Zinsvergleich 01/2019



Wie steht es um die Sicherheit der Geldanlage? Leistung bei Heirat Nach der Kapitalbildung unterscheidet man: Verstehe die Bewertung nicht. Was ist Ihnen wirklich wichtig?

Inhaltsverzeichnis


Es würde etwa fünf Jahre dauern, bis die Defizite im Bruttoinlandsprodukt wieder wettgemacht würden. Die Arbeitslosigkeit würde zeitweise um etwa Zudem müssten die Euroländer bereit sein, weitere Schuldenschnitte in Kauf zu nehmen und bei Bedarf weitere Banken zu rekapitalisieren und, wenn notwendig, den ESM aufzustocken. Trotzdem würde das Wirtschaftswachstum vor allem in den Südländern über viele Jahre sehr klein ausfallen, was die Rückzahlung der Kredite erschweren würde.

Alternativ schlug Markus C. Dieser solle von Ländern mit Leistungsbilanzüberschuss — konkret Deutschland, den Niederlanden, Finnland, Österreich und Luxemburg — getragen werden. Die Guldenmark könne Wettbewerbsunterschiede zwischen Nord und Süd ausgleichen helfen. Ein weiterer Vorschlag zur Lösung der Verschuldungskrisen sieht vor, dass einzelne Euro-Staaten aus der Gemeinschaftswährung Euro und dem Eurosystems wieder aussteigen und stattdessen beispielsweise wieder eine nationale Währung und ein nationales Währungssystem einführen, um zum Euro abzuwerten und Wettbewerbsrückstände abzubauen.

Bei einem Grexit sieht Volker Wieland, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Chancen auf schnelleres Erreichen internationaler Wettbewerbsfähigkeit und bis dahin auf weniger hohe Arbeitslosigkeit.

In historischem Vergleich von 71 Währungskrisen fanden sieben Wirtschaftsforscher des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung ifo diese Tendenz, dass sich Länder nach Währungsabwertungen deutlich rascher erholten als nach inneren Abwertungen.

Detaillierte Vergleiche der inneren Abwertung in Lettland und Irland mit Währungsabwertungen in Italien, Thailand und Argentinien bestätigten den ifo-Forschern, dass die Währungsabwertungen vorteilhaft waren auch sozial.

Mögliche Wirkungen einer griechischen Währungsabwertung auf Schuldenbeträge Bilanzeffekte sprächen eher für als gegen einen Austritt.

Technisch-organisatorisch sei ein Grexit mit moderaten Kosten möglich. Der Grexit sei demnach für Griechenland eine gangbare Alternative. Verbreitet ist dennoch die Meinung, dass kein Land die Eurozone freiwillig verlässt.

Ein zwangsweiser Ausschluss ist vermutlich nicht möglich. Gleichwohl könnte Griechenland gezwungen sein, eine zusätzliche eigene Währung Komplementärwährung einzuführen: Der Spiegel veröffentlichte Anfang ein detailliertes Szenario, wie Griechenland aus dem Euro ausscheiden könnte.

Um spekulative Verwerfungen und eine weitere Kapitalflucht aus einem Eurokrisenstaat bei einem Euro-Ausstieg zu vermeiden, müsste nach allgemeiner Ansicht ein solcher Ausstieg ohne vorherige Ankündigung sehr plötzlich kommen.

Anders als noch im Ein weiteres Problem sei die Ansteckungsgefahr. Ein solcher Schritt könne auch das Vertrauen in die Bankensysteme anderer von der Krise betroffener Staaten erschüttern. Diese Kapitalflucht zöge eine weitere Destabilisierung nach sich, die in einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung eine Kettenreaktion weiterer Austritte auslösen könnte.

Spekulative Risiken seien schon deshalb geringer, weil nun Verletzungen des Regelwerks der Währungsunion stärker und glaubwürdiger abgelehnt würden.

Weitere Vorschläge zur Reduzierung der Staatsschulden sind einmalige Vermögensabgaben oder Zwangsanleihen. Privathaushalte mit höherem Vermögen und Einkommen könnten zur Refinanzierung und zum Abbau der Staatsschulden herangezogen werden. Zum einen wäre keine Dämpfung der Konsumnachfrage zu befürchten. Eine Schwierigkeit besteht in der genauen Ermittlung der Vermögenswerte sowie darin, Steuerflucht und Steuerdelikte zu verhindern. Vereinzelt wird gefordert, nicht mehr die Mrd.

Euro als weiteren Rettungsschirm-Kredit zur Verfügung zu stellen, sondern eventuell nur noch einen Überbrückungskredit für die Tilgung von im März bei Griechenland fällig werdenden Tilgungsverpflichtungen. Die Insolvenz sei sowohl aus Sicht eines Landes wie Griechenland das Beste, weil es dann die Chance auf einen echten Neuanfang hätte, als auch aus Sicht der anderen Länder und insbesondere der Eurozone, die sich im Verlauf der Krise inzwischen besser auf eine Insolvenz von Staaten wie Griechenland vorbereitet hätten.

Neben den bekannten Ansteckungsgefahren und deren deutlicher Reduzierung macht der SVR dabei auf Probleme der Griechen und griechischen Banken aufmerksam, die auch nach einer Währungsumstellung noch Kredite in Euro bedienen müssen, und auf dadurch mögliche Krisenverstärkung für die griechische Realwirtschaft. Den Insolvenzrisiken stellte die Untersuchung die Ansteckungsgefahr aus Griechenland voran, dass die im gesamten Euroraum angelegte wirtschaftliche Erholung verringert würde, wenn auch in anderen Mitgliedstaaten die notwendigen Anpassungen ausbleiben oder bereits umgesetzte Reformen zurückgedreht würden.

Jetzige Krisenländer wie Irland oder Spanien haben in den Jahren vor der Finanzkrise ab die Kriterien des Stabilitäts- und Wachstumspaktes mustergültig eingehalten, über mehrere Jahre hinweg wurden sogar Budgetüberschüsse erzielt was in Deutschland seit nur ein einziges Mal vorkam. In den meisten Krisenländern stieg die Staatsschuldenquote vor allem deshalb, weil in der Finanzkrise ab einerseits die Wirtschaftsleistung zurückging und andererseits Bankenrettungs- und Konjunkturprogramme anfielen.

In den meisten Krisenstaaten mit Ausnahme von Griechenland hatte sich die Schuldenkrise vor der Finanzkrise nicht abgezeichnet. Beim Vergleich der Staatsschuldenquoten also der Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt muss berücksichtigt werden, dass die Solvenz des jeweiligen Staates von den konkreten Umständen abhängt.

Ein unter normalen Umständen solventes Land kann als insolvent erscheinen, wenn es in eine Wirtschaftskrise gerät und seine Wirtschaft schrumpft Rezession. Ebenso ist die Beurteilung von den Refinanzierungskonditionen abhängig. Auch ein Land mit ausgeglichenem Haushalt kann als überschuldet erscheinen, wenn der Zinssatz plötzlich stark steigt.

Parallel zur Entwicklung der Schuldenkrise stuften die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit der betroffenen Staaten mehrfach herab. Irland, das bis Juli noch ein Aaa -Rating hatte, wird seit Juli ebenso wie Portugal nicht mehr als Investment-Grade bewertet.

Sechs Staaten der Eurozone , die nicht von einer Verschuldungskrise betroffen sind Deutschland, Finnland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich , verfügten mit Triple-A zunächst weiterhin über das bestmögliche Rating.

März beschlossen die Länder der Eurozone einen Notfallplan für das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland. Der Notfallplan von sah vor, dass zuerst bilaterale , freiwillige Kredite der Länder der Eurozone Griechenland helfen sollten. An zweiter Stelle kamen die Kredite vom Internationalen Währungsfonds. März beauftragte Griechenland ein Bankenkonsortium damit, eine neue siebenjährige Staatsanleihe auszugeben. Die EZB beschloss am 3.

Demnach erkennt sie nun grundsätzlich auch griechische Staatsanleihen ohne ausreichende Bewertungsstufe als Sicherheit an.

