GOSSENBLUES


Sunil Mann wurde am Juni im Berner Oberland/Schweiz als Sohn indischer Einwanderer geboren.«Fangschuss», sein Krimidebüt, spielt in Zürichs Kreis 4, der Hauptprotagonist ist der indischstämmige Privatdetektiv V. J. Kumar.

Das gemächliche Umrühren des Breis hat eine meditative Wirkung auf mich, ich denke dabei nicht mehr an den Alltagstrubel, sondern komme endlich zur Ruhe — und auf andere Gedanken.

#228 - October 2017

In jeder FÜR SIE Ausgabe erzählt uns ein Prominenter sein Lieblingsrezept für besondere Situationen.

Mascarpone, Zitronensaft und die Eiercreme verrühren. Ausgedrückte Gelatine erwärmen, unter die Creme ziehen. Sahne steif schlagen, unterheben. Auf mittlerer Schiene 8—10 Minuten goldbraun backen.

Auf je 1 Gebäckblatt Himbeeren und Tupfen der Mascarponecreme setzen. Es gibt Gerichte, die sind für die Familie, und es gibt welche, die sind für einen allein. Eigentlich gehören Kartoffelrösti und Pfannkuchen ja zurersten Kategorie — aber nur, solange man nicht derjenige ist, der am Herd steht.

Ich erinnere mich noch gut an meine Mutter, die ohne Unterlass Kartoffelrösti für mich und meine Geschwister produzierte und schwitzend in einer Dampfwolke in der Küche schuftete. Und sich selbst ganz am Schluss, wenn die hungrige Meute satt war, zu Tisch setzen konnte. Deshalb brate ich Kartoffelrösti nur an Tagen mit mir! Ehrlich gesagt mag ich das auch gar nicht so, wenn man in der Küche brutzelt, und dann stehen die anderen alle hungrig in der Tür, begucken sich jeden Handgriff und wollen quatschen.

So was macht mich ganz unruhig! Wenn ich im Frühjahr also mal einen Tag ganz für mich allein habe, dann kommt dieses Gericht auf den Tisch. Es geht relativ schnell, kostet nicht die Welt, ist warm und kühl zugleich. Einen kleinen Haken hat es allerdings schon: In der Küche riecht es mindestens einen Tag lang noch nach Fett Und wenn ich fertig bin, setze ich mich mit diesem köstlichen Essen und einem kühlen Grauburgunder aus Baden vor den Fernseher und zappe durchs TV- Programm.

Dann bin ich mein zufriedenster Gast! Bärlauch waschen, trocken tupfen und hacken. Kartoffeln schälen und grob raspeln. In ein Tuch geben, Flüssigkeit herausdrücken. Kartoffelmasse mit Salz würzen. Butter und Öl in einer kleinen beschichteten Pfanne hellbraun aufschäumen lassen.

Kartoffelraspel mit einer Gabel fest an den Boden drücken maximal 1 cm dick. Mit Hilfe eines leicht geölten Tellers wenden und weitere ca. Rösti auf Küchenpapier abtropfen. Bärlauch-Mix pürieren, bis er schaumig ist, über die Rösti verteilen. Sehr hübsch sieht es aus, wenn man die Rösti mit dem Lachs aufrollt und quer halbiert. Es ist günstig, schnell gezaubert und wie gemacht für eher bescheidene Kochkenntnisse.

Als ich Mitte zwanzig - also ziemlich spät - entschlossen, meinen Brotberuf als Bankkauffrau aufgab, um Literatur zu studieren, stand ich auf einmal da: Irgendwann kam mir die Idee, mal auszurechnen, was eine Portion von diesem oder jenem Lieblingsgericht denn so kostet da machte sich meine Ausbildung zur Bankkauffrau wohl bemerkbar. Bewaffnet mit Taschenrechner, Prospekten von Supermärkten und den letzten Einkaufsbons verbrachte ich einige Abende am Küchentisch.

Rezepte, die unser Ende-des-Monats-Budget überschritten, versuchte ich abzuwandeln, damit wir sie uns leisten konnten. Klar gab es deshalb viel, viel Pasta bei uns. Diese Variante mit Pistaziencreme essen wir heute noch gern!

Das liegt daran, dass sie schnell zubereitet ist, man alles Nötige dafür im Haus haben kann und vor allem: Wenn ich Gäste habe, verwende ich die Pistazienpaste sogar für Vorspeisen. Ich streiche etwas davon auf geröstetes Baguette. Oder ich wickle einen Klacks in eine Scheibe Parmaschinken, perfekt. Pistazien schälen, Walnüsse knacken. Kerne zerkleinern am bequemsten geht das in der Küchenmaschine.

Thunfisch abtropfen lassen und mit einer Gabel zerdrücken. Petersilie und Basilikum sehr fein hacken. Öl und Zitronensaft mit dem Schneebesen verquirlen. Mit den vorbereiteten Zutaten vermischen, salzen und pfeffern. Ist die Paste nicht sämig genug, ruhig noch einen Schuss Olivenöl hinzufügen, das schadet nie! Spaghetti in Salzwasser nach Packungsanweisung kochen. Die Paste lässt sich super vorbereiten und in einem Schraubglas gekühlt ein bis zwei Tage aufbewahren.

Die Schauspielerin Marianne Sägebrecht liebt das Kochen. Ein bisschen anders als die anderen, dass war ich schon mit vier oder fünf Jahren. Ich erschuf mit ein Märchenland. In meiner Fantasie lebten dort Menschen mit chinesischen Gesichtern oder auch mal dunkelhäutige Inder.

Es duftete nach exotischen Gewürzen — erfrischend nach Ingwer, erdig nach Kurkuma oder eher warm und samtig nach Zimt. In diesem Land meiner Kindheitsträume war einfach alles wunderschön.

Der Duft von Gewürzen faszinierte mich aber auch in der realen Welt. Als ich 14 war, habe ich mir deshalb dieses Hühnchengericht ausgedacht. Seit mehr als 50 Jahren bekoche ich meine Familie und Freunde nun schon mit diesem Wohlfühlessen. In der zerlassenen Butter vorsichtig andünsten. Das in Stücke geschnittene Huhn waschen, trocken tupfen und mit in den Topf geben. Mit Cayennepfeffer würzen und zum Bräunen öfter wenden. Hühnerteile wieder herausnehmen und beiseitelegen.

Wermut und Cognac in den Topf geben, kurz aufkochen lassen. Tomatenmark, Zimt und Nelkenpulver zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Huhn zusammen mit Tomaten und Zucker wieder in den Topf geben. Zimthuhn mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu koche ich Basmatireis, der mit Kurkuma und Koriandergrün verfeinert wird. Der gesunde Haferbrei war aber zu der Zeit überhaupt nicht angesagt. Von einigen Zuschauern habe ich sogar Beschwerdebriefe erhalten, so nach dem Motto: Lecker soll es natürlich auch sein, deshalb hat mich die Kritik der Zuschauer angespornt.

