Bertelsmann Transformation Index



In dieser Phase wurden mit ausländischer Unterstützung bedeutende Reformen in Verwaltung und Justiz durchgeführt. Zwischen und wurden mehrfach westliche Ausländer in Mali oder den Grenzregionen der Anrainerstaaten entführt, die Lösegeldzahlungen für die betreffenden Bürger spülten je nach Quelle zwischen 40 und 70 Millionen US-Dollar in die Kassen der Terroristen. Der Nordmali-Konflikt wurde akut , nachdem zahlreiche schwer bewaffnete Söldner und Islamisten aus dem Krieg in Libyen nach Mali kamen und sich mit den Tuareg-Rebellen verbündeten.

Inhaltsverzeichnis


Einige ihrer frühen Reiche erlangten ihren Wohlstand und ihre Macht durch Handel treibende Karawanen. Die traditionellen Bewegungen der Migranten verlaufen über die erst vor wenigen Jahrzehnten gezogenen Grenzen hinweg. Seitdem das Land unabhängig wurde, verlor es ungefähr 3 Millionen Bürger an das Ausland. Unter Personen mit höherer Ausbildung lag dieser Anteil doppelt so hoch. Im Jahr lebten Die Gelder, die ausgewanderte Malier nach Hause senden, sind zu einem wichtigen Faktor der malischen Wirtschaft geworden.

Das war dreimal so viel wie sechs Jahre zuvor. Die Höhe dieser Transfers entspricht dem Vierfachen der Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen oder nicht ganz der Hälfte der Entwicklungshilfe. Die Grenzen Malis verlaufen nicht entlang nationaler oder ethnischer Siedlungen. Sie wurden durch koloniale Einflüsse und Verwaltungsräume bestimmt. Heute leben in Mali Völker, die sich durch Sprache, Religion und andere anthropologische und ethnologische Merkmale unterscheiden.

Ihre Siedlungen liegen im südwestlichen Dreieck des Landes. Sie siedeln vornehmlich nahe der Grenze zu Burkina Faso. Besonders die Tuareg sind von fortschreitender Marginalisierung bedroht. Die Sprachgrenzen verlaufen entlang der ethnischen Grenzen. Im Norden Malis sind Tuareg-Sprachen und Arabisch verbreitet, die dortige Bevölkerung betrachtet Bambara als Mittel der Machtentfaltung der subsaharischen Völker und weigert sich aus diesem Grund, diese Sprache zu lernen.

Tamascheq und Tamahaq haben in Mali gemeinsam rund Die französische Sprache wird in Mali zwar lediglich von einer verschwindenden Minderheit als Muttersprache gesprochen, wird aber trotzdem von der Verfassung Malis zur Amtssprache erklärt. Während Parlamentsdebatten auf Französisch gehalten werden, wird in Gerichten meist in einer nationalen Sprache verhandelt. Die Unterlagen werden in jedem Fall auf Französisch angefertigt. An den Schulen wird ebenfalls meist in der Sprache der Ethnie unterrichtet, Französisch nimmt jedoch schon in der Grundschule breiten Raum ein.

Höhere Bildung wird allein auf Französisch angeboten. Als Mittel zur Steigerung der sozialen Mobilität, also als Mittel des gesellschaftlichen Aufstiegs und der regionalen Mobilität, besitzt die Sprache der früheren Kolonialmacht hohe Bedeutung. Mali ist ein muslimisch geprägtes Land. Eine in Westafrika verbreitete, und auf der Gleichheit aller Muslime beharrende Richtung des Islams gelangte spätestens im Jahrhundert zu starkem Einfluss in Mali.

Herrscherfamilien, Händler und Weise waren zum Islam konvertiert, während die Mehrheit der Bevölkerung traditionellen Glaubenssystemen anhing. Jahrhundert die islamische Gelehrsamkeit.

