist nicht feststellbar, aber einen Zusammenhang gibt es schon.

Vor allem auch, weil die Refinanzierung der Kredite durch Spareinlagen der Kunden immer günstiger geworden ist. Ein lukratives Geschäft für die Banken.

Erst seit dem Jahreswechsel zu hat sich das Blatt gedreht und die Inflationsrate ist höher als der Festgeldzins für 2 Jahre. Es lohnt sich gerade bei längeren Geldanlagen das beste ZInsangebot auszuwählen. Die bessere Verzinsung beim Tagesgeld ist vermutlich dem stärkeren Wettbewerb unter den Banken geschuldet.

Je geringer die gegen zu rechnenden Pfandbriefsätze, desto höher die Entschädigungszahlung. Vergehen zwischen der ersten Berechnung einer entsprechenden Entschädigung und der tatsächlichen Kreditrückzahlung einige Wochen und die Anlagezinsen sinken zwischenzeitlich, dann steigt in einem solchen Fall die Entschädigungshöhe an.

Gültig ist eigentlich immer der Tag der Rückzahlung und nicht der Planung bzw. Die DKB hat dies aktuell zum Selbst regionale Banken folgen dem Beispiel. Dieser Verzicht kostet die Banken auch nicht viel Geld, weil es sich dabei um relativ geringe Beträge handelt, die noch dazu meist nur für sehr kurze Zeit zusätzlich überzogen werden.

Aber dem Kunden kann es egal sein, was der Beweggrund ist für eine Senkung. Wichtig dabei ist immer nur, dass namhafte Anbieter von Ratenkrediten mit einer echten Senkung vorausgehen, weil dies viele andere dazu animiert, mitzuziehen.

Dies funktioniert bereits seit vielen Jahren. Eine Weitergabe der Senkung bei den Dispozinsen wird nicht erfolgen. Und der Euribor ist schon seit 1,5 Jahren auf dem aktuellen Niveau. Wenn Banken also senken, machen Sie dies freiwillig und nicht wegen der Anpassung auf Grund der Referenzzinsveränderung. Von anderen als Parkplatz, um gezielt zum richtigen Zeitpunkt in besser verzinste Anlageangebote zu investieren.

Die einen haben den Aktieneinstieg verpasst und die anderen warten vergebens auf die höheren Anlagezinsen. Spricht nicht für die Tagesgeldanlage.

Ausnahme, man ist bereit, sein Erspartes öfters zum Spitzenanbieter zu wechseln, dann können auch Renditen leicht über der Inflationsrate erreicht werden.

Die Tagesgeldzinsen verzeichneten dreimal in diesem Zeitraum echte Anlagechancen im Vergleich zum konservativen Sparbuch. Beide Zinssätze bieten also keinen Inflationsausgleich. Übrigens, die FMH -Finanzberatung pflegt als einziges Unternehmen die reinen Sparbuchzinsen seit — selbst die Bundesbank bietet keine reinen Sparbuchzinsen mehr in ihrer Statistik.

Dabei denken sie weniger an Geldanlagen in Investments sondern in fest verzinsten Bankprodukten. Wer vor 4 Jahren sein Geld in einem Sparbrief von 4 Jahren angelegt hätte, hätte bei einer durchschnittlichen Verzinsung für Und so kann es die nächsten Jahre noch weiter gehen.

Ein guter Sparbrief von 2 bis 4 Jahre sollte eine gute Anlageempfehlung sein. Der durchschnittliche Zinssatz ist von fast drei Prozent auf mickrige 0,5 Prozent gesunken. Aber es gibt auch aktuell noch Neuverträge mit 1. Dies ist nichts Ungewöhnliches wie die kleine Kurve auch ausweist.

Bankprodukte, wie variable Darlehen, Dispokredite und manche Sparprogramme, die den Euribor für 3 Monate als Referenzzins verwenden, werden aber vermutlich noch nicht reagieren. In den meisten Bedingungen dürfte vermerkt sein, dass eine Veränderungen von 0,1 bis 0,25 Prozentpunkte für eine Zinsanpassung notwendig ist. Wer vom Sparbuch nicht lassen will, sollte sich zumindest Anbieter mit höheren Zinsen aussuchen. Gleichzeitig ist zu empfehlen, wenigstens einen Teil des Ersparten für ein Jahr oder länger fest auf einem Sparbuch anzulegen.

Hierfür gibt es einiges höhere Zinsen, die meist sogar konkurrenzfähig sind mit einem Festgeldangebot. Bei beiden festgelegten Anlageformen ist eine vorzeitige Verfügung des Anlagekapital ausgeschlossen. Der Zinsverlauf der beiden Finanzierungsvarianten nähert sich in den letzten Monaten immer mehr an. Alle Bausparkassen haben reagiert und die Zinsen sowohl bei den Guthaben als auch bei den Darlehen weiter abgesenkt.

Da Bausparverträge für die Zukunft abgeschlossen werden, könnten sich diese in 7 bis 10 Jahren, wenn sie die Zuteilungskriterien erfüllt und die Hypothekenzinsen sich wieder verteuert haben, echt lohnen. In den letzten Monaten ist die Schere wieder etwas auseinander gegangen. Eine Freude für jeden Bauherrn mit sehr langen Zinsfestschreibungen. Und gleichzeitig fehlen der EZB bald die Einflussmöglichkeiten, um die Inflation wieder auf die ideale Höhe von 1,5 bis zwei Prozent zu bringen.

Sicherlich kann auch die EZB Anleihen aufkaufen, aber diese Geldvermehrung kommt in Europa und hauptsächlich in Deutschland nicht so gut an. Auch die negative Auswirkung von Deflation ist nicht bekannt und folglich auch nicht richtig vorhanden. Es gibt zwar keine gravierende Bewegung, aber ständig erfolgt irgendeine Absenkung — mal bei den Neukundenangeboten, mal bei der Zinsgarantie und dann auch wieder direkt beim Zinssatz.

Seit einigen Wochen ist der Festgeldzins sogar unter den Tagesgeldzins gesunken. Anscheinend glauben viele Anleger, dass es bei der aktuellen Tendenz fallender Leitzinsen eine kurze Festlegungszeit sinnvoller ist als das Tagesgeld, das wesentlich schneller auf Marktveränderungen reagiert.

Wer die Niedrigzinsphase überbrücken will, sollte sein Geld wenigstens 2 oder 3 Jahre festlegen, denn dann erhält er eine bessere Verzinsung als beim Tagesgeld und das garantiert. Es sind die Probleme in den Schwellenländern, die eine Unsicherheit bei den Anlegern verursachen und diese auf die extrem sicheren Bundesanleihen zurückgreifen lässt. Im Schlepptau davon verbilligen sich auch die Pfandbriefe und am Ende auch die Hypothekenzinsen. Dass wir einen neuen absoluten Tiefststand erreichen werden, ist zwar keine Prognose, aber nicht mehr ausgeschlossen.

Interessant wird dieses Programm vor allem bei den wenigen Banken, die den KfW-Anteil wie Eigenkapital ansehen und somit das Hauptdarlehen der Bank mit besseren Zinsen vergeben können. Unschlagbar günstig sind die KfW-Programme für Energieeffizientes Sanieren und Bauen, denn diese Programme , und werden vom Staat subventioniert.

Fast viermal so hoch wie heute und trotzdem konnten die Leute Häuser bauen. Wenn man dieses Zinshoch des Wiedervereinigungsbooms ausblendet sind die Hypothekenzinsen die letzten 30 Jahre immer billiger geworden. Dieser Verlauf dürfte sich in den nächste Jahren nicht wiederholen. Viele Finanzierungsprofi gehen in nächster Zeit von gleichbleibenden bis leicht steigenden Zinsen aus. Interessant ist das fast lineare Absinken des Sparbuchzinses, auch Spareckzins genannt.

Übrigens, die reinen Sparbuchzinsen sind nur noch bei der FMH -Finanzberatung für die vergangenen 20 Jahre zu erhalten. Auch von der Bundesbank werden die reinen Sparbuchzinsen nicht mehr erhoben.

Bei niedrigen Bausparzinsen reicht die Verzinsung oft nicht aus, um die Abschlusskosten auszugleichen. Und je niedriger die Bank die Anlagegelder verzinst und je höher die Zinsen der Kredite Ratenkredite und Dispo vergeben werden, desto höher ist der Bankgewinn. Gleichzeitig sind die Ratenkredite unter Druck geraten, was die Marge der Banken reduziert. Gerade Regionalbanken Sparkassen und Volksbanken leiden unter der geringen Marge mit ihren teuren vielen Filialen. Erst als die Allgemeine Deutsche Direktbank heutige ING -DiBa das Tagesgeldkonto als ihr Marketingkonto entdeckt hatte, sind auch viele andere Banken auf den neu entdeckten Kontotyp umgestiegen und haben sich mit Spitzenzinsen überboten.

Dem Anleger konnte es Recht sein. Wir glauben, dass wir mit unserer Auswahl wesentlich eher Marktveränderungen abbilden können, als dies mit rund 2.

Erst seit der Finanzkrise konnte der Staat seine absolute Bonität ausspielen und musste den Anlegern weniger Rendite zusichern, als dies die Banken machen mussten, um langfristige Kundengelder zu erhalten. Seit einigen Monaten verlaufen die Kurven etwas unterschiedlich und beginnen wieder, ein gemeinsames Niveau zu erreichen. Und die Hauspreise waren auch damals nicht im Keller.

Die Hausbesitzer waren nur bereit, für die Immobilie mehr vom Einkommen abzuzweigen. Der Durchschnittszins seit liegt bei 5,84 Prozent.

Bei den aktuellen Zinssätzen wäre also eine Tilgung von drei bis vier Prozent möglich, dann würde die Rate für Wenn man die Vergangenheitskurve sich ansieht, ist ein Einfluss des Leitzinses auf das Bankangebot unverkennbar. Warum sollten die Banken dem Privatanleger wesentlich mehr Zinsen bezahlen, wenn die Banken sich bei der Zentralbank mit billigem Geld versorgen können? Viele Banken bieten auch schon Tagesgeldzinsen von unter 0,25 Prozent an.

