Dorschangeln macht Spaß!


Vorab aus aktuellem Anlass: Es ist erschreckend, wie ausnahmslos alle Vorzeichen der Prophezeiung von Alois Irlmaier zum nahenden 3. Weltkrieg eingetroffen scheinen und sich weiter bewahrheiten.

Von solchen Frischeprodukten ist bekannt, dass sie mit Hygiene-relevanten Keimen kontaminiert sein können.

An der Grenze zwischen alter und alternativer Wissenschaft

Es gibt ja bereits viele Tipps zu dem Thema und der Ursprung meiner Fliegenfalle liegt auch im Internet, ich habe sie aber durch herumexperimentieren vereinfacht und verbessert.

Zudem wurde bei der deutschen Abwehr der Berner Botschaft ermittelt, ob Staudinger damalige Kriegsgegner bei der Herstellung waffenfähiger Chemikalien beraten hatte.

Bezeichnenderweise beschreibt der nachherige marxistische Gesandte Adolf Müller den Staudinger als Idealisten. Da sie … weiten Kreisen bekannt geworden sind … , verlangt auch das Ansehen der Universität Freiburg ein Einschreiten, zumal sich Staudinger heute als prozentiger Freund der nationalen Erhebung ausgibt.

Es dürfte eher Entlassung als Pensionierung in Frage kommen. Februar die Entlassung Staudingers aus dem Staatsdienst. Staudinger hat bis zum Ende seines Lebens nie erfahren, auf wessen Initiative die Ermittlung der Gestapo gegen ihn zurückging. Die meisten Entlassungen an der Freiburger Universität während der Zeit des Nationalsozialismus wurden in den ersten beiden Jahren durchgeführt, also in der Amtszeit von Martin Heidegger. Als Rektor versuchte Heidegger aber auch, den von der rassistischen Gesetzgebung betroffenen jüdischen Schülern und Kollegen zu helfen — sofern er ihre Leistungen anerkannte [] — wie in den o.

Fällen Hevesy und Fraenkel. Privatdozenten und Assistenten konnten sich dagegen kaum auf seine Unterstützung verlassen. Dezember vorzeitig emeritiert , den Pharmakologen Paul Noether und den Rechtswissenschaftler Andreas Bertalan Schwarz [] setzte er sich nicht ein. Noether nahm sich bald darauf, am 6. April , das Leben. Rund einen Monat nach seiner Amtsübernahme, am 3. Oktober in Kraft trat. Dieser ernannte die Kanzler und Dekane.

Heidegger gab den Beschluss am Oktober am bayerischen Vorbild. Wie vorgesehen, wurde Heidegger von Wacker am 1. Wie die anderen Ernannten waren beide keine Parteimitglieder, wobei Schadewaldt sich zu jener Zeit noch besonders im nationalsozialistischen Sinn engagierte. Auf der Senatssitzung vom Und er fuhr fort: Das Schicksal unseres Volkes in seinem Staat gilt alles.

Aber dort, wo wie im Geistigen und z. Auch bei anderer Gelegenheit machte Heidegger deutlich, dass ihm der Wandel der Gesellschaft im nationalsozialistischen Deutschland nicht weit genug ging: Juni und nur auf massive Vorhaltungen seines Vorgängers von Möllendorff rief Heidegger den Senat zu einer ersten konstituierenden Sitzung zusammen.

Streitpunkte waren die auf Tagungen des Hochschulverbandes und der Rektoren praktizierte Gleichschaltung und die Stellung von Arbeitsdienst und Wehrsport im Studium.

Da inzwischen viele NS-Studenten und mit ihnen sympathisierende Kommilitonen in Wehrsport, Märschen und Zeltlagern den wesentlichen Sinn der Ausbildung an der Universität sahen, wurde der Vorlesungs- und Übungsbetrieb beträchtlich gestört. Zudem existierten keine einheitlichen Richtlinien über die Art der wehrsportlichen Ertüchtigung und deren Integration in die Studiengänge.

Selbst der Zynismus des Mottos der späteren nationalsozialistischen Vernichtungslager finde sich, dem Urteil von H. Es fehlt ihm die Grunderfahrung dazu: Heidegger war der erste Rektor, bei dem die Studentenschaft an den Senatssitzungen vertreten war — noch vor Erlass der neuen Universitätsverfassung.

Juli nahm er mit Alfred Baeumler an der von ihm angeregten ersten Schulungstagung des Amtes für Wissenschaft der deutschen Studentenschaft in Berlin teil, wo das Führerprinzip auch für die studentische Ebene beschlossen wurde. Die Fachschaftsleiter sollten fortan ihre Mitarbeiter selbst berufen können.

Diese politische Radikalisierung enttäuschte die Freiburger Professoren, die Heideggers Wahl unterstützt hatten. Gerhard Ritter berichtete Dessen ungeachtet feierte dieser am Im Arbeitslager verwirklicht sich die Stätte einer neuen unmittelbaren Offenbarung der Volksgemeinschaft. November in Tübingen: Der Gedanke einer neuen Form der akademischen Ganzheitlichkeit im Sinn der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft und zum Zweck der politischen Erziehung ausgewählter Studenten fand landesweit einen Ausdruck in sogenannten Wissenschaftslagern.

Heidegger teilte den ausgewählten Studenten mit: Heinrich Buhr, der als einziger Student der Theologie an dem Lager teilnahm, bezeugte später, dass Heidegger dort einen harschen Vortrag gegen das Christentum und somit gegen die Tradition der Freiburger gehalten hatte: Stein bat, selbst einen Vortrag halten zu dürfen.

Er sprach über Rasse und Rassenprinzip. Der Vortrag wurde von den Lagerteilnehmern zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter erörtert. Ich versuche seit Monaten, eine geeignete Kraft für den Unterricht in diesem Feld ausfindig zu machen, um dann beim Ministerium die Errichtung eines a. Lehrstuhles für Rassenkunde und Erbbiologie zu beantragen.

Nur etwa zwei Wochen nachdem das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses am Für die Griechen z. Wer den Bedingungen dieses Handelns nicht mehr genügte, zu dem durfte der Arzt auch im Falle der 'Krankheit' nicht mehr kommen. Wenn es dieses Gutes verlustig geht oder auch nur weitgehend geschwächt wird, bleibt jede staatspolitische Anstrengung, alles wirtschaftliche und technische Können, alles geistige Wirken auf die Dauer nutz- und ziellos.