Nach kam es in Westafrika zur Bildung islamischer Staaten: Sie beziehen ihr Ansehen aus ihrer Kenntnis der arabischen Schrift, einer besonderen göttlichen Segnung, dem Wissen um besonders mächtige Suren aus dem Koran und anderen esoterischen Fähigkeiten.

Jahrhundert, wie auch der geistige Austausch mit anderen Völkern Westafrikas haben den malischen Islam stark geprägt. In den er und er Jahren verbreitete sich in den Kreisen malischer Studenten und Händler, die direkte oder indirekte Kontakte mit dem Vorderen Orient hatten, das Wahhabitentum.

Vor der Islamisierung herrschten ethnische Religionen vor. In ihrer ursprünglichen Form sind sie in abgelegenen Regionen des südwestlichen Teils des Landes erhalten geblieben. Sie dienen vor allem der Aufrechterhaltung der ländlichen Subsistenz -Gesellschaft und umfassen Ahnenkult , Glaube an Geister und Magie sowie die Praxis von Opfergaben und die Mitgliedschaft in Geheimbünden.

Jeder Angehörige der Gemeinschaft durchläuft verschiedene Phasen, wobei am Beginn jeder dieser Phasen eine Initiation stattfindet. Auch der jeweils nächsten Phase geht ein Aufnahmeritual voran. Die religiösen Traditionen sind bei jeder der zahlreichen Ethnien des Landes anders. Die meisten von ihnen bekennen sich zur katholischen Kirche und gehören den Völkern Dogon und Bobo an.

Bis zum Ende der französischen Kolonialherrschaft existierte ein modernes Bildungssystem nur an wenigen Orten. Sein Ziel war vor allem die Ausbildung von Verwaltern und Übersetzern für die koloniale Administration. Budgets wurden gekürzt, die Anzahl der Lehrer sank, die Lehrergewerkschaft war Repressalien ausgesetzt. Am Ende der er Jahre konnte nur eines von fünf Kindern die Schule besuchen. Fast drei Viertel aller Kinder hatten dadurch Zugang zu Bildung.

Das malische Schulsystem ist an jenes anderer französischsprachiger Länder angelehnt. Finanznot bedingt schlechte Räumlichkeiten, den Mangel an Unterrichtsmaterial und an Lehrern: Der Anteil der Schüler, die die Schule vor dem Abschluss abbrechen, ist sehr hoch, und der Zugang vom Bildungssystem ist aus kulturellen und finanziellen Gründen ungleich verteilt: Mädchen haben eine viel niedrigere Chance auf Bildung als Jungen, die Landbevölkerung deutlich geringere Möglichkeiten als die Stadtbevölkerung.

Trotzdem werden vermeintlich HIV-positive Menschen gesellschaftlich ausgegrenzt. Mali gehört zu jenen Staaten, wo die Beschneidung junger Mädchen am weitesten verbreitet ist. Ebenso viele Frauen gaben an, ihre Töchter beschneiden lassen zu wollen. Die Praxis ist unabhängig von Einkommen, Ausbildungsniveau oder Religion: Zwei Drittel der Frauen christlicher Religion sind beschnitten.

Da der Eingriff vor dem 5. Lebensjahr und meist nicht von medizinischem Fachpersonal, sondern von einer traditionellen Beschneiderin durchgeführt wird, sind Komplikationen häufig. Trotzdem ist die Beschneidung so fest in der Tradition der Völker Malis verwurzelt, dass sämtliche Initiativen zur Abschaffung der Beschneidung nur zu einem geringen Rückgang dieser Praxis geführt haben.

Mali war bis zum Militärputsch im März politisch stabil. Der Putsch von hat seine Krisenanfälligkeit und seine institutionellen Schwächen offenbart: Inadäquate Institutionen, mangelnde Aufsicht und Durchsetzung von Rechten, vor allem aber grassierende Korruption in Regierung, Wirtschaft und bei den Sicherheitskräften, ebenso wie im Bildungs- und im Gesundheitssektor.