Im Zusammenhang mit der Finanzkrise ab platzte die Immobilienblase Irlands und in Irland trat als eines der ersten Industrieländer bereits im dritten Quartal eine Rezession ein. War bisher noch Vollbeschäftigung in Irland gegeben, stiegen nun die Arbeitslosenzahlen so, dass sich Irland erneut zum Auswanderungsland entwickelte. Euro über einen Zeitraum von 36 Monaten zu gewähren. Hierfür musste Irland Zinsen in Höhe von 5,83 Prozent p.

Von dieser Gesamtsumme übernahm Irland selbst 17,5 Milliarden Euro u. Die externe Hilfe in Höhe von 67,5 Milliarden Euro wurde wie folgt aufgebracht: Eine direkte Zahlung Deutschlands erfolgte nicht.

Die Mittel des Rettungspakets wurden so verplant: Bei den Verhandlungen konnte sich die irische Regierung in einem Punkt durchsetzen: Im Gegenzug für die gewährten Hilfen hatte Irland sich bereits zu einem strikten Austeritätskurs verpflichtet, um auf diese Weise seine Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen. Im Dezember legte die irische Regierung ihr siebtes Sparpaket seit vor; es hatte das Ziel, die Neuverschuldung für weiter zu reduzieren und 3,8 Mrd. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent angehoben sowie eine Steuer auf Immobilienbesitz geschaffen.

Irlands Notenbank übernahm den Schuldschein des Staates und tauschte ihn in langlaufende Staatsanleihen, wodurch das Volumen ausstehender Staatsanleihen um ein Viertel auf Mrd. Für die irische Regierung bedeutet dies einen Zahlungsaufschub von 25 Jahren.

Die erste Tilgung wird fällig. Die italienische Staatsschuldenquote ist nach der Griechenlands die zweithöchste im Euroraum Daten bei Überblick. Monti brachte noch im Dezember ein erstes Reformpaket durch beide Kammern des italienischen Parlaments.

Des Weiteren wurde eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild beschlossen, Ziel sei ein ausgeglichener Haushalt bis Das gemessene Durchschnittseinkommen der Italiener betrug Fast die Hälfte der Steuerzahler, darunter Selbstständige wie Gastwirte und Einzelhändler, verdienten angeblich weniger als Die Parlamentswahlen in Italien wurden nach dem Rücktritt von Monti auf den Italien versteigerte am Februar neue Staatsanleihen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro wer am wenigsten Zinsen bietet, bekommt den Zuschlag.

Dies gelang ihm; wenige Tage später wurden er und sein Kabinett vereidigt. Die Krise traf den Norden ungleich stärker als den Süden, der schon vor nur sehr gering industriell durchdrungen war. April den angekündigten Reformen — Abbau der überbordenden Bürokratie, ein neues Arbeitsrecht, Investitionen ins marode Bildungssystem — nicht näherkam; ebenso wenig einem neuen Wahlgesetz eine Hauptaufgabe und Legitimation dieser Koalition, damit künftige Wahlen nicht wieder ein politisches Patt produzieren.

Einen Tag nach einer parteiinternen Abstimmung in der PD am Februar Renzi hatte eine neue Regierung gefordert trat Letta mit seinem Kabinett zurück. Das Kabinett Renzi wurde am Nach seinem Amtsantritt versprach Renzi monatlich eine Reform umzusetzen.

Dieses Vorhaben revidierte er, da viele Reformen in den beiden Parlamentskammern verhandelt wurden. Im Mai stimmte das Parlament der Wahlrechtsreform Renzis zu. Ziel ist es, stabilere Regierungen in Italien zu erzielen. Wenn keine Partei diese Hürde schafft, kommt es zu einer Stichwahl.

Italien hat mit ,9 Mrd. Im November passte die portugiesische Regierung ihr Budget an und veranschlagte das bis zum Ende des Jahres erwartete Defizit auf acht Prozent. Parallel hierzu versahen mehrere Rating-Agenturen portugiesische Staatsanleihen Ende mit einem negativen Ausblick. März folgte durch die portugiesische Regierung der Beschluss eines Sparpakets. November das Parlament passierte. Um den Jahreswechsel mehrten sich Gerüchte, Portugal werde es Griechenland und Irland in ihrem Ersuchen um Finanzhilfen durch die Eurozone gleichtun müssen, insbesondere nachdem portugiesische Staatsanleihen Anfang Januar einen neuen Renditenhöchststand in der Eurozone erreichten.

Januar überstieg die Rendite auf jährige Anleihen die häufig als Nachhaltigkeitsgrenze gewertete Sieben-Prozent-Marke. Februar, nach wochenlanger Abstinenz, ihre Anleihenkäufe wieder auf und griff durch Ankäufe in den Markt für portugiesische Staatspapiere ein. Februar den Rückkauf ausstehender Anleihen; das Angebot wurde wie von der Regierung erhofft kaum wahrgenommen.

Unterdessen steuerte Portugal zunehmend einer Regierungskrise entgegen. Im Mai platzierte Portugal erstmals seit dem Frühjahr , als die Troika das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Portugal schnürte erfolgreich zehnjährige Staatsanleihen.

Die Initiative zur Kürzung von Renten und Gehältern im öffentlichen Dienst wurde vom Verfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Bald darauf wurde bekannt, dass das Haushaltsdefizit im ersten Quartal 10,7 Prozent betrug. Die Aussichten, das Jahresdefizit wie geplant auf 5,5 Prozent zu drosseln, schwinden. Mitte begann eine Regierungskrise in Portugal: Premierminister ist Pedro Passos Coelho.

Im zweiten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,1 Prozent gewachsen so stark wie sonst nirgends im Euroraum. Zudem gelang es Portugal, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und das chronische Defizit in der Leistungsbilanz innerhalb von zwei Jahren zu überwinden. Trotzdem sind die Zinsen für zehnjährige portugiesische Staatsanleihen wegen der politischen Krise von 5,23 Prozent im Mai auf über sieben Prozent im September gestiegen.

Vor dem Sommer konnte das Land noch fünf- und zehnjährige Anleihen ausgeben; seit einer Regierungskrise im Juni war es kurzzeitig wieder vom Markt ausgeschlossen. Das dreijährige Rettungsprogramm für Portugal endete im Mai Zwischen und befand sich der spanische Immobilienmarkt in einer Expansionsphase mit stark steigenden Preisen.

Es bildete sich allerdings eine sogenannte Immobilienblase. Im Jahr , zeitgleich mit dem Beginn der weltweiten Finanzkrise , platzte auch die spanische Immobilienblase. Bis heute haben viele spanische Banken hohe Summen ' fauler Kredite ' in ihren Büchern. Die spanische Regierung beschloss ab Anfang mehrere umfangreiche Konjunkturprogramme. Damit wollte sie einem Konjunkturabschwung mit rasch ansteigender Arbeitslosigkeit [] [] [] entgegensteuern.

Im April startete die in den Parlamentswahlen vom 9. März wiedergewählte Regierung Zapatero ein Programm, das für und Konjunkturimpulse für die Wirtschaft in Höhe von insgesamt rund 18 Milliarden Euro vorsah. Der Mindestlohn sollte erhöht werden. Die Vermögensteuer sollte abgeschafft werden.

Weitere Investitionen sollten für die Verbesserung der Infrastruktur und für den sozialen Wohnungsbau getätigt werden. Im August verabschiedete die spanische Regierung ein weiteres Konjunkturpaket , das für und Ausgaben von 20 Milliarden Euro vorsah.

Ende November wurde ein neuerliches Konjunkturpaket von 11 Milliarden Euro, das unter anderem öffentliche Aufträge in Höhe von 8 Milliarden Euro vorsah, aufgelegt. Euro sollten im Jahr bis zu All diese Programme beseitigten nicht die strukturellen Probleme der spanischen Wirtschaft; sie verhinderten eine Zeitlang, dass die Arbeitslosigkeit noch dramatischer anstieg. Im Juni kündigte die spanische Wirtschafts- und Finanzministerin Elena Salgado einschneidende Kürzungen für die Staatsausgaben an.

Insgesamt sollte der Staat 11 Milliarden Mehreinnahmen durch Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Kapitalertragssteuer haben.