Ich habe noch ein bisschen an meinem Porridge-Rezept herumgetüftelt und mit Getreidesorten, Joghurt und Trockenfrüchten experimentiert. Bis ich diese Mischung hier fand, die bei meinen Söhnen am besten ankam — mit nussigen Dinkelflocken, Gojibeeren und Vanillejoghurt.

Ich habe mich inzwischen so ans morgendliche Porridge-Kochen gewöhnt, dass es schon fast zur Meditationsübung geworden ist. Wenn ich vor dem blubbernden Topf am Herd stehe und langsam rühre, damit nichts ansetzt, ist das für mich der entspannteste Start in den Tag. Den lieben nämlich nicht nur meine Söhne. Dinkelflocken und Buchweizen einrühren und das Ganze 5—8 Minuten unter ständigem Rühren bei geringer Hitze köcheln lassen. Die Chia-Samen dazugeben und quellen lassen.

Den Apfel in eine Schüssel reiben und mit restlichen Zutaten vermischen. Die gequollenen Chia-Samen unterrühren. Nach Wunsch mit frischen Früchten, zum Beispiel Beeren, anrichten. Beides stärkt das Immunsystem. Alle Zutaten gibt es in Reformhaus, Apotheke oder über das Internet zu kaufen. Güngörmüs ist der erste und einzige türkische Koch, der je einen Michelin-Stern erhielt.

Seit leitet er sein Sterne-Restaurant in Hamburg. So etwa zehn Jahre ist es jetzt her, da habe ich mir mal einen Urlaub auf den Seychellen gegönnt. Ich träumte von Sonne, Strand und exotischem Essen. Sonne und Strand waren super, aber mein dritter Wunsch wurde enttäuscht. Und auch der Rest der Speisen war leider enttäuschend.

Nach den ersten beiden Tagen stöberte ich in der Speisekarte — mit dem Gedanken: Und der war so super, dass ich ihn bis zum letzten Tag des Urlaubs jeden Abend bestellt habe. Kaum war ich zurück in Hamburg, habe ich mich in meine Küche gestellt und eine Versuchsreihe gestartet: Ich habe die verschiedensten Schokosorten geschmolzen und an der Ofentemperatur herumprobiert, bis die Küchlein wie in den Ferien schmeckten.

Manchmal backe ich mir diese Urlaubserinnerung noch heute. Es funktioniert jedes Mal: Sobald die Schokolade auf der Zunge zergeht, fühle ich mich wieder wie am Indischen Ozean. Die Masse etwas abkühlen lassen. Eier mit dem Zucker schaumig schlagen. Butter-Kuvertüre-Creme nach und nach unterrühren.

Die Schokomasse in 4 mit Backpapier umhüllte Dessertringe je ca. Im vorgeheizten Backofen Grad 8—10 Minuten backen. Der Kuchenkern sollte dabei noch flüssig bleiben. Die Schokoküchlein auf Tellern anrichten und mit Puderzucker bestäuben. Je 1 Kugel Vanilleeis mit auf den Teller geben. Den Teig am besten einen Tag vorher zubereiten und bis zum Backen gekühlt ruhen lassen.

Dadurch gelingt der flüssige Kern deutlich leichter. Du bedeutest mir was! Der erste Roman der Wahl-Münchnerin erschien Es folgten zahlreiche Bestseller für Erwachsene und Kinder. Meine Mutter war und ist eine vorzügliche Köchin, aber Kuchen hat sie fast nie gemacht. Da ich Selbstgebackenes aber für mein Leben gern esse, habe ich es immer als ganz besonderen Liebesbeweis empfunden, wenn sie welchen für uns gebacken hat.

Meist gab es meinen Lieblingskuchen, einen klassischen Marmorkuchen aus der Gugelhupfform, der zum Schluss einen ganz feinen Überzug aus Puderzucker bekommt. Da ich schon immer gern etwas vom Teig genascht habe, lungerte ich natürlich die ganze Zeit in der Küche herum, wenn meine Mutter die Zutaten auspackte.

Als ich acht oder neun Jahre alt war, erklärte sie mir, wie man den Schokoteig unter den hellen Teig schichtet. Dabei drückte sie mir eine Gabel in die Hand, legte ihre warmen Finger über meine und zeigte mir, wie das schöne Muster entsteht.

Seit dieser Zeit begleitet mich das Rezept wie ein guter Freund. Und seit 21 Jahren backe ich diesen Kuchen immer, wenn eines meiner beiden Kinder Geburtstag hat. Ich überziehe ihn dann mit Schokolade, dekoriere ihn mit Gummibärchen, Schokolinsen und der entsprechenden Anzahl kleiner Kerzen — auch heute noch, obwohl meine Kinder schon erwachsen sind. Ich hoffe, dass sie den Kuchen ihrer Oma eines Tages für ihren Nachwuchs backen.

Es ist so schön, wenn Familienrezepte von Generation zu Generation weitergegeben werden! Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Eigelben schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen, sieben. Mehl-Mix im Wechsel mit der Milch unter die Eigelbmasse rühren. Eine Gugelhupfform fetten und mit etwas Mehl ausstäuben. Die Schichten vorsichtig mit einer Gabel ineinanderziehen. Eventuell zum Schluss etwas Alufolie auflegen, damit die Oberfläche nicht verbrennt. Etwas abkühlen lassen, auf ein Kuchengitter stürzen und auskühlen lassen.

Je g gehackte Vollmilch- und Zartbitterkuvertüre über einem Wasserbad schmelzen. Kuchen auf ein Gitter setzen ein Stück Alufolie unterlegen und mit Schokolade überziehen. Kurz anziehen lassen, mit Schokolinsen und Gummibärchen verzieren. Mein Zuhause ist für mich deshalb ein Ort der Entspannung und Geborgenheit. Es gibt für mich nichts Schöneres, als einen gemütlichen Abend mit Freunden zu verbringen. In den eigenen vier Wänden kochen, reden und abhängen, das ist für mich Luxus!

Gerade jetzt im Winter, wenn Berlin sich von seiner grauen und ungemütlichen Seite zeigt, mutiere ich gern mal zum Couch-Potato. Deshalb ist mein Sofa auch der Mittelpunkt meiner Wohnung in Berlin. Eine gute Freundin, die gerade zu Besuch war, bereitete dieses russische Rezept für uns zu. So entstanden Mini-Häppchen, die man, ohne zu kleckern, auf dem Sofa essen kann.

Ein Freund besorgt dann einen alten Film, während ich schon mal den Herd anwerfe. Und beim Aushöhlen und Füllen helfen alle mit. Kartoffeln knapp mit Wasser bedecken, zugedeckt aufkochen. Wenn das Wasser kocht, die Temperatur auf niedrige Stufe zurückschalten, sodass die Kartoffeln nur noch leicht köcheln.

Die Lauchzwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Petersilie waschen, trocken schütteln. Blättchen abzupfen und fein hacken. Nach ungefähr 20 Minuten prüfen, ob die Kartoffeln gar sind. Die Kartoffeln pellen und einen Deckel abschneiden.

