Freihandel


Get this from a library! Entwicklung durch Handel?: Auswirkungen eines Paradigmenwechsels in der handelspolitischen Entwicklungszusammenarbeit der EU am Beispiel Ghanas. [Henning Möldner].

Marktöffnung und ein Freihandel mit sehr ungleichen Austauschbeziehungen wurden von den europäischen Mächten, vor allem von England, sowie von den USA jedoch auch gewaltsam durchgesetzt und militärisch abgesichert.

«Reform locally, benefit globally»

Menschen unterstützen, die sich für die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Ghana und in den Außenbeziehungen zu Ghana einsetzen.

Eine straffere Fiskalpolitik sowie eine gesunde monetäre Politik, welche jüngst auf ein direktes Inflationsziel ausgerichtet wurde, legten die Bausteine für eine wirtschaftliche Erholung. Parallel zum Desinflationsprozess senkten sich die Zinsen auf das tiefste Niveau seit Jahrzehnten und — trotz der immer noch hohen Zinsaufschläge — nahmen die Kreditvergaben an den Privatsektor deutlich zu.

Begünstigt wurde diese Entwicklung durch zwei weitere Faktoren. Zum einen verbesserten sich die Rohstoffpreise der Hauptexportartikel Kakao und Gold. Die Strukturreformen wurden relativ zügig vorangetrieben. In dem von der Weltbank publizierten Doing Business Review gehörte Ghana zu den zehn besten Reformern weltweit und ist in dieser Rangliste von Rang von auf 87 von vorgerückt.

Reformen im Bereich des öffentlichen Sektors — insbesondere auch im Bereich des öffentlichen Budgetmanagements — führten zu einer institutionellen Stärkung. Ghana schliesst bei Gouvernanzindikatoren deutlich besser ab als der Schnitt in Subsahara Afrika. Die politischen Zyklen mit Präsidial- und Parlamentswahlen in und verliefen denn auch relativ erfolgreich und sorgten für politische Stabilität. Das beschleunigte Wachstum wirkte sich auch positiv auf die Armut aus: Jedoch haben sich die Ungleichheiten zwischen Einkommensgruppen und geografischen Regionen akzentuiert.

Die heutige Ausgangslage, um Ghana bis — wie dies das erklärte Ziel der Regierung ist — in die Gruppe der Lower Middle Income Countries zu erheben, ist nach der Erledigung einiger wichtiger Hausaufgaben günstig, aber nicht ohne Risiken. Zusätzliche Anstrengungen sind notwendig: Im Spektrum der Länder mittleren Einkommens bleibt Ghanas Leistungsausweis höchstens durchschnittlich und in mancher Hinsicht gar unterdurchschnittlich. Um die Vision umzusetzen, setzt die Regierung aufgrund des relativ kleinen Binnenmarktes auf eine verstärke Integration in die Weltwirtschaft, die das Seco unterstützt siehe.

Kasten 2 Insgesamt scheint die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik Ghanas geeignet zu sein, um die mit der Globalisierung verbundenen Opportunitäten nutzen und die zahlreichen bisherigen und neuen Herausforderungen bewältigen zu können. Das Seco hat sein Programm für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit auf die Prioritäten des Reformprogramms von Ghana ausgerichtet und ist gut positioniert, um die Vision zu unterstützen.

Das Programm stützt sich auf folgende thematischen Schwerpunkte: Stabile und nachhaltige öffentliche Finanzen als Grundlage für eine ausgeglichene wirtschaftliche Entwicklung: Das Seco beteiligt sich am Budgethilfeprogramm und an der Reform des öffentlichen Budgetmanagements, um die Umsetzung des in der Armutsbekämpfungsstrategie festgelegten Reformprogramms zu unterstützen.