Hinzu kam die Veruntreuung von Geldern aus der Entwicklungshilfe. Die instabile Lage wirkt sich auf die Nachbarländer aus: Die Rückwanderung von Ausländern, die in Mali beschäftigt waren, drückt auf die Arbeitsmärkte der Nachbarstaaten.

In den betroffenen Staaten wurden die Ausgaben für Sicherheit und Rüstung erhöht. Das politische Leben Malis basiert auf der Verfassung. Sie wurde durch eine Volksabstimmung angenommen. Das republikanische Regierungssystem ist an dasjenige Frankreichs angelehnt und als semipräsidentiell zu bezeichnen. Es sieht eine Gewaltenteilung in Exekutive, Legislative und Judikative vor. Die exekutive Macht liegt in den Händen des Staatspräsidenten , der alle fünf Jahre durch direkte Wahl in zwei Wahlgängen bestimmt wird.

Der Präsident ernennt einen Premierminister , der die Minister vorschlägt. Der Präsident ist Vorsitzender des Ministerrates. Die Anzahl der Ministerien ist typischerweise hoch 24 im Jahre , [] 34 im Jahre [] , die Effizienz der Ministerien darf als niedrig bezeichnet werden. Alle anderen Ämter im Parlament die acht Vizepräsidenten, die acht Parlamentssekretäre und die zwei Quästoren werden jährlich neu vergeben.

Die Verfassung sieht eine unabhängige Judikative vor. Die höchsten Instanzen sind das Verfassungsgericht und der oberste Gerichtshof. Konflikt in Nordmali seit Konflikte zwischen der sesshaften Bevölkerung und den Nomaden der Sahara, die vor allem aus Tuareg und arabischen Stämmen bestehen, reichen weit in die Geschichte Westafrikas zurück.

Die französischen Kolonialherren brachten die Nomaden nicht unter ihre Kontrolle. Die Abschaffung der Sklaverei im Jahre betraf die Tuareg nicht. Ein latenter Rassengegensatz wurde von den Franzosen angestachelt.

Aus ihrem Blickwinkel war die französische Herrschaft gegenüber der Herrschaft dunkelhäutiger Afrikaner — ihrer früheren Sklaven — das kleinere Übel. Die Politik der ersten Regierung Malis versuchte, die Tuareg sesshaft zu machen, zu Landwirtschaft zu bewegen, ihnen Bambara beizubringen und sie zu einem Teil des Nationalstaates zu machen. Diese Versuche schlugen fehl.

Er wurde beendet, als Algerien zu erkennen gab, keine Aufständischen auf seinem Territorium dulden zu wollen. Viele Tuareg mussten ihr nomadisches Dasein aufgeben und zogen in die Städte, wo sie als Händler tätig waren, oder verdingten sich bei ausländischen Armeen als Söldner.

Die neue Regierung verhandelte unter algerischer Vermittlung den Nationalen Pakt , der unterzeichnet, jedoch von beiden Seiten nicht umgesetzt wurde. Die Gewalt und die Flüchtlingsströme endeten nicht. Die Erkenntnis, dass der Konflikt nicht militärisch zu lösen war, gab Anschub für ein ziviles Programm zur Beilegung des Konflikts. Flüchtlinge kehrten in ihre Heimat zurück, die Kämpfer wurden in das zivile Leben eingebunden.

März wurde unter Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste in Timbuktu die Flamme des Friedens entzündet und Waffen verbrannt. Seit haben die Angriffe von Aufständischen im Norden eine neue Qualität. Die nationalistischen oder ethnischen Motive haben Rivalitäten zwischen Schmugglerbanden Platz gemacht. Der Krieg der Jahre und begann als so genannte vierte Tuareg-Rebellion. Aus Libyen zurückgekehrte Tuareg, die neben militärischer Ausbildung schwere Waffen mitbrachten, förderten diese Rebellion.

