2052. Der neue Bericht an den Club of Rome



Deshalb werden wir in der Früh dort stehen, wo die ParlamentarierInnen an uns vorbei müssen.

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Der Versuch, die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer zu schwächen, um Lohn- und Preissteigerungen unter das Niveau des Produktivitätswachstum zu drücken, führe zu einem Teufelskreis. Das Ergebnis sei eine globale Nachfrageschwäche und ein schwaches Wirtschaftswachstum, das weit unter dem Potenzialwachstum liege. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Diese Seite wurde zuletzt am April um Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Randers führt ihn mit einer rhetorischen Frage ein:. Das würde bedeuten, dass fünf Prozent der arbeitenden Bevölkerung und fünf Prozent des Kapitals für die Herstellung und Erbringung klimafreundlicher Güter und Dienstleistungen arbeiten würden.

Nach 20 Jahren gemeinsamer und gut geplante Anstrengungen wäre die Weltwirtschaft emissionsfrei. Die globalen Finanzmärkte würden die nachhaltige Entwicklung vorantreiben, sobald sie die Überbewertung der fossil-basierten Unternehmen erkannt hätten, meint Nick Robins.

Die Welt muss lernen, mit geringerem Wirtschaftswachstum als heute üblich zu leben. Das gelingt uns nur, wenn wir auch lernen, wie man ohne Wachstum umverteilt. Doch die US-Landmasse ist im Vergleich zur Bevölkerung enorm und so wird das Land auch weiterhin in der Lage sein, sich mit natürlichen Ressourcen zu versorgen und immer noch bedeutende Reserven haben.

Die Nahrungsmittelerzeugung pro Kopf wird gemessen an internationalen Standards sehr hoch bleiben und wenngleich ein beträchtlicher Teil des Überschusses für Biobrennstoffe verwendet wird, kann wohl trotzdem noch einiges an Nahrungsmitteln exportiert werden. Überraschend für viele Bewohner der westlichen Welt wird die chinesische Bevölkerung ihren Höchststand bereits in den er-Jahren erreichen — aber es wird ein flaches und langes Maximum sein.

Die zusätzlichen Belastungen durch mehrere Millionen Menschen werden der Volksrepublik China erspart bleiben und das Land wird in der Lage sein, die frei gewordenen Ressourcen zu nutzen, um für die 1,4 Milliarden Menschen, die in den er-Jahren dort leben werden, eine bessere Existenz zu schaffen. Dieses langsame Wachstum wird in erster Linie dem Bevölkerungsrückgang, aber auch dem langsamen Produktivitätswachstum geschuldet sein. Die Region verfügt über die notwendigen Arbeitskräfte, um die alternde Bevölkerung zu versorgen.

Dies bedingt jedoch einen Einkommentransfer von den derzeit Beschäftigten zu den Einsteigern. Immerhin umfasst sie derzeit ein Drittel der Erde. Allerdings wird die Region auch zum Schauplatz potentieller Klimakatastrophen infolge der Erderwärmung.

Die Bevölkerung wächst noch rasch — 1,9 Prozent jährlich —, verglichen mit 2,4 Prozent vor 40 Jahren. Randers vergleicht seine Studie mit der von Die Grenzen des Wachstums GdW und stellt heraus, dass damals nur recht grobe Szenarios als denkbare Zukunftsalternativen vorgestellt wurden. Wenn von Überziehung overshoot und dem daraus folgenden Zusammenbruch des Systems gesprochen wurde, so bedeute das freilich noch nicht ein Aussterben der Menschheit, sondern nur, dass ein Leben wie zuvor ganz ausgeschlossen werde.

Dabei wurde die entscheidende Aussage der Studie von verkannt, nämlich der Hinweis, dass die Menschheit bald insgesamt mehr verbrauchen werde, als das auf Dauer durchhaltbar sei. Man wird sich in den nächsten 40 Jahren um eine Lösung dieser Probleme bemühen, aber die Bemühungen werden nicht ausreichen um die Armut bis zu beseitigen.

Und was den Klimawandel angeht, ist es wohl auch ihr gutes Recht, es nicht zu tun: Obwohl es möglich wäre, werden sie ihre Wirtschaft nicht neu beleben können, weil sie nicht in der Lage sind, die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Solche Lösungen tatsächlich umzusetzen, ist die eigentliche wirtschaftliche Herausforderung. Die letzten 50 Jahre haben gezeigt, dass dies leichter gesagt als getan ist. Wenn Sie darüber hinaus noch in Ihrem täglichen Leben beweisen, wie einfach es ist, die Treibhausgasemissionen durch den persönlichen Lebensstil zu senken, dann haben Sie meiner Meinung nach mehr als Ihre Pflicht getan. Denn Sie haben zur politischen Willensbildung beigetragen, die notwendig ist, um einen deutlichen und zielgerichteten Schritt in eine klimafreundliche Zukunft zu veranlassen und mitzutragen.