Die anderen haben sich für andere Konstrukte entschieden oder haben keinen gemeldet bzw. Banken mit Koppelung an den Euribor können vorerst nicht davon ausgehen, dass sie von der Leitzinssenkung profitieren werden.

Dies hat der Gesetzgeber so gewollt. Nur Minus bleibt Minus und das vor Abzug der Abgeltungssteuer. Seit der Finanzkrise ist diese Kurve etwas schwankend.

Sind keine guten Aussichten für die Anleger. Es ist also mit weiter leicht fallenden Festgeldzinsen zu rechnen. Ein Tagesgeldkonto oder ein längerfristig gewähltes Festgeldkonto wären hier die bessere Alternative.

Jetzt ist es ja schon richtig offensichtlich, der Staat entschuldet sich auf Grund der Inflation. Kein Wunder, dass die Steuereinnahmen sprudeln, wenn selbst durch die geringe Inflation Löhne erhöht werden.

Und wenn sich der Staat das Geld bei den Anlegern zu geringeren Zinsen borgen kann, dann ist eine Staatsentschuldung fast zwangsläufig. Würde der Staat noch etwas mehr sparen, wäre ein spürbarer Schuldenabbau möglich. Ratenkredite werden innerhalb der Laufzeit komplett getilgt und folgedessen besteht die Refinanzierung aus unterschiedlich lange festgelegten Spargeldern. Man sieht im Kurvenverlauf auch, dass der Ratenkredit nicht sehr zeitnah sich den Veränderungen des Sparbriefes anpasst, aber der Einfluss der sinkenden Anlagezinsen ist offensichtlich.

Wenn also die EZB die Leitzinsen senkt, sinkt auch der Anlagezins und daraus folgernd auch der Kreditzins, was die Absicht der Zentralbank gewesen ist. Sicherlich hat dies etwas mit den niedrigeren Leitzinsen und Anlagezinsen zu tun. Mit dazu beigetragen haben sicherlich auch die Online-Angebote und ein relativ intensiv geführter Wettbewerb um die besten Kunden. Aber warum ist der Dispozins aktuell fast wieder auf dem Niveau von ?

An der Refinanzierung durch Leitzins und Anlagezins kann es nicht liegen — am höheren Ausfallrisiko auch nicht. Wohl doch am Streben nach maximaler Marge von den meisten Banken. Und wenn man in den letzten Tagen eine sinkende Umlaufrendite beobachten konnte, ist auch in den nächsten Wochen mit leicht fallenden Hypothekenzinsen zu rechnen.

Der Aufwärtstrend bei der Umlaufrendite und beim den Hypotheken ist erstmal gestoppt. Jetzt kommt es auf die Zusammensetzung der neue Regierung an und welche Euro-Katastrophen auf den Tisch kommen. Warum sollte man sich dann für ein KfW-Darlehen Programm entscheiden? Die KfW-Darlehen werden auch nachrangig zu identischen Zinsen vergeben.

Es spielt keine Rolle, ob der Bauherr 50 oder 90 Prozent finanzieren muss — der Zinssatz ist immer der Gleiche. Die Hypothekenkurve besteht jedoch aus erstrangigen Zinssätzen, ohne Aufschläge für höhere Risiken und Beleihungsausläufen. Und hier ist der Vorteil der KfW-Zinsen zu finden.

Bausparen lohnt sich zur Zeit nicht. Bausparverträge, die in den letzten 5 bis 10 Jahre abgeschlossen wurden, lohnten sich meist nicht, weil die Hypothekenzinsen zwischenzeitlich unter die durchschnittlichen Darlehenszinsen der Bausparverträge gesunken sind. Ausnahmen bilden die Tarife mit weniger als zwei Prozent Sollzins. Weil aber Bausparverträge für die Finanzierung oder Darlehensablösung in 10 bis 15 Jahren gedacht sind, könnte der Abschluss eines Bausparvertrags sehr wohl eine gute Entscheidung sein.

Bei genauer Betrachtung des Zeitraums sieht man, dass die Effektivzinsen bei den Ratenkrediten von 9,6 auf 6,4 Prozent absinken, während die Effektivzinsen bei den Hypothekenangeboten mit Zinsbindung von fünf Jahren von 4,4 auf 2,2 Prozent nachgeben. Man sieht auch, dass die Ratenkredite nicht die Marktschwankungen mitmachen, wie dies bei den Hypothekendarlehen der Fall ist. Der Grund ist primär in der unterschiedlichen Refinanzierung und den Sicherheiten der Kreditvergabe zu finden.

Während in früheren Jahren diese Situation nur einige Monate angehalten hat, müssen wir uns noch für einige Jahre damit abfinden. Und dies obwohl schon seit drei Jahren die Zinsanlage im Tagesgeld weniger Rendite erwirtschaftet als die Inflation entwertet. Die EZB hat keine Veranlassung gegen eine Inflation von zwei Prozent zu intervenieren oder die Leitzinsen zu erhöhen, was dem Tagesgeldzins eine höhere Rendite verschaffen würde.

Die Suche nach höheren Zinsangeboten ist somit fast Pflicht. Die Aussage ist fast immer die Gleiche: Von bis war der Leitzins immer um einiges höher war als der Tagesgeldzinssatz und erst seit der Krise die Banken den Anlegern höhere Zinsen bezahlen.

Daher ist es nicht überraschend, wenn sich die Tagesgeldzinsen dem Leitzins annähern — oder sogar unterbieten.

Der Mittelwert für Tagesgeld laut Bundesbank Statistik liegt bereits unter dem Leitzins, weil dieser von der Bundesbank ermittelte Zinssatz überwiegend aus Zinssätzen der Sparkassen und Volksbank besteht.

Für viele Finanzierungskunden Grund genug, vorliegende Finanzierungsangebote genau zu prüfen und dann auch fristgerecht zu unterschreiben.

Für Banken sind diese sehr moderat ansteigenden Zinsen eine ideale Situation: Sie können damit beim Kunden etwas Druck aufbauen, dass er sein Angebot unterschreibt und gleichzeitig ist der Anstieg so gering, dass die ausgereichten Angebote noch einige Tage Gültigkeit besitzen. Schwieriger wird die Überlegung der Forward-Kunden: Jetzt doch schon ein Forward-Darlehen unterzeichen oder die nächste Zinsdelle abwarten, die höchstwahrscheinlich kommen wird?

Und im Juni waren es sogar knapp drei Prozentpunkte. Da die EZB mit ihrer Zinspolitik auch auf Krisen und Entwicklungen reagiert und der Hypothekenzins aktuell sehr stark von Ängsten der Anleger profitiert, ist auch hier ein gewisser Zusammenhang feststellbar.

Die besten Angebote bis etwa 60 Prozent Beleihung sind schon für 2,09 Prozent zu bekommen und das für 10 Jahre fest. Nur als die Banken Kundengelder benötigten, gab es einiges mehr an Zinsen. Aber jetzt schwimmen die Banken in Anlagegelder und haben somit auch keine Veranlassung, wieder entsprechend hoch verzinste Angebote zu machen, Umso wichtiger ist es, sich um Angebote zu bemühen, die mehr als das Übliche bezahlen und die gibt es genügend.

Obwohl Zinsschwankungen von 0,25 Prozentpunkten nach oben oder unten normale Marktreaktionen darstellen. Erstmal waren alle überzeugt, die Krise ist vorbei. Man kann wieder in den südlichen Euroländer gut verzinste Anleihen mit wenig Risiko kaufen. Nachdem der Aktienkurs kräftig absackte und die weltweiten Konjunkturaussichten über Einflussnahme auf die eigene Währung erkauft wird, sind auch die Unsicherheiten wieder gestiegen. Was den Hypothekenzinsen nicht geschadet hat.

Die letzten 16 Monate wollten die Anleger nur Sicherheit. Seit ein paar Wochen ist eine leichte Beruhigung festzustellen und der Wunsch erkennbar, etwas mehr Rendite einzufordern.

Wenn man den Verlauf der Umlaufrendite sich ansieht, könnte man fast sagen, die kurzfristigen Anlagezinsen haben sich ganz gut gehalten. Allerdings dürfte es hier auch noch etwas dauern, bis die Kurve wieder nach oben zeigt. Wenig ermutigend wird die Betrachtung, wenn man hier noch bedenkt, dass die Inflationsrate aktuell bei zwei Prozent liegt.

Fast täglich teilt eine der Banken mit, dass sie den Zinssatz fürs Tagesgeld senken wird. Wenn man einige Jahre zurück blickt, ist diese Entwicklung nicht verwunderlich. Warum sollten die Banken dem Privatanleger mehr bezahlen, als sie bei der EZB zahlen müssten, wenn sie sich dort Geld leihen? Auch dies war die Jahre vor der Finanzkrise normal gewesen und wir sind auch dem Weg dahin.

Also, die Tagesgeldzinsen werden in den nächsten Wochen und Monaten weiter fallen. Der Kreditnehmer hat die nächsten 15 Jahre garantiert die gleich hohe Rate und jede Inflationssteigerung reduziert seine prozentuale Belastung — bezogen auf sein Einkommen, wenn man unterstellt, dass auch die Einkommen analog der Inflation angehoben werden.

Die Differenz aus den beiden Kurven hat sich innerhalb von zwei Jahren halbiert. Euro liegen laut Bundesbank Statistik auf Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist — überwiegend sind dies klassische Sparbücher. Gleichzeitig hatten wir eine Inflationsrate von 2,15 Prozent. Diese kleine Differenz von 1,5 Prozent summiert sich jährlich auf 7,5 Milliarden Euro Kaufkraftverlust.

In diesen betrachteten zwei Jahren sind es bereits 15 Milliarden Euro und keiner regt sich auf. Nur ganz wenige Anleger tun was dagegen und wechseln in besser verzinste Angebote. Warum sollte man dann Festgeld anlegen, wenn es schlechter verzinst wird? Der Zinssatz beim Festgeld ist die nächsten 12 Monate garantiert und beim Tagesgeld muss man fast täglich damit rechnen, dass auch die Aktionszinsen der ausländischen Banken nach unten angeglichen werden.

