Universität Ulm


Auch wenn die Infografik unser Schwerpunkt ist, bieten wir unseren Kunden viele weitere Services wie Beratung, Redaktion oder die gesamte Produktion unterschiedlichster Medien.

Rechtsgrundlage der Verarbeitung Art. This are very high request to our designers.. Wirken diese Fotos vorerst, als wäre ein abstraktes Kreis-Muster über den Bildraum gelegt, geben sie sich später als raffiniertes Arrangement von Alltagsgegenständen in einem realen Atelier zu erkennen.

Bernard Voïta: recto verso

Unterhält man sich heute mit unterschiedlichen Leuten aus den verschiedensten Organisationen, findet man immer wieder ein ähnliches Bild: Starre Strukturen sowie strikte und vielfältige Hierarchie-Ebenen hemmen Entscheidungen und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren.

Die hierarchische Pyramide ist dafür keine passende Struktur mehr. Diese Rollen sind nicht fix und können sich immer wieder verändern oder auch abgegeben werden.

Damit Selbstführung funktioniern kann, ist es essentiell, dass eine Kultur des Vertrauens geschaffen wird. Das Vertrauen entsteht durch die individuelle Überzeugung, dass alle Organisationsmitglieder wohlwollende Menschen sind, die stets das Richtige tun möchten.

Laloux erklärt den evolutionären Sinn so, dass Organisationen aus sich selbst heraus lebendig sind und sich in eine bestimmte Richtung entwickeln. Die Organisationsmitglieder sollen also der Organisation nicht etwas aufzwingen, sondern zuhören und verstehen, was die Organisation werden will und welchem Sinn und Zweck sie dienen möchte.

Ganzheitlichkeit soll heissen, dass der Mensch als ganzes Selbst zur Arbeit kommen kann und nicht Teile seiner Selbst zurückhalten muss. Heute werden emotionale, intuitive oder spirituelle Aspekte bei der Arbeit als Fehl am Platz angesehen. In evolutionären Organisationen soll der Mensch auch diese Aspekte mit einbringen, da jeder als ganzes Selbst am wirkungsvollsten ist.

Laloux hat die Welt nicht neu erfunden, er ist nur der erste, der sich systematisch auf die Suche nach Firmen mit neuen Methoden und Organisationsmodellen gemacht hat.

Auch vor Lalouxs Buch hat es schon einige Konzepte gegeben, die auf teal Organisationen hinweisen. Die nachfolgenden Hinweise sind nicht annähernd eine abschliessende Darstellung aller vorangegangen Konzepte, sondern stellen nur eine Auswahl der Autorin dar. Lalouxs Modell hat einen direkten Zusammenhang zum aufstrebenden, zyklischen Doppelhelix-Modell der biopsychosozialen Entwicklung des Menschen von Clare W.

Es ist ein Modell mit verschiedenen Levels dessen Stufen mit Farben gekennzeichnet sind. Die leitende Fragestellung bei der Entwicklung von Graves Modell war, was genau einen psychisch gesunden Menschen ausmache. Don Edward Beck und Christopher C. Er beschreibt in seinem Buch den Wechsel von der alten Sicherheit hin zu einer neuen Art von Sicherheit. Die alte Sicherheit entsteht durch feste Strukturen und Lenkung wie zum Beispiel, das Organigramm, Stellenbeschreibungen und einem Management durch Anweisung und Kontrolle.

Die neue Sicherheit entsteht durch die Förderung von Prinzipien der Selbstorganisation, der Erschaffung neuer Strukturen, die innere Intelligenz fördern, und der Definition von Prozessen als Kette von Leistungen statt als Folge von Tätigkeiten.

Nicht zu unterschätzen ist, dass auch die Mitarbeitenden einige Veränderungen mittragen müssen. Sie werden zu Unternehmern und Unternehmerinnen und müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen. In einer grossen Ausstellung werden Meisterwerke aus allen Schaffensphasen mit neuen und erstmals präsentierten Fotoserien kombiniert. Die im Ausstellungstitel beschriebene Dialektik von Hell und Dunkel wird in der Werkauswahl gespiegelt, treffen doch Werke von eindrucksvoller Sinnlichkeit und Vitalität auf sehr nachdenkliche Arbeiten, die in ihrer existenziellen Tiefe berühren.

Für die beiden Pole können zwei kapitale Exponate stehen: Das aus Tausenden von bernsteinfarbenen Seifenstücken gebaute "Bernsteinzimmer" , das erstmals in einem Schweizer Museum gezeigt wird, sowie die Video-Installation "Die andere Seite" , in der wir mit den Gesichtern trauernder Hinterbliebener palästinensischer wie auch israelischer Opfer konfrontiert werden.

Die beiden verband eine enge Freundschaft, von der neben einem regen Briefwechsel auch zahlreiche Bildnisse zeugen, in denen Hodler die jugendliche Schönheit seiner Sammlerin festgehalten hat. Darunter befinden sich v. Es werden zudem Fotografien gezeigt, die die Sammlerin selbst als künstlerisch begabte Zeitzeugin ausweisen. Gallen und im Kunstmuseum Thurgau sowie im Kunsthaus Zug statt. Das Kunstmuseum Solothurn zeigt nun einen breiten Überblick seines zeichnerischen Werks, von bis heute, in dem sich ganz unterschiedliche Ausdrucksweisen begegnen.

Gezeigt werden aber auch Skulpturen und Filme, in denen die Linie als Raumzeichnung auftritt. Die filmischen Wanderungen können in der Ausstellung auf Bildschirmen verfolgt werden, die auf Bauabschrankungen und Stangen montiert sind. Eine weitere Arbeit befindet sich im ersten Stock: Als "fil noir" zieht sich eine schwarze Tuschelinie, verteilt auf eine Vielzahl unterschiedlich breiter Holzrahmen, in rhythmischer Abfolge durch die Sammlungsräume.

