Partnerschaftsformen und Beziehungsstadien - Von getrennten Haushalten bis zum Ehepaar



Du bestimmst dein Tempo. Singles haben nicht häufiger Sex als Menschen, die in einer Beziehung leben - immerhin ein Drittel aller Singles hat nur einmal pro Monat oder seltener Sex.

2. Recherche ist alles


Dabei geht es nicht um intime Geheimnisse oder peinliche Momente. Nein, viel wichtiger und erfolgreicher sind Details die uns Vergangenheit, Charakter und Gewohnheiten der Hauptdarsteller zum Leben erwecken. Was für eine Schultasche hatten sie, wo waren die Sommerurlaube, Lieblingsstofftier, Lieblingsspielzeug, erste Sporterfahrungen, Kindergartenliebe, Spiele und Aktivitäten die schon früh auf Eigenschaften heute hingewiesen haben, Sturheit, Lebhaftigkeit, Essens- und Schlafgewohnheiten, Ordnungssinn, Geschmack bei Musik, Kleidung, Freunden, etc.?

Versuche solche Details aus allen Lebensabschnitten bis zum Hochzeitstag zu finden. Setze sie in einen gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang. Entführe das Publikum auf eine kleine Gedanken- und Zeitreise bei der sie sich selbst an ihre erste Schultasche, Schularbeitenschumeleien und vieles mehr erinnern. Keine Sorge, um eine lustige Hochzeitsrede halten zu können musst du nicht ein perfektes Comedy-Programm schreiben. Im nächsten Punkt beschreibe ich, wie du zu tollen Pointen kommst, ohne eine einzige selbst zu schreiben.

Aber wenn du dich kreativ genug fühlst und wirklich brillieren willst, dann solltest du es versuchen. Glaube mir, jeder kann Gags und Pointen schreiben. Das ist keine Zauberei. Man muss nur ein paar Grundtechniken kennen und schon geht es los. Draufklicken und schon kannst du loslegen. Ganz ehrlich, auch viele Comedy- und Kabarettprogramme bestehen in Teilen aus genau solchen Witzen. Und jeder Comedian bzw. Kabarettist, der das für sich abstreitet, lügt.

Die Frage ist immer nur, woher die Witze bekommen und vor allem solche Witze, die eben nicht alle kennen? Internet — Das Internet ist, so wie für alles andere, auch eine riesige Quelle für Witze. Aber Achtung, wenn du sie findest vielleicht auch noch schnell , dann finden sie auch andere oder haben sie gar schon als Email bekommen. Deshalb rate ich vom Internet eher ab.

Wenn dein Englisch gut genug ist, hol dir englische Witze z. Witzbuch — Witzbücher sind gute Quellen. Vor allem ganz alte Witzbücher, denn die Witze in diesen alten Werken hat die junge Generation noch nicht gehört. Die sind auch nicht so oft im Internet. Nimm aber nicht einfach das erste Witzbuch, das in jedem Thalia vorne im Regal steht.

Das kennen sicher viele. Auch da empfehle ich auf Bücher in anderen Sprachen auszuweichen. Klassiker sind die so genannten Pub-Jokes-Bücher, wie z. Wie der Titel schon andeutet, gibt es da eine ganze Serie davon.

Bücher kann ich nur empfehlen und da findet man dann Witze für viele Situationen im Leben. Jetzt wo du deine Witzequelle gefunden hast stellt sich die Frage: Welche Witze auswählen und wie sie für die Hochzeitsansprache verwenden? Aber mit ein wenig Kreativität wirst du schnell merken, dass auch viele Witze zu völlig anderen Themen lustig sind und verwendet werden können. Es liegt nur an deiner Fähigkeit sie elegant einzubauen.

Genauso funktioniert es, wenn der Witz auf einem Wählscheibentelefon basiert. Sprich von den alten Zeiten und was der Bräutigam damals alles bei Mädels hätte erreichen können, wenn er mit einem Wählscheibentelefon schon SMS schicken hätte können. Schon dieser Ausflug, der eigentlich nur dazu da ist das Wählscheibentelefon elegant in die Hochzeitsrede einzuführen, sorgt für Lacher.