Sich ein gutes Festgeldangebot aussuchen und zuschauen, wie die Tagesgeldzinsen ständig weiter sinken. Der aktuell höchste Festgeldzins für 12 Monate liegt bei 2,35 Prozent und damit sogar über dem besten Tagesgeldzins. Der Abstand zwischen Festgeld-Index und Spitzenangebot ist relativ hoch. Erst seit der Finanzkrise bekommt der Tagesgeldanleger einen höheren Zinssatz, als sich die Banken selbst bezahlen.

Aber das Zinsangebot hat sich verändert. Das Kurzfristgeld schlägt die sicheren meist öffentlichen Anleihen. Wenn man die Dispozinsabsenkung dem Leitzins gegenüberstellt, dann haben die Banken kräftig gesenkt. Stellt man den Wert dem Euribor gegenüber, hätten sie noch mehr machen können. Wegen der weltweiten Rezession ist es für die Notenbanken fast unmöglich, mit höheren Leitzinsen gegen die Inflationsrate zu arbeiten. Aber auch die Inflation wird nicht so schnell weiter steigen, denn die schwache Konjunktur drückt den Ölpreis wie auch die anderen Rohstoffpreise.

Wir werden also diesen Kurvenverlauf noch einige Monate haben, was gleichzeitig bedeutet, dass auch die kurzfristigen Anlagezinsen unter der Inflationsrate liegen werden. Während der Dispozins im Laufe der Jahre nur geringfügig die Marktschwankungen mitgemacht hat, wurden die Ratenkreditzinsen fast kontinuierlich billiger. Einen günstigen Dispo sucht man sich nicht so einfach aus, da müssen die gesamten Kontoverbindungen auf eine billigere Bank transferiert werden.

Dies kostet schon einiges an Aufwand. Dies wissen vorallem die kleinen regionalen Banken auszunutzen und verlangen Dispozinsen von 13 Prozent und mehr.

Wenn man den günstigsten Hypothekenzins aktuell von 2,19 Prozent für zehn Jahre fest dem höchsten Sparbriefzins von 4,05 Prozent gegenüber stellt, dann könnte man sogar noch die Abgeltungssteuer abziehen und man hätte damit sogar rechnerisch mit diesem Zinsdifferenzgeschäft einen kleinen Gewinn gemacht, Und das wäre ganz ohne Währungsrisiko möglich.

Man bräuchte nur noch ein entsprechend werthaltiges schuldenfreies Grundbuch als Sicherheit — eine verrückte Zinswelt. Dies verdeutlicht auch, dass wir keine normale Zinssituation haben und der Markt nicht immer so reagiert, wie man dies gerne aus der Vergangenheit ableiten möchte. Sehr wahrscheinlich ist aber, dass die Tagesgeld- und Festgeldzinsen weiter sinken werden, solange diese beiden Zinssätze Tendenzen nach unten aufweisen.

Wer in früheren Jahren in langlaufende Sparbriefe angelegt hatte, konnte sich im Laufe der Jahre über hohe Zinsen freuen, während die Kurzanleger sich die meiste Zeit mit ständig sinkenden Zinsen begnügen mussten. Betrachtet man die aktuellen Werte für fünf Jahre Zinsfestschreibung, dann liegt der Mittelwert bei 2,03 Prozent und die Inflationsrate bei 2,1 Prozent.

Hier ist die Inflationsrate bereits höher als der zu zahlende Baugeldzins. Betrachtet man die besten Angebote bis 50 Prozent Beleihung lauten bei fünf Jahre fest die Effektivzinsen 1,80 Prozent und für zehn Jahre fest auch nur bei 2,41 Prozent. Die Inflationsrate ist bereits höher als die zu zahlenden Hypothekenzinsen. Wie der Verlauf der beiden Kurven zeigt, ist dies zur Zeit bei einem durchschnittlichen Zins einer Festgeldanlage nicht möglich.

Das Problem ist zur Zeit weniger die Inflationshöhe sondern die sehr niedrigen Anlagezinsen und dies noch vor Abzug der Abgeltungssteuer.

Die Suche nach den besten Anbietern ist daher um so wichtiger. In den letzten Tagen ist die Umlaufrendite wieder ein ganz klein wenig angezogen und schon haben die Baufinanzierungskunden Angst, dass die Baugeldzinsen steil nach oben gehen könnten. Was bedeutet, dass nicht jede Erhöhung der Umlaufrendite eine identische Baugeldverteuerung zur Folge haben wird.

Sicherlich werden die Hypothekenzinsen in nächster Zeit leicht ansteigen, aber aus einem extrem niedrigen Niveau kommend. Gleichzeitig zählt das Sparbuch weiterhin mit zu den beliebtesten Geldanlagen. Laut Bundesbank Statistik sind Mrd. Euro mit täglicher Fälligkeit angelegt und fast Mrd. Euro mit 3 monatiger Kündigungsfrist, was für Sparbücher zutrifft. Innerhalb der letzen 12 Monate ist das Anlagevolumen beimTagesgeld um 61,5 Mrd. Euro angewachsen und das Volumen auf den Sparbuchkonten immerhin noch um 6,6 Mrd.

Und das Mindestziel einer Geldanlage sollte sein, im Anlagebereich eine höhere Verzinsung als die Inflationsrate zu erzielen. Man müsste als Anleger nur bereit sein, ein attraktives Tagesgeldkonto zu eröffnen. Wer dann noch darauf achtet, dass der Tagesgeldzins für sechs und mehr Monate garantiert ist, kann einiges an Zinsgewinn einstreichen. Wenn die Inflation niedrig ist, ist meist auch der wirtschaftliche Schwung niedrig. Und um die träge Wirtschaft etwas zu stimulieren, senkt die EZB gerne die Leitzinsen und verbilligt somit die Kreditaufnahme.

Geht es der Wirtschaft gut, ist dies oft verbunden mit Inflation, was die EZB wiederum veranlasst, mit Leitzinserhöhungen gegen zu steuern. Folgedessen haben in den letzten Tagen auch die Hypothekenzinsen auf die gestiegenden Renditen für Bundesanleihen reagiert, die als Mittelwert die Umlaufrendite ergeben. Also, wenn in den nächsten Tagen die Kapitalanleger für Deutschland verstärkt Haftungsrisiken bei der Schulden- oder Finanzkrise vermuten, desto höher schneller steigen die Bundesanleihen und im Schlepptau auch die Hypothekenzinsen.

Nur zwei ganz kurze Aufwärtsbewegungen sind festzustellen. Anders sieht es aus bei den grundbuchlich gesicherten Hypothekenzinsen über 5 Jahre fest. Hier sind wesentlich mehr Hochs und Tiefs erkennbar. Aber der Abstand zwischen den beiden Kurven was den Durchschnittswert und die höchsten Zinsabstände betrifft, ist bei rund 4,5 Prozent.

Die beiden Tiefstpunkte aktueller Stand liegen genau fünf Protentpunkte auseinander. Bedeutet, dass die vorhandene Sicherheit in Form von Immobilienbesitz einen Vorteil von 4,5 bis 5,0 Prozentpunkten ausmacht. Der Zinssatz zu dem sich Banken unter einander Geld leihen, sinkt wesentlich schneller als der Festgeldzins für den Privatkunden. Dispozinsen und variable Bauzinsen werden aber selten monatlich angepasst, sondern in den Bedingungen steht meist, dass dies quartalsweise geschieht.

Manche Banken passen laut derer Bedingungen aber erst an, wenn eine Zinsveränderung von über 0,25 Prozentpunkten eingetreten ist. Es lohnt sich, die Vereinbarung nochmals durchzulesen. Dieses Zinsniveau verpflichtet eigentlich jeden Bauherrn eine Zinsfestschreibung von 15 Jahre fest und länger zu wählen.

Extrem lange Zinssicherheit mit der gesetzlichen Erlaubnis sein Darlehen nach 10 Jahren ganz oder teilweise vorzeitig zu kündigen. Für viele Kapitalanleger sind die deutschen Pfandbriefe fast genauso sicher wie die Bundesanleihen, nur ein klein wenig besser verzinst.

Und wenn der Geldeinkauf für die Hypothekenvergabe sinkt, dann sinken auch die Hypothekenzinsen für den Häuslebauer. Und man könnte fast schon behaupten: Die nächste Finanzkrise in einem europäischen Staat kommt bestimmt, was vorerst unsere Hypothekenzinsen niedrig hält. Und wenn die Banken sich billiges Geld unter einander oder von der EZB leihen können, dann müssen Sie dem Privatanleger keine hohen Zinsen bezahlen, damit er bei ihnen sein Erspartes anlegt.

Dies führt beim Festgeld und auch beim Tagesgeld zu leicht sinkenden Zinsen. Für den Privatkunden ist daher die Suche nach attraktiven, sicheren Anlagemöglichkeiten umso wichtiger. Eigentlich ist es ungewöhnlich, dass der Drei-Monats-Euribor günstiger ist als der EZB -Leitzins — aber seit der Finanzkrise ist nichts mehr, wie es früher war.

Die Kreditkunden kann es freuen, wenn der Euribor als Referenzzins verwendet wird und ihre Zinsen damit auch billiger werden. Die Kapitalanleger suchen die Sicherheit in deutschen Bundeswertpapieren. Von diesem Wunsch nach Anlagesicherheit profitieren die Hypothekenzinsen. Einzelne Banken bieten bei fünf Jahre fest schon unter zwei Prozent Effekivzins an.

Es gibt zur Zeit auch keine Anzeichen, dass sich der Markt kurzfristig und kräftig drehen würde. Dies sind aber meist jene Banken, die nicht so intensiv die Neukundengewinnung im Fokus hatten. Dies verdeutlicht aber auch, dass der Tagesgeld Anleger verstärkt darauf achten sollte, ob die Bank den Tagesgeldzins für einige Monate garantiert oder auch schon in der Vergangenheit sehr selten den Zinssatz dem Marktumfeld angepasst hat.