Die Tischrede im anatomischen Institut wird fast einhellig als eine der Rechtfertigung der nazistischen Ideologie der Entrechtung bestimmter Gruppen von Menschen bewertet. Zaborowski fasst den Schluss der Kritiken zusammen: Während seiner Amtszeit als Rektor hielt Heidegger Reden und verfasste Schriften, in denen er Adolf Hitler verherrlichte und zu dessen Unterstützung aufrief.

Am Tag nach dessen Rede dazu, am Mai , propagierte er den Entschluss in seiner Eigenschaft als Rektor, in das Universitätsstadion übertragen:. Die anderen Nationen und Völker sollen jetzt entscheiden. Wir selbst sind entschieden. Die beiden universitätsinternen Texte, in denen Heidegger als Hitlers Laudator auftrat, setzten Hitler mit dem Sein und der Wirklichkeit des deutschen Volkes gleich. In Heidelberg sprach Heidegger am Der Führer selbst und allein ist die heutige und künftige deutsche Wirklichkeit und ihr Gesetz.

November erweiterte Heidegger den Kreis der Adressaten über die Universität hinaus auf alle deutschen Männer und Frauen. Der Text ist nahezu wortgleich mit seiner Rede in Leipzig am Folgetag. Die Kundgebung fand in Anwesenheit von mehreren tausend Zuhörern statt, zu denen neun Professoren sprachen und jenes Bekenntnis begründeten. Deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Das deutsche Volk ist vom Führer zur Wahl gerufen; der Führer aber erbittet nichts vom Volke, er gibt vielmehr dem Volke die unmittelbarste Möglichkeit der höchsten freien Entscheidung, ob das ganze Volk sein eigenes Dasein will, oder ob es dieses nicht will. Das Volk wählt morgen nichts Geringeres als seine Zukunft. Sie ist gebunden in die Notwendigkeit des selbstverantwortlichen völkischen Daseins.

Keiner kann fernbleiben am Tage der Bekundung dieses Willens. An andern Universitäten, wie in Marburg, konnte man noch mit Ja oder Nein wählen, obwohl die Wahl nur noch pro forma geheim war.

Dezember auch dieser zweiten NS-Institution bei, der er angehörte, bis die Alliierten sie auflösten. Januar wieder auf [] , was den dadurch vorgeführten Studentenführer von zur Mühlen, der die Suspension offiziell erlassen hatte, zum Rücktritt veranlasste. Daraufhin schrieb Heidegger am 5. Februar an Stäbel und setzte sich für seinen Parteigenossen ein: Man kennt katholische Taktik immer noch nicht. Und eines Tages wird sich das schwer rächen.

In einem Schreiben vom Auch heute werden sie unterschiedlich bewertet. Einigkeit herrscht darüber, dass ein Schreiben von Wacker, in dem er Heidegger zwei Tage zuvor aufgefordert hatte, Erik Wolf als Dekan zurückzuziehen, als der Anlass für den Brief vom April auch jener für die dortige Ankündigung des Rücktritts war.

Da Wacker noch keinen Nachfolger hatte, ordnete er an, die Entscheidung vorerst geheim zu halten. April dem Kanzler und den Dekanen mit, die mit ihm ihre Ämter zur Verfügung stellten. April wurden die Rücktritte vom Ministerium angenommen.

Von Heideggers eigenen Darstellungen seines Rücktritts wurden auch weitere Teile aufgrund mangelnder Belege und fehlender Folgerichtigkeit bezweifelt. Neben dem Zeitpunkt — Heidegger gibt in Tatsachen und Gedanken an, dass er seinen Rücktritt schon im Februar erst Fehrle und dann Wacker gegenüber erklärt habe [] — richten sich die Einwände dagegen, dass das Ministerium nicht nur den Rücktritt von Wolf, sondern auch den von Heideggers Amtsvorgänger von Möllendorff gefordert haben soll, wofür es keine Anhaltspunkte gibt.

Wackers Schreiben vom Schon seit dem Beginn der er Jahre pflegte Heidegger kollegialen Kontakt zu Erich Rothacker, der ebenfalls zu den Philosophen gehörte, die am letzten Tag vor der Beitrittssperre, dem 1.

Heidegger begegnete dem NS-Chefideologen Rosenberg zum ersten Mal spätestens im Mai bei der Eröffnungssitzung des Ausschusses für Rechtsphilosophie , in dem er bis tätig war. Die heideggerschen Positionen zur Frage des Volkes und der Rasse im Verhältnis zu den vielfältigen rassenideologischen Konzeptionen zu bewerten, die im öffentlichen und akademischen Diskurs während der NS-Zeit debattiert und propagiert wurden, ist weiterhin eine Aufgabe der Forschung.

Wie es keine klar festgelegte antisemitische Doktrin gab, war auch die NS-Rassenideologie nicht einheitlich. Chamberlain am Ende des Andere Bedingungen sind Wissen und Geist, nicht als ein Nachtrag in einem Nebeneinander, sondern das Wissen bringt erst das Strömen des Blutes in eine Richtung und in eine Bahn, bringt erst den Boden in die Trächtigkeit dessen, was er zu tragen vermag; Wissen verschafft Adel auf dem Boden zum Austrag, was er zu tragen vermag.

Das findet eine Parallele bezüglich der Frage der Rasse: Der 'Intellektualismus' dieser Haltung, das Unvermögen zu scheiden zwischen rassischer Erziehung und Theoretisieren über Rasse. Eine Bedingung wird zum Unbedingten aufgesteigert. Nach den in der Gesamtausgabe gemachten Angaben [] nahm Heidegger den ersten Jahrestag der nationalsozialistischen Machtergreifung, den Kolbenheyer, der am Tag zuvor in Freiburg dazu gesprochen hatte, u. Der von Heidegger in seiner Selbstdarstellung nach erhobene Anspruch, sich damit vom Nationalsozialismus distanziert zu haben, wird aber mit diversen Argumenten zurückgewiesen.

Doxographie zur Frage des Biologismus bei Heidegger. Auch von anderer Seite wurde Heidegger heftig angegriffen: Bereits aus dem Jahr ist eine Bemerkung überliefert, die bis zur Publikation der Schwarzen Hefte eher isoliert erschien, durch Notizen darin dann aber einige Bestätigung erhielt.