Die Linie wird zur Horizontlinie und verbindet die ganz unterschiedlichen Bildmotive. Eine 46,69 Meter lange, schwarze Tuschelinie zieht sich über zusammengesetzte Papierbögen, die auf eine Vielzahl unterschiedlich breiter, aber gleich hoher Holzrahmen verteilt sind. Zwischen die Gemälde unserer Sammlung gerückt, bilden die eingefügten Rahmen ein langes Band. Die Tuschelinie wird zur Horizontlinie, welche die ganz unterschiedlichen Bildmotive verbindet und den ungewöhnlichen Hänge-Rhythmus ausgleicht.

Die 46,69 ist eine spezifische Zahl. Mit ihr greift Rütimann auf die sogenannte Chaoskonstante zurück, die der Physiker Mitchell Feigenbaum in den er Jahren entdeckte. Sie markiert den Grenzwert, an dem die Ordnung ins Chaos kippt. Die Dialektik unterschiedlicher Rhythmen und Erscheinungen bestimmt die gegenüberliegenden Museumswände. Werden die Gemälde auf der einen Wand klassisch gehängt und unverbunden präsentiert, begegnen sie sich auf der Gegenseite, mit Rütimanns Grosser Linie, in spezieller Anordnung.

Die unterschiedlichen Rhythmen erzeugen eine fast musikalische Gesamtwirkung wechselnder Tempi im Raum. Otto Morach — gehört zu den bedeutendsten Vertretern der Schweizer Moderne.

Ab reiste der Solothurner wiederholt nach Paris, wo er den Kubismus und Futurismus kennen lernte und in seinem Schaffen verarbeitete. Galten bisherige Ausstellungen vor allem Morachs innovativer Malerei, zeigt das Kunstmuseum Solothurn innerhalb seines langjährigen Engagements für die Zeichnung nun die weniger bekannten, doch ebenso hervorragenden Arbeiten auf Papier.

Sie weisen den Künstler als einen der eigenständigsten und besten Zeichner seiner Generation aus. Die Ausstellung geht von Werken aus dem reichen Nachlass aus und ergänzt sie mit Leihgaben aus Museums- und Privatbesitz. Im Zentrum stehen grossformatige, selbständige Blätter: Gouachen und Aquarelle, Kohle-, Bleistift- und Federzeichnungen.

Daneben sind auch seine expressionistischen Holzschnitte, eine Auswahl von Skizzenbüchern und selbst gestaltete Postkarten zu sehen. Die Stilisierung der Marionetten, die zeitgleich bei der mit Morach befreundeten Künstlerin Sophie Taeuber-Arp auftreten, findet sich auch bei den Akt- und Porträtzeichnungen, die in ihrer Verdichtung begeistern.

Der Bildhauer und Zeichner Vaclav Pozarek, in der Tschechoslowakei geboren, gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten der Gegenwartskunst in der Schweiz, wohin er ausreiste. Unter dem lapidaren und doch humorvoll schillernden Titel SO, der sowohl für den Ausstellungsort Solothurn wie für eine Handlungsanweisung stehen kann, zeigt Vaclav Pozarek rund zehn Jahre nach seiner letzten Übersichtsausstellung in Winterthur erneut eine gross angelegte Ausstellung.

In den sieben Parterre-Sälen des Kunstmuseums Solothurn legt er einen Parcours an und geht dabei auf die räumlichen Gegebenheiten ein. Eigens für die Ausstellung hat er neue Installationen entwickelt. Zu diesen gruppiert er Skulpturen der letzten zehn Jahre. Eine Auswahl seiner neuen Arbeiten auf Papier, in denen sich sein Interesse für Typografie und Architektur spiegelt, ergänzt das Ensemble.

Dieses spielt, ebenso ernsthaft wie leicht, zwischen Bedeutungen, Raumebenen und Dimensionen, zwischen Plan, Modell und körperhafter Wirklichkeit. Kurz nach ihrem Geburtstag ist am 4. In der Solothurner Sammlung befinden sich denn auch mehrere Hauptwerke der Künstlerin, u.

Mit der im Nordwestsaal des Ersten Stockes eingerichteten kleinen Ausstellung möchten wir Eva Aeppli und ihr bedeutendes Schaffen würdigen und zugleich an ihre Grosszügigkeit erinnern. Zur Ausstellung gehören u. Die farbigen Blätter beeindrucken in ihrer zeichnerischen Qualität und topografischen Präzision.

Ausgehend von diesen meisterhaften Arbeiten setzt die Ausstellung klassische Veduten in den Dialog mit zeitgenössischen Positionen. Heute ist es oft Ansichtssache, welche Anblicke einen bestimmten Ort definieren. Die Ausstellung ist ohne Vernissage zugänglich ab Samstag, Oft bezieht sie sich hierfür auf den Foto-Fundus ihres eigenen Familienlebens. Dank der formalen Offenheit ihrer Werke stehen gleichwohl nie private, sondern allgemeine Fragen im Zentrum.

Zu solcher Distanzierung trägt auch die ungewöhnliche Palette bei: Der nach Grundfarben getrennte Malauftrag basiert auf einem elektronischen Filterprogramm, das die Künstlerin als Hilfsmittel benutzt. Trotz des fast maschinellen Vorgehens verleiht die manuelle Lasurtechnik auf silbernen Oberflächen den Werken eine besondere Sinnlichkeit.

Auf den grobkörnigen Papieren lösen sich die Motive auf. Auf die einfühlsame Ansicht von Schlafenden folgen damit gleichsam deren bizarre Innensichten. Die Ausstellung, bei der es sich um die erste museale Einzelschau der Künstlerin handelt, erstreckt sich über vier Säle, verbindet Malerei, Arbeiten auf Papier und Videokunst. Die zur Ausstellung von Annatina Graf eingerichtete Accrochage im Gegenflügel ist nicht mehr zugänglich. Auch wenn zuweilen zarte und poetische Werke auftreten, beeindruckt v.