Bei steigenden Zinsen wie im März oder im November war manch ein Bauherr froh gewesen, dass er sich sein Anschlussdarlehen zum Beispiel für Februar bereits gesichert hat. Leider haben alle Forward-Kunden mit ihrem Vertragsabschluss verloren, deren Vertragsende Anfang gelegen ist, weil wenige Kunden ahnen konnten, dass der Hypothekenzins noch weiter fallen könnte als dies im September der Fall war.

Und trotzdem ging es noch tiefer — zum Nachteil der Forward-Verträge. Erst im letzten halben Jahr werden die Sparbriefe wesentlich besser verzinst als die Staatspapiere. Es gibt zwei mögliche Erklärungen: Bei 10 Jahren fest gibt es einen neuen Tiefststand von 3,11 Prozent und auch bei 15 Jahre fest ist ein neuer absoluter Niedrigstwert mit 3,54 Prozent erreicht worden.

Und ein Ende der Zinssenkungen ist noch nicht ersichtlich. Es sind jetzt zwar keine weiteren Senkung von 0,25 Prozentpunkten und mehr wahrscheinlich, aber man kann zur Zeit in aller Ruhe sich um die besten Zinsangebote bemühen.

Dieses erwartete Absinken der Inflationsrate wird auch die Hypothekenzinsen in den nächsten Monaten auf einem niedrigen Niveau halten. Neue Tiefststände sind bei den Zinsbindungen von 10 und 15 Jahre fest zu erwarten. Wären sie nicht zufrieden, würden sie ihr Erspartes in anderen Sparformen anlegen oder zu einer Bank mit höheren Zinsen wechseln.

Das Ziel jeder Geldanlage sollte sein, zumindest die Inflationsrate auszugleichen und das idealer Weise nach Abzug der Abgeltungssteuer. Sollten in nächster Zeit die Bundespapiere wieder teuerer werden, muss dies nicht unbedingt zu einem Anstieg der Hypothekenzinsen führen, weil dieser Anstieg von den bereits teureren Pfandbriefrenditen etwas kompensiert werden kann. Manch ein Bankkunde hat sich vielleicht schon gefreut, dass ihre Bank den Dispozins wieder senken wird, weil der Leitzins Anfang November gesenkt wurde.

Dies hat zur Folge, dass die Girobank die Zinssenkung nicht an ihre Kunden weiter geben muss. Der Dispokunde kann hoffen, dass der Euribor nicht weiter ansteigt, während der Leitzins der EZB gesenkt wird wie dies schon einmal Ende der Fall war.

Seit der Finanzkrise hat sich dies gedreht. Der Privatanleger ist gesucht und den findet man mit attraktiven Zinsen. Unterstellt wird dabei, dass sich der Festgeldzins wie in den vergangenen 10 Jahren verhalten wird.

Entweder der Anleger entscheidet sich jetzt noch schnell für eine Festgeldanlage und sichert sich so die aktuellen guten Zinsen für die nächsten Monate oder entscheidet sich gleich für eine längere Anlagezeit von drei oder vier Jahren. Oder von welchem Staat oder Unternehmen kann er überhaupt noch Anleihen kaufen, damit sein Geld sicher ist? Solange diese Unsicherheit hoch ist und eine Leitzinssenkung der EZB nicht ausgeschlossen ist, solange dürften unsere Baugeldzinsen nicht gravierend steigen.

Aus diesem Grund führte er Krieg gegen den gemeinsamen Feind Frankreich. Es gab nun zwar den gewählten Reichstag, doch er hatte weder Entscheidungsfähigkeit noch die Kontrollfunktion über die Regierung. Die Politik wurde von Kaiser und Reichskanzler bestimmt. Die zunehmende Industrialisierung führte zu veränderten Lebensbedingungen für die Menschen in Deutschland.

Sie machte aus Landbewohnern Stadtmenschen. Der Wohnungsbau konnte nicht mehr mithalten, die Mieten stiegen, es kam zu katastrophalen Verhältnissen. Die ersten Mietskasernen entstanden. Auf der anderen Seite konnte ein Anstieg des Wohlstands durch die boomende Wirtschaft beobachtet werden.

Durch die fortschreitende Industrialisierung entstanden starke soziale Gegensätze. Die Gründung einer Arbeiterpartei war unvermeidbar geworden.

Bereits hatte die sozialistische Arbeiterpartei ca. Dieses Ziel konnte er allerdings nicht erreichen. Nach der Wiederzulassung der Sozialdemokraten erreichten diese bei der Wahl von die meisten Stimmen. Allerdings zeigte die Politik der Ausgrenzung durch Bismarck Folgen. Trotz der Sozialgesetzgebung wurde die Integration der Arbeiter im Staat weitgehend verhindert.

Nach dem Tod Wilhelms I. Kunst, Kultur, Politik sollten sich ihm unterordnen. Das "wilhelminische" Deutschland wurde gefürchtet und war unbeliebt. England, Frankreich und Russland schlossen untereinander Nichtangriffspakte. Deutschland sah sich isoliert und rüstete auf.

Die Nachbarstaaten sahen nicht tatenlos zu. So wurde Europa zum Pulverfass. Durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgers wurde der I. Weltkrieg ausgelöst, ursprünglich wegen Unabhängigkeitsbestrebungen verschiedener Nationalitäten innerhalb des Vielvölkerstaats Österreich. Österreich-Ungarn hatte gegen Serbien, das mit Russland verbündet war, nicht vorgehen können. August erklärte Deutschland Russland, am 3. August Frankreich den Krieg. Anfang wollte die deutsche Oberste Heeresleitung eine Wende in Verdun erzwingen.

Auch im Osten kam es zu einem Stellungskrieg. In Deutschland war man nicht vorbereitet auf einen so langen Krieg. Munition, Material, Nahrungsmittel wurden knapp. Damit war eigentlich der I. Deutschland galt als Verlierer. Wichtig für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte war die Oktoberrevolution in Russland. Der Zar wurde ermordet. Lenin wollte den Frieden, damit er im Inneren die Herrschaft der Arbeiter.

Auch in Deutschland nahm die Kriegsmüdigkeit zu. Seit kam es immer wieder zu Streiks. Liebknecht und Luxemburg das ab. Sie wollten einen sofortigen Frieden. Ebert und Scheidemann versuchte mit anderen Parteien Einfluss auf die offizielle Politik zu gewinnen. Aber die Volksvertreter konnten sich nicht gegen die Regierenden durchsetzen. Hindenburg und Ludendorff kümmerten sich nicht um Reichstagsbeschlüsse.

Im Osten errichteten sie eine Militärdiktatur. Sie lehnten einen Verständigungsfrieden ab und wollten auch im Westen eine Entscheidung erzwingen. Auch als der Krieg schon verloren war, gestanden sie die Niederlage nicht ein.

Ludendorffs Ziel war es, den Parteien die Verantwortung für die Konsequenzen aus der Niederlage zuzuschieben und die Armee damit nicht in Verbindung zu bringen. Als im Herbst die oberste Flottenführung das Auslaufen gegen die englische Flotte befahl, meuterten die Matrosen. Diese Revolte breitete sich immer weiter aus. Überall bildeten sich nach russischem Vorbild Arbeiter- und Soldatenräte. November trat Wilhelm II. Scheidemann rief die "Deutsche Republik" aus.

Liebknecht verkündete die "Freie sozialistische Republik Deutschland". Bei der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung am Für eine sozialistische Revolution gab es keine Mehrheit in Deutschland.

Liebknecht und Rosa Luxemburg von Freikorpsoffizieren heimlich ermordet. Dies verschärfte die politischen Gegensätze in Deutschland.

Februar wurde der neuen Republik eine Verfassung gegeben. Ort für die Friedensverhandlungen war Versailles, wo Wilhelm I. Friedensbedingungen waren unter anderem: Die Sieger waren zu keinen Verhandlungen bereit und bestanden unter Androhung eines neuen Krieges auf Einhaltung des Vertrags. Scheidemann weigerte sich zu unterzeichnen und trat zurück.

Damit waren sie auf die Unterstützung anderer Parteien von rechts oder links angewiesen. Die Regierungen wechselten etwa alle neun Monate. Nationalisten und Kommunisten wollten die Schwäche ausnutzen. Es gab zahlreiche Putschversuche, Attentate und Aufstände. Zwischen bis gab es politische Morde. Im November tauchte zum ersten Male Adolf Hitler auf. Zusammen mit Ludendorff und einigen tausend Anhängern wollte er die Reichsregierung stürzen. Der Putsch scheiterte, die Anführer wurden nur gering bestraft.

Auch wirtschaftlich war ein Krisenjahr. Der Mittelstand, Rentner, Pensionsempfänger, die nur Geldersparnisse hatten und deren Renten und Pensionen nicht angepasst wurden, verarmten. Es begannen die "goldenen Zwanziger-Jahre". Die deutsche Wissenschaft genoss wieder hohes Ansehen. In der Architektur sorgte der "Bauhausstil" für Aufsehen. Film, Theater und Kabarett blühten auf.

Aber auch kritische Künstler wurden sehr beachtet. Schriftsteller und andere Intellektuelle der Weimarer Republik warnten schon früh vor der Gefahr der Nationalsozialisten und ihrem Führer Adolf Hitler.

Hitler wurde im österreichischen Braunau am Inn geboren. Er wollte an der Kunstakademie in Wien Malerei studieren, scheiterte aber an der Aufnahmeprüfung. Er lebte von Gelegenheitsarbeiten und dem Verkauf selbstgemalter Ansichtskarten. Für das Militär wurde er als dienstuntauglich ausgemustert. Nach dem Krieg verwendete man ihn wegen seiner rhetorischen Fähigkeiten beim Heer für "Aufklärungsreden", mit denen er bei den Soldaten wegen seiner Hetze gegen das Judentum gut ankam.