Ende Januar legte Madrid ein beispielloses Austeritätsprogramm für die kommenden drei Jahre vor. Im Mai — nachdem die Länder der Eurozone eine Staatspleite Griechenlands abgewendet hatten — kündigte die Regierung weitere Kürzungen von 15 Milliarden Euro bis an. Die Kürzungen und Einsparungen im Einzelnen: Die Minister sollen eine um 15 Prozent niedrigere Entlohnung erhalten. Im öffentlichen Dienst sollen Die Renten sollen nicht erhöht werden Nullrunde , mit Ausnahme der Mindestrenten.

Die Frühverrentung soll erschwert werden. Im Gesundheitswesen sollen niedrigere Preise für Medikamente die Kosten reduzieren. Die Regionalregierungen sollen weitere 1,2 Milliarden Euro an Kürzungen beisteuern. November fanden in Spanien vorgezogene Neuwahlen statt. Ministerpräsident Zapatero — er war nach den Wahlen am März ins Amt gekommen, war im März wiedergewählt worden — hatte am Juli um vier Monate vorgezogene Neuwahlen angekündigt und mitgeteilt, nicht wieder für das Amt des Regierungspräsidenten zu kandidieren.

Im September plant die Regierung, die Renten nicht mehr automatisch mit der Inflationsrate steigen zu lassen. Dies sollte über zehn Jahren 30—33 Milliarden Euro einsparen. Künftige Anhebungen sollten stattdessen an eine komplexe Formel gekoppelt werden. Mit der Reform wurde der Kündigungsschutz gelockert, um so Anreize für mehr unbefristete Arbeitsverträge zu schaffen.

Firmen, die Jugendliche anstellen und ausbilden, sollen Steuervergünstigungen erhalten. Durch staatliche Zuschüsse zum Sozialversicherungsbeitrag sollen Unternehmen dazu animiert werden, insbesondere Langzeitarbeitslose und arbeitslose Jugendliche einzustellen.

Juni sagten die Euro-Finanzminister in einer Telefonkonferenz der spanischen Regierung pauschal einen Kredit von maximal Mrd. Euro für ihre Banken zu. Zu diesem Zeitpunkt stand der genaue Finanzbedarf der spanischen Banken noch nicht fest.

Der rechtlich bindende Kreditvertrag soll bei einer weiteren Euro-Gruppen Sitzung am Juli beschlossen werden. Spaniens marode Banken sollen erst dann die Möglichkeit erhalten, die in Aussicht gestellten Euro-Hilfen in Anspruch zu nehmen, nachdem sie umfangreiche Abschreibungen vorgenommen haben.

Juli zugestimmt PlenProt in Drs. Im August teilte die Zentralbank Spaniens mit, dass die faulen Kredite in den Bilanzen der spanischen Banken auf ein Rekordniveau gestiegen seien; der Anteil ausfallbedrohter Forderungen am gesamten Kreditvolumen erhöhte sich von 11,2 Prozent Mai auf 11,6 Prozent im Juni Dieser Wert ist in Spanien der höchste seit Beginn der Erhebungen. Die bis zu Mrd. Juli bekannt öffentlich gemacht wurde. Zwei Drittel davon sollen maroden Kreditinstituten für Eigenkapitalspritzen zur Verfügung gestellt werden.

Zum Beispiel erhielt Bankia am 3. September 4,5 Milliarden Euro. Die letzte Auszahlung soll im Juni erfolgen und an Institute gehen, die bis dahin immer noch keine ausreichende Eigenkapitalbasis aufgebaut haben. Die zyprische Volkswirtschaft war insbesondere durch Verflechtungen mit dem griechischen Finanzsystem immer wieder von den dortigen Problemen betroffen.

Wenn auch Rettungspakete seitens der Europäischen Union bzw. Die zyprische Regierung, die zunächst auch parallel in Verhandlungen mit Russland und China stand, lehnte die Sparvorschläge der Troika-Delegation aus Experten der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds immer wieder ab und stand mit dieser zudem im Dissens über die Ursachen der Probleme; darüber hinaus belasteten Bedenken in einigen europäischen Parlamenten die Gespräche, wonach eine mögliche Unterstützung auch den Inhabern russischer Schwarzgeldkonten zugutekäme.

Bereits zu Beginn der Refinanzierungsschwierigkeiten im Jahr wurde das zyprische Bankensystem immer wieder als nicht nachhaltig kritisiert. Neben der bisher geringen Körperschaftsteuer in der Republik Zypern besteht zwischen Russland und der Republik Zypern ein Doppelbesteuerungsabkommen mit einer geringen Besteuerung von Kapitalerträgen aus den gegenseitigen Transaktionen. Dies ist auch Gegenstand breiter Spekulationen. Euro in der Republik Zypern verfügen.

März — einem Bankfeiertag — zustimmen. Während die Regierungsseite bereits Nachverhandlungen führte, lehnte das Parlament die leicht abgewandelte Vorlage Konten mit unter Euro ausmachte [] in der Nacht auf Dienstag allerdings mit 36 Gegenstimmen bei 19 Enthaltungen ab; Fürstimmen gab es nicht.

März geschlossen blieben; das Datum wurde später zunächst auf Dienstag März , dann auf Donnerstag März, zu gewähren und eine Erneuerung ohne ein entsprechendes Restrukturierungsprogramm der Banken ausschloss.

Eine Einigung zwischen der Republik Zypern und der Troika wurde am Sie sieht vor, die Cyprus Popular Bank aufzulösen und dortige Einlagen von Zyprischen Staatsbürgern mit einem Volumen von mehr als Euro — zwangsweise und vollständig in eine abzuwickelnde Bad Bank auszulagern, sodass auch die Möglichkeit eines Komplettverlustes für diese Einleger besteht; Einlagen von unter März siehe oben keine eigene Zustimmung des Parlaments erforderlich ist, nicht herangezogen, sondern der Bank of Cyprus übertragen, die verkleinert, restrukturiert und rekapitalisiert werden soll.

Euro gehen gleichfalls an die Bank of Cyprus über. Hinzu kommt eine Beteiligung der Aktionäre und Gläubiger junior und senior an der Popular Bank, die zunächst vollständig herangezogen werden und erst später möglicherweise wieder aus der Konkursmasse heraus Geld zurückerhalten werden. Euro werden der Republik Zypern darunter durch den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM in Tranchen gewährt; eine weitere Milliarde wird unter dem Plan vom Internationalen Währungsfonds beigesteuert dieser besiegelte den Beschluss später durch Direktoriumsbeschluss.

Ebenfalls Ende April wurde durch die zyprische Regierung eine Aufweichung der Kapitalverkehrskontrollen sowie deren weitgehende Aufhebung für ausländische Kunden nichtzypriotischer Banken in der Republik Zypern umgesetzt. Mai den ersten Teil der ersten Tranche 2 Mrd. Euro durch den ESM. Des Weiteren suchte er um langfristige Liquiditätsunterstützung der Bank of Cyprus an, die weite Teile der Bilanz der abgewickelten Cyprus Popular Bank übernommen hatte siehe oben. Er begründete die Notwendigkeit mit der dünnen Liquiditätsposition der Bank und ihrer Bedeutung für die positive Entwicklung der zyprischen Wirtschaft.

Eine starke Bank of Cypris sei obligatorisch für das Gelingen des Rettungsprogramms. Slowenien führte als erstes neues Mitgliedsland nach der EU-Erweiterung den Euro ein; er ersetzte am 1. Januar den Tolar. Das entspricht etwa einem Fünftel der Wirtschaftsleistung des Landes. April konnte Slowenien nicht so viele neue Staatsanleihen platzieren wie geplant. Die Rückzahlung der im Juni fälligen Kredite war damit gesichert. Bereits wenige Jahre nach Einführung des Euro wurden Stimmen laut, die darauf hinwiesen, dass ökonomische Probleme der südeuropäischen Staaten auch von der ökonomischen Entwicklung Deutschlands bedingt seien.

Laut Heiner Flassbeck unterschreite Deutschland dauerhaft die von der Zielinflationsrate vorgegebene Entwicklung der Lohnstückkosten , da das Verhältnis von Reallöhnen und Produktivität in Deutschland sinke, was sich in einer Veränderung der Terms of Trade mit Partnerländern niederschlage.