Das Innere der Kartoffeln mit einem Teelöffel etwas aushöhlen, dabei ringsum einen Rand stehen lassen. Die Kartoffeln nur leicht salzen, da der Kaviar bereits salzig ist.

Lauchzwiebeln, Petersilie und das Ausgehöhlte der Kartoffeln mischen und wieder in die Kartoffeln füllen. Seit leitet sie eine Stiftung, die traumatisierten Kindern und Jugendlichen hilft. Nachdem eine Feier der Gräfin Beissel durch zwei Hunde fast geplatzt wäre, konnte sie erst beim Dessert entspannen.

Diesen einen Abend auf Burg Satzvey werde ich nie vergessen! Die ganze Woche war für ein Fest gewienert und gewischt, waren die Teppiche geklopft und das Familiensilber poliert worden.

Wie kleine Soldaten standen Kristallgläser exakt oberhalb der bunten antiken Teller — und je drei Gabeln und Messer wiesen auf ein aufwendiges Menü hin. Alles war perfekt vorbereitet! Als ich die schwere Tür zum Speisezimmer öffnete, um einen letzten prüfenden Blick hineinzuwerfen, wich das Blut aus meinem Gesicht. Man sah die braunen Spuren ihrer Pfoten überall auf der Tischdecke.

Ich war einer Ohnmacht nahe! Doch dann kam uns eine Idee: Ich holte alle silbernen Aschenbecher davon haben wir ziemlich viele und verteilte sie auf die störenden Stellen. Den ganzen Abend zitterte ich, ob jemand die verräterischen Stellen entdecken würde. Aber spätestens als das Zitronengefrorene auf Silberplatten serviert wurde, hatte niemand mehr einen Blick für die gar nicht benötigten Aschenbecher, der Abend war gerettet.

Jedes Mal, wenn ich dieses Dessert jetzt zubereite, muss ich mit Schmunzeln an diesen besonderen Abend denken — und die Rettung unserer Festtafel. Kakao und 2 EL Zucker mischen. Dessertringe auf ein mit Alufolie belegtes Tablett stellen und füllen.

Mindestens eine Stunde ins Gefrierfach stellen. Die restlichen g Sahne steif schlagen. Zitronenmasse auf den gefrorenen Schokomantel geben, nochmals über Nacht ins Gefrierfach stellen. Portionsweise mit Schokoraspeln bestreuen oder mit Früchten belegen.

Ihre Werke sind in mehr als 35 Ländern erschienen. Aus Angst, mir meinen guten Notendurchschnitt zu versauen, erkrankte ich als Kind vor Klausuren gern mal. Da ereilte mich dann morgens ein plötzlicher Fieberschub nachdem ich das Thermometer ein Weilchen unter die Nachttischlampe gehalten hatte.

Oder ich täuschte schwerwiegendes Bauchweh vor — was ja nicht zu überprüfen war. Allerdings hatte meine schlaue Mutter dafür ihre ganz eigene Methode. Sie wusste genau, dass ich bei Linsen mit Saitenwürstchen so nennt man im Süddeutschen die Wiener Würstchen auf keinen Fall widerstehen konnte. Jedes Mal also, wenn ich wegen angeblichen Bauchwehs die Schule verpasst hatte, gab es mittags Linsen. Meine Mutter hat nie etwas gesagt, aber ich bin mir sicher, manchmal huschte ein Lächeln über ihr Gesicht.

Heute ist sie 94, und wenn ich Mutti bitten würde, hätte ich garantiert morgen einen dampfenden Teller Linsen vor mir stehen. Und könnte diese schöne Kindheitserinnerung wieder aufleben lassen Am besten die Linsen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag gut abtropfen lassen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Speck ebenfalls in feine Würfel schneiden. Linsen und Lorbeerblätter zugeben. Frisches Wasser zufügen, bis die Linsen knapp damit bedeckt sind.

Aufkochen lassen und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. Die Würstchen auf die Linsen legen und zugedeckt kurz darin erhitzen.

Anrichten und mit Petersilie bestreuen. Wenn keine Zeit mehr ist, die Linsen einzuweichen: Wer mag, kann die letzten 10—15 Minuten noch 2 fein gewürfelte Möhren mit in den Topf geben. Und kann es kaum erwarten loszufahren.

Natürlich geht es auch darum, die Vorräte aufzufüllen. Aber Neues und Exotisches zu entdecken, das ist der besondere Reiz dabei. Als ich mich vor ein paar Jahren auf dem Gewürzmarkt im indischen Cochin wiederfand, war ich überwältigt von den intensiven Gerüchen und Farben um mich herum. Ich war berauscht von all diesen Aromen — aber auch von dem Chaos. Denn wenn sich ein Europäer, noch dazu einer in Kochuniform, hierher verirrt, wird er von allen Händlern belagert.

Zu Beginn hatte ich nur einen Gedanken: Du musst unbedingt auf deine Sachen aufpassen! Aber dann genoss ich einfach all die exotischen Eindrücke. Bei all den schönen Erinnerungen kann ich es dann kaum erwarten, wieder Anker zu lichten. Petersilie und Koriander waschen, trocken schütteln und grob zupfen. Zitrone halbieren, Saft auspressen. Mit Curry, Salz und Zucker mischen. Lachs waschen, trocken tupfen und eventuell vorhandene Gräten entfernen.

Lachs auf Frischhaltefolie legen und mit der Gewürzmischung bestreuen, leicht andrücken. Lachs fest in Frischhaltefolie wickeln und beschwert mindestens 2 Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Lachs kurz kalt abspülen, in dünne Scheiben schneiden.

Sie spielt darin eine erfolgreiche Köchin, die sich plötzlich um das kleine Mädchen ihrer verstorbenen Schwester kümmern muss. Sie kocht die tollsten Dinge für die Kleine, die nichts davon essen möchte.

Dann begleitet das Kind irgendwann seine Tante ins Restaurant. Er setzt sich neben die Kleine und fängt an zu essen. Das Ende vom Lied ist, dass sie heimlich den Teller leer futtert. Als es mir wieder besser ging, führte mein erster Weg auf den Markt, wo ich alle Zutaten dafür einkaufte.

Das zeigt doch wieder: Es muss nicht immer ein ganz abgefahrenes Gericht sein. Heute habe ich immer ein paar Gläser davon im Vorratsschrank. Ein absolutes Soulfood — schmeckt und hilft immer!

Den Ofen auf Grad vorheizen. Die frischen Tomaten und die Paprika waschen, putzen und beides grob in Stücke schneiden. Die Tomaten in der Dose mit einem scharfen Messer ebenfalls zerteilen.

Den Knoblauch schälen und mit einem Messer andrücken. Die gesamten Tomatenstücke und Chilis zugeben. Kühl und dunkel lagern, hält ca. Vijay Sapre gründete das Internetportal mobile. Ein Restaurant-Praktikum weckte seine neue Leidenschaft fürs Kochen. Aus ein paar Resten im Kühlschrank kochte er schon als Jähriger dieses Gericht — und liebt es bis heute. Meine erste eigene Wohnung hatte ich mit 17 in Erlangen.