Das erste Parteiprogramm von enthielt alle Grundgedanken, die für Hitlers spätere Politik charakteristisch war. Vor allem baute er die Propagandaabteilung der Partei aus. Göbbels verstand es wie Hitler die Menschenmassen in Deutschland zu beeinflussen. Dramatische Kursstürze folgten, ausländische Banken forderten die sofortige Rückzahlung der Kredite und Zinsen. Das führte zum Rückgang der Kaufkraft des Geldes. Die KPD erhielt In dieser politisch chaotischen Zeit wurde der Reichspräsident zum wichtigsten Mann.

Kanzler Hindenburg war alt und überfordert und ernannte Hitler zum Reichskanzler. Der Reichstagsbrand am Ab jetzt konnte das NS-Regime legal gegen alle und alles vorgehen.

Mit dem "Gesetz zur Gleichschaltung" am März wurde die Selbständigkeit der Länder aufgehoben. Deutschland wurde ein totalitärer Führerstaat.

Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Reichswehr. Soldaten und Beamte mussten den Treueid auf Hitler leisten. Reich der Nazi-Herrschaft kam es zu katastrophalen Auswirkungen für Deutschland. Millionen von Menschen, Deutsche und Angehörige vieler anderer Nationen, verloren auf die menschenunwürdigste Weise ihr Leben durch eine verbrecherische deutsche Regierung, die in der Bevölkerung hunderttausende von Helfershelfern hatte. Die wirtschaftliche Demilitarisierung sollte in jeder Zone autonom durchgeführt werden.

Im Laufe der Zeit lief die wirtschaftliche Entwicklung zwischen den westlichen und der sowjetischen Besatzungszonen immer weiter auseinander. Die englischen, britischen und amerikanischen Besatzungszonen bildeten später die Bundesrepublik Deutschland, die sowjetische Zone die Deutsche Demokratische Republik.

März die Sitzung des Kontrollrats. Durch die Währungsreform, die auf die westlichen Besatzungszonen und den westlichen Sektor von Berlin beschränkt war, wurde die Teilung Deutschlands zur Gewissheit. Die Sowjetunion versuchte durch die Berlinblockade ganz Berlin in ihre Hand zu bekommen. Durch eine Luftbrücke der Westalliierten wurde Berlin 11 Monate lang versorgt, bevor die Blockade am Mai beendet wurde.

Mai trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft und somit war die Bundesrepublik geboren. Konrad Adenauer als 1. Das Wirtschaftswunder war in vollem Gang. Die Wirtschaft florierte und bescherte der Bevölkerung einen unerwarteten Wohlstand. Neu und unerwartet war auch das politische Engagement der Jugend. Als die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und das Recht auf Wehrdienstverweigerung im Grundgesetz verankert wurde, entschlossen sich die ersten jungen Männer, von ihrem Recht Gebrauch zu machen.

In oft entwürdigenden "Gewissensbefragungen" wurde getestet, ob sie den Wehrdienst verweigern durften. Als beabsichtigt wurde, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszustatten, zeigte sich, dass der Friedens- und Demokratiegedanke sich in vielen Köpfen verankert hatte. Es kam zu erheblichen Protesten, die in Form von alljährlichen Ostermärschen noch heute anhalten. Die Spiegelredaktion wurde wegen Landesverrats angezeigt. Innerhalb eines Jahres vervierfachte sich die Arbeitslosenzahl. Die 60er Jahre waren in der Bundesrepublik die Zeit der Studentenproteste.

In ihren Augen war der Terror die einzige Möglichkeit die Bundesrepublik politisch zu verändern. Aber auch gewaltfrei Protestierende fühlten sich von den Parlamentariern unzureichend vertreten. Themen wie Pazifismus, Gleichberechtigung und Ökologie traten in den Vordergrund. Gleichzeitig aber fürchtete der Staat eine Unterwanderung durch kommunistische Kräfte und belegte hauptsächlich linksgerichtete Lehrer, aber auch vereinzelt Polizeibeamte mit Berufsverboten.

Insgesamt jedoch lässt sich sagen, dass die Bundesrepublik sich zu einer stabilen Demokratie entwickelte. Die Bevölkerung begann selbstbewusst ihre Interessen, auch gegen die Politiker zu vertreten. Während ab der Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Zonen und der Marshallplan der USA den Westen Deutschlands stärkte, setzte die Sowjetunion die Demontage in der sowjetisch besetzten Zone fort.

Partei und Staat wurden nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus geführt. Die sozialistische Gesellschaftsordnung politisierte und kontrollierte alle gesellschaftlichen Bereiche.

Der private Gestaltungsraum wurde eingeschränkt. Als Gegenstück zu den Organen der Bizone wurde die Deutsche Wirtschaftskommission gegründet und vereinigte darin die Zentralverwaltungen für z. Land- Forstwirtschaft, Energie und Handel. Es war der Einstieg zur Planwirtschaft. Verantwortlich für die Aufstellung und Kontrolle der langfristigen Pläne und Lenkung der Wirtschaft war die Planungskommission.

Klein- und Mittelbauern wurden mit Repressalien drangsaliert, woraufhin zehntausende von ihnen in den Westen umsiedelten. Aber auch gesellschaftspolitisch gab es tiefgreifende Veränderungen. Frauen wurden systematisch in den "Aufbau des Sozialismus" miteinbezogen. Für jährige Kinder gab es Kinderkrippen, für jährige Kindergärten. Ab der Grundschule gab es Horte. Der Gedanke war dabei, Kinder möglichst früh im Sinne des Sozialismus politisch zu erziehen.

Überall gab es Überwachung und Kontrolle. Von heute auf morgen übernahm die Bundesrepublik ein ganzes Land, dessen Bevölkerung durch eine friedliche Revolution ihre Führung zur Aufgabe gezwungen hatte. Deutschland vereinigte sich zu einem Nationalstaat.

Doch die anfängliche Euphorie wich der nüchternen Realität. Es zeigte sich, dass die neuen Bundesländer in einem desolaten Zustand waren. Umwelt- und Bausanierung stand an. Das Verkehrsnetz und die Telekommunikation mussten modernisiert werden. Bei der Privatisierung der Betriebe durch die "Treuhand" gingen Tausende von Arbeitsplätzen verloren.

Es kam zu einem riesigen Transfer von Steuergeldern von West nach Ost. Nichtsdestoweniger gelang etwas, das viele Nationen bezweifelt hatten. Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Bundesstaat. Dennoch ist der wachsende Rechtsradikalismus und die steigende Zahl rechter Gewaltdelikte besorgniserregend.

Aus diesem Grund werden inzwischen einige Plätze oder Bahnstationen videoüberwacht. Eine Gefahr für unsere Demokratie, die nicht nur die Bundesrepublik, sondern alle westlich orientierten Staaten betrifft, ist die ansteigende Terrorgefahr des sogenannten Islamischen Staates "IS".

Durch Terroranschläge dieser Gruppierungen werden Freiheit, demokratische Werte und die westliche Lebensweise angegriffen. Das Zeitalter der Industrialisierung ca. Die Zeit des industriellen Aufstiegs - steigerte den technischen Fortschritt und die Arbeitsproduktivität. Die Industrie prägte allmählich unsere Volkswirtschaft. Die deutsche Industrie profitierte durch die Erfindungen und den Fortschritt in Naturwissenschaft und Technik.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Deutschland zu einem der modernsten Industriestaaten der Welt mit einer gut funktionierenden Volkswirtschaft.

Der anhaltende industrielle Aufstieg, bedingt durch weitere technische Fortschritte, führte Ende des Jahrhunderts in das Zeitalter der Automaten, der Roboter und Computer. Die BRD erreichte einen hohen technischen Entwicklungsstand. Die Automatisierung der deutschen Industrie führte zu bedienungsfreien Arbeitssystemen, zu Technisierung und Automatisierung volkswirtschaftlicher Arbeitsvorgänge. Die Folge war eine steigende Güterproduktion, somit Steigerung des Bruttosozialprodukts.

Bruttosozialprodukt in der BRD in Millionen bzw. Jahrhunderts zur Hebung des Lebensstandards und des Bildungsniveaus, zum Wohlstand für alle. Es führte dazu, dass höherwertige Produkte und Luxusartikel für die breite Bevölkerungsschicht erschwinglich wurden.

Parallel zum gesteigerten Einkommen nahm auch die Freizeit zu, der Freizeitsektor wurde zum Wirtschaftsfaktor. Die "Mehrfreizeit" resultierte aus der immer stärker werdenden Automatisierung der Betriebe.

Die Arbeitszeit reduzierte sich von ca. Für die Arbeiter in den Betrieben hatte die Automation auch noch andere Vorteile. Viele körperlich schwere oder monotone Arbeiten konnten für den Menschen von Automaten erledigt werden. Weiterhin konnten gesundheitsgefährdende Arbeiten vermieden oder von Maschinen übernommen werden.

Für eine anzuschaffende Maschine muss ein Betrieb zwar Kapital einsetzen, doch durch Abschreibungen kann es sehr wohl zu Steuerersparnissen kommen.

Für einen Arbeitnehmer dagegen müssen neben Lohnkosten und Lohnnebenkosten eventuell noch Sozialleistungen gezahlt werden. Auch werden beim Einsatz von Automaten Arbeitsvorgänge besser nach wissenschaftlichen betriebswirtschaftlichen Methoden systematisiert bester Einsatz nach dem ökonomischen Prinzip.

Doch die Meinung über die steigende Automatisierung wird nicht ungespalten betrachtet. Was für die Ökonomen und Wirtschaftsfunktionäre überwiegend positiv aussieht, wird von vielen Arbeitnehmern kritisch angesehen. Die negativen Aspekte, die aus dem hochgradig technischen Fortschritt resultieren, dürfen nicht übersehen werden. Zum einen wird der Mensch ersetzbar durch die Automation. Durch die vollautomatisch gesteuerten Betriebe wird der Mensch zum Kostenfaktor, somit kommt es zum Wegfall von Arbeitskräften.