Verantwortlich für die makroökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone seien vielmehr die Länder, die über ihre Verhältnisse gelebt und die Haushaltsregeln des Stabilitätspaktes nicht respektiert hätten. Januar in Kraft getretene Mindestlohngesetz eingeführt. Darüber hinaus gibt es in Deutschland seit jeher gesetzliche Mindestlöhne und Lohnuntergrenzen in den einzelnen Branchen. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft widersprach der Darstellung, dass die Lohnstückkosten in Deutschland zu niedrig seien.

Im internationalen Vergleich habe Deutschland mit die höchsten Lohnstückkosten und wichtige Mitbewerber wie die USA oder Japan produzierten sogar um ein Viertel günstiger.

Zudem seien nicht nur die deutschen Ausfuhren auf Rekordniveau, sondern auch die Einfuhren — die Unternehmen in Deutschland bezögen viele Vorleistungen aus dem Ausland und kurbelten so dort die Nachfrage an.

Georg Erber wies darauf hin, dass die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands aufgrund eines geringeren Lohnstückkostenanstiegs nicht zu einem überproportionalen Anstieg der Exporte Deutschlands in den Euro-Raum geführt hat. Für die deutsche Wirtschaft sei nicht die preisliche Wettbewerbsfähigkeit als Wettbewerbsfaktor entscheidend, sondern die Spezialisierung auf Investitionsgüter und langlebige Konsumgüter z.

Automobile sowie die hohen Qualitätsstandards und die Innovationsfähigkeit. Programm für die Wertpapiermärkte. Programm zum Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen. Griechische Staatsschuldenkrise ab Sovereign Credit Risk in the Eurozone. Die Mär von den nordischen Sparern und den südlichen Verschwendern. Online , abgerufen am März ; Reinhard Gerhold: Metropolis, Marburg , S. Current Account Deficits in the Euro Area. The End of the Feldstein-Horioka Puzzle? Brookings papers on economic activity.

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Aus der privaten Ersparnis müssen die Investitionsausgaben, das Budgetdefizit des Staates sowie die Nettoexporte finanziert werden. Hieraus wird ersichtlich, dass sich ein Rückgang der Ersparnis entweder in einem Rückgang der Investitionen oder in einer Verschlechterung der Leistungsbilanz widerspiegeln muss. Ein Zahlungsbilanzüberschuss korrespondiert stets mit einem Leistungsbilanzdefizit in gleicher Höhe doppelte Buchführung.

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Eine Chance, das Euro-Debakel kurz vor Exitus zu stoppen. Wie aus der Finanz- und Wirtschaftskrise eine Krise der Staatsverschuldung gemacht wird , 8. Müller in der F. Die Steuerprivilegien, die Subventionen und die Rettungsschirme für die Spekulanten in den Finanzcasinos haben die Staatsschuldenstände Schulden in Prozent des Bruttoinlandsprodukts bei uns und anderswo in die Höhe getrieben. Like our own, the European banking crisis is the product of over-lending to weak borrowers, including for housing in Spain, commercial real estate in Ireland and the public sector partly for infrastructure in Greece.

Von der Finanzkrise zur Schuldenkrise. Keine Staatsschuldenkrise, sondern Folge der Finanzkrise. Anders als neoliberale Ökonomen glauben machen wollen, ist diese Krise keine Staatsschuldenkrise.

Spanien und Irland sind heute den Attacken der Finanzmärkte ausgesetzt, obwohl diese Länder stets die Maastricht-Kriterien eingehalten haben. Der Anstieg der Staatsverschuldung ist eine Folge des Einbruchs der Steuereinnahmen hervorgerufen teilweise durch Steuergeschenke an die Reichen , der staatlichen Hilfe für private Banken sowie der Inanspruchnahme der Finanzmärkte, um diese Schulden zu exzessiven Zinssätzen zu bedienen.

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Zudem müssen die Ehepartner mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein und die Ehe beim Tod noch bestehen. Kinder erhalten bis zum Lebensjahr, beziehungsweise bei einer Ausbildung bis zum Lebensjahr, eine Halbwaisenrente, die 10 Prozent der Rente beträgt, die der Verstorbene bekommen hätte. Aber wichtig ist immer nach einem Tod auch den Rentenantrag zu stellen, denn ansonsten verschenkt man bares Geld. Eine Risikolebensversicherung versichert den Todesfall.

Es handelt sich deshalb um eine relativ drastische Versicherungsart, welche insbesondere die Familie des Versicherten schützen soll. Doch welche Vor- und Nachteile bringt die Risikolebensversicherung mit sich, so dass man selbst einschätzen kann, ob deren Abschluss für für die jeweilige Person einen Sinn macht? Die Vorteile einer Risikolebensversicherung spiegeln sich zunächst einmal in ihrer Bedeutung für diverse Personengruppen wider.

Im Falle des Ernährers einer Familie wird nach dessen Todesfall sichergestellt, dass die Familie weiterhin versorgt werden kann. Für Geschäftspartner ist die Risikolebensversicherung dagegen eine gegenseitige Absicherung, dank welcher die Geschäftsbeziehungen dennoch weiterlaufen können und das gesamte Unternehmen finanziell abgedeckt ist.

So belastet man nicht seine Angehörigen und Nachkommen mit den selbst verschuldeten Krediten. Ein weiterer Vorteil der Risikolebensversicherung sind die relativ niedrigen Beiträge, welche zumeist monatlich entrichtet werden müssen. Die geringe Höhe der Beiträge ist dabei ein Resultat der Tatsache, dass die Risikolebensversicherung nur im Todesfall greift.

Des Weiteren ist die Risikolebensversicherung flexibel einsetzbar und kann leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. So kann dieser Versicherungstyp hinsichtlich seiner Vertragsdauer, den monatlichen Beiträgen modifiziert und mit anderen Zusatzversicherungen kombiniert werden.

Es ist beispielsweise denkbar, die Risikolebensversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu kombinieren, um eine maximale Risikoabdeckung zu gewährleisten. Nichtsdestotrotz zieht der Abschluss einer Risikolebensversicherung auch einige Nachteile nach sich. Zum einen ist das hierfür eingesetzte Kapital nach Abschluss der Vertragslaufzeit komplett verloren. Manch andere Versicherungsformen gewähren dagegen noch eine Teilrückstattung oder anderweitige Entschädigung.

Darüber hinaus deckt diese Versicherungsform ein Risiko ab, welches in unserer Gesellschaft als doch recht gering einzustufen ist. Wird eine Risikolebensversicherung wiederum für einen Zeitraum abgeschlossen, in welchem das Sterberisiko aufgrund des Alters eklatant höher ist, fallen auch ungleich höhere Kosten an. Die Berufsunfähigkeitsversicherung wäre deshalb eine Alternative, von welcher weitaus mehr Versicherte und die Familien der Versicherten profitieren.

Insgesamt hält die Risikolebensversicherung eine Reihe von Nachteilen als auch Vorteilen bereit. Bevor man sich deshalb zum Abschluss einer solchen Versicherung entscheidet, sollte zunächst einmal genau überprüft werden, ob es nicht auch Alternativen gibt.

Als Kapitallebensversicherung bezeichnet man eine Mischung aus Lebensversicherung und Kapitalbildender Geldanlage. Der Unterschied zur Risikolebensversicherung besteht darin, dass sich der Versicherte nicht nur gegen den Fall seines Todes absichert, sondern auch Kapital für seine Altersvorsorge ansparen kann, welches er nach Ablauf der Versicherung ausbezahlt bekommt.

Eine spezielle Form der Kapitallebensversicherung ist die Direktversicherung , bei der die Bezahlung der Versicherungsbeiträge unmittelbar aus dem Einkommen des Versicherungsnehmers erfolgt. Besonders ist die Vorsorge für das Alter zu nennen. Arbeitnehmer sind ja immerhin noch über die gesetzliche Rentenversicherung und manchmal auch durch die Betriebsrente abgesichert.

