Anniversary of a death



Die Brücke über die Hölle arabisch: November die Toten am Dia de Muertos aus dem Jenseits zurück, um die Verbliebenen zu besuchen und die Seelen mit den weltlichen Freuden zu verwöhnen. Im Folgenden sind davon einige aufgeführt: Alles was man zum Pflichtteil wissen muss. Jeden Morgen und Abend wird ihm sein Platz in der Hölle gezeigt.

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Geschminkte Kinder hüpfen mit Totenköpfen aus Marzipan und Zuckerguss vor uns herum. Und gerade ist der Catrina-Umzug an uns vorbeigezogen, für den sich Frauen und Mädchen als Skelette verkleidet haben.

Jetzt, in der Nacht, treffen sich die Familien auf Friedhöfen, um ihren Verstorbenen Geschenke zu bringen, gemeinsam mit ihnen zu essen und Musik zu hören. Diesen Ansatz finde ich sehr tröstlich und schön. So etwas in die Tat umzusetzen, mutet mir allerdings unvorstellbar an. Sie sind geschmückt mit gelben Ringelblumen und bestückt mit allem, was die Toten im Jenseits vermissen könnten. Okt um Zu realistisch sind die Bilder der Verstorbenen, zu sehr erinnern sie mich an Dinge, die ich eigentlich lieber verdränge.

In unserer Gesellschaft passt die Trauer nicht in den Alltag, in dem wir funktionieren müssen. Der mexikanische Tag der Toten holt das Sterben ins Leben. Würde so ein offener Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit auch in Deutschland funktionieren?

Anders als bei uns gedenkt man der Toten in Tlaquepaque nicht in aller Stille, sondern feiert sie lautstark - und gleichzeitig das Leben. An beinahe jeder Ecke steht eine Mariachi-Band und spielt diese wunderbare Musik, die gleichzeitig traurig und fröhlich ist. Zu den Klängen tanzen die Mexikaner bis tief in die Nacht. El Dia de los Muertos. Ein von Francesco Lastrucci francescolastrucci gepostetes Foto am 1.

Nov um 5: Es ist ein melancholisches, gleichzeitig auch ein lebensbejahendes Fest - was man sich kaum vorstellen kann, wenn man das Treiben nicht selbst gesehen hat.

Vielleicht passt dieses Widersprüchliche in Wahrheit viel besser zum Tod eines geliebten Menschen. Und ist es nicht auch sinnvoller, dem Tod mit Kraft und auf Augenhöhe zu begegnen, da er doch eh unausweichlich ist? Met this little cutie! Ein von Casa Artelexia artelexia gepostetes Foto am Der Tod gehört zum Leben dazu wie die Geburt. Diesen Satz habe ich oft gehört. In Deutschland kam er mir meist vor wie eine leere Phrase, in Mexiko verstehe ich ihn plötzlich. Menschen aus Fleisch und Blut kostümieren sich wie Skelette, Kinder spielen mit Totenköpfen - eine ganze Gesellschaft umarmt so den Tod.

So wird er leichter zu ertragen. Jedenfalls kommt mir das so vor, während ich dem Treiben um mich herum zusehe. Und zwar so, wie sie im Leben waren, mit all ihren Fehlern, ihren Vorlieben, ihrem Lieblingsessen. Und vielleicht auch mit ihrem Lieblingsschnaps. Ein von megumi kato megtabi gepostetes Foto am 1. Nov um 3: Die Feierlichkeiten erstrecken sich über mehrere Tage und beginnen traditionell am Oktober, um sich bis zum 2.

Vor allem nach Mixquic strömen jedes Jahr tausende von Besuchern. Aber was ist so besonders an diesem Fest? Auf den Friedhöfen und in den Wohnungen des Landes werden farbenfrohe Altäre mit Blumen, Girlanden, Kerzen sowie buntem Zuckerwerk geschmückt und die Familien versammeln sich zu einem gemeinsamen fröhlichen Picknick an den Gräbern der verstorbenen Verwandtschaft, um zu Essen, Trinken. Im Rahmen dieser Mythologie stirbt eine Seele nicht, sondern verweilt am jenseitigen Ort des Todes span.

Mictlan und kehrt jedes Jahr an einem bestimmten Tag auf Besuch ins Diesseits zurück, um dann mit den lebenden Verwandten zu feiern. Der Tod wurde in diesen Kulturen also nicht als Ende betrachtet, sondern das Leben selbst lediglich als eine Durchgangsstation zwischen verschiedenen Daseinsformen angesehen. Jahrhunderts auf das Allerheiligen verschoben span.

Das Beste ist gerade gut genug und dementsprechend nehmen viele auch hohe Kosten auf sich. Obwohl jede Familie diesbezüglich ihre eigene Vorgehensweise hat, ist allen gemeinsam, dass der Tag der Toten sehr ernst genommen wird, denn Schlimmes soll denen widerfahren sein, die ihre verstorbenen Familienmitglieder nicht gebührend gewürdigt haben. So werden die Gräber herausgeputzt und Altäre in den Wohnungen — wie eingangs beschrieben — mit Blumen, Kerzen, Girlanden dekoriert.

Natürlich glaubt kein Mexikaner, dass die Toten tatsächlich aus ihren Gräbern kommen und es geht beim mexikanischen Toten-Tag auch nicht um eine direkte Kontaktaufnahme im Sinne einer übernatürlichen Erscheinung.

Vielmehr steht das Gedenken an die Verstorbenen im Zentrum dieses Feiertages. Eine ähnliche Tradition kennt man in Bolivien, wo man den 9. Zwar sind gerade die jüngeren Generationen inzwischen dazu übergegangen, die Feierlichkeiten mit der US-amerikanischen Halloween zu verbinden, aber es sind eben zwei völlig verschiedene Feste bzw. In vielen Städten offerieren riesige Märkte alle erdenklichen Gegenstände aus Zucker, die Regale der Supermärkte und Konditoreien füllen sich mit Totenköpfen aus Marzipan oder Zuckerguss, Skeletten und Särgen aus Schokolade sowie dem pan de Muerto , einem Kuchen, der mit Meriengen verziert wird, um ihm einen morbiden Knochenlook zu verpassen.

Denn auf die kleinen Zuckergussschädel, die an die Lieben verschenkt werden, wird der eigene Namen geschrieben. Hintergrund ist die Vorstellung, dass auch der Tod der Freundschaft und Liebe nicht anhaben kann, denn sie halten über diesen hinaus. Allerdings vertreten einige Ethnologen inzwischen auch die Auffassung, dass die bunten Totenköpfe lediglich Ausdruck des Versuchs seien, dem Tod seinen Schrecken zu nehmen.

Obwohl die Nacht zum 2. Inhaltlicher Schwerpunkt auch hier: Die folgenden Datumsangaben beziehen sich immer auf die jeweilige Nacht zum genannten Tag.

Während in vielen anderen Ländern Halloween gefeiert wird, baut man in Mexiko an diesem Datum die sogenannten ofrendas in den Wohnungen und zum Teil auch an öffentlichen Plätzen auf. Diese sind dekorierte Gabentische oder Altäre, auf denen die Seele eines Toten all das wieder findet, was sie schon zu Lebzeiten erfreut hat. Darüber hinaus werden sie mit Fotos der Verstorbenen, Heiligenbildern und Kerzen geschmückt.

Die Verstorbenen sollen die Farben Gelb und Orange besonders gut erkennen können. Dementsprechend dienen sie als Wegweiser, damit die Toten auch ihre Ofrenda finden können.