Buch: Investieren in Edelhölzer – Die Königsklasse der Rohstoffe!



Aktienanlagen bergen ein hohes Verlustrisiko, welches im schlimmsten Fall den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bedeuten kann. Zu Ihrem Stichwort wurde kein Thema gefunden.

Das Erwachen der goldenen Macht


Es mag verfrüht sein, die Kursrückgänge bei Kupfer und Aluminium als Vorboten einer sich abschwächenden Weltwirtschaft zu deuten. Interessant ist allerdings, dass die sehr flache Zinsstrukturkurve in den USA ganz ähnliche Signale aussendet.

Aber auch bei den Metallen ist das Bild nicht einheitlich, was an den Preissteigerungen bei Nickel und Zink ablesbar ist. Eine Sonderrolle unter den Metallen nehmen Edelmetalle ein und dabei übertrifft Gold andere Edelmetalle bei weitem.

Denn das Umfeld für Gold könnte kaum besser sein. Der Hauptwettbewerber Zins wurde von den Notenbanken weithin abgeschafft und die amtliche Inflationsstatistik weist leicht anziehende Teuerungsraten aus.

Zudem fehlt es nicht an Krisen in der Welt, die dem Goldpreis Auftrieb verschaffen müssten. Auch scheint die Substitutionsgefahr durch Kryptowährungen etwas zurückzugehen, nachdem die Euphorie für Bitcoin und Co. Deutsche Anleger, die traditionell der Goldanlage trotz ihrer praktischen Nachteile in besonderer Weise gewogen sind, wurden in der jüngeren Vergangenheit zusätzlich vom Verfall des US-Dollars gebeutelt.

Spannend aber widersprüchlich, fällt das Bild bei Agrarrohstoffen aus. Während Kaffee und vor allem Zucker signifikante Abschläge hinnehmen mussten, konnten Mais, Soja und Weizen robuste Kursgewinne verzeichnen. Etwas besser, aber ähnlich, verlief die Entwicklung bei Soja. Auch der Weizenmarkt erholte sich in den letzten Monaten von seiner Baisse.

Unter speziellen Druck geriet wiederum der Zuckerpreis, nachdem in Europa die Zuckermarktordnung liberalisiert wurde. Es wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Zuckerindustrie mit dem neuen Umfeld arrangiert.

Ähnlich dynamisch geht es auch beim wichtigsten Rohstoff der Welt, dem Erdöl, zu. Seit US-amerikanische Ölförderer ihre Fördermengen durch den Einsatz neuer Techniken drastisch ausweiten konnten, ist der Markt heftig in Bewegung geraten.

Mehr Von Christian Siedenbiedel. Kupfer, Zink, Nickel und Blei sind seit Juni deutlich billiger geworden: Was steckt hinter dieser Entwicklung? Wegen seiner klimaschädlichen Wirkung in Verruf geraten, entwickelt sich das Kohlendioxid zum Ausgangsstoff vieler nützlicher Chemikalien.

Per Katalyse lassen sich unter milden Rekationsbedingungen sogar wichtige Aminosäuren herstellen. Mehr Von Uta Bilow. Russland und Amerika verkünden in Helsinki gemeinsame Interessen beim Öl.

Das lässt den Ölpreis fallen. Welche neue Strategie könnte dahinter stehen? Der Rohstoff Kobalt wird für Elektroautos dringend gebraucht — jetzt macht sich auch eine Bundesanstalt wegen des stark gestiegenen Preises Sorgen. Zugleich nehmen nur wenig Leute die Förderprämie in Anspruch. Nicht nur Öl und Benzin sind deutlich teurer geworden — auch viele andere Rohstoffe. Wodurch unterscheiden sich die eine und die andere Gruppe?

Mit dem Abbau in Österreich könnte bald die Abhängigkeit von China in der Aufbereitung zu batteriefähigem Lithium entschärft werden. Eine erste europäische Produktion ist geplant. Mehr Von Michaela Seiser, Wien. In der Autoindustrie hat ein Wettlauf um begehrte Metalle begonnen, die für den Bau von Elektroautos unverzichtbar sind. BMW geht auf Distanz zu Daimler. Mehr Von Henning Peitsmeier, München.

Doch der steigende Preis könnte sich auch schnell auf die Nebenkostenabrechnungen der Privathaushalte auswirken. Der Euro steigt über 1,25 Dollar. Amerikas Währung fällt so tief wie lange nicht mehr. Zugleich schützt der Wechselkurs deutsche Verbraucher. Den Rohstoff braucht man für Batterien in umweltfreundlichen Elektroautos. Doch ausgegraben wird Kobalt im Kongo zum Teil von Kinderhand — und verarbeitet in China in umweltbelastenden Raffinerien.

Mehr Von Christian Siedenbiedel, Frankfurt. Erz und Kohle werden billiger, weil China weniger Stahl kocht. Die Automobilaktien im Börsenbarometer brachen samt und sonders zweistellig ein. China ist nicht das einzige Problem. Noch mehr billiges Geld aber bedeutet: Denn anders als viele erwarten, werden die Zinsen nicht so zügig weitersteigen.

Stöferle, bekannt für seinen Gold-Report, betont: Und das, obwohl Gold vergangenes Jahr keineswegs in allen Währungen abgegeben hat. Wenn die Konjunktur sich erholt, die Aktiengewinne sprudeln und die Zinsen steigen, dann ist das unverzinste Gold das falsche Investment.

In den Jahren bis liefen Aktien bei allen zwischenzeitlichen Schwankungen gut, die Gold-Notierungen an den Rohstoffmärkten bröckelten hingegen sukzessive ab. Allerdings sind die Käufe der Fonds noch zaghaft. Im langfristigen Abwärtstrend bilden sie kaum mehr als ein Häkchen nach oben. Tatsächlich haben fast alle Analysten ihre Goldprognosen für das Jahr weiter zurückgenommen. Die europäischen Banken machten zuletzt einen regelrechten Wettlauf der Prognosesenkungen.

Aus Sicht der Optimisten liefert die geringe Erwartung aber eine gute Basis für eine positive Überraschung, wie Anfang Januar zu erleben war. Auch die Notenbanknachfrage dürfte stützend wirken, während die Minenproduktion vermutlich stagnierte.

Zugleich warnt er vor zu viel Zuversicht: Bei Portfoliomanager Jörg Jubelt ist von Überschwang nichts zu spüren: Als Folge der Finanzmarktturbulenzen könnten sich Chinesen zum Beispiel zu Notverkäufen gezwungen sehen, die den Preis drücken.