Das fulminante Spätwerk ist ganz besonders bestimmt von einer leuchtenden Palette und einem freien Malstil; die dynamische Pinselführung führt zu einer Vereinfachung und Verfestigung der Form. Mit Solothurn pflegte der Künstler enge Verbindungen: Neben einer Einzelausstellung im hiesigen Berufsschulhaus im Jahr wurde er bereits früher als Gast zur Weihnachtsausstellung ins Museum eingeladen.

Stadt und Kunstverein Solothurn haben sich damals mit Ankäufen für sein Schaffen eingesetzt. Mit der jetzigen Retrospektive, die Meisterwerke von bis umfasst und neben Gemälden auch Aquarelle einschliesst, soll dem eindrucksvollen Werk nach der kürzlich erschienenen Monographie zusätzliche Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Topografie des Appenzells hat den in Herisau aufgewachsenen Künstler früh beeindruckt und geprägt.

Diese Erinnerungen bilden auch heute noch den Ausgangspunkt für seine malerischen und inhaltlichen Recherchen. Dabei ist der Künstler stets auf der Suche nach dem unbekannten Raum. Sein Interesse für die fraktale Geometrie führt zu vielschichtig aufgebrochenen Flickenteppichen aus Landschaftsfragmenten, die sich unendlich weiterführen lassen könnten und eine Verortung verunmöglichen.

So erinnern die gemalten Formen nicht nur an Landschaften, sondern auch an geologische Karten oder Satellitenbilder. Manche Kompositionen lösen sich in geometrische Formen und abstrakte Farbflächen auf und lassen an kristalline Strukturen denken.

Die erste museale Einzelausstellung des zweifachen Trägers der Swiss Art Awards ist — motiviert durch die ganz unterschiedlichen Formate — räumlich aufgeteilt. Sie erstreckt sich über das ganze Graphische Kabinett und führt über das Treppenhaus in den Nordwestsaal des ersten Stockes.

Daran anknüpfend, zeigt die Solothurner Ausstellung im Graphischen Kabinett Arbeiten der vergangenen sechs Jahre und umfasst neben Gemälden auch Zeichnungen und Lithographien. Als Vertreter einer jüngeren Malergeneration beschäftigt sich David Chieppo fast ausschliesslich mit der Figuration und erprobt ihre materielle Verlebendigung. Als Vorlagen dienen ihm neben alltäglichen Eindrücken sowohl kunsthistorische Quellen und Bilder aus der Presse, als auch Comics oder Filmstills.

Oft löst er diese aus dem ursprünglichen Kontext heraus und fügt sie zu neuen Bildfindungen. Die thematische und emotionale Vielschichtigkeit seiner Arbeiten wird aufgrund des pastosen Farbauftrags und des expressiven, breiten Pinselduktus oft erst auf den zweiten Blick erkennbar.

In seinem Werk zeigt sich David Chieppo als sensibler Beobachter gesellschaftlicher und politischer Themen, der seine Motive mit grosser Empathie erfasst. Teilnahmeberechtigt sind Kunstschaffende, die im Kanton Solothurn wohnen oder heimatberechtigt sind, die als Mitglieder den Kunstvereinen Olten oder Solothurn, der Kunstgesellschaft Grenchen oder der visarte.

Aus den Eingaben der Kunstschaffenden bestimmt eine Jury, zusammengesetzt aus ausgewiesenen Persönlichkeiten der nationalen Kunstszene und zwei Mitgliedern des Vorstands des Kunstvereins Solothurn eine attraktive Auswahl. Die Ausstellung bietet dem interessierten Publikum eine konzentrierte Sicht auf das aktuelle Kunstschaffen unserer Region.

An der Vernissage wird zum sechsten Mal der Auszeichnungspreis der Stadt Solothurn und des Kunstvereins Solothurn für eine herausragende Arbeit verliehen. Das "Freispiel", das parallel zur Jahresausstellung im Graphischen Kabinett stattfindet, stösst beim Publikum seit dem Einstieg im Jahr auf grosses Interesse. Eingeladen vom Vorstand des Kunstvereins Solothurn werden Künstlerinnen und Künstler mit Solothurner Bezug, die mit ihren Arbeiten an vergangenen Jahresausstellungen besonders auffielen.

Mit der Plattform des "Freispiels" möchte der Kunstverein Solothurn vor allem das Schaffen jüngerer Künstlerinnen und Künstler vermitteln und ihnen damit die Möglichkeit bieten, breiter auf ihr Werk aufmerksam zu machen. Das Graphische Kabinett wird den eingeladenen Kunstschaffenden als experimentelles Labor zur Verfügung gestellt.

Bei der Auswahl der künstlerischen Positionen sind nicht nur qualitative Aspekte ausschlaggebend, sondern auch der Wunsch, unterschiedliche Positionen und Medien in einen Dialog zu bringen. Damit kann dem Publikum zusätzlich zur Jahresausstellung ein besonderer Anreiz geboten werden. Die Sammlungsausstellung, die im zweiten Parterre-Flügel präsentiert wird, nimmt nicht nur ein wichtiges Werk von Ruedi Fluri aus der Sammlung des Kunstvereins Solothurn auf, sondern zeigt mit ausgesuchten Exponaten anderer Künstlerinnen und Künstler auch Verbindungslinien zu seinem Schaffen auf.

Kriterien der Auswahl waren Fluris Interesse für Modelle und die damit verbundene Frage des Massstabs, seine Hinwendung zu Objekt und Architektur sowie sein spielerischer Umgang mit geometrischen Formen. Daneben sind künstlerische Arbeiten entstanden, die ihre Herkunft aus dem Objekt-Design nicht verbergen, dieses aber — dank Fluris Anspruch der "Verwandlung" — hinter sich lassen.