Meine Mutter war in eine andere Stadt gezogen, ich wollte nicht zu meinem Vater zurück. Also mieteten mir meine Eltern ein winziges Apartment am Bahnhof. Die Ernüchterung kam, als ich das erste Mal von meinem Taschengeld Putzmittel und Klopapier kaufen musste.

Und natürlich stand auch kein Essen auf dem Tisch, wenn man nach Hause kam. Meine Eltern hatten aber immer schon selbst gekocht und auch uns Kinder dabei mithelfen lassen. So lernte ich neben dem, was ich fürs Abitur so brauchte, auch, für mich selbst zu sorgen. Im Wesentlichen gab es zwei Gerichte: Vor allem Letztere haben mich noch über viele Jahre begleitet und wurden im Laufe der Zeit immer raffinierter. Die kulinarisch wichtigste Verfeinerung sind übrigens die Semmelbrösel.

Zwiebel abziehen und in Würfel schneiden. Vom Hähnchen zuerst die Haut entfernen. Dann das Fleisch von den Knochen ablösen und klein schneiden oder würfeln. Das Gemüse je nach Sorte waschen, putzen und klein schneiden. Zuerst die Zwiebelwürfel und Semmelbrösel zugeben und unter Rühren braten, bis die Zwiebeln glasig sind. Kurz mitbraten, dann das Gemüse zugeben und unter Rühren 8—10 Minuten braten, bis das Gemüse gar, aber noch bissfest ist.

Das Hähnchenfleisch zugeben und unter Rühren 3—4 Minuten mitbraten. Petersilie waschen, trocken tupfen. Blättchen von den Stängeln zupfen, fein schneiden. Klar gehen auch andere kurze Sorten wie Eliche oder Penne. Am meisten liebte ich aber die herbstlichen Samstage — da gab es nämlich Reibekuchen! Denn nicht nur ich, auch meine beiden Geschwister und mein Vater liebten diese ölgeschwängerten Abende in der Küche. Mein Vater legte dann stets ein Stückchen Lachs auf und ein Stück Pumpernickel unter den frischen Reibekuchen — das sollte das Fett aufsaugen und verdaulicher sein.

Meine Schwester duldete nichts als drei goldbraun gebackene Reibekuchen auf ihrem Teller; mein Bruder strich fingerdick Rübenkraut auf seine, und meine knusprigen Taler badeten in einem See von Apfelmus. Nur meiner Mutter war nach der ganzen Braterei meist der Appetit vergangen: Dann steht meine Mutter seit gefühlten acht Stunden in der Küche, hat Kartoffeln und Zwiebeln per Hand gerieben und die Masse in reichlich Öl ausgelassen — ein Ritual, das sich hoffentlich noch viele Jahre halten wird.

Zuerst die Kartoffeln und Zwiebeln schälen und reiben mit der Küchenmaschine. Dann die Eier, Salz und eine Prise Zucker unterrühren. Zum Schluss so viele Haferflocken zugeben, dass die Kartoffelflüssigkeit etwas gebunden wird. Wenn sich nach 2—3 Minuten etwas Flüssigkeit oben absetzt, ist das nicht schlimm, einfach wieder durchrühren. Das Kartoffelwasser ist wichtig, da es die für die Festigkeit notwendige Stärke enthält.

Die Reibekuchen portionsweise mit ca. Trotzdem ist er zu Prozent Schwabe — und liebt Maultaschen über alles. Aufgewachsen im Schwabenländle, lebt der gelernte Koch und Weinexperte seit auf der Nordseeinsel. Sylt ist das Pradies für mich! Und die "Sansibar" ist mein Wohnzimmer. Aber als Zugezogener überfallen einen dann manchmal doch die Erinnerungen an die alte Heimat. Dann träume ich von der grünen und hügeligen Alblandschaft, denke an würzige Maultaschen und ein schönes Viertele Trollinger.

In solchen Momenten rufe ich meinen Küchenchef, den Dietmar, und er bekommt den schwäbischen Spezialauftrag: Maultaschen nach Mutters Originalrezept. Beim ersten Mal habe ich ihm noch die Tipps meiner Mutter mitgegeben. Das Wasser darf, sobald die Maultäschle drin sind, nur noch sieden. Und auch wenn Nicht-Schwaben immer wieder staunen: Ein Kartoffelsalat schmeckt dazu am besten!

Alle Teigzutaten glatt verkneten. In Frischhaltefolie gewickelt ca. Die vorher in Wasser eingeweichten, jetzt gut ausgedrückten Wecken, Spinat und Petersilie durch den Fleischwolf drehen.

Mit den Speckzwiebeln mischen. Diese Masse mit Eiern und Hack verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Teig portionsweise dünn ausrollen und in ca. Füllung auf das obere Drittel der Rechtecke verteilen. Die Maultaschen kurz anbraten, mit gerösteten Zwiebeln oder Semmelbröseln bestreuen.

Cornerlia Funkes Leben ist ein Traum: Bücher illustriert, mit dem Schreiben angefangen. Weltbestseller, Hollywood — bamm! Es gibt nicht viele Frauen, denen man so viel Erfolg so sehr gönnt. Eine Geschichtenerzählerin nach ihrem Lieblingsrezept zu fragen, obwohl sie die schlechteste Köchin auf diesem Planeten ist, löst bei ihr erst einmal Kopfschmerzen aus. Aber eine essbare Sache bringe ich tatsächlich zustande, und das sind Pfannkuchen.

Die ersten Pfannkuchen habe ich versucht, als mein Mann mit einem Freund verreist war. Er war so ein Meisterkoch, dass ich meine Dienste am Herd nie angeboten hätte. Eine Reise kann überraschende Früchte tragen — diese lehrte mich Pfannkuchen backen.

Ist das nicht das perfekte Rezept für jemanden, der keine Geduld und kein Talent zum Kochen hat? Allein der Geruch beschwört tausend Bilder herauf: Ben noch im Bett. Ich liebe es, meinen Kindern ihr Frühstück ans Bett zu bringen; vermutlich, weil ich es selbst zu gern dort bekomme. Eine oder zwei Antihaft-Pfannen erhitzen. Bei mittlerer Hitze die eine Seite goldbraun backen. Pfannkuchen wenden und von der anderen Seite goldbraun backen. Pfannkuchen wahlweise mit fein geschnittenem geräuchertem Schinken und Schnittlauchröllchen füllen oder mit Nussnougat Nutella bestreichen oder Zucker bestreuen.

Als Ministerin braucht Ursula von der Leyen viel Organisationstalent. Als Mutter von sieben Kindern aber auch. Am Wochenende ist bei uns immer Familienzeit. Samstagnachmittags zum Beispiel platzen dann oft unvermittelt die Kinder ins Haus.