Gegen Ende des Buches listet Randers 20 persönliche Ratschläge, welche gültig sein werden, wenn wir unseren gegenwärtigen Kurs nicht ändern:. Sie müssen unbedingt vermeiden weitere Kredite als ausfallgefährdet einzustufen. Daher sind sie bei vom Untergang bedrohten Unternehmenskunden eher geneigt, dringend benötigte Kreditlinien zu erweitern. So lässt sich die Insolvenz des kreditabhängigen Unternehmens und vielleicht auch der eigene Bankrott zumindest vorläufig vermeiden. Von dieser Problematik sind vor allem die südeuropäischen Länder stark betroffen, denn hier schlummern die meisten der in den letzten zehn Jahren aufgelaufenen faulen Kredite von etwa einer Billion Euro.

Für Deutschland hat die Bundesbank kürzlich Entwarnung gegeben. Zwar gebe es auch in Deutschland Zombieunternehmen, doch deren Bedeutung sei hinsichtlich Anzahl, Umsatz und Sachanlagen gering.

Hierzulande sei also nicht eingetreten, was neuste empirische Forschungen nahelegen. Die Bundesbank stützt ihre Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft nicht zombiefiziert sei, auf die relative geringe Anzahl der so klassifizierenden Unternehmen. Lediglich 2,2 bis 4,7 Prozent der untersuchten nichtfinanziellen Unternehmen fielen in dieses Raster. In Anlehnung an die Vorgehensweise in der wissenschaftlichen Literatur wurden dabei solche Unternehmen als Zombie eingestuft, die drei Jahre in Folge die Zinsaufwendungen nicht durch das Betriebs- und Beteiligungsergebnis decken konnten.

Eine Untersuchung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform kam zu dem Ergebnis, dass sogar 15,4 Prozent der deutschen Unternehmen in diese Zombiekategorie fallen könnten. Stromausfall ante portas Verschollen im energiepolitischen Dreieck Die Bewertung der Bundesbank ist unausgewogen und wirkt widersprüchlich. So ist seit Jahrzehnten rückläufiges Wirtschafts- und Produktivitätswachstum ein Wesensmerkmal der deutschen Wirtschaft. Von durchschnittlich über 8 Prozent in den 50er Jahren ist das jährliche Wirtschaftswachstum kontinuierlich auf weniger als 1,5 Prozent in diesem Jahrhundert zurückgegangen.

Spiegelbildlich hat sich die Steigerung der Arbeitsproduktivität je Beschäftigtenstunde entwickelt. Von über 5 Prozent noch Anfang der 70er Jahre ist sie zunächst auf 1,9 Prozent zwischen und abgesackt. In den darauffolgenden zehn Jahren ist sie sogar auf nur 0,8 Prozent gesunken, um sich von bis auf ein Prozent jährlich leicht zu erholen. Diese wirtschaftlichen Phänomene, die mit einer Zombiefizierung der Wirtschaft einhergehen, stehen jedoch nicht im Widerspruch zu der Tatsache, dass die Unternehmen in Deutschland in überwiegend guter Verfassung sind.

Die Zombiefizierung wird durch mächtige Hebel vorangetrieben, die darauf ausgerichtet sind, sogar die schwächsten und unprofitabelsten Unternehmen vor dem Untergang zu retten. Dies schwächt die profitableren Unternehmen zwar langfristig, kann ihnen aber dennoch ein sogar exzellentes Geschäftsumfeld bieten, von dem sie weit besser als die vom Untergang bedrohten Unternehmen profitieren können. Die Unternehmen profitieren über die verbesserten Finanzierungsbedingungen und den nachfragetreibenden Verschuldungsanstieg hinaus von einer zusätzlichen Stimulierung der Nachfrage vom niedrigen Eurokurs, der noch zusätzlich durch die wirtschaftliche Krise vieler Euroländer geschwächt wurde.

Seit seinem Höchststand Anfang hat der Euro erst langsam, ab Anfang dann beschleunigt bis Mitte einen sehr deutlichen Wertverlust von etwa 30 Prozent gegenüber dem US-Dollar erlitten. So bestreitet die deutsche Wirtschaft alleine inzwischen 44 Prozent des gesamten Warenexports der Eurozone. Zivilisationsfeinde In der Nullemissionswelt braucht es kein Auto Ein weiterer mächtiger Hebel, der die Nachfrage stimuliert und dadurch eine fundamentale wirtschaftliche Schwäche kompensiert, ist der enorme deutsche Kapitalexport.