Umgekehrt konnte sich das Publikum bei der monumentalen Umsetzung eines seiner Modelle an viel kleinere Alltagsgegenstände erinnert fühlen: So hat der in der Solothurner Weststadt temporär errichtete Rundbau bald den Namen "Lampenschirm" erhalten. In seiner Ausstellung beschäftigt sich Ruedi Fluri nicht nur mit den fast unendlichen Möglichkeiten von Faltungen, sondern auch mit dem Massstab und der Platzierung seiner Objekte zwischen Boden, Tisch und Wand.

Eine "Werkstatt", die an sein Atelier als Labor erinnert, wird mit dem interessierten Publikum gemeinsam betrieben. Dieser komplexen Beschäftigung mit Zeit, Existenz und Wahrnehmung verschrieb sie sich auch nach dem Tod ihres Partners weiter und legt bis heute in den Bereichen Video, Fotografie und Installation neue eigenständige Werke vor.

Bereits im Ausstellungstitel klingt die Frage der Wahrnehmung an: Oder als gleichmütiger Kommentar auf unser von subjektiven Vorstellungen geprägtes Verstehen? Bei Projektionen überlagern sich Lichtbild und Träger, die ebenso schwierig zu trennen sind wie die Sinnebenen des Titels. Neben erstmals präsentierten Arbeiten kommt es zu einem Wiedersehen mit bekannten Meisterwerken: Sie zeigen die Bandbreite der Bildwelt zwischen privater Erinnerung und globaler Erschütterung, zwischen berückender Schönheit und unausweichlichem Schicksal.

Unter dem Titel "Hitzewelle" wird nun eine Auswahl der Eingänge von bis gezeigt. Darin verbinden sich filmische Bilder vom Flirren heisser Luft mit dem vielchörigen Klang menschlicher Stimmen.

Ihre schrittweise Vervielfachung und Ausbreitung erinnert an den Prozess der Verdichtung, der auch das Sammeln prägt. Und so liegt bei der Auswahl der Exponate denn auch ein Augenmerk auf dem Addieren, Umkreisen und Vertiefen, das nicht nur in Serien und Studien, sondern auch in Einzelwerken auftritt. Daneben werden private Kleinsammlungen gezeigt, die als geschlossene Gruppen ins Museum kamen.

Mit der Ausstellung von Karl Itschner wird das eigenwillige Schaffen eines Schweizer Künstlers vermittelt, der heute weitgehend vergessen ist. Nach Studienjahren in Philadelphia und Paris lebte er bis in München, wo er u.

Ab war Solothurn Itschners letzte Lebensstation. Hier fand im städtischen Museum auch seine einzige grössere Einzelausstellung statt. Daher beschränkt sich die Ausstellung auch weitgehend auf seine Kohle- und Bleistiftzeichnungen, Aquarelle und Gouachen. Ist im Frühwerk der Impressionismus für den jungen Künstler massgebend, wird der Münchner Jugendstil um besonders prägend. Itschner interessiert sich nun vorwiegend für den Motivkreis der Kinder. In den Landschafts- und Baumdarstellungen der 20er Jahre wird deutlich, dass die Linienkunst des Jugendstils nicht zwingend in die expressive Moderne, sondern in eine romantisch geprägte Form der Neuen Sachlichkeit münden kann.

Im Solothurner Spätwerk weicht die melancholische Schwere einer Vergeistigung. Die kleinformatigen Aquarelle evozieren traumhaft verfremdete Jura-Landschaften.

Während der Umbauzeit des Stadttheaters Solothurn wird das Kunstmuseum vom Januar zur neuen Spielstätte. Ein Oberlichtsaal im ersten Stock wird zum Atelier von Mark Rothko und damit zum Schauplatz der Debatten zwischen dem berühmten Vertreter der sublimen Farbfeldmalerei und seinem Assistenten über Kunst und Gesellschaft.

Während etwa in den fast monochromen Arbeiten "Rote Kirschen auf rotem Grund" von Sigismund Righini oder "Obsternte in Rot" von Cuno Amiet die Farbe und damit die Leuchtkraft im Vordergrund stehen, finden sich auch Beispiele, in denen Rot nur sehr pointiert, jedoch umso effektiver eingesetzt wird. Materialforschung und Prozesse der Formfindung nehmen in ihrer künstlerischen Arbeit einen wichtigen Platz ein.

Die Künstlerin wird zur Forscherin, die intuitiv mit unterschiedlichen Techniken und Materialien experimentiert. Neben kontemplativen Videoarbeiten erschafft sie mit ihren Arbeiten auf Papier eine eigene Welt, wobei sie das Papier selten im herkömmlichen Sinn als Zeichnerin verwendet. Durch Ansengen des Papiers entstehen neue Kohlezeichnungen, oder sie benutzt Thermopapier, das durch Licht und Wärme seine Erscheinung verändert.

Im Verlauf der Ausstellung verändern sie sich oft, wodurch sich die Grundfrage nach der Vergänglichkeit stellt. So verändert sich die installative Wandarbeit " Matches" aus verbranntem Seidenpapier kontinuierlich und wird dadurch zu einem ephemeren Zeitbild, zum Schattenbild eines Augenblicks.

Die drei Säle der Ausstellung sind den drei verwendeten Techniken gewidmet: Kugelschreiber- und Farbstiftzeichnung sowie Gouache. Im Gang hat der Künstler die für ihn typische Dialektik gesucht, indem er lapidare Motive von stupender technischer Wiedergabe mit scheinbar ungelenken, doch inhaltlich brisanten "Kritzeleien" kombiniert.