Nur qualifizierte Arbeiter werden gebraucht im Produktionsprozess. Die Vollautomatisierung der Betriebe unserer Wirtschaft führt zur monotonen Arbeitsverrichtung, zur Vereinsamung und geistigen Abstumpfung bei der betrieblichen Arbeit.

Die physische und psychische Belastung durch die Monotonie des Arbeitsprozesses steigt stetig. Die Monotonie der Arbeitswelt spiegelt sich in der Privatsphäre wider. Individualität und Kreativität treten in den Hintergrund.

Zum anderen steht die Gesellschaft vor dem fast unlösbaren Problem einer hohen Langzeitarbeitslosigkeit. Viele arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen haben keine Zukunftsperspektive. Tragisch für einen Staat ist, dass auch Teile der Jugend nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, da ihr der wichtige Zugang zum Arbeitsleben verwehrt ist.

Auch das ist eine Folge der Automatisierung, da weniger, dafür aber besser qualifizierte Arbeitnehmer eingesetzt werden müssen. Für uns alle stellt sich nun die Frage: Ist unser Leben letztendlich durch den industriellen Fortschritt so viel reicher geworden?

Ausgang und Ziel unserer Volkswirtschaft muss der Mensch bleiben. Die Wirtschaft darf nicht Selbstzweck sein, sondern ihr Ziel muss sein, dem Wohl der Menschen zu dienen. Finanzkrise in Europa Europa hat sich in mehreren Etappen und von bedrohlichen Rückschlägen begleitet zu einer zunächst nur wirtschaftlichen, inzwischen auch politischen Gemeinschaft, entwickelt: Ein positiver Verlauf der europäischen Union bis war durch fortschreitende Integration gewährleistet.

Ende kam es zur ersten schwerwiegenden Finanzkrise innerhalb der Eurozone. Wie kam es zu dieser Finanzkrise? Die Finanzkrise wurde hauptsächlich hervorgerufen durch Spekulation der Banken an der Börse.

Als die Immobilienblase in den USA unter anderem auch durch die Überschuldung wegen des Afghanistan- und Irakkrieges platzte, standen die Banken plötzlich mit immens hohen Schulden da und mussten von den Regierungen der einzelnen Länder gestützt werden.

Deutschland eine ganz positive Zahlungsbilanz, bedingt durch die hohen Exporte, im Gegensatz zu den Mitgliedsländern Portugal, Irland, Italien und Spanien mit einer negativen Zahlungsbilanz. Die Finanzkrise wurde aber auch durch wirtschaftliche Schwierigkeiten einiger Länder der Eurozone mithervorgerufen. Hier ist besonders Griechenland mit der Höchstverschuldung zu nennen.

Ein Staatsbankrott in Griechenland könnte innerhalb der EU zu Turbulenzen führen, die den positiven Verlauf des Integrationsprozesses nachhaltig gefährden würden. Aber nicht nur Griechenland ist hier zu nennen. Alle anderen Staaten der EU müssen dazu angehalten werden, eine Weiterverschuldung über die Schuldengrenze hinaus zu vermeiden. Diese Vorschläge sind allerdings nicht neu. Schon der Maastrichtvertrag enthält Kriterien für eine Begrenzung der Verschuldung.

Man stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein Staat innerhalb der EU zahlungsunfähig wird. Kehrt das Land zur alten Währung zurück? Kann es überhaupt zur alten Währung zurückkehren?

Bleibt der Euro stark, bleibt auch Europa stark und vice Versa, d. Die Eurozone wird aufgrunddessen stabil bleiben müssen, somit auch der Euro, weil die Staaten von Europa nur gemeinsam stark sind mit einer ge-meinsamen Währung dem Euro.

Die europäische Gemeinschaft basiert auf Solidarität. Somit muss auch das solidarische Denken innerhalb der europäischen Gemeinschaft gestärkt werden. Die Staaten der europäischen Union werden auch solidarisch zusammenstehen und somit die Krise überwinden können. Die Überwindung der Krise ist Voraussetzung für eine weitere Integration und damit langfristig Voraussetzung zum Erreichen des Ziels eines europäischen Staatenbundes.

Schulden dürfen langfristig nicht mehr durch eine weitere Verschuldung finanziert werden. Wichtig ist, dass die Länder der Eurozone wieder in Zukunft in der Lage sind, ihre eigene Geldpolitik zu betreiben, was z.

Der Ausweg aus der europäischen Finanzkrise ist das Bekenntnis zu Europa. Die Länder der europäischen Gemeinschaft müssen solidarisch zusammenstehen in dieser ernsthaften Krise. Dazu ist eine Konfliktlösungsstrategie notwendig, an der alle Staaten gleichberechtigt beteiligt werden, um die europäische Idee zu realisieren. Das ist erkennbar an den römischen Verträgen, der Grundlage eines vereinigten Europas.

Der gemeinsame Markt, die Liberalisierung des Handels, eine gemeinsame Währung, der Euro, das europäische Parlament mit weitreichenden Befugnissen wird von den einzelnen Staaten akzeptiert. Wer macht die Politik? Politik und Gesetzgebung finden auf nationaler und europäischer Ebene statt. Viele nationale Gesetze bedürfen der Bestätigung durch das europäische Parlament.

Die europäische Gemeinschaft baut auf dem Prinzip der Solidarität auf. Länder, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, bekommen gegen Auflagen von der europäischen Zentralbank finanzielle Unterstützung. Durch dieses solidarische Handeln wird die europäische Gemeinschaft gestärkt. September bekam allerdings das anscheinend stabil gebaute Haus Europa Risse.

An diesem Tag brach das amerikanische Bankensystem zusammen und diese Schockwelle traf auch Europa. Deutschland ist der treibende Motor innerhalb der europäischen Union, da Deutschland gegenüber den anderen europäischen Mitgliedsstaaten auf wirtschaftlicher Ebene führend ist. Die Zielsetzung für Europa ist ein europäischer Staatenbund, der letztendlich verwirklicht werden soll.

Dazu gehört auch der Erhalt der kulturellen europäischen Werte. Die Politik muss es schaffen, die Bürger mehr für die Idee Europas zu begeistern, damit das Interesse für ein vereintes starkes Europa wächst. Die Faszination für ein Europa der Zukunft, in der Endphase muss verwirklicht werden können. Die Krise in der Eurozone hat sich jetzt noch dadurch verschärft, dass Griechenland kurz vor dem Bankrott steht und mit dem Grexit gedroht hat.

Trotz allem möchte man Griechenland mit frischem Geld helfen. Diese Hilfe ist nicht uneigennützig, sondern aus der Angst heraus, dass andere Länder folgen könnten und die Europäische Gemeinschaft auseinanderbricht. Die Eurozone muss stabil bleiben und somit auch der Euro, weil die Staaten Europas nur gemeinsam stark sind.

Die Europäische Union ist ein historisches Ereignis; wenn es zum Bruch innerhalb der Eurozone kommt, wird die Europäische Union wahrscheinlich bis aufgelöst, wie Günter Verheugen in einem Aufsatz befürchtet. Wenn die Staaten, die bisher in der Europäischen Union integriert sind, stabil bleiben, bleibt auch die Gemeinschaft stark. Somit muss Griechenland, in welcher Form auch immer, unterstützt werden, um die wirtschaftliche Krise zu überwinden. Das Geld müsste nicht zurückgezahlt werden.

Es muss immer das Bekenntnis zu Europa gelten. Das Idealbild von einem vereinigten Europa muss erhalten bleiben, das beinhaltet auch die Verpflichtung einem in Not geratenen Partner zu helfen, in diesem Fall Griechenland. Es muss eine Politik geschaffen werden, damit die Bürger für die Idee Europas begeistert werden. Diese Tatsache darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Kritikpunkte zu unserer Gesellschaft gibt.

Zum einen Viele Menschen leben am Existenzminimum. Die Betroffenen sind vielfach Langzeitarbeitslose, die keine Chance haben in Arbeit vermittelt zu werden. Aufgrund dessen haben sie wenig Einkommen. Die Quote der objektiven Armut in Deutschland ist steigend. Kritische Gedanken zu Deutschland, Kritik an unserer Gesellschaft heute sind berechtigt.

Die Menschen in unserer Gesellschaft werden dazu veranlasst, ein Leben zu führen, das immer fieberhafter und technisierter ist und immer mehr Zwängen unterworfen wird. Die Gesellschaft suggeriert den Menschen einen immer höheren Lebensstandard erreichen zu müssen, der ihnen ein Leben in Luxus und Komfort verspricht. Unsere Gesellschaft steht vor dem unlösbaren Problem einer Langzeitarbeitslosigkeit.

Es ist tragisch für einen Staat, dass viele Menschen, besonders die Arbeitslosen, die langfristig ohne Anstellung sind, von der Teilnahme am Berufsleben ausgegrenzt sind. Aufgrund ihres geringen Einkommens können sie nicht am Gesellschaftsleben teilnehmen. Besonders tragisch ist es für die Jugendlichen, denen manchmal der Zugang zum Arbeitsleben verwehrt wird. Entspricht es der Würde des Menschen, dass manche lebenslang ohne Anstellung und ohne ein richtiges Einkommen verharren müssen?

Die Menschen, die in der modernen Industriegesellschaft leben, werden durch diese Gesellschaft geformt. Ein tief wirkender Atheismus ist die Folge der überall verbreiteten fortschrittlichen, technokratischen Denkweise. Es ist das langsame Eindringen des Materialismus in unser Denken, das uns antreibt nach Idealen des Wohlstands zu streben.

Demzufolge vernachlässigen wir Ideale des christlichen Glaubens. Aufgrund dessen ist auch eine fortschreitende Entkirchlichung zu beobachten. Zum anderen Einige Menschen in Deutschland sind ausgesprochen wohlhabend. Der Mittelstand in unserer Gesellschaft bricht mehr und mehr weg.

Arbeit, Geld, Vermögen sind nach wie vor ungerecht verteilt. Warum die ungerechte Verteilung der Arbeit hier in Deutschland? Warum die ungerechte Verteilung des Kapitalvermögens hier in Deutschland? Zum einen sei gesagt, Ursachen der ungerechten Verteilung sind personelle, geschichtliche und wirtschaftliche Gründe.