Ich habe zwei Söhne und fünf Töchter, und besonders am Wochenende haben sie häufig auch noch ein paar Freunde im Schlepp. Und was garantiert immer der Fall ist: Die ganze Bande hat einen Mordshunger. Das ist normalerweise der Ort, an dem wir oft beisammenhocken, klönen und diskutieren. Bei meiner Asiapfanne geht das so: Es werden kleine Berge von Gemüse und Putenschnitzel auf Holzbrettern verteilt.

Jeder schnappt sich ein Messer, und alle machen sich über Möhren, Zuckerschoten und Putenschnitzel her, die wir für die Gemüsepfanne brauchen.

Ich kann nur sagen: Zum Glück helfen so viele Leute mit, denn sonst würde gerade bei diesem Gericht das Putzen und Schnippeln viel zu lange dauern. Ist alles gut vorbereitet, geht es dann glücklicherweise ganz schnell. Beides ist auf jeden Fall ein ganz besonderer Genuss. Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung garen. Putenschnitzel waschen, trocken tupfen und quer in Streifen schneiden. Möhren putzen, schälen und schräg in dünne Scheiben schneiden. Zuckerschoten waschen, putzen und quer halbieren.

Knoblauch schälen und fein hacken. Das Gemüse zugeben und unter Rühren 5 Minuten mitbraten. Die Nudeln untermischen und 1 Minute unter Rühren mitgaren. August Vorläufe , 5. Sein Lieblingsrezept kommt von Tante Lilly: Als ich klein war, bin ich nach der Schule immer erst zu meiner Tante Lilly gegangen.

Bei ihr gab es oft Schweinefleisch, und mein Lieblingsessen war und ist auch heute Jerk Pork mit Yamswurzel. Fleisch konnte ich übrigens nur bei Tante Lilly essen, meine Mutter kocht aus Überzeugung immer nur Gemüse. Wenn ich satt war, lief ich nach Hause und habe mit Mama noch einmal Mittag gegessen.

Sie wusste natürlich immer, dass ich von Tante Lilly kam und eigentlich schon satt war. Besonders lecker sind die Yamswurzeln meiner Tante. Sie baut sie in ihrem kleinen Vorgarten selbst an. Mein Vater und Tante Lilly sagen immer, dass ich durch die Yamswurzeln so stark und schnell geworden bin. Vor jedem Wettkampf gibt mir dieses Essen die Power, um zu siegen. Wenn es irgendwie möglich ist, kommt meine Tante Lilly mit zu den Wettkämpfen in aller Welt. Und kann sie einmal nicht dabei sein, lasse ich mich nach ihren jamaikanischen Rezepten bekochen.

Ich liebe Schweinefleisch und Hühnchen, ohne kann ich gar nicht leben. Zurzeit bin ich der schnellste Mann der Welt — und will es noch lange bleiben. Um Gold zu gewinnen, setze ich auch diesmal auf Tante Lillys Kochkunst. Fleisch waschen, trocken tupfen. Je nach Fleischstück in Portionen schneiden. Mit der Gabel mehrmals einstechen. In eine Schüssel geben.

Schoten waschen, klein schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, waschen, fein hacken. Knoblauch abziehen, fein würfeln. Alles mit den restlichen Zutaten mischen, abschmecken, eventuell pürieren. Fleisch mit zwei Dritteln der Marinade Rest kalt stellen einreiben, abgedeckt über Nacht marinieren.

Fleisch aus der Marinade nehmen, über direkter Hitze auf dem Grillrost angrillen. Bei indirekter Hitze und geschlossenem Deckel fertig grillen. Mit restlicher Marinade bepinseln. Schon als Studentin hat Bettina Böttinger freitags Spaghetti gekocht. Nudeln machen glücklich — das wusste ich schon als Kind. Kulinarischer Höhepunkt meiner kindlichen Begeisterung: Feiner war da schon der Nudelauflauf meiner Mutter.

Mit Makkaroni, gewürfeltem Kochschinken, frischen Tomaten. Darauf eine Schicht Parmesan, Butterflöckchen und ab in den Ofen. Während des Studiums war ich notorisch knapp bei Kasse, legte aber Wert auf Essen. Im Laufe der Jahre habe ich unzählige Pastagerichte ausprobiert. Spaghetti al Olio bleibt mein Klassiker. Weil ich immer im Haus habe, was man dazu braucht. Mal mit, mal ohne Scampi. Mal sehr scharf oder eher dezent.

Mal mit sehr viel Knoblauch oder doch lieber sozialverträglicher mit etwas weniger. Valpolicella darf es immer noch sein. Mittlerweile kenne ich mich mit den Weingütern rund um den Gardasee ganz gut aus und bin daher wählerischer geworden. Meine Leidenschaft für die "einen" Nudeln ist aber geblieben!

Darin die Spaghetti nach Packungsanweisung al dente bissfest kochen. Garnelen zugeben und darin unter Rühren ca. Alles mit Salz abschmecken. Nach Wunsch etwas Petersilie darüberstreuen und frisch geriebenen Parmesan dazu servieren.

Manchmal packt sie das Fernweh. Dann hilft dieser Salat. Die beste Thai-Küche unseres Lebens haben wir nicht etwa in Thailand kennen- und lieben gelernt, sondern in München. In einer ehemaligen Eckkneipe stieg einem schon beim Hineingehen der herrliche Duft nach blumigem Jasminreis, Koriandergrün und geröstetem Chili in die Nase. Nitaya, die Besitzerin des Restaurants, kochte mit ungewöhnlicher Präzision, erstklassigen Zutaten und vor allem stets mit der nötigen verschwenderischen Menge an Chili und frischen Kräutern.

Das rosa gebratene Fleisch wird mit Kräutern und Gewürzen zusammen gehackt und mit Limettensaft säuerlich abgeschmeckt. Dazu servierte sie reichlich Salat- und Kräuterblätter. Die Blätter sind also Bestandteil des Gerichts, keine Dekoration. Und dabei sind sie nicht nur köstlich, gerade das Päckchenpacken hat uns immer besonders viel Vergnügen bereitet. Nitayas Restaurant gibt es leider nicht mehr.

Fleisch häuten, Haut fein würfeln, im Öl knusprig ausbraten. Auf ein Sieb geben, Fett auffangen. Krusteln auf Küchenpapier abtropfen. Zugedeckt 10—15 Minuten ziehen lassen, bis es durch, aber noch saftig ist. Rohe Reiskörner in der Pfanne rösten, bis sie springen, duften, aber keine Farbe annehmen. Sie begann ihre Karriere beim Hessischen Rundfunk. Es gibt Rezepte, die einfach nur rundherum glücklich machen. Dieser Mandel-Butterkuchen gehört definitiv dazu.

Für mich hat er zudem eine ganz besondere Bedeutung: Das Rezept stammt vom Vater meiner allerliebsten und allerbesten Freundin Conny. Er ist Bäcker und hat mir, nachdem ich zum ersten Mal davon probiert hatte und total begeistert war, netterweise das Rezept verraten. Wenn ich den Kuchen jetzt backe, verbinde ich damit Freundschaft und ein heimeliges Gefühl.