Das Schöne wird im spannungsvollen "High and Low" neben das Wahre gerückt, ohne dass die Ambivalenz des Gezeigten je aufgelöst würde.

Dass er für das blutige Motiv ausgerechnet den trockenen, zumeist für Kinderhände gedachten Farbstift verwendet, erhöht die Wirkung dieser "wissenschaftlichen" Zeichnungen zwischen Ekel und Schönheit. Parallel zeigt das Kunstmuseum St. März eine Ausstellung mit Gemälden und Skulpturen des Künstlers. Mit der Ausstellung Mannheim — Solothurn hinterfragt der vom Kunstverein Solothurn eingeladene Gastkurator Heinrich Gartentor Themen wie Grenze und Ausgrenzung, sowohl geographisch wie auch in Bezug auf die eingeladenen künstlerischen Positionen: Was ist lokal, was international, oder ist eine solche geographische Begrenzung in Bezug auf die Kunst obsolet?

Wer hatte noch keine grosse Ausstellung oder schon lange keine mehr — und wieso? Wem ist der grosse Erfolg noch vergönnt? Gibt es Unbekannte, Vergessene, Verkannte? Heinrich Gartentor führt die Positionen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu einem Ganzen zusammen. Die Ausstellung wird vorgängig, vom Juni , ebenfalls in der Stadtgalerie Mannheim gezeigt.

Wurde die Beziehung zwischen Skulptur und Zeichnung aufgrund unseres grossen Bestandes an Bildhauerzeichnungen verschiedentlich thematisiert, öffnen wir mit unserer Accrochage ein neues Sammlungs-Kapitel. Der titelgebende Begriff betont die enge Verbindung zwischen Zeichnung und Malerei als klassisches Paar.

Die Ausstellung wurde denn auch durch eine Gruppe von Studien angeregt, die kürzlich aus dem Nachlass des Malers Alexandre Perrier erworben werden konnte. Die Ausstellung ermöglicht anhand gleicher Motive oder Schaffensperioden aber auch weitere Brückenschläge, die unsere Kenntnis über die jeweiligen Bildwelten und Weltbilder erweitern und vertiefen.

Als Träger zieht er selbst bei Grossformaten das glattere und widerständigere Papier der herkömmlichen Leinwand vor. Neben Malerinnen und Malern der Schweiz, denen das Kunstmuseum Solothurn besondere Aufmerksamkeit schenkt, werden auch internationale Positionen gezeigt. Die Auswahl beschränkt sich auf Kunstschaffende, die die herkömmlichen Techniken der Malerei bewusst verwenden, um mit dem klassischen Medium zeitgemässe Beiträge zur aktuellen Kunst zu leisten.

Viele thematisieren angesichts der Flut vergangener und heutiger Bilder das Bild an sich. Darum definiert sich die Ausstellung Das doppelte Bild auch nicht allein über das verbindende Medium der Malerei, sondern rückt innerhalb ihrer aktuellen Positionen jene ins Licht, die heutige Bildgewinnung spiegeln. Ebenso wichtig wie die Kunstgeschichte, die in der sog. Appropriation Art bewusst zitiert wird, sind die kompositorischen Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung.

Die Ausstellung zeigt die Mehrschichtigkeit zeitgenössischer Gemälde, die von bestehenden Bildern ausgehen und diese in einem malerischen Prozess verändern und verdichten. Damit ist eine distanzierte Haltung des Über- und Umsetzens verbunden. Ende musste die vom Kanton Solothurn erworbene monumentale Eisenskulptur Objet Soleure von Robert Müller — , die während 35 Jahren ihren festen Platz auf der Terrasse im Ersten Stock der Pädagogischen Hochschule Solothurn einnahm, aus Sicherheitsgründen entfernt und eingelagert werden.

Korrosionsschäden hatten die Stabilität der Skulptur geschwächt und zu einer zunehmenden Gefährdung geführt. Dabei stand nicht nur das Wohl der Lehrer und Schülerschaft, sondern auch der Erhalt einer der grössten Skulpturen dieses bedeutenden Bildhauers auf dem Spiel.

Nach intensiver Beratung entschied man sich für eine aufwändige Restaurierung der Skulptur. Die vom Kunstmuseum Wallis übernommene Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Fondation Edouard Vallet und zeigt mehrheitlich unveröffentlichte Zeichnungen des Künstlers, der vor allem als Maler und Grafiker bekannt ist.

Seit seiner Jugendzeit pflegte der in Genf geborene und aufgewachsene Künstler eine grosse Leidenschaft für die Zeichnung, die denn auch einen zentralen Platz in seinem Gesamtwerk einnimmt. Die Zeichnung erfüllte verschiedene Funktionen, diente zur Erkenntnisgewinnung, als Methode zur Durchdringung eines Objekts, als Vorbereitung für ein Gemälde oder steht als eigenständiges Werk.

Ebenso variabel ist Vallets Strich, der luftig im Pastell, leicht in Tuscheskizzen oder betont und fest in Bleistiftzeichnungen hervortritt. Zur grössten Inspirationsquelle für Vallet wurde seine Wahlheimat, das Wallis, das er in vielen Landschafszeichnungen festhielt. Die Aufmerksamkeit galt besonders seinem Umfeld, den alltäglichen Begebenheiten und Traditionen, die er in der Bergwelt vorfand und in intimer und gleichwohl kraftvoller Weise festhielt. Seit der ersten Präsentation im Jahr hat sich das Werk radikalisiert.

Die jetzige Einzelausstellung konzentriert den Blick auf die Basis der Malerei: Damit verbindet sich eine prinzipielle Befragung des Bildes, seiner textilen Beschaffenheit, Wirkung und Funktion. So minimal die Erscheinung der Werke, so langwierig ist ihr Entstehungsprozess. Die Arbeiten von Susan Hodel schaffen Tiefe, sowohl sinnlich wie gedanklich. Die Ausstellung erstreckt sich über drei grosse Säle und fasst vor allem Werke der Jahre bis zusammen, bezieht aber auch einige frühere Arbeiten ein.