Die Verknüpfung mit persönlichen Details aus dem Leben der anwesenden Personen täuscht das Publikum darüber hinweg, dass es eigentlich nur ein Witz über ein Fax, ein Telex oder ein Wählscheibentelefon ist. Das war eine aufregende Zeit, als Eva gerade in die Schule kam. Ihr Vater war damals so stolz, denn er hatte eines der ersten Faxgeräte die es gab. Mein Vater war ehrlich gesagt ein wenig genervt. Denn immer wenn Evas Vater ein Fax schickte rief er danach bei meinem Vater an und sagte: Geographische Nähe — Wenn ein Witz in einem Supermarkt spielt, dann spielt er in deiner Rede ab sofort in dem Aldi, in den ihr, das Brautpaar oder dessen Familie schon immer einkaufen wart.

Jede Location eines Witzes kann so umgelegt werden, dass der Witz genau dort spielt, wo das Brautpaar, dessen Familie oder du selbst schon warst. So wird der Ort auch in deiner Vorstellungskraft lebendig und du kannst ihn viel überzeugender und lebhafter beschreiben. Plötzlich erzählst du nicht von irgendeiner Bar in einem alten Witz, du erzählst und beschreibst vielleicht das Lokal, in dem sich das Paar kennengelernt hat und der Witz spielt dort.

Das bindet das Publikum und tarnt den alten Witz. Wenn der Witz in einem Flugzeug spielt, dann ist es das Flugzeug mit dem die beiden zum ersten mal gemeinsam in den Urlaub geflogen sind. Lass den alten Witz im hier und jetzt lebendig werden.

Personalisiere den Witz — Wenn es im Witz um irgendeinen Mann, irgendeine Frau oder Männer und Frauen im allgemeinen geht, dann personalisiere den Witz. Immer wenn Personen im Witz vorkommen, mach sie zu realen Personen die du, die das Brautpaar oder deren Familie, kennt. Noch besser zu Personen, die vielleicht einige im Publikum persönlich kennen. Wenn die Hauptperson des Witzes etwas wirklich Peinliches macht, dann erzähle es so, als hättest du das gemacht oder der Freund des Bräutigams von dem eh alle wissen, dass er immer Blödsinn macht.

Streiche alle Allgemeinbeschreibungen von Personen aus dem Witz und personalisiere sie. Wenn du das machst, werden nur mehr wenige im Publikum das Gefühl bekommen, dass du einen alten Witz erzählst.

Sie werden in deine Welt gezogen, in der die Menschen von denen du sprichst real leben. Wenn du glaubhaft darstellst, dass du über Menschen sprichst die es wirklich gibt, die du kennst, mit denen du lebst oder die du gar selbst bist, dann wird die Geschichte glaubhaft.

Dann wird keiner mehr vermuten, dass die Story ein alter Witz ist. Es geht nicht um die Wahrheit — Deine Rede soll unterhalten. Natürlich sollst du nicht ein riesiges Lügengebäude aufziehen, aber man kann die Wahrheit in so einer Situation strecken, dekorieren und ein wenig nostalgisch verklären. Vor allem wenn du über die FreundInnen des Brautpaars sprichst. Niemand wird aufspringen und sagen: Nutze einfach Formulierungen wie:.

Bei meiner Recherche habe ich bemerkt, dass das Ereignis aus der kollektiven Erinnerung gestrichen wurde…. Georg war bekannt für seine Erinnerungslücken nach besonders lustigen Abenden und deshalb wird er behaupten es sei nicht wahr, aber…. Damit das Publikum nicht das Gefühl bekommt du spulst nur einen Witz nach dem anderen ab, musst du den Anschein eines roten Fadens, der sich durch deinen ganzen Auftritt zieht, wecken.

Bei einer Hochzeitsrede bietet sich eine zeitliche Anordnung an: Alles was du jetzt noch tun musst, ist kleine Überleitungen schreiben, die dich charmant von der Kindheit zur Jugend und dann zum Erwachsenenalter und der heutigen Hochzeit bringen. Zu jedem dieser Zeitabschnitte kannst du jeweils wieder eine Sammlung an Witzen und Pointen abfeuern. Wenn du die paar Überleitungen hinbekommst, wird das Publikum das Gefühl haben, eine zusammenhängende Geschichte gehört zu haben.

Je flüssiger, ruhiger und natürlicher du sprichst, desto besser. Sprich auf jeden Fall langsamer als du es im normalen Leben tust. Auch wenn dir eine innere Stimme sagt: Das ist die Nervosität, das Lampenfieber und der Druck. Je besser du die Überleitungen zwischen Themen und Witzen hinbekommst, desto weniger werden die ZuhörerInnen glauben, dass du nur Witze erzählst. Sie sollen das Gefühl bekommen, da oben steht ein guter Freund, der einfach wahnsinnig lustige Sachen erzählt. Fast so, als würden sie ihm gerade in diesem Moment einfallen.

Führe die Pointen mit lustigen personalisierten und trendigen Set-Ups ein, mach einen Takt Pause und knalle dann die Pointe deutlich hin.

Die muss jeder verstehen. Denke an Tempo, Diktion Dialekt und Betonung. Nach der Pointe mach eine Pause. Du bestimmst dein Tempo. Du musst bei den Pointen ins Publikum schauen. Nur dann werden sie funktionieren.

Augenkontakt ist so wichtig. Augenkontakt zeugt von Selbstbewusstsein, Glaubwürdigkeit und Sicherheit. Wenn du über Dinge sprichst, die viele aus dem Publikum aus persönlicher Erfahrung kennen könnten Telefone von früher, Telefonzellen, den Supermarkt um die Ecke, den Gemeindesaal, etc. Schau ins Publikum, hol dir mit ein bisschen Interaktion ein kleines Lächeln, Kopfnicken, etc. Plötzlich hat das Publikum das Gefühl, dass du ihnen aus dem Herzen sprichst.

Dass du mit ihnen gemeinsam auf eine sehr unterhaltsame Reise gehst. Auch rhetorische Fragen können zu einer emotionalen Bindung mit dem Publikum führen. Und so eine Bindung willst du.

Wenn du nicht lächelst, fröhlich und optimistisch bist, wird es das Publikum auch nicht sein. Wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 2. Die älteren Umfragenteilnehmer über 60 hingegen halten noch immer an der Beziehung auf Lebenszeit fest. In Zeiten der steigenden Scheidungsquoten ist dieses Umfrageergebnis recht überraschend. Ein Drittel der Personen, die befragt wurden, haben den Traumpartner in der Vergangenheit getroffen und sehen in dem Ex die Liebe ihres Lebens.

Je älter ein Mensch wird, umso geringer wird der Glaube an die lebenslange Liebe, auch das ergab die Umfrage.

Fakt ist jedoch, dass die Mehrheit an diese Liebe glaubt und auch daran, sie bereits gefunden zu haben. Eben noch im Rausch der Liebe , findet sich das Paar dann doch irgendwann mit der rauen Realität konfrontiert. Die einstigen hormongesteuerten Schmetterlinge im Bauch müssen leider irgendwann den Alltagssorgen weichen, und holen dadurch Liebende teilweise hart von ihrer Wolke 7. Fatal ist es dann, wenn mit den veränderten Gefühlen auch Zweifel an der Liebe entstehen.

Es ist völlig natürlich, dass auch beim Sex die Häufigkeit nachlässt. Solange jedoch beide Partner damit zufrieden sind ist dies eine ganz normale Entwicklung. Die Verbundenheit löst einfach im Laufe der Zeit die hormonelle Verliebtheit ab. Geheiratet wird auch oftmals erst nach dem Erreichen einer gewissen Stabilität in einer Beziehung.

Eine spätere Heirat ist kein Zeichen von Mangel an Liebe. Eine Verbundenheit schafft gemeinsame Interessen. Solange unterschiedliche Auffassungen fair diskutiert werden können, sind solche Gespräche ein Zugewinn.

So hat auch ein Geschenk das nicht gefällt keine Wertigkeit mehr in einer intakten Beziehung. Nur sollte in der Zukunft darauf geachtet werden, was dem Partner wirklich gefällt.

Einst wurde das siebte Jahr einer Beziehung als sehr kritisch eingestuft. Doch so lange lassen heute die Probleme miteinander nicht mehr auf sich warten.

Schon 2 Jahre und nur 9 Monate Beziehungsdauer scheinen das verflixte Siebte abgelöst zu haben. Bei dieser Studie konnte kein Unterschied zwischen Verheirateten , oder ohne Trauschein zusammenlebend erkannt werden. Beziehungen die durch das Internet zustande kamen präsentieren sich oftmals eher als negativ.

Viele Paare stellen dann im Laufe der Zeit fest, dass es den Partner mit dem so herrlich im Chat zu flirten war gar nicht gibt. Online entsteht schnell das Gefühl von Nähe und dies ist meist trügerisch.

Interessant ist das Ergebnis der Studie. Sie belegt, dass gut fünfzig Prozent der Nutzer von sozialen Netzwerken ihren Partner hier kennenlernten. Gründe für das frühe Beziehungsaus kann auf die Schnelllebigkeit und Hektik der heutigen Gesellschaft zurückgeführt werden. Sie ist eine echte Klette, er geht lieber auf Abstand - so lautet ein gern zitiertes Beispiel über unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung.

Tatsächlich hat das Bedürfnis nach Nähe oder Distanz aber nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ob das Zusammenleben funktioniert, wenn unser Partner ein völlig anderer Beziehungstyp ist als wir selbst, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Die vielleicht wichtigste Regel für ein glückliches Zusammensein lautet daher: Heute neigen wir dazu, erst einmal ungewöhnliches Verhalten wie zum Beispiel einen starken Freiheitsdrang schnell als "gestört" abzustempeln. Doch Menschen in eine Norm pressen zu wollen, hilft sicherlich am wenigsten weiter - weder uns selbst noch der Partnerschaft.

Wer respektiert, dass es unterschiedliche Vorstellungen davon gibt, wie oft man sich am Tag zum Beispiel WhatsApp-Nachrichten schickt, wie lange man telefonieren sollte und wie viele Kuscheleinheiten notwendig sind, der kann schon mal eine ganze Ecke gelassener werden. Trotzdem kann es natürlich Verhaltensweisen geben, hinter denen sich tatsächlich tiefer liegende Probleme verbergen. Männer oder Frauen, die sich chronisch nicht binden wollen oder tagelang nicht melden, können echte Nähe offenbar nicht ertragen.

Umgekehrt bringt auch notorisches Klammern viel Leid - für den Partner bzw. Für konkrete Entscheidungen im Alltag sind die trockene Theorie natürlich wieder ganz anders aus. Was zum Beispiel tun, wenn der eine unbedingt zusammenziehen möchte, der andere partout nicht? Vielleicht springen beide einfach gemeinsam ins kalte Wasser - und sehen, dass Entscheidungen niemals endgültig sein müssen.

Ebenso gut braucht eine Beziehung aber auch nicht zwangsläufig das "traute Heim". Es gibt viele Paare, die seit Jahrzehnten glücklich zusammen sind - jeder in seiner eigenen Wohnung.

Die Entscheidung hierfür muss immer gemeinsam gefällt werden, ist oft nicht einfach, aber Streit und Reibereien zeigen eben nicht zuletzt auch, dass wir unserem Partner wirklich nah sind. Die jetzt veröffentlichte Studie fürs Jahr offenbart Spannendes, Bekanntes und auch Überraschendes über die Liebenden in Deutschland. Insgesamt nahmen rund Mit dem eigenen Sexleben allerdings sind nur knapp die Hälfte aller Befragten zufrieden. Übrigens räumt die Studie auch mit einem Mythos auf: Singles haben nicht häufiger Sex als Menschen, die in einer Beziehung leben - immerhin ein Drittel aller Singles hat nur einmal pro Monat oder seltener Sex.

Trotzdem offenbart die Umfrage, dass auch das Singleleben seine Vorzüge haben kann: So gelten Alleinstehende als zielstrebiger, sind reisefreudiger und offener für Neues. Sie leben sogar ein bisschen gesünder - und immerhin die Hälfte aller Befragten ist Single und glücklich.

Und obwohl Single-Männer eher eine Partnerschaft vermissen als Single-Frauen, so gibt es doch auch den umgekehrten Fall: Die Beziehung ohne gemeinsamen Haushalt ist die erste Partnerschaftsform, wenn man sich kennenlernt.

Gerade bei Paaren, die eine Fernbeziehung führen, ist das getrennte Leben meistens aber nicht ganz freiwillig. Zu Beginn einer Partnerschaft wohnen beide Partner entweder noch zu Hause oder sind bereits vom Elternhaus in ihre eigenen vier Wände umgezogen. Während der Kennenlernphase denken die wenigsten Menschen daran, gleich zusammenzuziehen. Während beide noch ihre eigene Wohnung haben, können sie sich in Ruhe kennenlernen und Ausflüge oder andere Unternehmungen planen.

Meistens entstehen Treffen durch vorherige Absprachen, wenn beide Partner noch keinen gemeinsamen Haushalt haben. Der Vorteil bei dieser Lebensform ist, dass jeder seinen eigenen Rückzugsort hat. Die Beziehung kann langsam anlaufen, und wenn man einmal absolute Ruhe für sich selbst möchte, so kann man diese in der eigenen Wohnung finden. Gleichzeitig hat man aber einen Partner, der auf einen wartet und sich freut, wenn man wieder gemeinsam etwas unternimmt.

Gerade diese Freiheiten schätzen viele Menschen so sehr, dass sie keine gemeinsame Wohnung mit ihrem Partner oder der Partnerin bewohnen möchten. Doch dies ist eher die Ausnahme. Die meisten Menschen stellen sich früher oder später die Frage, ob sie nicht irgendwann zusammenziehen wollen. Wird der Abfluss von ihren langen Haaren verstopft?

So sehr man sich vielleicht über derartige Dinge aufregt, sie gehören doch zu einer langjährigen Beziehung dazu. Trotzdem können viele Paare nicht sofort zusammenziehen, auch wenn sie dies möchten, beispielsweise weil einer von beiden viele Hundert Kilometer entfernt einen Studienplatz hat.

Wer in getrennten Wohnungen lebt, aus welchem Grund auch immer, muss sich immer um die Beziehung bemühen. Meistens besteht nach spätestens einigen Jahren doch die Möglichkeit, zusammenzuziehen, sodass die Partnerschaft in eine neue Lebensform wechselt: Jede Partnerschaft hat ihre eigene Dynamik.

Manche Beziehungen zerbrechen schon nach kurzer Zeit, andere halten bis ins hohe Alter. Wie stabil der Bund ist, hängt vom Paartyp ab. Psychologen unterscheiden hier fünf wesentliche Muster.

Gegenseitige Wertschätzung kann Paare dabei ebenso verbinden wie Streit oder Konfliktscheu. Miteinander glücklich zu sein, ist oft gar nicht das Ziel. Eben waren sie noch innig vertraut, jetzt fliegen die Fetzen. Lebhaft-impulsive Paare lassen ihren Emotionen gern freien Lauf. Bei Unzufriedenheiten zettelt einer der Partner schon mal gern einen Streit an, um seine Gefühle so richtig aufwallen zu lassen. Steigt der andere ein, nehmen Umstehende besser Abstand.

Es können Teller fliegen! Statt das gesamte Geschirr zu zerbrechen, landet das Paar am Ende aber meistens zum Versöhnungssex im Bett.

Wer Harmonie als das höchste Ziel einer Partnerschaft erachtet, sollte deshalb nicht unterschätzen, wie stabil emotional aufgeladene Beziehungen sind. In Tests erreichen impulsive Paare sogar die höchsten Zufriedenheitswerte. Während die Stabilität von lebhaft-impulsiven Partnerschaften überrascht, sieht man den wertschätzend-konstruktiven Paaren sofort an, dass sie gute Aussichten haben.

Bei Konflikten verstehen sie es, offen und mit Augenkontakt darüber zu sprechen. Und sei es nur, auf dem Sofa ein Glas Wein zu trinken und gelegentlich über die Hand des anderen zu streichen. Oder mit den Enkelkindern zu skypen. Denn konstruktive Beziehungen halten lange und schaffen die Basis für ein gutes Familienklima. Dass Glücklichsein und eine stabile Beziehung nicht unbedingt zusammengehören, beweisen Vermeider-Paare.

Beide Partner scheuen die Auseinandersetzung und gehen Konflikten deshalb lieber aus dem Weg. Da Emotionen eher unter dem Teppich bleiben, geht es allgemein sachlich und distanziert zu. Während der vermeidende Beziehungsstil zwar unglücklich aber stabil ist, nehmen feindselig-distanzierte Paare oft kein gutes Ende. Da sie kein gemeinsames Thema haben, nicht mal das Vermeiden von Konflikten, kommt es öfter zum Streit. Das Ende der Beziehung wird dann häufig von ganz banalen Dingen eingeläutet: SIE weigert sich, seine Socken wegzuräumen.

ER kauft ohne ihr Wissen vom gemeinsamen Konto ein Rennrad. Die latent feindselige Haltung bricht bei abwertend-verstrickten Paaren richtig durch. Manchmal scheint es, als beide Partner schon aus Prinzip unterschiedlicher Meinung sind. Wenn der Streit erst provoziert ist, endet es oft mit bösen Abwertungen. Wie man Konflikte respektvoll und konstruktiv löst, haben beide nicht gelernt. Die Chancen auf eine dauerhafte Beziehung stehen daher schlecht. Sehr gut sind allerdings die Aussichten, dass sich das Muster mit einem neuen Partner wiederholt.

Wenn ein Paar zusammenzieht, aber noch nicht verheiratet ist, so spricht man von einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft. Wodurch diese Partnerschaftsform gekennzeichnet ist und welche Probleme hier auftreten können, erfahren Sie im Folgenden. Früher gab es sie kaum, die nicht eheliche Lebensgemeinschaft. Wenn sich ein Paar gesucht und gefunden hatte, so verlobten sich beide, heirateten und zogen erst dann zusammen in eine Wohnung.

Heutzutage ziehen die meisten im jungen Erwachsenenalter aus ihrem Elternhaus aus, egal ob sie einen Partner haben oder nicht. Man schätzt die eigenen vier Wände, in denen man tun und lassen kann, was man möchte. Lernt man dann seinen Partner oder die Partnerin kennen, so haben auch weiterhin erst einmal beide getrennte Wohnungen.

Doch irgendwann verspüren fast alle Menschen das Bedürfnis, mit dem oder der Liebste n gemeinsam unter einem Dach zu wohnen. Sobald beide zusammengezogen sind und einen gemeinsamen Haushalt haben, führen sie eine nicht eheliche Lebensgemeinschaft.

Lebt man zusammen mit dem Partner oder der Partnerin, so kann man testen, ob die Beziehung auch im Alltag funktioniert und Bestand hat. Wenn alles passt, teilt man sein komplettes Hab und Gut miteinander. Viele Paare führen dann auch ein gemeinsames Konto.

Trotzdem bringt das gemeinsame Wohnen in einer Wohnung auch Veränderungen mit sich, gewisse Aufgaben müssen verteilt werden:. Während bei zwei getrennten Wohnungen beide Partner selbst für diese Dinge verantwortlich waren, können sie sich die Arbeit nun teilen, wobei einige Tätigkeiten wie z.

Gerade wenn beide Partner noch jünger sind, so stehen sie natürlich auch vor der Herausforderung, die das Berufsleben mit sich bringt. Vielleicht muss einer der beiden noch seine Ausbildung beenden, der andere bekommt nur viele Hundert Kilometer entfernt einen Studienplatz. Viele Paare, die mehrere Jahre lang in einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft zusammengewohnt haben, verspüren irgendwann das Bedürfnis, ihre Beziehung "offiziell" zu machen; sie heiraten und werden ein Ehepaar.

Trotzdem ähneln die Menschen sich, wenn es um den Aufbau einer Partnerschaft geht. Dieses Kribbeln im Bauch ist die erste von neun Phasen , durch die eine klassische Beziehung geht. Nach den Schmetterlingen im Bauch wächst in Phase zwei die körperliche und seelische Innigkeit. Man möchte alles teilen, nicht nur das Schlafzimmer , sondern auch die Erinnerungen. Daher sind Sex und tiefe Gespräche an der Tagesordnung und das Paar hat für nichts anderes mehr Augen.

Erste Streitereien halten Einzug. Die Rosa-rote-Brille verschwindet langsam und beiden fragen sich, ob Partner oder Partnerin den Vorstellungen wirklich gerecht wird. In Phase fünf versuchen beide, meist mit unterschwelligen Methoden, die schlimmsten Macken des anderen zu beheben.

Hier kann die Beziehung in eine Krise geraten, wenn man das Gegenüber zu stark verändern will. Streit darüber und in letzter Instanz eine Trennung können das Resultat sein. Man kennt sich in Phase sechs nun in- und auswendig, das Vertrauen ist felsenfest und die Liebe besteht den Alltag. Nach dieser Ruhepause beginnt aber meist eine anstrengende Zeit des Hinterfragens. In Phase sieben bekommen Männer und Frauen gern "Torschlusspanik" und fragen sich, ob die Partnerwahl für das ganze Leben richtig ist.

Selbst harmonische und glückliche Paare durchlaufen diesen Zweifel, dem man durch offene und ehrliche Gespräche begegnen sollte. Phase acht dreht sich komplett um Sex. Über die Jahre hat sich oft Routine ins Bett geschlichen und man muss experimentierfreudiger werden , damit die körperliche Flamme nicht erlischt. Auf Dauer schlechter oder auch fehlender Sex führen sonst zu Unzufriedenheit und damit zu Rissen im Fundament der Beziehung.

Wer mit dem Partner bis hierhin gekommen ist, hat eine feste Beziehung , meist für das ganze Leben, gefunden. Aus vielen Paaren, die in einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft gelebt haben, wird irgendwann ein Ehepaar. Das Leben an sich ändert sich deswegen erst einmal nicht. Paare, die viele Jahre lang in einer gemeinsamen Wohnung leben, verspüren meist irgendwann das Bedürfnis, zu heiraten.

Früher wurde generell geheiratet, wenn ein Kind unterwegs war oder wenn das Paar zusammenleben wollte. Natürlich gibt es auch heute noch Paare, die noch während der Schwangerschaft heiraten, damit das Baby nicht unehelich zur Welt kommt. Doch heutzutage ist es auch kein Problem mehr, ein Kind ohne Trauschein zu haben.

Trotzdem wollen viele Paare noch traditionell leben, sodass sie erst ihre gemeinsame Wohnung beziehen, sich noch einige Jahre beschnuppern, dann heiraten und dann das Thema Familienplanung angehen. Viele Paare heiraten aber natürlich auch aus religiösen Gründen, und unabhängig davon ist eine Hochzeit auch etwas sehr Romantisches, das eine Beziehung bereichern kann.

Als Ehepaar verändert sich für ein Paar im Prinzip nichts Wesentliches. Sie leben weiterhin in der Wohnung, in der sie bisher gelebt haben und gehen ihrer beruflichen Tätigkeit nach oder kümmern sich um das Kind, das vielleicht schon vor einigen Jahren geboren wurde. Dennoch haben die meisten Paare durch eine Hochzeit ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl als noch einige Wochen zuvor. Paare, die verheiratet sind, investieren öfter in ihre Zukunft , als dies unverheiratete Paare tun.

Sie kaufen sich beispielsweise eine Eigentumswohnung oder planen einen Hausbau. Die Phase des Umzuges oder Hausbaus ist natürlich stressig und erfordert viel Liebe und Geduld, damit die Beziehung diese Zeit übersteht. Dennoch ändert sich das Leben eines Ehepaares erst dann gravierend, wenn das erste Kind unterwegs ist. Viele Paare warten mit der Familienplanung jedoch noch so lange, bis die finanzielle Situation es zulässt, dass man zum einen für ein weiteres Familienmitglied sorgen kann und zum anderen, dass auch ein reduziertes Einkommen der Frau zumindest für einige Monate lang zu stemmen ist.

Ist der Nachwuchs dann da, zeigt sich, wie viel Arbeit damit verbunden ist. Das Kind ist und bleibt Thema Nummer 1 und bestimmt mehr oder weniger den Alltag. Mit Schmetterlingen im Bauch und trauter Zweisamkeit ist da nicht mehr viel. Als Basis sollte man dabei ein gutes Verständnis zwischen den Partnern sehen.