Zudem hat er alles, was ein Kuchen für mich braucht: Bei schlechter Laune hilft ein Stück dieses Kuchens garantiert! Natürlich ist er nichts für Kalorienzähler, und in abgespeckter Version schmeckt er eh nicht besonders gut. Kuchen ist Kuchen, da gehören Butter und Zucker für mich einfach dazu. Für ein Stück noch warmen Kuchen vom Blech lasse ich jede noch so gut aussehende Torte stehen.

Kuchen wirkt ursprünglicher, schlichter, das mag ich sehr. Wenige Zutaten, wenig Aufwand, aber ein prächtiges Ergebnis! Mit Frischhaltefolie abgedeckt 10 Minuten gehen lassen. Zur Kugel formen, in die Schüssel geben. Teig oben kreuzweise einschneiden. Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken. Teig am warmen Ort ca. Teig kurz durchkneten, halbieren. Auf 2 gefetteten Blechen ausrollen. Teigböden mit etwas Wasser bepinseln.

Mit den Fingern kleine Mulden in den Teig drücken. Pro Blech g Butter in Flöckchen darauf verteilen, mit g gehobelten Mandeln und g Zucker bestreuen. Danach mit der Hälfte der geschlagenen Sahne bepinseln. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. We are family — mit dem würzigen Schmortopf von ihrer Mutter kriegt Frauke Ludowig das ganz locker hin.

Es gab ihn meist an Sonn- oder Feiertagen, dann kam immer die ganze Familie zusammen. Mittlerweile ist er ein echter Klassiker bei uns geworden. Mein Mann schwört genauso drauf wie meine beiden Töchter. Man mag ja nicht jedes Gericht aus seiner Kindheit auch als Erwachsener, aber der Filet-Topf schmeckt mir noch immer. Ich verbinde damit Heimat und Familie, beides ist mir sehr wichtig.

Weil meine Mädchen Omas Schweinefilet so gern essen, koche ich es inzwischen auch selbst. Ich habe dabei eine Menge von meiner Mutter gelernt. Sie ist eine tolle Köchin, leider gelingt mir das Filet nicht immer so wie ihr.

Ich nehme weniger Sahne als meine Mutter, dafür lieber viel frisches Gemüse. Wenn der würzige Duft durch die Küche zieht, denke ich immer an früher zurück. In meinen Töchtern entdecke ich viel von mir, genau wie ich als Kind sitzen sie ungeduldig am Esstisch und warten auf leckere Sachen.

Allzu oft gibt es den Schweinefilet-Topf aber nicht, er soll ja etwas Besonderes bleiben. Wenn sich aber jemand das Gericht wünscht, koche ich es gern — wir fühlen uns dann immer als Familie richtig stark. Fleisch trocken tupfen, vorhandene Sehnen und die Silberhaut entfernen. Fleisch herausnehmen und auf einem Teller abkühlen lassen.

Einmal aufkochen, dann pürieren. Pilze putzen, in Scheiben schneiden. Mit den Schinkenwürfeln gemeinsam anbraten. Einmal unter Rühren aufkochen lassen. Petersilie waschen, trocken schütteln, fein schneiden. Dazu Reis servieren, Spätzle oder Baguette. Schon auf ihrem Puppenherd übte Dagmar von Cramm , perfekte Pfannkuchen zu backen.

Heute ist sie Ernährungswissenschaftlerin und erfolgreiche Autorin. Sie lebt mit ihrem Mann in Freiburg und hat drei Söhne. Nichts prägt sich nachhaltiger ins Gedächtnis ein als die Gerüche unserer Kindheit. Was kann man Kindern also Besseres mitgeben als eine ganze Welt voller himmlischer Gerichte? Sie schenkten mir einen elektrischen Puppenherd, der mein ganzes Glück war. Das erste Gericht, das ich perfekt beherrschte, waren Palatschinken — hauchdünn, flaumweich in wenig Butter gebacken.

Welten entfernt von den dicken westfälischen Pfannekuchen meiner Heimat Wuppertal. Die Zutaten sind so einfach: Das gab es immer. Ich übte so lange, bis ich aus dem Teig von einem Ei sechs oder sieben Palatschinken backen konnte. Noch heute überkommt mich ein Gefühl von Geborgenheit, wenn ich mir den ersten Pfannkuchen vom Stapel nehme, zuckere, aufrolle und diese Mischung aus zartem Teig und körnigem Zucker auf der Zunge zergehen lasse.

Meine drei erwachsenen Söhne lieben meine Palatschinken übrigens auch. Das Ei mit dem Schneebesen verquirlen. Ein Drittel Mehl einrühren, bis der Teig dicklich ist, dann mit 50 ml Milch verrühren. So im Wechsel Mehl und Milch unterrühren, dass keine Klümpchen entstehen.

Mit Salz würzen und mindestens 15 Minuten ruhen lassen. Teig mit etwas Mineralwasser aufschäumen. Ein Stück Butter in einer beschichteten cm-Pfanne zerlassen, eine Kelle Teig hineingeben, unter Schwenken darin verteilen. Mit Deckel 1—2 Minuten backen. Wenden, mit Deckel in 2 Minuten fertig backen. Aus restlicher Butter und Teig 6—7 weitere Pfannkuchen Palatschinken backen.

Palatschinken mit Zucker, Zwetschgenkompott, Marillenkonfitüre und Schmand servieren. Wenn mehr Zeit ist: Masse auf die Palatschinken streichen, je 2 EL Apfelkompott darübergeben, aufrollen, in eine gebutterte feuerfeste Form legen.

Und ist im Nu fit. Der bringt einen auf Temperatur. Ich hab gleich fünf Stück davon getrunken. Der Oyster-Shooter wird in einer Art Schnapsglas serviert. Aber alle Geschmacksnerven sind danach aktiviert. Dieser Mix ist unvergleichlich. Für mich gibt es keinen besseren Energie-Kick. Ich war schwer mit dem Sushi-Virus infiziert und wollte unbedingt an der Academy, die von japanischen Meistern geführt wird, lernen, wie man perfektes Sushi macht.

Ich war der erste Deutsche, der die Academy absolviert hat, und so im Stress, dass ich gesunde Energy-Booster gut gebrauchen konnte.

Der Oyster-Shooter hält mich heute noch fit und ist ein super Party-Starter. Die Tomate kreuzweise einritzen. Tomate häuten, halbieren, den Stielansatz und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Die Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Tomate, Schalotte und Limettensaft mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Gurke schälen und klein schneiden. A wine that would stand toe totoe with some of the greatest Chateauneuf du Papes out there,this utterly profound Ventoux offers awesome aromatics ofincense, blackberries, crushed flowers, licorice and cured meats.

Pure, full-bodied, silky and weightless, yet packed with characterand flavor, it's a truly sensational wine that readers shouldn'tmiss! Justinsanely perfumed, with tons of incense, Provencal herbs, garrigue,smoked meats and violets, this full-bodied beauty has a stackedmid-palate, building, sweet tannin and a killer finish.