Die ersten Kämpfe brachen am Januar östlich von Gao aus und erreichten mit der brutalen Ermordung von 80 Soldaten der malischen Armee bei Aguelhok einen vorläufigen tragischen Höhepunkt. Dies nicht zuletzt, weil im Rahmen der Friedensbemühungen viele einflussreiche Posten an Tuareg vergeben worden waren.

Während die Islamisten mit beachtlicher Effizienz aus den Städten vertrieben wurden, sind die Ursachen des Konflikts nach wie vor latent. Aufgrund der Schwäche des malischen Staates können jihadistische Gruppen auch weiterhin aktiv sein. Inzwischen dient Mali ihnen sogar als Rückzugsraum von benachbarten Regionen.

Die zahlreichen politischen Parteien sind von zentraler Bedeutung für das politische Geschehen in Mali. Parteien sind in Mali kein Zusammenschluss von Menschen mit gleicher politischer oder ideologischer Gesinnung, sondern Vehikel von Patriarchen, die eine Gruppe von Klienten um sich scharen. Verschwindet die Führungsfigur, geht meist auch die Partei unter; die Hürden, zu einer anderen Partei zu wechseln, sind niedrig.

Obwohl einschlägige Vorschriften existieren, ist das Gebaren der Parteien absolut intransparent. Es werden keine Mitgliederlisten geführt, es existiert keine Buchhaltung, Spenden werden bar angenommen, Spenderverzeichnisse werden nicht aufgestellt und Einfluss auf politische Entscheidungen wird zwecks Finanzierung von Wahlkämpfen verkauft. Klare Programme lassen alle malischen Parteien vermissen. Bei Wahlen ist Stimmenkauf durch die Parteien ein häufig praktizierter Vorgang; angesichts der weit verbreiteten Armut sind Wähler bereit, für die Zahlung von wenigen Euro einer Partei ihre Stimme zu geben.

Die Wahlbeteiligung ist chronisch niedrig; in fast keinem Land Afrikas beteiligt sich ein so niedriger Anteil der Bevölkerung an Wahlen wie in Mali. Zahlreiche Quellen geben übereinstimmend an, dass die Korruption bereits in den Jahren der Militärdiktatur ein Problem war, jedoch während der Demokratie schlimmer geworden sei.

Korruption kommt in Mali in vielen verschiedenen Formen vor. Regierungsbehörden stellen gegen entsprechende Zahlung gefälschte Papiere aus, darunter auch Diplomatenpässe. Korrupte Beamte in Kommunalverwaltungen betrügen Bürger beim Kauf von Land, Doktoren, die bei staatlichen Krankenhäusern angestellt sind und dort ihr Gehalt beziehen, arbeiten in Wirklichkeit in privaten Krankenhäusern.

Staatliche Institutionen und ganze Ministerien entziehen sich jahrelang der Auditierung. Die Politik Malis ist mit der organisierten Kriminalität, vor allem dem Schmuggel und der Lösegelderpressung, auf mehrfache Weise verbunden. Der Transsaharahandel mit Nordafrika hat eine jahrhundertelange Tradition, seit den er Jahren wurden in Algerien und Libyen subventionierte Güter aus dem Land sowie Zigaretten und Vieh in das Land geschmuggelt.

Auch Waffen, speziell seit dem Zusammenbruch Libyens, und Menschen, vor allem Frauen, gehören zu den einträglichsten Schmuggelgütern. Die Regierung Malis hat Milizen arabischen Hintergrundes erlaubt, am Schmuggelgeschäft und den damit verbundenen beträchtlichen Gewinnen teilzuhaben, um damit den Kampf gegen Tuareg-Rebellen, die ihrerseits ebenfalls am Schmuggel beteiligt sind, zu finanzieren.

Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass auch hochrangige Politiker in Bamako am Schmuggel durch die Sahara verdienen, wenngleich direkte Beweise fehlen.