Für die Eurozone hat dieser Kapitalexport wie auch das auf inzwischen Mrd. Euro gestiegene Target2 Saldo Deutschlands einen enormen Stabilisierungseffekt.

Durch dieses gepumpte Geld, bleibt das Leistungsbilanzdefizit, das die anderen Euroländer aufgrund der negativen Handelsbilanz gegenüber Deutschland einfahren, dauerhaft finanzierbar.

Die Eurozone bleibt so aufnahmefähig für die deutschen Warenexporte und die deutsche Wirtschaft erhält einen weiteren kräftigen Stimulus. Die von der Zinspolitik und den Kapitalmärkten ausgehende künstliche Stimulierung hat die deutsche Wirtschaft in den inzwischen am längsten anhaltenden Aufschwung seit dem Wirtschaftswunder geführt. Der wichtige Ifo-Geschäftsklimaindex erklimmt fast monatlich neue historische Höchstwerte und vor allem die Industrie berichtet über eine bessere Geschäftslage als jemals zuvor.

Dies treibt die Dividendenausschüttungen von einem Rekord zu nächsten. Obendrein haben vor allem die mittelständischen Unternehmen ihre Abhängigkeit vom Kapitalmarkt deutlich reduziert und die Eigenkapitalquoten stark verbessert. Trotz dieser glänzenden Entwicklung hat sich aus dem wirtschaftlichen Aufschwung auch in Deutschland noch keine selbsttragende Dynamik entfaltet.

Obwohl die Produktionskapazitäten schon seit längerer Zeit sehr gut ausgelastet sind, haben die Ausrüstungs- und Gebäudeinvestitionen der Wirtschaft erst im letzten Jahr erstmals seit der Finanzkrise einen spürbaren Wachstumsbeitrag geleistet. So wächst die Wirtschaft relativ kraftlos, denn es gelingt kaum die Investitionen zu stemmen, die notwendig wären um die auch in Deutschland insgesamt schwache Produktivitätsentwicklung zu überwinden.

Die hohen Gewinne sehr vieler deutscher Unternehmen erklären sich teilweise sogar aus deren mageren Investitionen. Die staatlich angetriebene wirtschaftliche Stimulierung über die Finanzmärkte sorgt so in der gewerblichen Wirtschaft und in der Industrie in Deutschland für sprudelnde Gewinne, die kerngesunde Unternehmen suggerieren.

Der finanzwirtschaftliche Stimulus erzeugt jedoch keine investitionsgetriebene Eigendynamik und schwächt die produktive Basis immer mehr. In der Eurozone wie auch in Deutschland hat die Zombiefizierung ein Marktumfeld geschaffen, das es produktiveren und profitablen Unternehmen sehr schwer macht, sich durch die mit hohen Risiken verbundenen Investitionen gegenüber den schwächeren Unternehmen durchzusetzen.

Weder gelingt es den dynamischeren Unternehmen oder Start-Ups die Wettbewerber durch die Einführung bahnbrechender innovativer Prozesse und Produkte ins wirtschaftliche Abseits zu drängen, noch lassen die Staaten die Bereinigung durch wirtschaftliche Krisen zu.

Dies zeigt sich bereits seit dem Finanzmarkt-Crash an der Geldpolitik der Zentralbanken , die aufkommende Krisen recht erfolgreich sofort mit billigem Geld ersticken. Zudem neigen alle europäischen Regierungen stark dazu, strauchelnde Unternehmen sowie ganze Branchen zu retten und Markbereinigungen aufzuhalten. Frau Merkel irrt Künstliche Intelligenz: Der Effekt dieser staatlichen Agenda zeigt die von Creditreform seit für Deutschland geführte Insolvenzstatistik.

Selbst die Finanzkrise hat nur einen vergleichsweise unbedeutenden Anstieg der Insolvenzen bewirkt. Die mitgeschleppten Zombieunternehmen stehen aufgrund ihrer fehlenden Wirtschaftlichkeit mit dem Rücken an der Wand und sind typischerweise harte Wettbewerber für die profitableren Unternehmen.

Der Wettbewerbsvorteil, der besser aufgestellten und in der Regel produktiveren Unternehmen reicht jedoch oft nicht aus, um diese Unternehmen vollständig aus dem Markt zu drängen. Eine zügige Zinswende der EZB würde der entstandenen Zombieökonomie ein wichtiges Standbein entziehen und könnte eine dringend notwendige Marktbereinigung auslösen.