Hellobeautiful, why didn't I buy more of you. Not harvesteduntil the 18th of October which is average to early for thisterroir Count me as a fan and it's anther wine thatwill see its 20th birthday in fine form. Possessing full-bodied richness, impressiveconcentration and fabulous tannin quality which is a step up overmore recent vintages , this rock star from Ventoux gives up loadsof cassis, licorice, graphite and smoked meats.

Given its purity,structure and still youthful character, this impressive Syrah willsee its 20th birthday in fine form. Very crisp, medium-bodied andfresh, it has terrific purity and delineation.

Still a baby, it needs years ofcellaring and will drink well through This beauty's deeppurple color is followed by upfront, intense notes of pepper, spice,sweet oak and dark fruits. These give way to a full-bodied,concentrated and seamless that has tons of fruit, polishedtannin and straight up sensational purity.

It will benefit from shortterm cellaring and have 15 years of overall longevity. It will keepnicely for another years, although there's no need to hold off. Medium-bodied,pure and elegant, with lots of pepper, flowers, cassis and a touchof vanilla aromas and flavors, it needs a touch more polish to itstannin, but it's a beautiful Syrah that will keep for a decade.

It still has some chewy, rustic tannin to integrate, yet is certainlydrinking nicely today. While a lot of s come up short onconcentration and depth, this beauty is perfectly balanced, has alayered, seamless texture and fine tannin, all suggesting it willevolve nicely through Drink this beautyover the coming years.

Medium to full-bodied, silky, nicelyconcentrated and textured, with the sunny, pleasure bent style ofthe vintage, it's a beautiful wine to enjoy over the coming years. Nevertheless, it will continue to evolve nicely through Possessing a finesse-driven, elegant, moderatelyconcentrated, yet sexy style, with tons of black raspberry, violetsand spice, it's ideal for drinking in its youth while you wait on themore structured, concentrated vintages to get some bottle age.

It has the polish and balance to drinknicely now, but it has another decade of longevity. Notes of olives, crushed rocks,pepper and assorted dark fruits all emerge from this mediumbodied,elegant, pure and balanced wine that's drinking at point.

Enjoy it through Full-bodied, pure, impeccably balanced and drinkingbeautifully, it shows that these all need cellar time to show attheir best.

It will continue drinking nicely through A complete, elegant wine that shows itsSyrah backbone front and center, it yields impressive notes ofolive, menthol, spice and darker, peppery fruit in an elegant,medium to full-bodied style. Coming up on ten years of age, it putsmany northern Rhone Syrahs to shame. Chateau Pesquie is without a doubt one of the top estate in Ventoux and the wines are under-priced given their quality.

These carry to a medium to full-bodied, elegant and balanced red that gains depth and richness with time in the glass, has loads Provencal character and a great finish. Medium to full-bodied, moderately concentrated and beautifully pure, it has a tight core of tannin and no shortage of cut or precision on the finish.

Give it a year or so in bottle and enjoy bottles through or longer. Made in a crisp, racy, medium-bodied style, it offers exotic notes of lychee nut, honeyed grapefruit, tangerine and even orange blossom on the nose. Borderline lean, it gains a touch more richness with time, has beautiful fruit and a clean, dry finish. It will drink well for years. Strawberry, raspberry, sappy pine and hints of flowers all emerge from this solid effort, and it will be a great meal starter over the coming months.

Year in and year out this cuvee isan incredible value and a no brainer that readers need to buy. This is followed by a medium to full-bodied red that a forward, sexy, supple texture and no hard edges. More approachable right out of the gate than is normal for this cuvee, it should drink nicely though Aged 18 months in barrel, it offers a deep, rich and layered profile of blackberry, licorice, underbrush and ground herbs.

Give it another year or two, and enjoy it over the following decade. Made from a blend of different terroirs on the estate and basically declassified Quintessence and coming from hillside vineyards lying between feet in elevation, it offers up a gorgeously pure, supple and seamless profile with kirsch and berry-styled fruit, licorice and spring flower-like qualities all emerging from the glass.

Elegant, forward and delicious, it gains in stature in the glass, is ridiculously textured from such an inexpensive wine, and has sweet tannin emerging on the finish. Buy this thrill ride of a Cotes du Ventoux by the case and enjoy bottles over the coming years. Aged all in cement tank and stainless steel, this juicy, medium-bodied and straight up delicious effort has notions of lavender, apricot, honey blossom and poached pear all emerging from the glass. Enjoy it over the coming couple of years.

Loaded with notions of tropical fruits, honeysuckle, toast and white peach, it is medium-bodied, beautifully fresh and shows loads of class and length on the finish. It also stays remarkably fresh and focused and will be versatile on the dinner table.

Balanced, fresh and elegant, with medium to full-bodied richness, knockout texture and chewy tannin, it should shine for years. Juicy and fresh, with the approachableness of the vintage, it gives up ample flowers, garrigue, licorice and copious black and blue fruits to go with a medium to full-bodied, beautifully textured and seamless profile. The same blend and elevage as the , it should drink nicely for upward of a decade.

Loaded with gorgeously pure, blackberry, cassis, spice, chalky minerality and floral notes, it hits the palate with medium to full-bodied richness, no hard edges and integrated, juicy acidity. Enjoy it over the coming years or more. It will drink nicely on release, yet have no problem evolving for over a decade. It's just terrific, and the good news is that there are 7, cases, which is a rarety in this business - finding something spectacular in quality, low in price, with excellent availability.

Drink it over the next years. To reiterate, it should last for at least a decade. Deep and full-bodied with velvety tannins, goods acidity, and a long finish, this is a heck-of-a wine to drink over the next years. This is an opaque purple-hued, classic, cool climate Syrah from southern France. The higher elevation gives the wine great acidity as well as an extraordinary bouquet of acacia flowers, creme de cassis, blackberries, tar, licorice, and spice.

Deep, full-bodied, and layered, this gorgeous offering should drink beautifully for years. This is the benchmark estate for fabulous wine in the Cotes du Ventoux. Even with the weak American dollar, it can still be purchased for a song. Full-bodied with loads of fruits as well as a generous, savory mouthfeel, it is best drunk over the next several years. This wine is aged in French oak for 12 months then bottled unfined and unfiltered. The wine is more tannic than its two siblings, but impressively rich and long.

It should age nicely for up to a decade. This 5,case cuvee represents one of the best buys in southern France. Medium to full-bodied, opulent, and voluptuous, with superb purity, loads of flavor, and no hard edges, this is a seamless, sexy red to enjoy during its first years of life. Among the finest dry whites I have tasted from this region, this tank-aged effort exhibits aromas of orange marmalade, citrus oils, pears, peaches, and honeysuckle.

Medium to full-bodied and fleshy, it is best consumed over the next years. A formidably endowed, inky purple offering, it is full-bodied, dense, chewy, and loaded with broodingly backward, thick flavors of blackberries, cherries, and licorice. It should hit its stride in years, and last for , possibly longer.

It held up three days without any fruit deterioration. Artemia - A delicate nose of ripe little red berries turns into a soft and balanced mouth which evolves into a solid spicy finish.