Zwischen und wurden mehrfach westliche Ausländer in Mali oder den Grenzregionen der Anrainerstaaten entführt, die Lösegeldzahlungen für die betreffenden Bürger spülten je nach Quelle zwischen 40 und 70 Millionen US-Dollar in die Kassen der Terroristen. Politiker der Sahel-Staaten, die sich als Vermittler zwischen Entführern und ausländischen Regierungen anbieten, bekommen in der Regel einen Anteil des Lösegeldes.

Da sich die Geschäfte der Schmuggler und Erpresser ergänzen, sind sie Allianzen und Symbiosen mit häufig wechselnder Intensität eingegangen, die die Grenzen zwischen Unabhängigkeitskämpfern, Terroristen und Kriminellen verschwimmen lassen. Um die Kontrolle über Nordmali zurückzuerlangen, werden Mali und die internationale Gemeinschaft bis zu einem gewissen Grad mit Kriminellen zusammenarbeiten und ihnen gleichzeitig den Nährboden entziehen müssen.

Während des Krieges in Nordmali wurden von Seiten der Rebellen, Islamisten, diverser Milizen und der staatlichen Sicherheitskräfte grobe Verletzungen der Menschenrechte begangen; auch seit Vertreibung der Rebellen aus den Städten Nordmalis werden Menschenrechte immer wieder verletzt.

Nach wie vor werden Ausländer zum Zweck der Lösegelderpressung entführt und zuweilen ermordet. Die Rebellen wie auch der Regierung nahestehende Milizen werden beschuldigt, Kindersoldaten rekrutiert und eingesetzt zu haben.

Der Armee und anderen staatlichen Sicherheitsorganen wird vorgeworfen, im Zuge der Kampfhandlungen Flüchtlingslager und Zivilisten beschossen, willkürlich Menschen verhaftet und misshandelt zu haben, denen Verbindungen zu den Rebellen nachgesagt wurden. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Militärputsch von kam es zu willkürlichen Verhaftungen und auch zu Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren.

Nach seiner Unabhängigkeit schloss sich Mali zunächst dem sozialistischen Lager an, fand sich mit dieser Politik jedoch zunehmend isoliert und orientierte sich somit mehr und mehr am westlichen Lager. Spannungen mit seinen Nachbarn traten vor allem dann auf, wenn deren innere Konflikte auf Mali überzugreifen drohten. Die Bodenschätze des Landes werden nicht von französischen Firmen ausgebeutet. Die Sicherung des Zugangs zu den Bodenschätzen als alleinige Erklärung für das militärische Eingreifen Frankreichs im Nordmalikonflikt greift somit zu kurz; vielmehr ging es darum, keinen dauernden Krisenherd in der Sahelzone entstehen zu lassen.

Doch die beiden demokratisch legitimierten Präsidenten gaben der wirtschaftlichen Entwicklung den Vorrang und verzichteten auf den Ankauf moderner Rüstungsgüter. Dadurch veraltete das vorhandene Material.

Die Ausrüstung wurde nicht unterhalten, Gelder für den Neukauf und für Soldzahlungen wurden teils veruntreut. Diese beiden Programme wurden von den USA aufgelegt, um die Sicherheitslage in der Sahara zu verbessern und um zu vermeiden, dass ein Rückzugsgebiet für Terroristen und Kriminelle entsteht.

Das Geld und die Informationen wurden von den Empfängerstaaten, nicht nur von Mali, zur Bekämpfung von innenpolitischen Gegnern benutzt. Die Ausbildungsmission der Europäischen Union bildet parallel dazu malische Soldaten aus.

Der Staat gliedert sich in zehn Regionen und den Hauptstadtdistrikt. Diese teilen sich in 49 Kreise und Gemeinden. Die Regionen sind nach ihren Hauptstädten benannt. Die Einrichtung ist seit im Gange.

Um auch Flüchtlinge und vor allem Nomaden in das Verwaltungssystem eingliedern zu können, entstanden sogenannte Fractions Fractions Nomades , ein Begriff, den schon die Kolonialregierung nutzte , die es dementsprechend vor allem im Norden in der Nähe von Dörfern gibt.