Ein thematischer Fokus liegt auf der Reform der Steuerpolitik und Steueradministration, um das bestehende Steuerpotenzial optimal zu nutzen sowie Distorsionen und Ineffizienzen abzubauen und die privatwirtschaftliche Aktivität zu begünstigen. Gerade mit Blick auf die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen — insbesondere der Ölvorkommen — drängen sich Anpassungen in der Einnahmenerhebung und Steuerausnahmegesetzgebung auf.

Über multilaterale Programme werden die institutionellen Kapazitäten im öffentlichen Schuldenmanagement, in der Umsetzung nachhaltiger Finanzierungsstrategien und in der Erfüllung internationaler Reportingstandards unterstützt.

Die ungenügende Energieversorgung ist ein unmittelbarer Bremsfaktor des wirtschaftlichen Wachstums. Finanzmarktinfrastruktur sowie Ausbau des lokalen Finanzsektors: Mit der graduellen Liberalisierung des internen Finanzmarktes und der internationalen Kapitalflüsse kommt der Finanzmarktinfrastruktur eine besondere Bedeutung zu.

In Vorbereitung ist eine Beteiligung an einem Programm, welches die institutionellen Kapazitäten zur Regulierung und Aufsicht über das Finanzsystem stärkt. Ziel ist es, die Anpassung des Finanzsektors an internationale Standards zu unterstützen, um die Verletzbarkeit des Finanzsystems zu senken und den Finanzplatz auf regionaler und internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu machen. Trotz einer positiven Dynamik im Finanzsektor hat dieser wenig Tiefe, und der Zugang zu Finanzierung — insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen KMU — bleibt sehr schwierig.

In Partnerschaft mit der International Finance Corporation der Weltbankgruppe wird der Finanzsektor vertieft, indem neue Leasing- und Hypothekarmarktinstrumente eingeführt werden. In diesem Kontext wurde auch der notwendige Gesetzesrahmen reformiert. Internationale Wettbewerbsfähigkeit und Verbesserung des Martkzugangs: Um die Ertragsbasis aus der Exportwirtschaft zu stärken, werden KMU in Ghana unterstützt, damit sie ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und erfolgreich am internationalen Handel teilnehmen können.

Über die Einführung internationaler Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards wird der Marktzugang verbessert und werden Projekte durchgeführt zur Diversifizierung der Exportbasis sowie zur Stärkung des Handels mit Tropenholz aus nachhaltiger Bewirtschaftung. Die im verabschiedete Handelsstrategie setzt in einem verstärkten Masse auf eine exportorientierte Industrialisierung — vor allem in der verarbeitenden Agrarwirtschaft — und will die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie durch eine graduelle Öffnung der Märkte stärken.

Mit einer graduellen Liberalisierung der lokalen Finanzmärkte und der internationalen Kapitalflüsse sucht Ghana den Anschluss an die finanzielle Globalisierung und beabsichtigt, sich noch stärker als finanzieller Hub in Westafrika zu positionieren.

Dies eröffnet neue Finanzierungsmöglichkeiten, ist jedoch nicht ohne Risiken, wie sie aus der Schulden- und Asienkrise hinlänglich bekannt sind. Liberalisierungsschritte müssen sorgfältig sequenziert werden, und der Regulations- und Aufsichtsrahmen der Finanzmärkte muss entsprechend ausgebaut sein sowie institutionell gestärkt werden. Es gilt schliesslich sicherzustellen, dass die erforderlichen Wachstumsrenditen erzielt werden. Vor diesem Hintergrund sieht sich Ghana ebenfalls mit gestiegenen Anforderungen internationaler Finanzmärkte bezüglich makroökonomischer Disziplin konfrontiert.

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Methodisch soll keine eigene ökonometrische Untersuchung zu den Auswirkungen des EU-Ghana-EPA vorgenommen, sondern auf bereits bestehende Untersuchungen zurückgegriffen werden. You are not authenticated to view the full text of this chapter or article. This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals. Don't have an account? Would you like to be regularly informed by e-mail about our new publications in your fields of interest?

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