Zum anderen ist ein Wandel der Gesellschaftsstruktur erkennbar, seitdem der Mittelstand bröckelt. Eine Tendenz zur 2-Klassengesellschaft ist zu beobachten.

Enzensberger schreibt in einem Aufsatz, dass Deutschland in Wirklichkeit von der Geld- und Machtelite, von skrupellosen Managern, mitunter auch Politikern regiert wird, die ihre Macht präsentieren. Stimmt diese Forderung heute? Allgemein ist sie richtig und gut. Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Staat. Alle Macht geht vom Volke aus.

Wir können in unserer Wohlstandsgesellschaft ein unbeschwertes Leben führen, wie man es haben möchte. Wir können uns auch der Fürsorge des Staates anvertrauen. Trotz allem hat Deutschland viele Probleme zu lösen. Zum einen haben wir mit dem Rechtsradikalismus zu kämpfen. Die steigende Zahl der Gewaltdelikte und die Angst vor Terroranschlägen sind besorgniserregend. Auch politisch liegt manches im Argen.

Viele Bürger haben z. Sie haben oft den Eindruck, dass die Politik nicht für, sondern gegen das Volk gemacht wird. Wirtschaft ist seit Ende überwunden. Nach der Rezession, einer depressiven Stimmung, folgte eine Aufschwungsphase in unserer Wirtschaft, die Ökonomen auch für die kommenden Jahre als sehr positiv prognostizieren. Dies hat dazu geführt, dass das Wirtschaftswachstum auch im Jahr zwischen 1,8 und 3 Prozent liegt.

Es steht zu hoffen, dass sich dieser Wachstumstrend fortsetzen wird und sich die Gesamtsituation weiterhin erholt. Die deutsche Wirtschaft steht vor einer länger andauernden Wachstumsperiode und einem damit verbundenen Aufschwung. Durch weitere Investitionen der Unternehmen wird die volkswirtschaftliche Leistung gesteigert. Länder und Gemeinden können mit höheren Steuereinnahmen rechnen, haben somit mehr Geld für Investitionen zur Verfügung, was sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen wird.

Durch die Konjunkturbelebung wird sich langfristig die Finanzlage des Staates, aber auch die der Privathaushalte entspannen. Auch ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen ist zu verzeichnen. Im Jahr haben wir einen Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosen zahlen auf unter die 3 Millionengrenze.

Das ist ein deutliches Zeichen für den stabilen Aufschwung. Der Rückgang der Arbeitslosenquote resultiert aus einer stärkeren Nachfrage an Arbeitskräften durch die wachsende Konjunktur. Die Zukunftserwartungen sind dementsprechend positiv. Dennoch ist die Situation der Arbeitnehmer bedenklich aufgrund der vielen befristeten Arbeitsverträge, der Minijobs, der Leiharbeit ohne Mindestlohn etc.

Vorausschauend auf das Jahr wird sich die Konjunktur im Vergleich zu geringfügig abschwächen. Ein etwas niedrigeres Wirtschaftswachstum wird vorausgesagt. Die Aufschwungphase bleibt trotz allem erhalten. Die Wirtschaftslage wird weiterhin stabil bleiben angesichts der vollen Auftragsbücher der Unternehmen. Im Vergleich zu anderen europäischen Nationen nimmt Deutschland eine führende Position ein.

Langfristig allerdings lässt sich keine genaue Zukunftsprognose erstellen, da die Entwicklung der Euro-Krise nicht abzusehen ist. Das Wunder der sozialen Marktwirtschaft brachte Deutschland den Wohlstand Die deutsche Wirtschaftspolitik orientiert sich seit Mitte des 20 Jahrhunderts am Konzept der sozialen Marktwirtschaft, deren Idee es ist den Mechanismus eines freien Marktes zu erhalten und gleichzeitig für den sozialen Ausgleich zu sorgen.

Erhard war die Symbolfigur des Wirtschaftswunders. Für ihn bestand die Aufgabe des Staates darin, eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik zu gestalten. Die Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit und Wohlstand für alle war seiner Auffassung nach die soziale Marktwirtschaft, deren Konzept er gegen alle Widerstände aus Politiker- und Gewerkschaftskreisen durchsetzte.

Wichtige Instrumente dafür waren das Bundeskartellamt zur Sicherung des freien Wettbewerbs und die Bundesbank als Garant der Währungsstabilität. Begünstigt wurde die konjunkturelle Entwicklung durch die Westintegration der jungen Bundesrepublik, die politische Stabilität und niedrige Lohn- und Lebenshaltungskosten garantierte. Daraus resultierte eine hohe Exportbilanz.

Diese Voraussetzungen ermöglichten einen immensen Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Der Aufschwung brachte den Deutschen erste spürbare Einkommens- und Lohnzuwächse.

Für Nichterwerbstätige knüpfte der Staat ein soziales Netz. Es erfolgte ein Lastenausgleich für Heimatvertriebene und eine Rentenreform. All das gehörte zur Realisierung der Sozialpolitik.

Das Ruhrgebiet wurde zentrale Wirtschaftsregion durch die Gründung der Montanunion. Da Arbeitskräftemangel bestand, kam es zur Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte. An Saar und Ruhr kam es zur Kohlekrise. Zahlreiche Zechen wurden geschlossen. Auch die Stahlindustrie gab Standorte auf. Im Ruhrgebiet kam es zum Strukturwandel. In den 70iger Jahren kam es wieder zu einer Aufschwungsphase, die zur Boomphase führte durch Verwirklichung des Stabilitätsgesetzes und Forcierung des Exports.

In den Folgejahren kam es gelegentlich wieder zu Krisen in der Wirtschaft, die stets überwunden werden konnten. Der Staat übernimmt für Personen, die nicht genügend am Wohlstand partizipieren können, partiell Kosten an der Teilhabe.

Nach wie vor funktioniert der Marktmechanismus , wodurch Export und Konsum gesteigert werden. Als Schlussfolgerung kann man sagen, dass die soziale Marktwirtschaft Deutschland den Wohlstand brachte. Denn ihre Wirklichkeit ähnelt diesem Bild nicht einmal im Ansatz. Die Rede ist von den sogenannten Armen in unserem Land.

Bin ich schon arm, wenn ich mir nicht jede Woche ein Essen im Restaurant leisten kann, oder ist Armut, wenn ich mit dem zur Verfügung stehenden Geld gut rechnen muss? Hier muss unterschieden werden zwischen subjektiver und objektiver Armut. Davon soll hier nicht die Rede sein. Hier ist das Thema die objektive Armut, der Zustand den eigenen Lebensbedarf, das Existenzminimum, nicht aus eigenen Kräften beschaffen zu können.

Hier treten staatliche Institutionen ein. Sicherlich muss kein Mensch in diesem Land verhungern, doch für viele ist ihr Zustand erniedrigend. Kinder schämen sich in der Schule wegen ihrer Kleidung aus der Kleiderkammer. Väter und Mütter fühlen sich schlecht, weil sie Lebensmittel für die Familien bei den städtischen Tafeln holen.

Arbeitslose und Kleinrentner ziehen sich aus Scham wegen ihrer finanziellen Not aus dem sozialen Leben zurück. Junge Leute bewegen sich in einem schlechten sozialen Umfeld und sehen keine Perspektive für die Zukunft und keinen Sinn einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen.

Armut hat viele Gesichter. Warum ziehen sich diese Menschen aus der Gesellschaft zurück? Unter anderem auch deshalb, weil ihnen von der Gesellschaft suggeriert wird, sie seien weniger wert als andere und an ihrer Situation selbst Schuld. Diese Einstellung ist - mit Verlaub gesagt - zum Kotzen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar Die Idee der Menschenrechte ist verwurzelt im abendländischen, christlichen und jüdischen Kulturkreis. Doch der Menschenrechtsgedanke lässt sich auch in anderen Kulturkreisen wiederfinden. Er lässt sich mit der goldenen Regel: Die Menschenwürde und damit das Menschenrecht ist der Anspruch des Menschen, als Träger geistlich - sittlicher Werte geachtet zu werden.

Das Menschenrecht steht jedem Mensch kraft seines Menschseins zu und ist im Unterschied zu den Bürgerrechten unabhängig von der Staatszugehörigkeit. Der Mensch hat ein Bewusstsein und ist vernunftbegabt. Dadurch unterscheidet er sich von allen anderen Lebewesen. Von alters her glaubt er eine besondere Stellung in der Hierarchie der Lebewesen zu haben.

Blickt man zurück in die Geschichte, erkennt man, dass die Menschenrechte und damit die Würde den herrschenden Klassen vorbehalten blieb. Wie in allen antiken Sklavenhaltergesellschaften galten Sklaven nicht als vollwertige Menschen. Sie waren minderwertige Wesen ohne Rechte. Diese Haltung findet sich noch in der Neuzeit in Nordamerika vor dem amerikanischen Bürgerkrieg.

Im Jahre wurde in Europa, in England, ein grundlegendes Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit veröffentlicht. In der sogenannten "Habeas -Corpus-Akte" wurde festgelegt, dass niemand ohne richterliche Überprüfung und Anordnung in Haft genommen und gehalten werden darf. Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den allgemeinen Menschenrechten. Dieser Gedanke floss später in die Verfassung der nordamerikanischen Staaten und der französischen Revolution ein.

Als Grundvoraussetzung zur Einhaltung der Menschenrechte gilt die Einhaltung von grundlegenden Werten. Das Lebensrecht ist einmal als Abwehrrecht gegen willkürliche Tötung oder Menschenversuche oder gegen absichtliche Verweigerung des Existenzminimums zu verstehen. Weitergehend kann es als Entfaltungsrecht verstanden werden, dass den Menschen Lebensbedingungen zur Verfügung gestellt werden müssen, die ihm ein leistungsfähiges, seinen Begabungen entsprechendes Leben ermöglicht.