Felsmalereien belegen die Besiedlung Malis seit dem Paläolithikum. Seinem Niedergang im Lehmmoscheen von Timbuktu zur Blüte verhalf, unter anderem mit universitätsähnlichen Bildungseinrichtungen. Das Songhai-Reich wurde zunächst durch eine marokkanische Invasion am Ende des Jahrhunderts mit der Eroberung von Timbuktu und Gao geschwächt und es entstanden zahlreiche kleine Staaten. Jahrhunderts übernahmen Herrscher des Volkes der Tukulor andere Bezeichnung: Toucouleur die Macht im nahezu gesamten heutigen Staatsgebiet Malis.

In den er Jahren begann die französische Kolonialarmee, beginnend vom Westen das heutige Mali unter ihre Kontrolle zu bringen. Vor dem Hintergrund der britischen Konkurrenz um Westafrika versuchten sie, mit militärischen und diplomatischen Mitteln ihren Einfluss auf die gesamte Sahelzone auszudehnen.

Bis eroberte Frankreich das gesamte heutige Mali, wenngleich es die Nomaden in der Sahara nie unter Kontrolle bringen konnte.

Bamako wurde Hauptstadt der Kolonie und wurde die Bahnlinie nach Dakar fertig gestellt. Die Region blieb für die Franzosen aber von untergeordneter Bedeutung, es lieferte vor allem Soldaten, die in den beiden Weltkriegen auf französischer Seite kämpften.

Bereits seit den er Jahren gab es Intellektuelle, die für die Unabhängigkeit der Kolonie eintraten. Das Frauenwahlrecht wurde ebenfalls eingeführt. April und erklärten sich als Mali-Föderation am Er vertrat eine sozialistisch orientierte Politik, die auf Zentralisierung und Mobilisierung der Massen durch die Parteistrukturen abzielte.

Ohne mit Frankreich zu brechen wurde eine engere Zusammenarbeit mit den Ostblockstaaten gesucht. Im Norden revoltierten die Tuareg. In dieser Phase wurden mit ausländischer Unterstützung bedeutende Reformen in Verwaltung und Justiz durchgeführt. Wenngleich Mali in der Folge als gelungenes Beispiel für die Demokratisierung in Afrika gelobt wurde, blieb die Staatsverwaltung ineffizient, korrupt und die Armut hoch.

Beide Präsidenten versäumten es zudem, eine Lösung für die Tuareg-Frage zu finden. Der Nordmali-Konflikt wurde akut , nachdem zahlreiche schwer bewaffnete Söldner und Islamisten aus dem Krieg in Libyen nach Mali kamen und sich mit den Tuareg-Rebellen verbündeten.

Im Januar griffen Tuareg-Verbände das malische Militär im Nordosten des Landes an, drei Monate später hatten sie den gesamten Norden unter ihre Kontrolle gebracht und erklärten das von ihnen beherrschte Gebiet für unabhängig. April die einseitige Unabhängigkeit des Azawad. Erst im Dezember stimmten die Vereinten Nationen einer Resolution zu, die den Weg zu einer militärischen Intervention des Westens in Mali frei machte.

Mit der Operation Serval konnten die Islamisten schnell besiegt und das Kommando an afrikanische Truppen zurück übertragen werden. Mali ist ein Entwicklungsland, dessen Wirtschaft hauptsächlich auf Landwirtschaft, Bergbau sowie dem Export von Rohstoffen beruht und stark von Entwicklungshilfe abhängig ist.

Nach der Unabhängigkeit des Landes schuf die Regierung einige staatliche Unternehmen in Wirtschaftszweigen, die sie für strategisch wichtig hielt. In den er Jahren hatte die Politik der Regierung das Land in eine Wirtschaftskrise manövriert, die zur Schrumpfung der Wirtschaft und auch der landwirtschaftlichen Produktion führte. Die Geber von Entwicklungshilfe zwangen die Regierung zu Reformen, die zum Rückzug des Staates aus zahlreichen Sektoren und zu Dezentralisierung führte.