Für sie ist eine Kapitallebensversicherung häufig die einzige Möglichkeit der risikolosen Altersvorsorge. Je älter der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss, desto höher auch die Prämien. Statistisch gesehen haben letztere ein geringeres Unfallrisiko und sterben in jungen Jahren seltener an Volkskrankheiten wie zum Beispiel Herzinfarkt ; infolgedessen gewähren ihnen die Versicherungen auch günstigere Konditionen.

Die Antwort ist einfach: Denn nur dann muss man, wenn die Versicherung abgelaufen ist und man die vertraglich vereinbarte Summe ausbezahlt bekommt, keine Kapitalertragssteuer zahlen. Und die beträgt immerhin 25 Prozent von der ausbezahlten Summe. Welche Versicherungen die besten Konditionen bietet, hängt von der Person des Versicherungsnehmers ab. Daher auf jeden Fall vor Abschluss einer Kapitallebensversicherung ins Internet gehen und die Angebote der verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen.

Der Einsatz einer Kapitallebensversicherung ist auch als Sicherheit für einen Kredit möglich Unter einer Kapitallebensversicherung oder Kapitalbildenden Lebensversicherung versteht man eine Versicherung, bei der die Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherten eine zuvor festgelegte Summe erhalten. Darüber hinaus kann das Geld nach Ablauf des Vertrags auch ausgezahlt werden. Kapitalbildende Lebensversicherungen sind zudem eine beliebte Kreditsicherheit.

Möchte man einen Kredit bei einer Bank aufnehmen, sind meist bestimmte Sicherheitsleistungen erforderlich. Sehr gern gesehen sind bei den Banken bestehende Kapitallebensversicherungen. Für den Fall, dass eine Kapitalbildende Lebensversicherung bereits seit mehreren Jahren läuft, hat sie einen Rückkaufswert. Dieser steht meist auf der Versicherungspolice. Ansonsten kann der Wert auf Anfrage von der Bank oder vom Versicherer mitgeteilt werden. Anders ist es jedoch, wenn die Kapitallebensversicherung erst seit einigen Monaten besteht.

In diesem Fall ist der Rückkaufswert nur sehr gering oder gar nicht vorhanden. Die Höhe der Sicherheit ist also vom Rückkaufswert abhängig. Ein Kredit lässt sich mit einer Kapitalbildenden Lebensversicherung auf zwei verschiedene Arten absichern.

Die erste Variante besteht darin, dass der Kreditnehmer seine Angehörigen so absichert, dass diese im Falle seines Todes nicht für seine Kreditschulden aufkommen müssen. Die andere Variante sichert dagegen vor allem die Forderung der Bank ab. Allerdings ist auch durch die reine Todesfallversicherung dem Kreditgeber gedient, sodass dieser nicht den Ausfall seiner Forderungen befürchten muss. Für eine Kreditsicherheit kann stets nur eine Kapitalbildende Lebensversicherung verwendet werden.

Eine Risikolebensversicherung hat dagegen keinen Gegenwert im Erlebensfall. Wie schon erwähnt, richtet sich die Höhe der Sicherheit nach dem Rückkaufswert. Ist die Sicherheitshöhe ausreichend, tritt der Kreditnehmer die Forderung aus der Kapitallebensversicherung an den Kreditgeber ab, wodurch die Versicherung als Sicherheit für den Kredit dient.

Sie kann also ganz normal weiterlaufen, sodass der Versicherte keinerlei Nachteile durch die Abtretung der Lebensversicherung hat. So braucht man die Kapitallebensversicherung nicht vorzeitig aufzulösen, um an Geld zu kommen. Da die Laufzeit einer Kapitalbildenden Lebensversicherung in der Regel länger ist als die eines Kredites, überträgt der Kreditgeber die Versicherung nach Rückzahlung des Kredites wieder an den Versicherten.

Bei einer Kapitallebensversicherung oder Kapitalbildenden Lebensversicherung erhalten die Hinterbliebenen des Versicherungsnehmers bei dessen Ableben eine bestimmte Geldsumme. Weiterhin ist es möglich eine Kapitallebensversicherung vorzeitig zu kündigen, um sich das Geld auszahlen zu lassen, was allerdings gut überlegt werden sollte, da dabei erhebliche Verluste drohen.

Lange Jahre gehörten Lebensversicherungen zu den begehrtesten Versicherungen der Deutschen. So verfügt etwa jeder zweite Bundesbürger über eine Kapitalbildende Lebensversicherung. Doch auch jede zweite Kapitallebensversicherung wird vorzeitig gekündigt. In solchen Fällen wird die Kapitallebensversicherung gekündigt, um an das eingezahlte Geld oder zumindest einen Teil davon zu kommen. So galten noch vor einigen Jahren Kapitallebensversicherungen als eine gute Option zur Altersvorsorge, doch in den letzten Jahren sanken die tatsächlich erwirtschafteten Renditen zunehmend.

Die vorzeitige Kündigung und damit Auszahlung der Kapitallebensversicherung ist in der Regel kein Problem. Je nachdem, bei welchem Versicherungsunternehmen man versichert ist, lassen sich die Policen in einem kurzen Zeitraum kündigen.

Zu beachten sind natürlich die Kündigungsfristen , die sich jedoch meist nur über einen kurzen Zeitraum erstrecken. Benötigt man die Versicherungssumme sofort, empfiehlt es sich vor der Kündigung mit der Versicherungsgesellschaft zu klären, ob dies überhaupt machbar ist. Die Kündigung einer Kapitalbildenden Lebensversicherung will gut überlegt sein, da man in diesem Fall lediglich einen Teil der eingezahlten Beiträge ausgezahlt bekommt.

Aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen steht dem Versicherungsnehmer jedoch ein Mindestrückkaufswert zu. Aber manchmal erfordert es die Situation, dass man vielleicht vorzeitig das Geld benötigt oder die Beiträge nicht mehr bezahlen kann. Hierbei ist eine Kündigung eines solchen Vertrages die schlechteste Variante, denn Gebühren und Provisionen werden von den Versicherungen in voller Höhe berechnet und abgezogen, sowie auch der Rückkaufwert verringert, was im Endeffekt ein Verlustgeschäft ist.

Aber man hat auch andere Möglichkeiten, so kann man beispielsweise den Vertrag weiterlaufen lassen, aber sich beitragsfrei stellen lassen, was im Endeffekt sich aber auf die Rendite auswirkt. Auch eine Beleihung ist möglich, hier gibt entweder die Versicherung oder ein anderes Institut einen Kredit, den man dann nach und nach wieder zurückzahlt.

Wie hier die Stiftung Warentest feststellte, sind die meisten Anbieter in diesen Fällen seriös, aber Vorsicht ist immer angebracht, vor allem wenn jemand hohe Beträge für eine Police verspricht.

So wird dann oftmals nur ein kleiner Betrag erst ausgezahlt und der Rest erfolgt in Raten, die sich aber über Jahre hinziehen können. Worauf man aber auch achten sollte, dass der Todesfallschutz bestehen bleibt, so dass dann die Erben vom Käufer dieser Police die Todesfallleistung abzüglich Kaufpreis und allen angefallenen Kosten erhalten würden.

Aber bei allen aufgeführten Möglichkeiten, sollte man sich zuerst von seiner Versicherung ausführlich beraten lassen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat in einem aktuellen Urteil Aktenzeichen: Das sei laut dem Unternehmen rechtens. Der Kläger sah das anders und erzielte jetzt vor den Richtern einen Erfolg. Denn der Vertrag, so die Richter, müsse erfüllt werden, wie damals abgeschlossen.

Auch die dafür etwaigen Klauseln im Kleingedruckten seien wegen ihrer Intransparenz nicht wirksam. Allerdings kann die Versicherung Einspruch vor dem Bundesgerichtshof einreichen, da in etwa noch 1.

Manche Versicherungen gehen mittlerweile an das "Eingemachte", weil sie Probleme bei der Auszahlung des Garantiezins haben. Deshalb soll die Bundesregierung eine Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes vornehmen. Bislang müssen die Institute die Hälfte ihrer "stillen Rücklagen" an die Kunden auszahlen, aber jetzt nehmen einige Institute dies für die Auszahlung des Garantiezins.

Aber das alte Verfahren, wo sich die Versicherer in guten Zeiten ihr Geld am Kapitalmarkt holten und damit den Garantiezins und auch die Überschussbeteiligung auszahlen konnten, klappt wegen der anhaltenden niedrigen Zinsen nicht mehr.

So sind besonders ältere Verträge aus den 90er Jahren betroffen, wo der Kunde einen garantierten Zins von vier Prozent abgeschlossen hatte. Doch zurzeit liegt dieser Zinssatz nur bei 2,25 Prozent und im nächsten Jahr nur noch bei 1,75 Prozent. Zusätzlich sollen die Versicherungen noch eine Überschussbeteiligung auszahlen, die durch das Erwirtschaften von Zinsen abhängig sind. Früher haben die Versicherungen das Geld sicher in Bundesanleihen angelegt , doch die Zinsen dort sind heute eher mager.

Im nächsten Jahr wird bei den Lebensversicherungen auch der Garantiezins sinken, und schon kommt die nächste Hiobsbotschaft, denn dann sollen auch neu abgeschlossene Verträge erst nach dem Bisher lag hier die Grenze noch bei 60 Jahren.

Früher lohnte sich der Abschluss einer Lebensversicherung in mehrfacher Sicht. So konnte man die Beiträge einmal auch als Sonderausgaben bei der Steuer angeben und auch die Auszahlung war später steuerfrei. Dies hat sich aber schon vor einigen Jahren geändert, denn jetzt ist nur noch die Hälfte frei, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Jetzt also wird die Altersgrenze hochgesetzt, was aber auch für die Riester-, Rürup-Rentenverträge sowie auch für betriebliche Altersvorsorge gelten wird.

Wer dann die steuerlichen Vorteile in Anspruch nehmen will, der muss sich zwei Jahre länger gedulden. Sieben, sechs oder fünf Prozent: Solch hohe Renditen gibt es nicht mehr auf Lebensversicherungen.

Im Gegenteil, alle Anbieter senken ihre Zinsen. Als Grund nannte das Unternehmen die fallenden Zinsen auf den Kapitalmärkten. Da die Allianz jedoch noch hohe Wertpapierbestände aus besseren Zeiten besitzt, reduziert sich die Gesamtverzinsung auf den Sparanteil von 4,7 auf 4,5 Prozent.

Der Branchenschnitt wird wahrscheinlich von 4,07 auf rund 3,9 Prozent sinken. Auch andere Versicherer folgen diesem Trend: Doch manche Versicherer scheuen sich noch, unter die psychologisch wichtige Vier-Prozent-Marke zu gehen.

Mitte der er-Jahre gab es noch einen garantierten gesetzlichen Mindestzins von vier Prozent für alle, die damals eine Police abgeschlossen haben. Spekuliert hatten viele zu Recht sogar auf eine noch höhere Rendite. Doch auch heute erhoffen sich zahlreiche Versicherte noch Zinssätze von fünf bis sieben Prozent.

Experten gehen jedoch davon aus, dass durch Verwaltungskosten und teils üppige Abschlussprovisionen die realistische Rendite für eine Jahrzehnte laufende Lebensversicherung am Ende höchstens 2,5 Prozent beträgt.

Wenn man eine Lebensversicherung , meistens wegen eines finanziellen Engpass , vorzeitig verkaufen will, so sollte man dabei vorsichtig sein, wie die Finanzaufsicht berichtet, denn es gibt in dieser Branche auch viele Betrüger.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Käufer mit hohen Beträgen und Renditen werben. Wie Ben Fischer, der Sprecher der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin , erklärt, sind etwa 60 solcher Anbieter auffällig geworden, so dass auch schon viele Betroffene Strafanzeige gestellt haben.

Im Normalfall sind die normalen Rückkaufwerte von den Versicherungen sehr niedrig und so wird auch über das Internet , aber auch telefonisch über Call-Center für den Ankauf geworben.

Wer also eine Police verkaufen will, wogegen nichts einzuwenden ist, der sollte aber sich nicht auf irgendwelche Ratenzahlungen einlassen, sondern eine komplette Auszahlung vereinbaren.

Bevor man verkauft, sollte man sich mehrere Angebote kommen lassen und sich über den eventuellen Käufer ausgiebig informieren, so sind seriöse Unternehmen auch Mitglied im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen. Wer seine Lebensversicherung kündigt, der muss dabei auch mit Verlusten rechnen.

Normalerweise ist die Laufzeit einer Lebensversicherung fast 30 Jahre, doch kann es natürlich passieren, dass man vorzeitig das Geld benötigt, sei es nach einer Scheidung oder auch durch den Jobverlust. Früher lohnte es sich dann manchmal, wenn man mehr als den Rückkaufswert haben wollte, dass man seine Police auf dem Zweitmarkt verkaufte.

Aber mittlerweile gibt es seltener gute und seriöse Angebote, wie die Stiftung Warentest im aktuellen "Finanztest"-Heft feststellt. Aber es gibt auch noch andere dubiosen Angebote. Zudem sollte man unbedingt nachfragen, wie die Steuerfrage geklärt wird, denn vielfach sind die Verkäufe für den Kunden steuerfrei, aber bei Verträgen ab fällt die sogenannte Abgeltungssteuer an, wenn der Kaufpreis die eingezahlten Beiträge übersteigt.

Wer also seine Police verkaufen will oder muss, der sollte nach einem Käufer suchen, der die Summe sofort bezahlt.

Aber wenn man zum Beispiel die Raten nicht mehr bezahlen kann, so hat man auch die Möglichkeit sich bei der Versicherung beitragsfrei stellen zu lassen oder vielleicht auch eine dynamische Anpassung herausnehmen zu lassen.

Auch bieten die Versicherer, wenn man dringend Geld benötigt, ein sogenanntes Policen-Darlehen an, bis zur Höhe des Rückkaufswerts, was aber nur bei kurzen Laufzeiten zu empfehlen ist, denn die Zinsen sind um einiges höher als die Rendite der Lebensversicherung.

Mancher Bürger kann sich die monatlichen Beiträge zu einer abgeschlossenen Lebensversicherung nicht mehr leisten, entweder durch eine Berufsunfähigkeit , Arbeitslosigkeit oder auch eine Scheidung. Jetzt hat zwar der Bundesgerichtshof BGH sich auf die Seite der Kunden gestellt, was die vorzeitige Kündigung anbetrifft, doch ist eine Kündigung auch immer die richtige Wahl und welche anderen Möglichkeiten gibt es überhaupt?

Man kann die Versicherung zu dem jetzigen Zeitpunkt einfrieren lassen, so dass die laufenden Beitragszahlungen entfallen, aber bei Fälligkeit können auch die erwirtschafteten Überschüsse mit ausbezahlt werden. Hier sollte man aber die Angebote sehr gut prüfen. Wer beim Verkauf Probleme bekommt, der kann sich an die Verbraucherzentralen wenden. So sind bestimmte Regelungen bei der vorzeitigen Kündigung einer Lebensversicherung für unwirksam erklärt worden, beispielsweise die Verrechnung der Vermittlungsprovisionen mit den ersten Beitragszahlungen.

Wer nach dem Jahr eine Lebensversicherung abgeschlossen hat und diese vorzeitig gekündigt hat, der kann aufgrund der neuen Urteils Nachzahlungen beim ehemaligen Versicherer fordern, wie die Verbraucherzentrale in Hamburg erklärt. Bislang hatten viele Verbraucher bei einer vorzeitigen Kündigung viel Geld verloren, weil eine Verrechnung der Abschlusskosten sowie der Provisionen, wie es in den Verträgen stand, für den Versicherten immer zum Nachteil führten.

Auch weigerten sich die Versicherungen kleinere Beträge unter zehn Euro auszuzahlen. So kam es zu einer Klage der Verbraucherzentrale in Hamburg gegen den Versicherer Generali vor dem Bundesgerichtshof BGH in Karlsruhe, wo die Richter sich für die Verbraucher entschieden, weil die Bestimmungen eine "unangemessene Benachteiligung des Versicherungsnehmers" darstellen.

Das Urteil gilt einmal für bestehende und auch für neue Verträge. Viele Kunden kämpfen nach dem frühzeitigen Ausstieg aus Lebensversicherungen um Nachzahlungen, wo insbesondere Ombudsmänner mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Bei ihnen gehen seit Dezember vergangenen Jahres immer mehr Beschwerden ein, da der Bundesgerichtshof damals die Vertragsklauseln zur Kündigung und zum Stornoabzug gekippt hatte.

Während die Kunden damals noch leer ausgingen, macht sich der Ombudsmann nun dafür stark, dass die Kunden von deren Versicherungen wenigstens die Hälfte der eingezahlten Summen zurückbekommen.

Der Rückkaufwert für vorzeitig gekündigte Lebensversicherungen hat die Gerichte bereits öfter beschäftigt. Die Versicherer ziehen ihren Kunden zu viel Geld ab.

Nun soll der Bundesgerichtshof erneut entscheiden, welche Ansprüche die Versicherten haben. Aktuell geht es um die Höhe der Vertreterprovisionen und die Frage, wie diese mit den geleisteten Beiträgen verrechnet werden.

Das gerichtliche Vorspiel ist lang, und selbst Experten können die rechtlichen Details der Auseinandersetzung kaum noch durchschauen. Für den einzelnen Versicherten kann es jedoch um viel Geld gehen. Einen höheren Rückkaufwert schriftlich einzufordern, lohnt also in jedem Fall. Musterbriefe gibt es bei der Verbraucherzentrale. Die Verbraucherschützer betonen zudem, dass die Fristen knapp sind.

Wer seine Kapitallebensversicherung gekündigt hat, muss bis Jahresfrist die erhöhte Rückzahlung beantragen. Bei einer Kapitallebensversicherung erhalten die Angehörigen des Versicherten im Falle seines Todes die festgelegte Versicherungssumme.

Im Unterschied zur Risikolebensversicherung kann der Versicherungsnehmer die Summe jedoch auch nach Ablauf der Vertragszeit erhalten. Die Höhe der Kapitallebensversicherung ist abhängig von den Versicherungsbeiträgen, die zuvor eingezahlt wurden.

Man bezeichnet die Kapitallebensversicherung auch als gemischte Versicherung, da es sich bei ihr im Normalfall um eine Todes- und Erlebensversicherung handelt. Die so genannte Ablaufleistung setzt sich sowohl aus einem garantierten als auch aus einem nicht garantierten Anteil zusammen.

Der garantierte Anteil ist der Betrag, den der Versicherungsnehmer mit dem Versicherungsunternehmen bei Abschluss des Vertrages vereinbart hat. Bei dem nicht garantierten Anteil handelt es sich dagegen um eine Gewinnbeteiligung. Beide Anteile ergeben dann die prognostizierte Ablaufleistung. Kommt es jedoch auf dem internationalen Kapitalmarkt zu Kursänderungen, kann es vorkommen, dass die Prognose für den nicht garantierten Anteil niedriger ausfällt. Die Auszahlung des angesparten garantierten Anteils erfolgt jedoch auf jeden Fall, sodass die Kapitallebensversicherung zu den sicheren Geldanlagen gezählt werden kann.

Eine andere Möglichkeit zur Auszahlung der Kapitallebensversicherung ist der Beginn einer lebenslangen Rente. In diesem Fall erhält der Versicherte eine zusätzliche Rente von der Versicherung , deren Höhe von den monatlich gezahlten Beiträgen abhängt. Die monatliche Rente hat gegenüber der einmaligen Auszahlung den Vorteil, dass sie steuerlich günstiger ist. Nachdem er dies getan hat, ordnet man die monatliche Zusatzrente nach Auslaufen des Vertrages seinen weiteren Einkünften zu, wodurch die Besteuerung bei Vollendung des Lebensjahres nur 18 Prozent beträgt.

Bei Vollendung des Lebensjahres sind es 19 Prozent. Eine Fondsgebundene Lebensversicherung ist einer Kapitallebensversicherung in Leistung und Aufbau sehr ähnlich. Es besteht jedoch ein wichtiger Unterschied. So wird der Sparanteil aus den eingezahlten Beiträgen in Investmentfonds angelegt. In den meisten Fällen kann sich der Versicherungsnehmer einen oder mehrere Fonds selbst aussuchen. Diese Form von Lebensversicherung gilt besonders für Familien als sinnvoll. Sie hat allerdings den Nachteil, dass die Kurse der Fonds bei Ablauf des Vertrages niedrig ausfallen können.

Bei der fondsgebundenen Lebensversicherung verpflichtet sich der Versicherer nicht dazu, eine Leistung in absolut bestimmter Höhe zu erbringen.

Jedoch gibt es mittlerweile aber auch Formen, bei der eine Anlage in Garantie fonds vorgesehen ist. Als Grundversorgung im Alter ist die fondsgebundene Lebensversicherung eher umstritten; die Ergebnisse lassen sich meist wenig vorherbestimmen. Ein mögliches schlechtes Ergebnis kann die Lebensgrundlage im Alter gefährden. Besser ist die Zusatzversorgung über die lebensnotwendige Basis hinaus. Die Anlagestrategie kann der Versicherungsnehmer selbst beeinflussen.

Es ist möglich, die Investmentfonds aus einem bestehenden Sortiment zu wählen; auch das Verteilen des Sparbeitrags auf mehrere Fonds ist möglich. Die Änderung der Investmentfonds ist ebenso möglich: Beim Shift ing erfolgt die Übertragung des gesamten oder teilweisen Fondsguthabens in einen oder mehrere andere Fonds.

Viele Kunden fragen sich, ob sich der Abschluss einer Lebensversicherung aufgrund der niedrigen Zinsen noch lohnt. Doch nach wie vor ist diese Form der Altersvorsorge in Deutschland weit verbreitet.

So besitzen 62 Millionen Versicherte rund 87 Millionen Lebensversicherungspolicen. Eine Risikolebensversicherung schützt im Todesfall Hinterbliebene von Alleinverdienern. Eingezahlte Beiträge werden jedoch nicht erstattet. Dies gilt jedoch bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Die freiwillige Überschussbeteiligung der Versicherungen lässt die Rendite in diesem Jahr auf 3,33 Prozent anwachsen.

Da die Beteiligung jedoch nicht verbindlich ist, kann der Prozentsatz zurückgehen. Früher lag er sogar bei 7 Prozent. Neue Produkte der Versicherer versprechen höhere Renditechancen, bieten jedoch auch weniger Sicherheit für den Kunden. Hier gibt es nur noch das Versprechen, dass die eingezahlten Beiträge erhalten bleiben. Problematisch wird es jedoch, wenn Kunden ihren Vertrag vorzeitig beenden möchten. Dann müssen sie erhebliche finanzielle Verluste hinnehmen.

In manchen Fällen liegt der Rückkaufwert einer gekündigten Kapitallebensversicherung sogar lediglich bei der Hälfte der eingezahlten Beiträge. Allerdings ist die Zahl der gekündigten Verträge aktuell nicht sehr hoch: Die Quote liegt im langjährigen Vergleich bei 3,3 Prozent.

Verbraucher mit einem Altvertrag profitieren von hohen Garantiezinsen und haben daher wenig Anreiz, diesen zu kündigen. Das Bundesfinanzministerium in Berlin hat jetzt auch bestätigt, dass der derzeitige Garantiezinssatz von 2,25 Prozent bei Lebensversicherungen ab dem 1. Januar nur noch bei 1,75 Prozent liegen wird, also nicht schon ab dem 1.

So dürfte dann wohl ein neuer Abschluss einer Kapitallebensversicherung unattraktiver werden. Der Europäische Gerichtshof EuGH in Luxemburg hat jetzt endgültig entschieden, dass auch bei Versicherungen eine Gleichstellung der Frauen und Männer erfolgen muss und unterschiedliche Tarife ungültig sind, weil sie die Frauen diskriminieren.

So müssen jetzt bis spätestens Dezember alle Versicherer einen Einheitstarif anbieten, denn in der Vergangenheit wurden beispielsweise bei Lebensversicherungen von den Frauen höhere Beiträge verlangt, weil die allgemeine Lebenserwartung laut Statistik bei diesen höher ist.

Mit Aids infizieren sich häufiger homosexuelle Personen als heterosexuelle. Das Todesfallrisiko bei homosexuellen Menschen sei höher als bei anderen, daher sei diese "Risikoauslese" nötig, argumentieren die Versicherungen. Die Juristin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Sabine Lautenschläger, hält dieses Vorgehen für eine Diskriminierung.

Bei höheren Versicherungssummen sei es normal nach einem Aids-Test zu fragen. Doch sollte es unerheblich sein, welcher sexuellen Neigungen die Vertragspartner nachgehen. Im letzten Jahr wurden in Deutschland für eine Beitragssumme von insgesamt ,8 Milliarden Euro neue Verträge für eine Lebensversicherung als Altersvorsorge abgeschlossen, obwohl die Renditen weiter sinken. Aber die Verzinsung wird, nachdem sie im letzten Jahr noch bei 4,2 Prozent lag, demnächst sogar unter vier Prozent fallen, doch andere Anlageformen wie zum Beispiel Bundesanleihen bringen noch weniger an Rendite.

Bei einer Lebensversicherung wird dem Kunden beim Vertragsabschluss ein bestimmter Zinssatz garantiert, der auch von der Bundesregierung festgelegt wird.

So lag dieser Garantiezins in den er Jahren noch bei vier Prozent, und für Neuverträge im Jahr liegt er bei 1,75 Prozent. Bei der Auszahlung später erhält der Kunde noch eine sogenannte Überschussbeteiligung, die aber von den erwirtschafteten Zinserträgen abhängig ist.

Normalerweise sind die Risiken bei Lebensversicherungen sehr gering, weil die Einlagen besonders geschützt sind. Aus dem Grunde sind sie auch heute bei vielen Deutschen noch beliebt, doch seit einigen Jahren sinkt die Rendite kontinuierlich, doch ist sie mit 4 Prozent im Durchschnitt zu anderen Anlageformen noch relativ hoch.

Wer aber seine Versicherung bis zum Vertragsende hält, der kann weiterhin auf eine Rendite bauen. Doch Vorsicht ist bei einer vorzeitigen Kündigung geboten, denn hier können Verluste drohen, so erhält man oftmals die eingezahlten Beiträge nicht im vollen Umfang zurück, weil einige Beträge für den Schutz bei Tod sowie für Verwaltung, Vertrieb und Provisionen berechnet werden. Laut Statistik hat jeder Bundesbürger 1,1 Lebensversicherungen. Damit ist diese Versicherungsform eine der besten Einnahmequellen für die Versicherer.

Das niedrige Zinsniveau bringt die Gesellschaften jedoch in Bedrängnis. Neue Verträge sehen deshalb nur 1,75 Prozent vor. Um das finanzielle Risiko zu reduzieren, wollen die Gesellschaften aber künftig noch weiter gehen und Verträge ohne Garantiezinsen anbieten.

Anfang Juni bringt die Ergo ihre erste abgespeckte Police auf den Markt. Die genauen Pläne sollen im Juli bekanntgegeben werden. Für den Kunden entwickelt sich die Lebensversicherung dadurch zu einen unsicheren Produkt.

Da die Verträge aufgrund der Überschussbeteiligung im Vergleich mit anderen Geldanlagen immer noch gut dastehen, ist die Branche optimistisch, ihre Policen auch weiterhin zahlreich verkaufen zu können. Ab Januar geht der Garantiezins für Lebens- und Rentenversicherungen noch weiter runter: Die Anbieter raten deshalb, noch schnell in diesem Jahr eine Police zu unterschreiben.

Sinnvoll ist das nicht unbedingt. Finanzexperten raten bei Kapitallebensversicherung generell zur Vorsicht. Im sogenannten Lebensversicherungsreformgesetz ist vorgesehen, dass die Gesellschaften ihre Kostenbelastung per Kennzahlen genau aufschlüsseln. Wer flexibel über sein Kapital verfügen möchte, sollte zudem nur einen Teil seines Geldes in langjährige Versicherungen anlegen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Versicherer ihren Kunden meist üppige Überschussbeteiligungen prognostizieren. Ob diese in der Realität eintreffen, ist jedoch fraglich. Zumindest in den letzten Jahren bekamen viele Versicherte weniger Geld ausgezahlt als sie kalkuliert hatten. Für eine zuverlässige Altersvorsorge sind deshalb andere Investments sinnvoller. Als Möglichkeiten zur Altersvorsorge bieten Versicherungsunternehmen sowohl Lebensversicherungen als auch die private Rentenversicherung an.

Der Rentenversicherung ihr liegen ähnliche Beiträge und Kalkulationen zugrunde. Es besteht jedoch ein gravierender Unterschied zur Lebensversicherung: So gibt es für den Versicherten keine Absicherung für den Fall seines vorzeitigen Todes. Lediglich das Langlebigkeitsrisiko versichert man. Im Folgenden stellen wir die Unterschiede zwischen Lebensversicherung und privater Rentenversicherung noch mal genauer dar. Eine Lebensversicherung kombiniert in der Regel den Schutz für den Todesfall des Versicherungsnehmers mit einem Sparanteil.

Zudem garantiert die Lebensversicherung eine Verzinsung von mehr als zwei Prozent. Allerdings gelten diese garantierten zwei Prozent nicht für den gesamten Beitrag, sondern lediglich für den Sparanteil.

Weiterhin erhält der Versicherte zusätzlich zu der festgelegten Versicherungssumme eine Überschussbeteiligung. Ferner gibt es auch steuerliche Vorteile. So muss der Versicherte lediglich die Hälfte seines Ertrags versteuern, wenn die Laufzeit des Versicherungsvertrages zwölf Jahre beträgt und die Auszahlung der Versicherungssumme nicht vor dem Bei der privaten Rentenversicherung sind die Beiträge und Kalkulationen ähnlich.

Ein wesentlicher Unterschied zur Lebensversicherung besteht jedoch darin, dass es keinen Schutz für den Fall eines vorzeitigen Todes gibt. Dagegen handelt es sich bei der privaten Rentenversicherung um eine garantierte Rente, die aus den Überschüssen, die bei Ende des Vertrages bestehen, für den Rest des Lebens ausgezahlt wird. Beim Abschluss einer Rentenversicherung sollte man jedoch auf eine Garantiezeit von fünf bis zehn Jahren achten , denn ansonsten besteht die Gefahr, dass kein Geld ausbezahlt wird, wenn der Empfänger der Rente vorzeitig verstirbt.

Wer vor dem Jahr eine Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen hatte, die auch schon wenigstens zwölf Jahre lang lief, braucht diese in der Regel nicht versteuern.

Aber es gibt dabei auch Ausnahmen, wie eine Frau jetzt erfahren musste. Als sie nämlich ihre Rentenversicherung , die im Jahr mit Kapitalwahlrecht und einer Einmalzahlung von Gegen diese Besteuerung klagte die Frau vor dem Hessischen Finanzgericht und verlor.

So ist also eine Kombination zwischen Kapitalwahlrecht und der Einmalzahlung nicht steuerbegünstigt. Ob Lebensversicherungen in der heutigen Zeit noch sinnvoll sind oder nicht, ist umstritten. Das liegt vor allem daran, dass es bessere Möglichkeiten gibt, sein Geld anzulegen, denn die Erträge aus einer Lebensversicherung sind nicht immer umfangreich.

Wer sich für den Abschluss einer Lebensversicherung entscheidet, sollte jedoch einige Dinge beachten. Zunächst einmal ist zu bedenken, dass es verschiedene Arten von Lebensversicherungen gibt. Zu den Grundarten der Lebensversicherungen gehören die Risikolebensversicherung, die gemischte Lebensversicherung, auch Kapitallebensversicherung genannt, sowie die Fondsgebundene Lebensversicherung.

Durch die Risikolebensversicherung wird der Todesfall eines Familienmitglieds abgesichert. Stirbt der Ernährer der Familie vorzeitig durch Unfall oder Krankheit, bekommen die Angehörigen die festgelegte Versicherungssumme ausgezahlt.