Ein anderer Wert ist die Selbstbestimmung. Der Begriff beinhaltet nicht die grenzenlose Unabhängigkeit, sondern zielt auf die eigenverantwortliche Gestaltung des Lebens, besonders aber das menschenwürdige, selbstbestimmte Ende des Lebens. Rechtsgleichheit ist eine unmittelbare Konsequenz aus dem Anspruch auf Achtung der Menschenwürde. Gerechtigkeit bezieht sich nicht nur auf Bürgerrechte, sondern auch auf die Menschenrechte und muss nicht nur regional, sondern global wahrgenommen werden können.

Wie sieht die Verwirklichung der Menschenrechte heute aus? Eine notwendige Bedingung der Realisierung der Menschenrechte ist die Bindung der Staatsgewalt an allgemeine Gesetze und die Kontrolle ihrer Entscheidungen durch unabhängige Gerichte". So schrieb ein Professor für Staatsrecht in "Die Zeit" vom Doch fast täglich kann man Bilder sehen oder Nachrichten verfolgen, in denen Menschen ihrer Freiheit beraubt werden, oder man verwehrt ihnen die notwendige Nahrung, Unterkunft und Arbeit, verfolgt sie als Minderheit wegen ihrer Rasse, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Einstellung.

Im Jahresbericht von "amnesty international" werden für das Jahr in Ländern Menschenrechtsverletzungen dokumentiert. Die Liste kann beliebig fortgeführt werden. Aber auch dort, wo diktatorische Regimes scheinbar die "Stabilität" wahren, werden Menschen mit Drohung und Gewalt daran gehindert, am politischen Leben teilzunehmen.

Aber auch Staaten der sogenannten 1-Welt begehen Menschenrechtsverletzungen. Als Beispiel diene nur das amerikanische Gefangenenlager auf Guantanamo, von dessen Zuständen die ganze Welt wusste, aber aus politischen und wirtschaftlichen Gründen die Augen verschloss. Auch die Asylpolitik vieler Staaten gerät in die Kritik.

Es zeigt sich, dass auch in Zukunft hart für die Wahrung der Menschenrechte gekämpft werden muss, wenn diese nicht nur den wenigen Privilegierten zugute kommen sollen. Eine Bilanz zur deutschen Einheit Was ist erreicht? Es gab Zwangsadoptionen und Haft für Dissidenten. Die friedliche Revolution der Bürger und der Einfluss des Präsidenten Gorbatschow verstärkten den Druck auf die damalige Staatsführung.

Das Politbüro der DDR trat geschlossen zurück und am 3. Fast über Nacht trat ein ganzes Land, dessen Bevölkerung seine Führung zum Rücktritt gezwungen hatte, einem anderen bei. Deutschland wurde zu einem Nationalstaat. Die Überwindung des Unrechtsstaates wurde über die parlamentarische Demokratie verwirklicht. Die Frage kann man bejahen. Was ist der Tag der Deutschen Einheit für die Deutschen heute? Was verbindet die Deutschen mit dem Nationalfeiertag?

Der Tag der deutschen Wiedervereinigung wird zwar als Nationalfeiertag gewürdigt, aber für die heutigen jungen Erwachsenen ist die deutsche Einheit etwas Selbstverständliches. Die Bilanz nach einer Forsa-Umfrage: Es bestehen auf der Ost- und Westseite immer noch Vorurteile, die allerdings immer weiter schwinden. Der Bundestag zieht eine Bilanz zur deutschen Einheit: Der Stand nach dem Jahresbericht ist positiv.

Es gibt allerdings auf vielen Feldern noch einen gewaltigen Aufholbedarf zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse. So hinkt die ostdeutsche Wirtschaft der westdeutschen nach wie vor hinterher.

Auch muss die Rentenangleichung in einem letzten Schritt noch vollständig erfolgen. Gleichzeitig müssen auch in den alten Bundesländern strukturschwache Regionen im Blick behalten werden. In einer Rede betonte die Bundeskanzlerin Angela Merkel, " Auf einer Seite wird der Begriff Freiheit je nach philosophischer oder weltanschaulicher Position unterschiedlich bewertet.

Darüber hinaus erscheint Freiheit als Handlungsspielraum zur persönlichen Selbstverwirklichung innerhalb einer Gesellschaft, der durch Grund- und Menschenrechte gefordert ist. Die Freiheit des einzelnen endet prinzipiell dort, wo sie die Freiheit anderer oder das Interesse der Gesellschaft in Frage stellt. Demokratie bedeutet Volksherrschaft und ist eine Form des politischen Lebens. Demokratie beschreibt nur, wer regieren soll. Der Begriff sagt aber im unmittelbaren Wortverständnis nichts darüber aus, wie regiert werden soll.

Die Begriffsspanne reicht heute von der liberal-rechtsstaatlichen Demokratie westlicher Prägung über Einheitsparteien und Volksdemokratien bis zu Regierungsformen, die sich zwar als Demokratien bezeichnen, in Wirklichkeit aber kaum eines der herkömmlichen mit diesem Begriff verbundenen Merkmale verkörpern. Jahrhundert hat sich in Europa ein Typus der Staatsform gebildet, der gekennzeichnet ist durch eine enge Verbindung von demokratischen und rechtsstaatlichen Gedanken. Das Volk als eigentlicher Träger der Staatsgewalt ist berufen, seinen Willen in Mehrheitsentscheidungen kundzutun.

Alle Bürger sind gleich und frei, keiner ist ausgeschlossen. Demokratie und Minderheitenschutz Demokratie bedeutet u. Im Laufe der Geschichte hat sich herausgestellt, dass Angehörige ethnischer Minderheiten vielfach von Diskriminierungen im jeweiligen Staat betroffen waren.

So wurde im Laufe der Zeit ein spezieller Minderheitenstatus als Ergänzung zu den Minderheitenrechten erarbeitet. Der demographische Minderheitenschutz steht nicht im Gegensatz zum demokratischen Mehrheitsprinzip, da demographische und demokratische Minderheiten nicht identisch sind. Chancengleichheit Auch Chancengleichheit bedeutet Freiheit.

Die Bundesrepublik ist, obwohl es angezweifelt wird, längst zu einem Einwanderungsland geworden. Nicht nur aus dem europäischen Ausland, sondern auch aus nicht europäischen Ländern kommen Menschen nach Deutschland.

Diesen Migranten, besonders ihren Kindern, müssen durch spezielle Sprachförderung schon im Kindergartenalter die gleichen Chancen wie deutschstämmigen Kindern gegeben werden. Seit einigen Jahren gibt es auch für die Kinder sozial schwacher Einkommensschichten durch gezielte Unterstützung der Städte die Möglichkeit am Förderunterricht teilzunehmen oder Sportvereinen beizutreten.

Chancengleichheit ist ein Teil der sozialen Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit bedeutet Sicherheit und letztendlich Freiheit. Dem Bürger soll eine existenzsichernde Teilhabe an den materiellen und geistigen Gütern der Gemeinschaft garantiert werden. Insbesonders wird die Mindestsicherheit zur Führung eines selbstständigen, würdevollen Lebens angestrebt. Allerdings sehen international vergleichende Studien Deutschland auf den hintersten Rängen bezüglich sozialer Gerechtigkeit.

Besonders kritisiert werden u. Abgesichert durch spezielle Gesetze zur Arbeitsförderung sollten Schulabgängern und Arbeitssuchenden eine sinnvolle Perspektive zur Selbstverwirklichung gegeben werden. Diese Freiheit kann gegebenenfalls auch gegenüber dem Staat verteidigt werden. So verpflichtet sich der Staat z. Zur Freiheit gehört auch die Freiheit zu erarbeiten. Generell kann man sagen, dass die Arbeitnehmer in der BRD sich durch ihre Berufstätigkeit auch die Freiheit erarbeiten, sich zu verwirklichen.

Diese Verträge bedeuten für Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber Sicherheit. Es gibt immer noch Berufsgruppen ohne Mindestlöhne, d. Hier ist der Staat gefordert, diesen Missstand abzuändern.

Einschränkung der Freiheit Wie zuvor erwähnt kann die Freiheit der Bürger von Seiten des Staates eingeschränkt werden. Diese Einschränkungen betreffen antidemokratische oder volksverhetzende Veröffentlichungen, da diese eine Gefährdung der Freiheit bzw.

Verunglimpfung von Personen, bzw. Auch die wissenschaftliche Freiheit darf nicht unbegrenzt ausgeschöpft werden. Auch hier werden ethische, moralische Grenzen gesetzt, wie z. Ein weiterer Gesichtspunkt ist das Bedürfnis des Menschen nach Sicherheit. Berichte über Angriffe auf einzelne Personen in der Öffentlichkeit häufen sich. Viele Plätze und öffentliche Gebäude sind videoüberwacht. Vermisste Personen können über Handyortung gefunden werden.

Persönliche Daten sind gespeichert. Jeder Bürger muss sich immer wieder die Frage stellen, wieviel Freiheit bin ich bereit für die Sicherheit aufzugeben. Gegebenenfalls ist es notwendig öffentlich für die Erhaltung der Freiheit einzutreten. Besonders in den Ballungszentren der Industrie machte sich diese Umwälzung bemerkbar.

Es bildete sich eine neue Klasse, das Proletariat. Diese Arbeiter in den Industriezentren lebten am Rand des Existenzminimums. Mit den veränderten Lebensumständen hatte sich auch der Stellenwert der Kirche verändert.

Das trug zur Konfrontation zwischen überkommenem Glauben und antikirchlicher Haltung der Arbeiterschaft bei. Erst spät begann die Kirche sich sozialpolitisch zu engagieren. Von der Klassengesellschaft zur Zeit der Industrialisierung hat sich im Laufe der Zeit eine Entwicklung hin zur Wohlstandsgesellschaft bzw.

Der Wandel in unserer Gesellschaft vollzog sich aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung. Unsere Gesellschaft ist heute leistungs- und profitorientiert. Menschen, die sich den Begebenheiten unserer Zeit nicht anpassen können, bleiben auf der Strecke.