Wenngleich diese Reformen von zahlreichen Beobachtern kritisiert wurden, so entwickelte sich die Wirtschaft dynamisch, wie die OSZE feststellte. Die abnehmenden Niederschläge führten immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit, wodurch Unterstützung durch das Ausland notwendig wird.

Die Kriege haben zu einem Erliegen des Tourismus geführt, sodass in der Sahara kaum mehr eine legale Einkommensquelle existiert. Dies erlaubt den Mitgliedsländern, Glaubwürdigkeit, Geldwertstabilität und damit niedrige Inflation zu importieren; die Vorteile eines effizienteren Handels mit den EU-Staaten werden jedoch durch allerlei Handelshemmnisse auf beiden Seiten zunichtegemacht. Die Landwirtschaft ist Malis wichtigster Wirtschaftszweig.

Der Anteil der Landwirtschaft an der Wirtschaftsleistung ist indes rückläufig: Die Produkte wurden zwischen den Ethnien gehandelt, wodurch eine gegenseitige Abhängigkeit entstand. Diese komplementäre Ökonomie förderte seit dem 1.

Im nördlichen Mali treten jedoch immer wieder Dürren auf. Es gibt Pläne, diese Fläche bis zu verdoppeln. Dazu kamen 11,86 Millionen Schafe, 16,52 Millionen Ziegen, über Letztere haben ihre Zahl seit beinahe verdoppelt. Die Zahl der Fischer stieg seit von Obwohl der Goldreichtum Malis bereits im Altertum legendär war, ist der dortige Bergbau ein relativ junger Wirtschaftszweig.

Die ersten Explorationen wurden in den er Jahren durchgeführt, in den er Jahren begann die stürmische Entwicklung der Goldgewinnung. Die Dominanz des Goldbergbaus wird durch die Anzahl der erteilten Lizenzen demonstriert: Den Minenbetreibern wird vorgeworfen, Umwelt und Lebensgrundlage der Bevölkerung zu zerstören, Arbeitskräfte auszubeuten, den Dorfgemeinschaften jedoch keine Vorteile zu bringen.

Die Einrichtung einer Bergbauschule soll Mali helfen, seine Bergbauindustrie zu diversifizieren. Mali hat wenig Industrie. Die Investitionsquote in der Industrie ist im Gegensatz zu der im Bergbau seit langer Zeit rückläufig. Der Handels- und Dienstleistungssektor hat in den letzten Jahren durch den Tourismus einen gewissen Aufschwung erfahren, der jedoch durch Entführungen und den militärischen Konflikt in den Jahren seit gestoppt wurde.

Mali hat nicht viele Güter, die exportiert werden können. Der hohe Anteil der Goldexporte bedingt, dass Exporteinnahmen und in der Folge das Leistungsbilanzdefizit stark vom Goldpreis abhängen. Da das Gold fast zur Gänze nach Südafrika exportiert wird, ist dieses Land gleichzeitig Malis wichtigster Exportmarkt.

Darüber hinaus waren im Jahr die Schweiz, die Elfenbeinküste und China die wichtigsten Abnehmer malischer Güter, wobei letztere vor allem Baumwolle, Häute und Tiere abnahmen. Die Importe Malis umfassen eine sehr breite Palette von Gütern. Mittelfristig werden jedoch deutlich höhere Investitionen notwendig sein, um zukünftig eine positive Entwicklung des Lebensstandards für die Bevölkerung abzusichern, vor allem im Energie- und Wassersektor.

Traditionelle Pinassen bieten heute Personen- und Güterbeförderung an und werden rege angenommen. Bamako ist seit angebunden und verdankt ihr zu erheblichen Teilen seinen Aufschwung. Selbst im afrikanischen Kontext sind die Indikatoren schlecht. Seit wird der Betrieb vom kanadischen Unternehmen Transrail geführt, das die Situation jedoch nicht verbessern konnte und mittlerweile selbst in finanziellen Nöten steckt. Aus diesem Grund beabsichtigen die beiden involvierten Regierungen, die Konzession zu restrukturieren.