Quintessence Blanc La bouche renferme un toucher soyeux et juteux. Artemia rouge Quintesssence rouge Straightforward, cool white with some fermentation aromas. Quintessence white Herbal and focused — if tight and a bit astringent. Salty and refreshing, dry end. Scented and lifted and perfumed. Terrasses red Tastes quite Syrah for the moment.

Should flesh out a bit with time. Very rich on the nose and yet with massive tension. Dense and briary blend of Grenache and Syrah with quite marked acidity. Needs lots of time. The finish is quite dry and almost chalky-textured at the moment. Then comes the tarry firmness of the Syrah on the finish. This is pretty serious, with a really strong liquorice streak.

Very ambitious but by no means overdone. Very rich and sweet and satisfying, but with great potential for ageing. Hedonistic with very finely managed tannins and attractive lift. Excellent texture and good acidity with a hint of saltiness. Pretty good balance between sweetness and chewiness. Still a bit too tense - I'd wait just a while for it to relax.

Very lively and energetic nose without any obvious oak and some well integrated fruit and some real minerally succulence. Already an exciting drink but it should be worth ageing. Cool, fresh and very Ventoux. Really quite rich and slightly oaky on the nose. Broad and opulent with a very slightly sour edge.

Pretty ambitious and distinctive. Not quite as exciting as some vintages. A trace of oak on the nose but the sweet fruit sings out on the palate already. This seems more like an internationally styled red rather than a Ventoux. Still lots of tannin. Sweet and veering towards blockbuster. A little hot on the end. Very pretty, juicy, succulent fruit.

Super-friendly and charming with an attractive sucky-stony streak on the finish. Very confident and correct. Cool finish after this very ample fruit. Not the most complex wine but very well balanced. Racy, herbal and very lively. Fermented in foudre and raised in barriques. More youthful than Ste-Cosme's Le Claux , although this was apparently an especially youthful bottle.

Bottled in June Juicy, sleek and very friendly. Not that persistent but very well made. Quintessence Rouge Very rich and sweet. This wine certainly doesn't look like an underripe vintage! They picked their last grapes on 31 October. No Artemia will be produced in Hardly any oak, just a little old oak. Very jolly, lively and friendly even if far from serious. So rich it tastes almost exaggerated! Much rider than the average Syrah. This is clearly made for the long term. It's a bit more interesting than the Paradou Blanc but is still a little heavy on fermentation aromas and a sweetish mid palate precedes a pinched end.

Fresh, honey and mint aromas. Extremely nervy and, for instance, quite different from Beaucastel's rich version. Fine and fresh ; elegant and subtle. Extremely rich for this combination of appellation and vintage - On the nose anyway.

On the palate it is a little more elevated. Very tingly and lively. Obviously hand crafted and very fair value. Solid artisanal wine for less than a tenner is not to be sniffed at.

Sweet and round and rich - Lovely stuff! Silky and almost drinkable already but with lots of fine tannin tucked underneath. Liquorice, butter, cream, nuts, peach, moderately intense. The Roussanne is barrel fermented and kept until Feb before blending and bottling in June. Very pure and linear rather textbook Roussanne. Lively and relatively simple. Juicy and very uncomplicated, though there is rather a fast fade.

Tiny bit of Cinsault and Carignan in this. Very fresh and with much more juice and density than in the Fizzing my life now. One year in oak, half new. Not much nose but amazing depth on the palate. Brooding and very impressive, though apparently the s are starting to close up a little. Some development on the nose. Sweet and smooth and charming, though with a bit of Syrah tautness on the finish.

Serious wine though a little more spindly than lower-altitude wines. Very deep and dark and a little burly. Half new oak and they are hoping to age the wine for 15 years.

Very juicy and sweet and flattering. So sweet and rich! Exciting, full of potential though still very tight. I'm sure I have already written about the year I spent in Provence in the mid s when Mont Ventoux was the dominant landmark.

It's silky and almost drinkable already but with lots of fine tannin tucked underneath to keep it lively over the next three years at least. This is a wine that could be enjoyed with a wide range of meaty dishes. Honeysuckle and round and exciting. Ready to drink this instant - Though could do with a little more acid. Nose a little subdued but lively rich palate - Even though the acidity is spiky.

Terrasses Red Pushed a little too hard? Much fresher on the palate, quite cedary, intense black fruit. But this lifts the bright red and black fruit Furry ripe tannins. Quite grainy and powerful, honeyed pears, fresh and peppery on the finish. Dry texture at the end - rather a lot of final friction. Quite developed and meaty already.

Than rather dry and abrupt on the finish though there is fruit underneath. Smooth, relatively poslished nose - super fruity and well managed. A hint of ink but really nice wine for early drinking. Tannins very well hidden.

Very, very sweet, oaky nose. This is surely a wine to dab behind the ears rather than drink. So sweet it's just not refreshing. Arresting all right but not for me. This seems a little more confortable than the Quintessence - perhaps the fruit is more concentrated and better able to deal with all that toasty oak.

Surely a stage towards where they want to go rather then the destination? Rather Burgundian oak with a hint of coffee.

Bright crimson with a sweet and slightly sweaty nose and hints of Bovril. Big and alcoholic, but too hot. Sweet and full and round. All corners of the palate are filled.

This has a lovely spice but there is pretty severe tannin at the end. Very, very meaty again and quite tough. This may calm down and is certainly very ambitious. Sheltered from the cold north wind, the vineyards slope southwards at a reasonably high altitude around m on gravels and pebbly soils.

Rich, flattering and racy. La robe sombre donne le ton. Artemia rouge - Golden award 95pts Terrasses rouge - Silver award 90pts. Its top wine, Quintessence, made only in good years, shows some Ventoux wines can benefit from ageing in new oak and also improve with bottle age.

Wonderful concentration, plummy fruits and chocolatey finish The mocha profile takes an encore on the finish, while a floral flicker adds range and contrast. Displays a muscular, briary edge on the finish, with the toast integrating pleasantly. Amped up, but enjoyable. A pumped-up style, but balanced and focused. For fans of the style. Equal parts Grenache and Syrah. Licorice and spice notes linger on the toasty finsh. Good, though the toast is holding this together more now than the fruit.

A cocoa edge lingers through the finish, showing good cut and definition. A pastis hint threads through the finish. This has solid guts, but needs a touch of cellaring. Best from through A singed apple wood note drives the finish. Dark licorice and spice notes take over on the full-bodied finish. An ambitious style, this is a good effort for the vintage.

Slightly firm toast frames the finish. Yet has the currant and black cherry fruit to back it up, with intriguing notes of tar and game chiming in on the finish.

Impressive for the appellation. Showy at first but a touch blowsy in the end. A crowd-pleaser that comes up just a touch short on zip in the end. There's more weight than purity, but this is tasty. Yet falls a bit soft in the end, with a hint of baked apple.

Pure and very tasty. An anise edge hangs on the finish. Dark but pure on the finish. A bright floral edge frames the pure finish.