Wiederkehrend sind gemalte und gezeichnete Flechtwerke. Teilnahmeberechtigt sind Kunstschaffende, welche im Kanton Solothurn wohnen oder heimatberechtigt sind, die Mitglieder der Kunstvereine Solothurn und Olten, der Kunstgesellschaft Grenchen sowie der visarte. Aus den Eingaben der Kunstschaffenden bestimmt eine mit ausgewiesenen Persönlichkeiten der nationalen Kunstwelt besetzte Jury eine möglichst attraktive Auswahl.

Die Ausstellung bietet dem interessierten Publikum eine konzentrierte Sicht auf das aktuelle Kunstschaffen unserer Region und den Künstlerinnen und Künstlern eine schöne Gelegenheit, einem breiteren Publikum Einsicht in ihr gegenwärtiges Schaffen zu gewähren. An der Vernissage wird zum fünften Mal der Auszeichnungspreis des Kunstvereins Solothurn für eine herausragende Arbeit verliehen. Parallel zur Jahresausstellung und quasi als deren Erweiterung offeriert der Kunstverein nach dem erfolgreichen Einstieg vor vier Jahren unter dem Titel Freispiel eine Präsentation interessanter Einzelpositionen.

Das Graphische Kabinett wird dabei als experimentelles Labor jüngerer oder innovativer Kunstschaffender mit Solothurner Bezug genutzt. Eingeladen vom Vorstand des Kunstvereins Solothurn werden Künstlerinnen und Künstler, die an früheren Jahresausstellungen besonders aufgefallen waren. Der Kunstverein Solothurn möchte mit diesem Angebot einerseits den künstlerischen Nachwuchs motivieren, andererseits jedoch auch dem Publikum einen zusätzlichen Anreiz bieten. Sie zeigen Crawler, die sich als Konkurrenten eines Wettrennens, in fast musterartiger Wiederholung und Massierung begegnen.

Das Bild zeigt eine Gruppe uniformierter Menschen von oben, die sich auf engstem Raum begegnen, ohne sich zu berühren. Die gleichsam in Formation schreitenden Männer gleichen sich zum Rapportmuster an, lösen sich als Individuen auf.

Die Ausstellung zeigt, wie konsequent und zugleich frei Aldo Solari an seinen Bildgruppen arbeitet. Dahinter steht weniger ein konzeptuelles Denken als vielmehr malerische Lust und Neugier.

Dabei hält seine Malerei jedoch eine perfekte Balance zwischen cooler Sinnlichkeit und kritischer Distanz. Dabei handelt es sich weitgehend um Blätter aus den siebziger und achtziger Jahren. Die Bildwelten der beiden Künstlerinnen weisen — trotz ihrer ganz unterschiedlichen Hintergründe — manche Ähnlichkeiten auf: Vergleichbar ist die zentrale Thematik der eigenen Weiblichkeit sowie das Erschaffen eines vielteiligen Universums, in dem sich Symbole der menschlichen Existenz, von Natur und Kosmos zu einem Ganzen schliessen.

Der Ausstellungstitel Figürliche Deklinationen bezieht sich auf eine gleichnamige Serie, die Agnes Barmettler geschaffen hat. Der Titel stammt ursprünglich von Martin Disler — , der ab mit Agnes Barmettler in Solothurn ein Atelier teilte und auch einige Jahre mit ihr verheiratet war. Im Anschluss an die Ausstellung Ferdinand Hodler und Cuno Amiet, in der hauptsächlich Werke bis gezeigt wurden, präsentieren wir unter dem Titel Treidelpfade gegenständliche Schweizer Malerei von bis In diese Zeit fallen nicht nur das mittlere und späte Schaffen von Cuno Amiet — , sondern auch viele Werke seiner Schüler, etwa von Ernst Morgenthaler — Der Ausstellungstitel bezieht sich auf diese das Flussufer säumenden Wege, auf denen einst die Treidler mit ihren Pferden die Lastkähne flussaufwärts zogen.

Bemerkenswert breit ist die Malerei der Romandie vertreten, u. Neben bekannten Namen finden sich in der Ausstellung auch solche, die heute weitgehend vergessen sind. So kann die Ausstellung nicht nur mit Überraschungen und Entdeckungen aufwarten, sondern zugleich als ein kleines Lehrstück über Kunst und Karriere, Kapitäne und Treidler dienen. Im Zentrum standen zumeist seine Gemälde und die berühmten Holzschnitte.

Seine Zeichnungen dagegen wurden nur selten ausgestellt. Die von den Kunstmuseen Solothurn und Winterthur gemeinsam vorbereitete Ausstellung widmet sich nun ausschliesslich Vallottons Arbeiten auf Papier, zu denen neben Kohle-, Kreide, Tusche- und Bleistiftzeichnungen auch Pastelle und Aquarelle gehören.

Die Ausstellung präsentiert rund Blätter und deckt alle Schaffensphasen ab. Die frühesten Zeichnungen stammen aus den er-Jahren. In einem realistischen Zeichenstil widmet sich der Künstler vorerst dem Bildnis seiner Mutter oder einfachen Alltagsmotiven. Landschaftliche Motive finden sich über das ganze Schaffen verteilt; die betreffenden Blätter zeichnet Vallotton während Reisen auf Guernsey , in Honfleur , Dax , Saint-Malo und Dinan oder Cagnes um — Im zeichnerischen Schaffen nimmt der Akt einen besonderen Platz ein.