Entsprechend sind die Unterhaltskosten sehr hoch. Die nationale Fluglinie Air Mali hat den Betrieb bereits mehrmals, zuletzt und , eingestellt. In der wissenschaftlichen Beurteilung des BTI werden seine demokratietheoretische Relevanz, die Breite und Qualifikation der Länderexperten, die Dokumentation der Quellen, umfangreiche Reliabilitätstests, die Veröffentlichung aller disaggregierten Daten und die Anwendbarkeit der Aggregationsregel positiv hervorgehoben.

Untersucht werden alle Entwicklungs- und Transformationsländer mit mehr als zwei Millionen Einwohnern. Als Entwicklungs- und Transformationsländer werden jene Länder betrachtet, die nicht als demokratisch und marktwirtschaftlich konsolidiert gelten.

Die Berichte und Bewertungen jeder Studie, an der etwa Länderexperten beteiligt sind, [8] beruhen auf einem mehrstufigen Erhebungs- und Prüfverfahren. Ziel des Verfahrens sei es, zu möglichst objektiven und vergleichbaren Ergebnissen zu gelangen.

Zwei Gutachter pro Land — in der Regel ein internationaler und ein lokaler Experte — erstellen und überprüfen qualitative Länderanalysen anhand von 49 standardisierten Fragen Codebuch [9] und übersetzen die Antworten unabhängig voneinander in quantitative Bewertungen. Auf dieser Grundlage vereinheitlichen sieben Regionalkoordinatoren die Ergebnisse intra- und interregional.

Ein wissenschaftlicher Beirat von Transformationsexperten kontrolliert und diskutiert die Ergebnisse und verabschiedet die endgültigen Werte. Seitdem haben keine grundlegenden methodologischen Änderungen mehr stattgefunden, so dass vergleichbare Zeitreihen seit gebildet werden können. Insbesondere in relativ fortgeschrittenen Ländern Ostmittel- und Südosteuropas sowie Lateinamerikas seien die Wahlqualität , Meinungs- und Pressefreiheit , Gewaltenteilung und Bürgerrechte stärker eingeschränkt worden.

Während im Rahmen der Milleniumsziele über eine deutliche Reduzierung bei der absoluten Armut berichtet wird, ist im Bertelsmann Transformation Index zu lesen, dass im Jahr in mehr Ländern Menschen extremer Armut ausgesetzt waren als im Jahr Die Studienergebnisse werden in Form von Länder- [18] und Regionalberichten [19] sowie einer Buchreihe [20] auf Englisch und teilweise auf Deutsch veröffentlicht.

Der Bertelsmann Transformation Index wird sowohl von Regierungen weltweit zur Beurteilung von Partnerländern herangezogen [24] [25] als auch von internationalen Organisationen zur Erstellung ihrer eigenen Analysen genutzt. Das Schwesterprojekt Sustainable Governance Indicators , das dem BTI methodisch nachempfunden ist, untersucht die Reformfähigkeit und Nachhaltigkeit fortgeschrittener Demokratien und Marktwirtschaften. Aus politikwissenschaftlicher Perspektive ist an dem Bertelsmann Transformation Index auszusetzen, dass er die demokratische und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verrechnet und damit impliziert, dass diese zwangsläufig aneinander gebunden sind.

Allerdings ist empirisch auch eine wirtschaftliche Entwicklung ohne demokratische Transformation beobachtbar, wie es beispielsweise in der Volksrepublik China geschieht. Des Weiteren geht der BTI bei der Bewertung des Transformations managements davon aus, dass nur die jeweilige Regierung eines Landes den Transformationsprozess beeinflussen kann.

Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier. Weblink offline IABot Wikipedia: