Daten zur Inflation 2018, 2017, 2016, 2015 in Deutschland, Prognosen für 2018 & 2019


Gemessen wird die Inflation entweder durch jährliche Preisänderungen von Gütern und Dienstleistungen bestimmter Warenkörbe oder durch den BIP-Deflator, der die Preisänderungen aller Güter einer Volkswirtschaft abbildet.

Hintergrundinformationen und wichtigen Fakten rund um das Thema Gold werden Ihnen hier einfach und verständlich aufbereitet.

Bedeutung der Änderung der Verbraucherpreise

Inflation – Aktuelle Trends – makroökonomische Simulationen Ölpreis direkte und indirekte Auswirkungen auf die Inflationsrate. Der Ölpreis wirkt über den Energiekosten-Anteil im Warenkorb direkt auf die Inflationsrate.

Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Auf der anderen Seite steht die Angebotsdruckinflation auch: Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt Verkäufermarkt.

Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden Phillips-Kurve.

Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate.

Entgegen dieser Theorie trat in den er Jahren die Stagflation auf hohes Arbeitslosenniveau und hohe Inflationsraten. Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus — man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve PMK , Synonym Transformationskurve — so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung.

Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer vgl. Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist.

Steuererhöhungen, staatlich administrierte Preissteigerungen und Lohnerhöhungen können unabhängig von der wirtschaftlichen Situation zu einer höheren Inflationsrate führen. Ein weiterer wichtiger Begriff ist die importierte Inflation ; damit ist die Übertragung einer Inflation im Ausland auf das Inland gemeint.

Gegen importierte Inflation ist eine Volkswirtschaft bei flexiblen Wechselkursen gut abgesichert, bei festen Wechselkursen kann sich eine Volkswirtschaft hingegen nicht gegen den Import der Inflation absichern. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt.

Adam Smith drückte dies so aus: Die Ausdehnung der Geldmenge Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle.

Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt.

Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte.

Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen.

Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Eine Möglichkeit, Inflation zu stoppen, besteht darin, Preise und Gehälter staatlich zu binden. Monetaristen versuchen, mit Hilfe der Geldmenge die Inflation zu steuern. Eine Senkung der umlaufenden Geldmenge in Deutschland auch kurz M1 genannt würde etwa bedeuten, dass mit weniger verfügbarem Geld die gleiche Anzahl von Produkten gekauft werden muss.

Die Europäische Zentralbank verfolgt heute eine Geldpolitik, die Zinssteuerung und Geldmengensteuerung kombiniert. Folgen der Inflationierung sind vermeidbar, wenn die Ursachen selbst nicht politisch begünstigt werden. Zu den begünstigenden und vermeidbaren Ursachen zählen insbesondere der gesetzliche Schutz und die gesetzliche Privilegierung jener Finanzinstitutionen , die ungedecktes Scheingeld herstellen.

Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind.

Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch staatlich administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor.

Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten Schwarzmarkt gemessen werden. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar.

Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus.

Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort , das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt.

Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist.

Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen.

Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Dieser Artikel behandelt die Teuerung. Zum kosmologischen Begriff siehe Inflation Kosmologie. Zum Roman siehe Inflation Roman.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons Wikiquote. Diese Seite wurde zuletzt am 9.

Die Inflation oder besser deren Veränderung wird quantitativ durch die Inflationsrate ausgedrückt. Der Bezug ist das jeweils das Vorjahr. Die Inflationsrate wird monatlich vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden ermittelt und vorab am Veröffentlichungen der Verbraucherpreise für Hier finden Sie die Werte nach Monaten:.

Darüber hinaus gibt es aber noch einen indirekten Effekt des Ölpreises auf die Verbraucherpreise. Öl ist weltweit nicht nur als Kraftstoff für Autos von Bedeutung, sondern auch Basisprodukt für die Synthese vieler weiterer chemischer Stoffe.

Deshalb beeinflusst der Ölpreis auch die Preise anderer Konsumgütern und Dienstleistungen und wirkt so auch zeitverzögert auf die Kerninflationsrate. Die EZB hat die quantitative Bedeutung indirekter Auswirkungen des Ölpreises auf die Inflationsrate hier mit einer makroökonomischen Modellsimulation untersucht. Aktuell bewirkt der stark gefallene Ölpreis eine Abnahme der Inflationsrate.

Der Rückgang des Ölpreises hat die Inflation in auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten. Der Grund dafür ist in der Abbildung 2 ersichtlich. Es wird deutlich, dass die Inflationsprognosen für und seit dem 3. Quartal in jedem folgenden Quartalsbericht weiter reduziert wurden.

Bei der Betrachtung der Tabelle wird deutlich, dass sich die Inflationsrate nur in einem relativ engen Korridor bewegt. Das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Preise für einzelne Produkte tatsächlich deutlich steigen oder sinken. Gegenläufige Preisentwicklungen heben sich so auf. Also Pech für die individuelle Inflationsrate bei denen, die gelegentlich mal ein Mehlprodukt essen, aber nicht zur Volkshochschule gehen oder das Studium vor 15 Jahren abgeschlossen haben.

Wissenschaftskritisch mit der Inflationsrate hat sich besonders Prof. Zwischenzeitlich kletterte die Inflation im Juni für Deutschland auch auf ein Hoch von 3,8 Prozent.

Die Inflationsrate aber weist auch innerhalb Deutschlands Unterschiede auf: Zwei Überlegungen sind in diesem Zusammenhang angebracht. Aber ein paar Zehntelpunkte hin, ein paar Zehntelpunkte her: Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist überzeugt, dass die offiziellen Angaben nicht das wiedergeben, was an der Preisfront wirklich geschieht. Januar bis heute in Deutschland um 12,7 Prozent angehoben worden sind.

Alles kostet doppelt so viel. Worin liegt denn dieses Auseinanderdriften der offiziellen Zahlen über die Inflationsentwicklung und des auf täglichen Erfahrungen bei Einkäufen beruhenden Eindruckes der Verbraucher über die Preisentwicklung begründet? Wer irrt sich denn hier: Wenn Waren oder Dienstleistungen teurer werden, dann scheint dies auch in der Statistik auf.

Es wird aber auch nicht verschwiegen, dass die Erhebung auch Schwachpunkte hat. Die Preise mancher Waren lassen sich nämlich leicht verfolgen etwa eines bestimmten Markenproduktes , andere können wie im Falle von Obst und Gemüse in Güteklassen eingeteilt werden, um Veränderungen zu verfolgen. Bei manchen Waren gibt es aber objektive Schwierigkeiten, etwa im Bekleidungssektor Wechsel von Sommer- und Winterkollektionen , in der Elektronik, wo ständig neue Produkte auftauchen, oder im Automobilsektor, wo die Ausstattung der Pkws laufend reicher wird.

Woher kommt es dann, dass die Inflation relativ niedrig ist, die Verbraucher sie aber als sehr hoch einschätzen und darüber klagen, dass sie sich immer schwerer tun, mit ihrem Einkommen ein Auskommen zu finden bzw. Das Statistische Bundesamtes in Wiesbaden hat dafür folgende Erklärungen: Die Inflationsrate gibt Aufschluss über die Teuerung, die einen Durchschnittsverbraucher trifft.

Aber Verbraucher sind sehr unterschiedlich. Wer viel für Lebensmittel und Mieten ausgibt, oft im Restaurant isst und Da nützte es wenig, dass das mobile Telefonieren billiger geworden ist und die Preise für viele andere Waren nur um 1,5 Prozent gestiegen sind.

Auch ist es sodass Preiserhöhungen für Waren und Leistungen, die täglich in Anspruch genommen werden Gasthauskonsumationen, Lebensmitteleinkäufe usw.

Wahrscheinlich besitzt auch die offizielle Inflationsrate ihre Schwächen. Der Warenkorb ist EU-weit standardisiert, gut möglich also, dass er den Konsumgewohnheiten sehr vieler Familien gar nicht entspricht. Im Durchschnitt stimmt der Warenkorb aber, davon darf ausgegangen werden. Für Sparer bedeutet Inflation, dass ihr Geld immer weniger Kaufkraft hat siehe auch Geldmenge M2 , insbesondere, wenn die Zinsen niedrig gehalten werden.

Wer bei einer Inflationsrate von fünf Prozent 1. Gut ist eine starke Geldentwertung dagegen für den Staat. Seine Schulden werden nämlich im Idealfall im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung immer geringer und die Steuereinnahmen steigen allein aufgrund der Erhöhung der nominalen Einkommen durch die Steuerprogression , ohne dass die Steuersätze erhöht werden müssen.

Dies gilt ganz besonders für die geldpolitischen Entscheidungen der amerikanischen Notenbank.