Neben fein ausgearbeiteten Bleistiftzeichnungen, die den Einfluss von Ingres zeigen, werden auch expressive Blätter in Kreide und Tusche präsentiert, in denen der Künstler virtuos und schnell Formen und Gebärden erfasst. Im Unterschied zu den damaligen expressiven Tendenzen überwog bei Stalder jedoch stets das Moment der Reflexion. Sein formal schlichtes, doch inhaltlich dichtes Werk kreist um Körper und Raum, Wahrnehmung und Sprache.

Anselm Stalder war in den letzten Jahren verschiedentlich an thematischen Ausstellungen des Kunstmuseums Solothurn beteiligt, nun zeigt er unter dem Titel Glimmende Peripherie eine grosse Übersichtsausstellung.

Die Vergleichsform des As if unterstreicht zum einen die metaphorische Beziehung zwischen Kunst und Welt, zum andern das Zweifelhafte von Behauptungen und Annahmen. Mit einer Seitenlänge von zwei Metern sind die Körper der menschlichen Grösse angepasst. Damit knüpft der Künstler an seine früheren Skulpturen an und sucht nach neuen Formen des dreidimensionalen Menschenbildes. Diese nur selten ausgestellten Blätter, bei denen es sich teils um Entwürfe, teils um selbständige Arbeiten handelt, werden ergänzt durch eine kleine Auswahl von Skulpturen und Ölbildern zum menschlichen Körper.

Erotik schwingt bei vielen Blättern mit. Mit seinem innovativen Schaffen hat der in Berlin geborene, seit Jahrzehnten in der Schweiz lebende Künstler die nationale Kunstszene nachhaltig geprägt. Rund zwanzig Jahre nach seiner ersten Einzelausstellung im Kunstmuseum Solothurn, , widmen wir dem Künstler eine Übersichtsausstellung mit Werken aus den Jahren bis Das künstlerische Schaffen verblüfft schon im Frühwerk durch eine radikale Einfachheit, die ihn in das Umfeld der Minimal Art rückt.

Besonderes Interesse zeigt er bereits in den siebziger Jahren für die Frage des Gleichgewichts. In einem weiteren Schritt verbindet er Metallplatten und Vierkantstäbe. Obwohl Frentzels Werke eine skulpturale Präsenz ausstrahlen, sind sie in ihrem Charakter der Installation verbunden, können jederzeit auf- und wieder abgebaut werden. Von derselben Leichtigkeit ist seine Laser-Kunst.

Aus Anlass des Sie ist dem künstlerischen Austausch zwischen den beiden Freunden gewidmet, der in der einschlägigen Literatur zwar ansatzweise behandelt wurde, bislang jedoch noch nie in einer speziellen Ausstellung. Hodler vor seinem Marignano-Bild, Im selben Jahr bot Hodler seinem jüngeren Kollegen eine Ateliergemeinschaft in Genf an, die dieser jedoch ablehnte. Beide Kollegen schätzten sich gegenseitig sehr: Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl von Bildpaaren, in denen sich die beiden Künstler als Gebende und Nehmende begegnen.

Sie endet mit Amiets posthumen Hommagen an den verstorbenen Hodler. Die Referate werden im Katalog abgedruckt. Die Erkundung einer wechselseitigen Durchdringung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und künstlerischen Produktionsformen hat eine lange Tradition.

Fand in der frühen Neuzeit mit dem Typus des Künstlers als Universalgelehrter und Ingenieur noch ein tatsächlicher Austausch zwischen den beiden Tätigkeitsbereichen statt, so haben Kunst und Wissenschaft im Laufe einer fortschreitenden Spezialisierung getrennte Wege beschritten. Diese Trennung scheint heute wieder durchlässiger zu werden: Immer häufiger bedient sich die Wissenschaft bildgebender Verfahren, die auch ästhetischen Kriterien folgen. Umgekehrt greifen Künstlerinnen und Künstler vermehrt auf Denk- und Arbeitsformen der Wissenschaft zurück, um diese für ihre eigene Arbeit fruchtbar zu machen.

Vermeintlich statische Systeme des Wissens werden zum Ausgangspunkt für Arbeiten, die sich dieser Systeme bedienen, um sie — oft humorvoll und parodistisch — zu durchbrechen und in Frage zu stellen. Künstlerische Arbeit dreht sich nicht mehr länger nur um das Künstlersubjekt, um Parameter wie Werk, Objekt und Ausstellung, sondern wird in ihrer Verschränkung mit anderen Wissenssystemen und in ihrer Funktion untersucht.

Neben Arbeiten von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern wie u. Die Aussen-Installationen sind dem Kunstverein ein besonderes Anliegen, denn dank diesen können Hemmschwellen der Bevölkerung gegenüber Bildender Kunst abgebaut werden. Andrei Roiter wurde in Moskau geboren, wuchs dort auf und absolvierte eine Ausbildung zum Architekten. Er lebt heute in Amsterdam und New York. Seine Werke werden international ausgestellt und gesammelt.

Er verwebt darin Gegenstände des Alltags zu vielschichtigen, poetischen und vielfach auch ironischen Allegorien. Da Andrei Roiter neben seiner installativen Tätigkeit auch ein grossartiger Zeichner ist, wird ihm im Graphischen Kabinett des Kunstmuseums Solothurn ein begleitender Auftritt ermöglicht. Aussenprojekt und Ausstellung werden von Roswitha Schild kuratiert, die sich damit zugleich als Präsidentin des Kunstvereins Solothurn verabschiedet.

Der gebürtige Solothurner Franz Eggenschwiler — hinterliess ein ausserordentlich reiches und vielgestaltiges Schaffen, in dem sich Objektkunst und Skulptur, Malerei, Zeichnung und Grafik, Glasmalerei und Schmuck gegenseitig ergänzten und befruchteten. Als Grundlage seiner ungewöhnlichen Schaffenskraft können die Zeichnungen gelten, aus denen er als seiner wichtigsten Quelle schöpfte.

Viele dieser zumeist kleinen Blätter sind beiläufig und absichtslos, zuweilen gar unbewusst entstanden. Der Ausstellungstitel Präzises Wolkenbild stammt von einer Telefonzeichnung aus dem Jahr , die zwar winzig klein ist, doch eine fast monumentale Wirkung erreicht.

In der Ausstellung wird nicht nur der reiche Solothurner Zeichnungs-Fundus gezeigt, sondern auch eine Auswahl von Skulpturen, Bildern und Grafiken, die sich auf Eggenschwilers Telefonzeichnungen beziehen.

Ausgewählte Leihgaben ergänzen die eigenen Bestände. So weit sie sich in der Wahl der Arbeitsmittel öffnet, so konsequent verfolgt sie ihre Themen.

Unter dem Titel Then listen again, der sich auf Samuel Beckett bezieht, sind aktuelle und ältere Werke zu einem Gesamtklang verbunden. Sie geht von den neuen, an Schalltrichter erinnernden Skulpturen aus und verbindet im Bild der Welle landschaftliche und klangliche Vorstellungen. Hören und Sehen, Moment und Vergänglichkeit sind eng aufeinander bezogen: Waren damals seine Gemälde zu sehen, wird nun die erste Überblicksausstellung seiner Skulpturen und Arbeiten auf Papier präsentiert. Gruppen von Personen verpflichtet fühlen.

Die wichtigsten kollektiven Werte sind meist in sog. Wertvorstellungen beschreiben in ihrem Kern immaterielle Werte — also Aspekte von Lebensqualität — die uns persönlich wichtig sind.

Ein besonderes Augenmerk liegt deshalb auf den Werten, die wir messen wollen. Aufgrund von intrinsischen aber auch extrinsischen Motive, haben wir ein gesteigertes Interesse an ganz bestimmten Wertvorstellungen.

Weniger bekannt sind Präsenz , Glaubwürdigkeit , Neutralität und Weitsicht. Wertschätzung , Erfolg oder Menschlichkeit sind keine Werte. Da sie jedoch einen kontextuellen Bezug haben, sind sie alle im Werte-Glossar aufgeführt und beschrieben.

Diese Merkmale sind Attribute, die Besonderheiten aufweisen, welche intrinsisch motiviert inspirieren. In der Regel sind Vorbilder erfolgreich, etabliert, unabhängig und können ihre Meinung und Wertekonzepte durchsetzen.

Und sie sind nachhaltig anerkannt - besonders in den dementsprechend konformen Kreisen. Da Anerkennung ein wesentliches Grundbedürfnis des Menschen ist, eifert man dem Vorbild nach.

Obwohl ein Individuum Vorbilder braucht, um auch dadurch seine Bestimmung ausloten ausrichten zu können, kommt es dabei zu Verzerrungen bei der Wahrnehmung der eigenen persönlichen Ausprägungen, Talente, Neigungen und Berufungen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, seine eigenen Wertvorstellungen zu entdecken, welche stets auf den individuellen, persönlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Grundmotiven - sowie insbesondere auch auf den sich im aktuellen Umfeld befindenden Bedingungen - basieren.

Dennoch sind Vorbilder wichtig — und ohnehin ein evolutionsbedingtes Obligo, um Werte zu entdecken, die das eigene Überleben sowie das Streben nach Lebensqualität und Glück ermöglichen. In kollektiven Systemen sind gemeinsame Werte eine der wichtigsten Grundlagen für alle Gemeinsamkeiten und sinnstiftenden Verbindungen. Werte beeinflussen sich gegenseitig soziale Interaktion. So sind bestimmte Wertvorstellungen eine wichtige Voraussetzung zum Erreichen von anderen Werten.

Einige Werte sind darüber hinaus sogenannte Auslöser Trigger oder "Ermöglicher" bzw. Unterstützer von anderen Werten. Je nach Grundmotiven können in unterschiedlichen Wertesystemen die Reihenfolgen dieser Ketten anders oder gar umgekehrt sein: Erst wenn eine starke emotionale Zuneigung Liebe existiert, dann entsteht Interesse. Das Thema würde den Rahmen dieser Website sprengen. Alles, was gemessen werden kann, hat entweder eine Skala Messlatte , die nach oben offen ist, oder es kann ein gewünschter Endzustand erreicht werden, bei dem keine Steigerung mehr möglich ist.

Zwar ist dies bei der jeweiligen individuellen Wahrnehmung unterschiedlich gewichtet, aber dennoch gibt es deutliche Ausprägungen. So sind manche Werte demnach als relativ absolut anzusehen insbesondere retrospektiv.

Die meisten Werte sind jedoch relativ. Selbstverständlich hängt diese Einordung auch immer von der jeweiligen subjektiven Empfindung und Situation ab. Je mehr man sich über ein Maximum an Erreichbarkeit bzw.

Auslöser für jede Wertvorstellung ist ein Motiv oder meist auch Grundmotiv, welches eine Person dazu bringt, diese Wertvorstellung auszuleben. Meist sind es intrinsische Motive, in einzelnen Fällen sind diese Werte extrinsisch motiviert.

Die Ursachen für Wertvorstellungen sind also unterschiedlich geprägt und motiviert. Motive haben wir in unserem Wortschatz nur wenige Begriffe. Positive Motive sind Lust, Entfaltung und Liebe. So hat jedes Motiv sein eigenes und situationsabhängig individuelles kleines Wertesystem, bestehend aus 3 bis 7 Begriffe, mit dem es ausgedrückt, mitgeteilt und ausgelebt werden kann.

Das Schaubild soll verdeutlichen, dass menschliche Antriebe grundsätzlich auf zwei Ebenen stattfinden: Die visionäre Ebene, ausgehend von geistigen Idealvorstellungen.