Krell , indem es die bolschewistische Sowjetunion wie auch NS-Deutschland manipuliere. Durch Vergleiche mit einschlägigen Texten bezeichnet S. Zu fragen wäre allerdings, worin die eigentümliche Vorbestimmung der Judenschaft für das planetarische Verbrechertum begründet ist.

Die planetarischen Hauptverbrecher der neuesten Neuzeit, in der sie erst möglich und notwendig werden, lassen sich gerade an den Fingern einer Hand abzählen. Im Jahr , nach der Veröffentlichung der u. Und es kann so aussehen, als sei kein Feind da. Dann ist die Grunderfordernis, den Feind zu finden, ins Licht zu stellen oder gar erst zu schaffen, damit dieses Stehen gegen den Feind geschehe und das Dasein nicht stumpf werde.

Der Feind kann in der innersten Wurzel des Daseins eines Volkes sich festgesetzt haben und dessen eigenem Wesen sich entgegenstellen und zuwiderhandeln.

Um so schärfer und härter und schwerer ist der Kampf, denn dieser besteht ja nur zum geringsten Teil im Gegeneinanderschlagen; oft weit schwieriger und langwieriger ist es, den Feind als solchen zu erspähen, ihn zur Entfaltung zu bringen, ihm gegenüber sich nichts vorzumachen, sich angriffsfertig zu halten, die ständige Bereitschaft zu pflegen und zu steigern und den Angriff auf weite Sicht mit dem Ziel der völligen Vernichtung anzusetzen.

Diese heideggerssche Definition des inneren Feindes eines Volkes und das Ziel auf weite Sicht der völligen Vernichtung werden ganz überwiegend als Rassismus oder speziell als Antisemitismus gewertet. Je ursprünglicher und angfänglicher die künftigen Entscheidungen und Fragen werden, um so unzugänglicher bleiben sie dieser 'Rasse. Und schon am Auch diese Aussage, sagt S. Rosenbergs schlichte und für Heideggers Denken inakzeptable Teilung in einen technischen Geist der nordischen Rasse und einen spekulativen jüdischen Geist [] wird darin mit harschen Worten zurückgewiesen:.

Wie schon in der Rektoratsrede s. Die Einrichtung der rassischen Aufzucht entstammt nicht dem Leben selbst, sondern der Übermächtigung des Lebens durch die Machenschaft. Was diese mit solcher Planung betreibt, ist eine vollständige Entrassung der Völker durch die Einspannung derselben in die gleich gebaute und gleichschnittige Einrichtung alles Seienden. Aufgrund der Datierung auf kurz vor den Zweiten Weltkrieg werden als Hintergrund für diese Aussage die Nürnberger Gesetze von , die Reichspogromnacht vom 9.

Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom Von dem Verbot ausgenommen sind nur solche Studierende nicht-arischer Abstammung, die selbst Frontkämpfer gewesen sind oder deren Väter im Weltkriege auf deutscher Seite gefallen sind. Kellerer verweist in diesem Kontext zudem darauf, dass Heidegger in einem Brief vom Doxographie zur Frage des Antisemitismus bei Heidegger. April wieder auf s. Husserl zum Jahr Er entzog sich auf einfachste Weise jeder Möglichkeit wissenschaftlicher Aussprache, offenbar für ihn eine unnötige, unerwünschte, unbehagliche Sache.

In einem Brief an seinen Schüler Dietrich Mahnke vom 4. Das zu überwinden war ein schweres Stück. Den Vorhalt, dass Heidegger es war, der den Kontakt abgebrochen habe, und dass er Husserl zudem im April den Zutritt zur Universitätsbibliothek verboten habe, wie ihm später von anderer Seite vorgeworfen wurde, wies Heidegger zurück.

Heidegger erklärte später seine Reue darüber, Husserl nicht besucht zu haben, als dieser im Sterben lag. Der Grund sei seine Scham und Ohnmacht gegenüber der Judenverfolgung gewesen. Er bat Malvine Husserl zu ihrem Seine universitätspolitischen Ambitionen im NS-Staat fanden ihren Ausdruck in Reden als Referent an der von Goebbels' Propagandaministerium geleiteten Deutschen Hochschule für Politik und in seinem Engagement für eine nationalsozialistische Dozentenakademie.

Nach dem Rektorat bat Stuckart aber noch einmal im August darum, dass ihm Heidegger und andere Professoren ihre Konzeptionen für eine solche zu schaffende nationalsozialistische Dozentenakademie mitteilten. Denn sie wird auch dann nicht überflüssig, wenn einmal die künftigen Lehrer durch die nationalsozialistische höhere Schule, Hitler-Jugend, Arbeitsdienst und sogar durch eine nationalsozialistische Universität erzogen sind. Februar das Gutachten von Jaensch zu benutzen s.

Wir vertrauen auf ihn, dass auch die Wissenschaft unter seiner Führung die Förderung erfahren wird, deren sie in ihrer Gesamtheit bedarf, um die hohe Aufgabe zu erfüllen, die ihr beim Wiederaufbau der Nation zukommt.

Die unterzeichneten Vertreter der deutschen Wissenschaft folgen dem Appell der Reichsregierung, mit dem das deutsche Volk am August zur Entscheidung gerufen wird. Er hat aber zugleich den unbändigen Willen zu seiner Durchsetzung. Unser Volk erfährt als in der Mitte stehend den schärfsten Zangendruck, das nachbarreichste Volk und so das gefährdetste Volk und in all dem das metaphysische Volk.

Allerdings wird an diesen Ganzheiten eher das sichtbar, was sie im Grunde sind, nämlich Halbheiten. Bei der späteren Publikation des Satzes, so hat sein Student R. Marten bezeugt, nahm Heidegger zwei entscheidende Änderungen vor. Marten, der als Student bei der Überarbeitung der Vorlesung behilflich war: Der Historiker Hugo Ott fügt hinzu: Rosenberg und Rothacker mit am Tisch.

Zur Eröffnung sagte Frank über die Aufgaben des Ausschusses: Streicher , schwieg er zunächst. Aufgrund von Aktenvernichtungen sind Arbeit und Themengebiete des Ausschusses für Rechtsphilosophie weithin unbelegt. Am meisten hat ihn wohl gekränkt, dass die Nürnberger Gesetze ohne Mitwirkung der Akademie zustande gekommen waren. Nach jetzigem Forschungsstand bestimmt Löwiths erstellter Bericht mit dem Sommer als Datum des Gesprächs während der Reise nach Rom den terminus post quem für das Ende von Heideggers Mitarbeit in dem Ausschuss.

Juli und dem August , ist unklar, in der Forschung umstritten [] und hat zu einer öffentlichen Debatte um die Rolle des Ausschusses geführt. Von dem Seminar existieren synthetisierende Mitschriften der Teilnehmer Wilhelm Hallwachs und Siegfried Bröse, die jedoch keine wörtlichen Protokolle und für eine wissenschaftliche Exegese deshalb nur sehr bedingt heranzuziehen sind. Man hat gesagt, ist Hegel gestorben; im Gegenteil: Die im Jahr begonnene Kontroverse um das Seminar thematisiert, ob Heidegger darin den Nationalsozialismus hegelianisieren oder ihn vielmehr als Metaphysik und platonisches Staatsverständnis zurückweisen wollte.

Andererseits werden Heideggers kritische Kommentare nur als Teil einer Einebnungsstrategie bewertet, deren Grund für ihn darin lag, die bürgerlichen Anteile am Nationalsozialismus zugunsten einer radikaleren Form zurückzuweisen. Es bleibt nur, sich dumm stellen und innerlich ein riesiges Gelächter anstimmen — und im übrigen und d.

So sind sich diverse Forscher, darunter G. Eines davon findet sich in einem weiteren Brief an K. Im Sinn der o. Forschermeinungen liegt auch Daniel Morats Resümee: Als ein aufschlussreiches zeitgenössisches Zeugnis für Heideggers Beziehung zum nationalsozialistischen Deutschland gilt auch der verfasste Bericht von Karl Löwith über das Treffen in Rom im Frühling Für die von Heidegger später behauptete Observation durch Spitzel, die an Baeumler und Krieck über seine Lehrtätigkeit nach dem Rücktritt vom Rektorat berichteten, beginnend mit der Vorlesung zur Logik im Sommer , gibt es keine Belege.

Altmann in seinem Prager Exil in einem Artikel fest: Sie wollten sich dem Dritten Reich zur Verfügung stellen, sich vielleicht gar hofieren lassen und immer müssen sie die Erfahrung machen, dass man nicht einmal den modus vivendi mit ihren Führern finden kann, wenn man den Anspruch erhebt, Gelehrter, Künstler und sittlicher Mensch zu bleiben.

Heideggers Arbeiten zu Hölderlin während der nationalsozialistischen Zeit: Führer sein ist ein Schicksal und daher endliches Seyn.

Zu nennen — im ursprünglich stiftenden Sagen und Wissen wieder zu eröffnen — ist einmal die Mutter, die Erde selbst. Aber eben in dieser Nennung als dichterischer tönt auf das 'Vergangengöttliche' V.

Der Eintritt Amerikas in diesen planetarischen Krieg ist nicht der Eintritt in die Geschichte, sondern ist bereits schon der letzte amerikanische Akt der amerikanischen Geschichtslosigkeit und Selbstverwüstung. Der verborgene Geist des Anfänglichen im Abendland wird für diesen Prozess der Selbstverwüstung des Anfanglosen nicht einmal den Blick der Verachtung übrig haben, sondern aus der Gelassenheit der Ruhe des Anfänglichen auf seine Sternstunde warten. Wer in dieser Zeitschrift schrieb, war mitnichten zu einer inneren Emigration aufgebrochen, gehörte eher zu den von den kernigen Nationalsozialisten belächelten oder auch verlachten und verhöhnten Figuren, deren Narrenfreiheit eben noch geduldet wurde.

So wenig der Wille zur Macht biologisch, vielmehr ontologisch gedacht ist, so sehr hat Nietzsches Rassengedanke nicht einen biologistischen, sondern einen metaphysischen Sinn. Diese Stelle wurde als historische und philosophische Legitimierung der Rassenselektion und Judenvernichtung gedeutet. Es gehe ohne Zweifel um kritische Bemerkungen zu Rasse und Rassevorrang.

Vietta ist die Assoziation zu Mein Kampf auffällig nichts anderes als Nihilismus ist, der die Kategorie der Wahrheit nur mehr noch als Funktion von Macht begreifen kann: Was in diesem Kampf oben bleibt, ist, weil es siegt, im Recht und wahr. November kriegsbedingt abgebrochen wurde. Die Vorlesungen dieses Zeitraumes im Überblick:. Dieser bedarf jener zur Errichtung der unbedingten Herrschaft über die Erde. Über Heideggers Deutung und Bewertung des nietzscheschen Übermenschen, die hier über die Frage einer Zustimmung zu den Blitzkriegen des nationalsozialistischen Deutschland oder der einer Kritik am Kriegsgeschehen entscheidet, herrscht insbesondere für das Jahr , d.

In der Exegese von W. Auch hier wird damit ein Anfang vor dem Anfang der Metaphysik beschworen, ein solcher, der erst nach Heraklit in den Irrweg der Machenschaft abzweigte und der als anderer Anfang allein durch die Deutschen noch zu retten sei: Daraus wird von D.

Das Wesen des Menschen ist aus den Fugen. Auch der gegen Ende des Krieges verfasste [] und erst publizierte Dialog Abendgespräch in einem Kriegsgefangenenlager in Russland zwischen einem Jüngeren und einem Älteren widmet sich der Frage nach dem Wesen des deutschen Volkes und seiner Aufgabe in Bezug auf andere Völker. Mit den beiden Figuren ist sozusagen das ganze deutsche Volk in Gefangenschaft geraten.

November davon in Kenntnis gesetzt und am Heidegger wurde aber schon am 2. Der Versuch von Heideggers engem Freund, dem NS-Rassenhygieniker Eugen Fischer , sich für ihn zu verwenden, scheint für die Entlassung also nicht ursächlich gewesen zu sein.

Fischer schickte dem einen Brief hinterher, und Scheel antwortete am Dezember, doch dessen Eingreifen war nicht mehr nötig: Wie schon im Ersten Weltkrieg, so gelang es ihm auch im zweiten, der Front durch Fürsprache zu entgehen. Doch sein persönliches Opfer für das oft beschworene Gemeinwohl grenzte eher an Feigheit. Nach der Bombardierung Freiburgs im Nov. Nach Heideggers rund zehntägigem Dienst im Krieg stellte sich ihm das Problem, wo die Philosophische Fakultät weiter arbeiten konnte, da das Gebäude nach den Bombenangriffen — rund 80 Prozent der Stadt Freiburg waren zerstört worden — nicht mehr nutzbar war.

März in die Burg Wildenstein über dem Donautal. Februar bombardiert, woraufhin sich Heidegger in seinen Geburtsort begab, wie sein Sohn Heinrich berichtet: Die Schriften wurden nach Bietingen gebracht. April , als Heidegger noch auf der Burg Wildenstein weilte, beendeten französische Truppen der 9. Panzerdivision die nationalsozialistische Herrschaft in Freiburg. Juni Widerspruch einlegte, bekräftigt von ihrem erst am Juni von der Burg zurückkehrenden Ehemann.

Die Universität hatte schon am Die Kommission wurde aus Professoren gebildet, die aufgrund ihrer Teilnahme am Freiburger Widerstand oder ihrer Gegnerschaft zum Nationalsozialismus von der Siegermacht akzeptiert wurden: Bei diesem Kommissionsmitglied handelte es sich um den Widerstandskämpfer Adolf Lampe, dem Heidegger politische Unzuverlässigkeit attestiert hatte s. Während erneuter Anhörungen im Dezember bat Heidegger darum, insbesondere die Frage, ob er Antisemit sei, von Karl Jaspers beantworten zu lassen, was dieser noch im Dezember in einem Brief an Oehlkers tat.

Januar für den Entzug der Lehrerlaubnis aus, durch die französische Militärregierung in der Entscheidung vom Dezember ratifiziert, was den Verlust des Professorenamtes und Verlust der Lehrbefugnis auf Dauer [] und das Verbot jeglicher Teilnahme am akademischen Leben bedeutete. Ob der Jaspers-Brief mit der Abschrift des Gutachtens im Fall Baumgarten und die darauf folgende Entscheidung des Senates zum Verlust seiner Lehrerlaubnis den Nervenzusammenbruch Heidegger im Frühjahr bewirkt haben, wird in der Meinung der Forscher, dass dieses die Gründe gewesen seien, mehrheitlich bejaht [] , ist jedoch nicht durch den damals behandelnden Arzt Viktor von Gebsattel bestätigt, noch ist es gänzlich unwidersprochen, da auch der Seelenkonflikt genannt wird, der für Heidegger dadurch bestanden habe, dass er sich in dieser Zeit zwischen seiner Geliebten, Margot von Sachsen-Meiningen, und seiner Ehefrau Elfride habe entscheiden müssen.

Hochstuhl, das Scheitern der Entnazifizierung auch in der französischen Besatzungszone belege: September rechtswirksam wurde — von Heidegger zeitlebens als drittklassige Rehabilitierung empfunden. Die Texte im Überblick:. In diesen Texten und in notierten Anhörungen vor der Bereinigungskommission, vertrat Heidegger eine Perspektive der Verteidigung, teils variierend, der im Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten u.

Die Strategie der Rechtfertigung wurde speziell in Heideggers Fall aber bezüglich ihrer faktischen Richtigkeit, ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer redlichen Absicht von Kollegen und Kommentatoren in Abrede gestellt oder gänzlich zurückgewiesen. Auch die Argumente bezüglich Heideggers ungebrochenem Engagement für Hitler und den Nationalsozialismus nach s. August , als es um den Kongress in Paris ging, von der Linie in Prag, die es diesmal zu vermeiden gelte. Und dann ist ihm natürlich prompt diese ganze verzwickt-kindische Unehrlichkeit doch in das Philosophieren geschlagen.

Ist unsereins nicht einer besseren Lüge würdig? Von Arendt brieflich dazu gedrängt, erklärte Heidegger aber am 7. März in einem Schreiben an Jaspers: Dieser weitere Vorhalt betrifft Heideggers fehlende Entschuldigung zu seiner Rolle im Nationalsozialismus und sein beharrliches öffentliches Schweigen dazu, das nach dem Bereinigungsverfahren bis zu seinem Tod andauerte.

Kontrovers debattiert wird heute die Frage, ob Heidegger den Holocaust befürwortete oder nicht. Dieser stammt aus der Judenschaft. Diese ist im Zeitraum des christlichen Abendlandes, d. Das Zerstörerische in der Umkehrung der Vollendung der Metaphysik-d. Der Geist und die Kultur wird zum Überbau des 'Lebens'-d. Nach dem Zeugnis des lettischen Philosophen Paul Jurevics wurde Heidegger von ihm selbst zwar im Herbst vom Völkermord der Juden der baltischen Länder in Kenntnis gesetzt, habe diesen aber scharf ablehnend kommentiert.

Eine Abhandlung, ein Essay oder ein Schreiben, in dem sich Heidegger dem Thema der Vernichtung europäischer Juden widmet, ist unbekannt. In einigen Hinweisen darauf erhält der Holocaust aber eine Wertung, die der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa nach gleichgesetzt oder in die Kritik an der Technik in der zunehmenden Entwicklung industrialisierter Verfahren integriert ist.

Die Welt sieht heute so aus, dass in dem Unterschied zwischen Nazikonzentrationslagern und den Deportierungen und Internierungslagern der Nachkriegszeit schon der ganze Unterschied zwischen Unmenschlichkeit und Menschlichkeit liegt. In seiner Beurteilung der Rezeptionsgeschichte weist H.

Givsan die Deutung von O. Sie werden Bestandsstücke eines Bestandes der Fabrikation von Leichen. Sie werden in Vernichtungslagern unauffällig liquidiert. Wir vermögen es nur, wenn unser Wesen das Wesen des Todes mag. Doch inmitten der ungezählten Tode bleibt das Wesen des Todes verstellt.

Habermas wie folgt zusammenfasst: Wie lange aber will man noch fortfahren, diejenigen, die sich kurze oder auch längere Zeit politisch geirrt haben, immer neu in der Öffentlichkeit zu diffamieren und dies in einem Staat, nach dessen Verfassung jeder Mitglied und Kämpfer der kommunistischen Partei sein kann.

Eine seltsame Verblendung betreibt auf diese Weise die Zermürbung und die innere Auflösung der letzten substantiellen Kräfte unseres Volkes. Kisiel für die Erörterung über das Verhältnis des Philosophen zum Nationalsozialismus.

Doch sind die Konnotationen dieser Konvention durchaus nicht einheitlich. Jubiläums der Freiburger Universität. In dem Aufsatz wurde erstmals öffentlich eine Auseinandersetzung von Heidegger mit seiner Rolle im nationalsozialistischen Deutschland gefordert. November und das Bekenntnis der Professoren zu Adolf Hitler. Doch Schneeberger versandte Exemplare davon an diverse Heidegger-Forscher und legte mit Nachlese zu Heidegger eine umfangreichere Dokumentation vor.

Wolff zu verklären und in dem Blatt am September in Heideggers Privathaus im Rötebuckweg stattfand. Das Buch war auch eine Reaktion auf die erstmals wiederveröffentlichte Rektoratsrede und auf eine Publikation des jahrzehntelangen Gefolgsmannes von Heidegger, H. Das Buch von Ott markiert eine Zäsur, in der die historischen Fakten der Verteidigung von Heidegger auf den Prüfstand kamen und — auch in der Folge der Publikation von Victor Farias — die Validität der Selbstdarstellung insgesamt bezweifelt wurde.

Maria Robaszkiewicz schreibt dazu: Zweifellos ist dieses, vor allem nach ihrem Wiedertreffen im Jahr , zwiespältig. Heidegger jedenfalls hat in seiner politischen Handlungsweise alles dazu getan, uns davor zu warnen, ihn ernst zu nehmen. Juli schrieb sie an Jaspers bezüglich des Beschlusses , den Heidegger am April verfasst hatte s. Ihre Achtung vor ihm beruhe darauf, dass er aus dem Fehler gelernt und sich fortan auf die Domäne des Denkens beschränkt habe. Er war noch jung genug, um aus dem Schock des Zusammenpralls, die ihn nach zehn kurzen, hektischen Monaten vor 35 Jahren auf seinen angestammten Wohnsitz zurücktrieb, zu lernen und das Erfahrene in seinem Denken anzusiedeln.

Doxographie zu Arendts Zitat bezüglich der Futuristen. Günther Anders , der Vorlesungen von Heidegger in Marburg gehört und dabei seine spätere Ehefrau Hannah Arendt kennengelernt hatte [] , sah die Gemeinsamkeit von Heideggers Philosophie mit Hitlers Überzeugungen als jene der sozialen Aufsteiger mit einem Mangel an Moral — letzteres ähnlich wie der mit ihm befreundete Emmanuel Levinas.

Horcht nicht auf ihn. Horcht lieber auf jene verstummten Anonymen, die es wirklich gewagt hatten, der Gemeinheit die Stirn zu bieten, ihr Sein aufs Spiel zu setzen, auf jene, für die ihr Kampf wirklich zum Schicksal wurde, die nicht wie H. Horcht auf ihr Schweigen. Neben ihm enthüllen sich Heideggers teils gehämmerte, teils orphisch abgedunkelte Sätze als das was sie sind: Doxographie zu Levinas' Zitat bezüglich der Moral.

Rückblickend und in Kenntnis der Positionen, die Heidegger während der NS-Herrschaft einnahm, stellt sich in der Forschung die Frage, welche Beziehung zwischen diesen und seinem Werk besteht, worauf speziell das Hauptwerk Sein und Zeit von analysiert wurde. Bei erheblichen Differenzen in der Bewertung, ob eine Vereinbarkeit oder eine entsprechende Prägung und Vorwegnahme solcher Aussagen schon in den Schriften vor zu erkennen ist, werden dazu mehrheitlich Konzeptionen herangezogen, die sich als Themengebiete wie folgt darstellen lassen:.

Damit bezeichnen wir das Geschehen der Gemeinschaft, des Volkes. Sheehan gibt zu denken, dass in diesem Passus wie auch in Sein und Zeit überhaupt der ganze Sinn in der Entscheidung zur individuellen Authentizität liege und dass erst eine solche persönliche Entscheidung — die sich nicht aus Heideggers Werk, sondern aus seiner Biographie ergebe — zu seiner Wahl für Hitler geführt habe. Die Frage, ob das Geschick als Geschehen des Volkes bereits in Sein und Zeit vorrangig das deutsche Volk meinte oder ob diese Spezifizierung im zitierten Sinn eine persönliche Entscheidung Heideggers in den Jahren zwischen und erforderte und als solche ein Zusatz war, gehört zu den umstrittenen Thesen der jeweiligen Bewertung des Verhältnisses der heideggerschen Seinsphilosophie zu seinen nationalsozialistischen Positionen.

Leaman die Rektoratsrede von Der Einzelne hat also zuallererst seine Identität innerhalb eines Volkes anzuerkennen, das durch ein gemeinsames Schicksal verbunden ist, ein Schicksal, dessen Macht sich nur in 'Mitteilung und im Kampf' realisiert. Diese Weiterentwicklung erfolgte allerdings nicht linear, sondern ging gerade auf die durch das Scheitern des Entwurfs von 'Sein und Zeit' entstandene Krise zurück, 'aus der heraus der Nationalsozialismus als eine politische Lösung philosophischer Fragen erscheinen konnte'.

Heidegger verband auf diese Weise seine eigene philosophische Krise mit der allgemeinen politischen Krise. Dezember Sartres Replik:. Seine Zustimmung zum Hitlerismus erklärt sich durch Angst, vielleicht durch Karrierismus, sicher durch Konformismus: Doch das genügt, Ihr schönes Argument zu entkräften: Marx hat seine Dialektik von Hegel übernommen.

Da seine Schriften durch ihre Wirkung auf die Existentialisten dort bekannt geworden waren, nutzten die Intellektuellen unter den in Baden stationierten Offizieren die Gelegenheit, ihn zu besuchen, darunter der Journalist Alfred de Towarnicki, der bald zum Botschafter Heideggers bei Sartre in Paris wurde und ein Treffen zwischen den beiden organisieren wollte, was zunächst misslang.

Morat [] und erstmals von der Zufälligkeit von Heideggers Nazismus und seiner politischen Weltfremdheit und Naivität sprach [] — was in der Folge Schule machen sollte. Darauf antworteten Cassirers einstiger Assistent Eric Weil , dann auch Maurice de Gandillac und Alphonse De Waelhens, wobei letzterer die später oft verwendete Verteidigungsstrategie der Apologetiker einleitete, nach der Heideggers Kritiker nicht qualifiziert genug seien — inzwischen ein Merkmal der Lagerbildung in der Debatte.

Auch der bis dahin unbekannte Gymnasiallehrer Jean Beaufret nutzte den Umstand der dortigen Stationierung französischer Offiziere, um mit Heidegger in Kontakt zu treten: November beantwortete, womit der schriftliche Dialog begann, den Heidegger zum Brief über den Humanismus nutzte.

Erst veröffentlichte Jean-Pierre Faye die Rektoratsrede in einer französischen Version, auch einige der Zitate, in denen Hitler von Heidegger verherrlicht wurde s. In der Mitte der er Jahre kam es zum Disput zwischen J. Auch für sie steht zu viel auf dem Spiel, denn mit seiner Entzauberung wäre seine Weltgeltung verloren — und damit ihre eigene Bedeutung als seine Herolde.

Mitte der er Jahre war Heidegger in der Rezeption zu einem naturalisierten französischen Denker geworden — so T. Weder die spanische noch die deutsche Fassung des Buches hatte einen Verlag finden können, und somit erschien es zunächst auf Französisch. In der Sicht des Philosophiehistorikers Dominique Janicaud ergab sich damit für viele auch die Gelegenheit, die intellektuelle Hegemonie des Heideggerianismus in Frankreich zu liquidieren.

Das Buch war im Laufe des Historikerstreits entstanden, an dem J. Habermas beteiligt war und den er in seinem Vorwort zur deutschen Übersetzung aufgriff. Ich halte das Phänomen für gefährlich: Die Einführung des Nationalsozialismus in die Philosophie — wurde die Entwicklung unvereinbarer Extreme der französischen Rezeption und Exegese des heideggerschen Werkes und Wirkens in gegnerischen Lagern besiegelt. Dem Buch liegt die These zugrunde, dass Heidegger ein rein nationalsozialistischer Philosoph sei, der den Nationalsozialismus also als eine Disziplin in die Philosophie integriert habe.

Deshalb seien seine Arbeiten aus den philosophischen Fachbibliotheken zu entfernen und in die Bestände der Geschichte des Nazismus und Hitlerismus einzuordnen. Trotzdem sind diese nationalsozialistischen Texte Heideggers heute in den Regalen der philosophischen Bibliotheken zu finden.

Begründet wurde das Urteil teils unter Berufung auf die Seminar-Nachschriften der frühen er Jahre, in denen eine kontinuierliche Bejahung des Nationalsozialismus zu konstatieren sei. So benutzen sie auch die gleichen fragwürdigen Methoden, die Heidegger selbst … einsetzt, und drehen sie gegen ihn. Alles wird nun erneut zum 'Selben' erklärt — nämlich zu einem nationalsozialistisch-antisemitischen Komplex — und dieses nicht Grau in Grau, sondern Braun in Braun gezeichnete Bild wird kontrastiert mit dem Superlativ des Denkens.

Und das ist unjüdisch. Der jüdische Gott bedarf unser nicht, damit wir ihm eine Stätte bereiten, er braucht nur unsere Bereitschaft. Im Zusammenhang mit den Bedingungen der Publikation und der Einflussnahme der Familie wurde daran erinnert, dass eine vergleichbare aktive familiäre Rolle im Fall des Nachlasses eines Philosophen nur durch Nietzsches Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche bekannt sei, deren Wirken zu einer Verzerrung der Werke ihres Bruders während des Nationalsozialismus geführt habe.

Solange es keine Kritische Ausgabe von Heideggers Werken gebe, habe man keine Gewissheit über das, was Heidegger seinerzeit geschrieben hat.

Weitergeleitet von Heidegger und der Nationalsozialismus. Der Anfang des abendländischen Denkens. Heraklit , []. Sein und Zeit , []. Leugers-Scherzberg, Lucia Scherzberg Hrsg. Genderaspekte in der Aufarbeitung der Vergangenheit , Saarbrücken, , S.

Ein Meister aus Deutschland: Heidegger und seine Zeit. Fischer, Frankfurt , S. Martin Heidegger — Der gottlose Priester: Martin Heidegger und der Nationalsozialismus. Martin Heideggers ungeschriebene Poetologie. Niemeyer, Tübingen , S. Joachim W Storck Hrsg. Auflage , zitiert nach: Nachschrift von Oskar Becker: Einer sagt es dem anderen, man sage, wie man höre, mit den Wissenschaften sei es aus.

August , Juni , Notizen zu Heidegger , hrsg. Austriaca, Presses universitaires de Rouen et du Havre , , Nr. Nationalsozialismus, Weltjudentum und Seinsgeschichte. Institut für Zeitgeschichte, de Gruyter, München Philosophie und Politik bei Heidegger.

Von der Tat zur Gelassenheit. Wallstein, Göttingen , S. Ein Philosoph und die Politik. Rombach, Freiburg [1. Günther Neske, Emil Kettering Hrsg. Gustav Adolf führte nach dem Frieden mit Dänemark mit einer nach seinen Vorstellungen allmählich modernisierten Armee und Kriegsflotte erfolgreiche Kriege gegen Russland und Polen.

Im Ingermanländischen Krieg , den er mit dem Frieden von Stolbowo für Schweden günstig beendete, trennte er Russland von der Ostsee und zwang es damit, seine Handelsströme teilweise über schwedisch kontrolliertes Gebiet laufen zu lassen. Er erneuerte ferner den gegen das vom katholischen Zweig der Wasa regierte Polen gerichteten polnisch-schwedischen Krieg und beendete ihn faktisch mit dem Waffenstillstand von Altmark , wodurch er insgesamt den schwedischen Herrschaftsbereich im Baltikum erheblich ausdehnte und die Grundlage schwedischer Dominanz im Norden legte.

Auf den Griff des kaiserlich-katholischen Lagers nach dem Norden Deutschlands reagierte er mit Sorge. Weder hatte er ein Interesse daran, dass die Habsburger näher an Skandinavien heranrückten, noch dass der für Schweden konstitutive Protestantismus in seinem Heimatland Deutschland dauerhaft gegenüber dem Katholizismus unterlag. Es war absehbar, dass der Krieg mit einem Erfolg des Kaisers enden würde.

Er sandte gemeinsam mit Christian IV. Soldaten in die Stadt, die unter dem Kommando von Heinrich Holk Stralsund erfolgreich verteidigen konnten. Schwedische Unterstützungslieferungen ermöglichten dabei der Stadtbevölkerung das Durchhalten.

Wallenstein brach die verlustreiche Belagerung ergebnislos ab. Anders als Christian IV. Die Stadt verlor damit ihre Eigenständigkeit zwar nicht gegenüber dem fernen Kaiser, sehr wohl aber gegenüber dem nahen Schweden.

Für die nächsten zweihundert Jahre blieb Stralsund unter schwedischer Herrschaft. Ein Mandat hierfür hatte ihm der schwedische Reichstag am Daraufhin landete Gustav Adolf am 6.

Juli mit einer Einen Teil seiner Kriegskosten konnte er durch den Vertrag von Bärwalde auf das Königreich Frankreich abwälzen, das an einer schwedischen Präsenz im Reiche ein Interesse hatte und sie durch Zahlungen absichern wollte. Er sicherte Kardinal Richelieu zu, gegenüber den Katholiken Deutschlands Toleranz in der Religionsausübung walten zu lassen, was er auch tat.

Er eroberte das von kaiserlichen Truppen gehaltene Frankfurt an der Oder im Sturm, um die anrückende kaiserliche Armee zu sich herzulocken. Die marschierte aber auf das mit Schweden sympathisierende Magdeburg zu und begann mit einer Belagerung. Die daraus folgende Katastrophe von Magdeburg konnte er trotz Entsendung von Dietrich von Falkenberg nicht verhindern, obgleich die Stadt sich auf seine Unterstützung verlassen hatte und Gustav Adolf mit dem zögernden brandenburgischen Kurfürsten um Durchmarschrechte für eine Entsetzung der Stadt verhandelte.

Dieser Misserfolg nutzte aber dem schwedischen König, indem der Schock über die brutale Eroberung Magdeburgs die anfangs zögerlichen deutschen protestantischen Fürsten auf seine Seite trieb und er sich in einer Allianz mit dem Kurfürstentum Sachsen und der Landgrafschaft Hessen-Kassel verbünden konnte.

Gustav Adolf vereinigte sein Heer mit den Sachsen und schlug die kaiserlich-katholische Armee, deren Führer Wallenstein abgesetzt worden war, am 7.

Das Eingreifen des schwedischen Königs in den Krieg zerschlug die kaiserliche Stellung im Norden Deutschlands und kehrte die bis dahin erreichten Erfolge der katholischen Habsburger nachgerade um. Im Zuge ihres weiteren Vormarsches setzten die Schweden am Dezember bei Erfelden über den Rhein und eroberten das von Spaniern besetzte Oppenheim. An diese Aktion erinnert noch heute eine Schwedensäule. Die katholische Residenzstadt Mainz wurde dann am Dezember kampflos besetzt, und Gustav Adolf überwinterte dort.

Gustav Adolf wandte sich nach der Winterpause wieder nach Süden, um das mit den Habsburgern verbündete Kurfürstentum Bayern zu erobern. In der Schlacht bei Rain am Lech siegte er am April noch einmal über Tilly, der tödlich verwundet wurde.

Ingolstadt und das von den flüchtenden Liga-Truppen besetzte Regensburg waren zu stark befestigt und mit starken Garnisonen versehen. München und Landshut als bayerische Residenzstädte ergaben sich im Juni aber kampflos und wurden gegen Kontributionen verschont, das umliegende Land jedoch mit Billigung des schwedischen Königs geplündert und verheert.

Gustav Adolf sah seine Rückzugswege nach Norden gefährdet, zweifelte an der Zuverlässigkeit seines sächsischen Verbündeten Johann Georg und zog sich ebenfalls Richtung Nürnberg zurück. Dort gelang es dem inzwischen mit dem Heer herangezogenen Wallenstein, das Heer des bis dahin unbesiegten schwedischen König von Mitte Juli bis Anfang September in einem Heerlager , in dem bald Krankheiten und Hunger herrschten und viele Soldaten und tausende Pferde starben, zu blockieren.

Die Schweden mussten die Schlacht, in der es ihnen aufgrund des durch das Regenwetter aufgeweichten Bodens nicht gelang, die Schanzen Wallensteins zu überwinden, ergebnislos abbrechen. Nach den misslungenen Versuchen, Wallenstein bei Nürnberg zu besiegen, zog das schwedische Heer wegen der schlechten Versorgungslage nach Westen ab. Das Heer Wallensteins wich in den Norden aus, in der Absicht Winterquartiere bei Leipzig in Sachsen zu suchen und bedrohte damit schwedische Ausgangsbasen und das mit den Schweden verbündete Kurfürstentum Sachsen.

Gustav Adolf führte sein Heer in einem Gewaltmarsch ebenfalls nach Norden und bezog am November bei Naumburg ein befestigtes Lager. Das Lager wurde von einem Trupp kaiserlicher Soldaten entdeckt und der am November beginnende Aufbruch der Schweden zum Angriff dadurch etwas verzögert.

Das Anrücken der Schweden war dem überraschten Wallenstein gemeldet worden, der für einige seiner Truppen das Abrücken in die Winterquartiere bereits angeordnet hatte.

Wallenstein beorderte die abgezogenen Truppen zurück und befahl den vor Ort verbliebenen Truppen, sich noch bei Dunkelheit in Gefechtsordnung aufzustellen und zu verschanzen. In dieser Schlacht, die nicht weit vom alten Schlachtfeld von Breitenfeld stattfand, gelang es den schwedischen Truppen anfangs gegen den zähen Widerstand der Kaiserlichen, langsam an Boden zu gewinnen.

Jedoch wurde Gustav II. Gustav Adolf wurde von einer Musketenkugel oberhalb des linken Ellenbogens in den Arm getroffen. Die daraus resultierende Verletzung dürfte stark gewesen sein, da der zersplitterte Armknochen durch die Kleidung zu sehen war und Blut herabströmte. Einem dieser Kürassiere, Moritz von Falkenberg, war Gustav Adolf persönlich bekannt, denn er war vom König kurz zuvor aus der Kriegsgefangenschaft freigelassen worden.

Zuletzt hatte man ihm in den Kopf geschossen, den Waffenrock ausgezogen und Siegelring, Goldkette sowie seine Uhr entwendet. Groteskerweise wussten die daran beteiligten kaiserlichen Soldaten nicht, dass sie den Leichnam eines Königs zurückgelassen hatten. Unter der Führung von Bernhard von Weimar gelang es, die durch die sich langsam ausbreitende Nachricht vom Tode des Königs erst verunsicherten, dann erbitterten schwedischen Soldaten erneut zum Angriff zu führen und die Schlacht knapp zu gewinnen.

Dort wurde der Leichnam am November aufgebahrt und vom Apotheker Casparus König seziert und einbalsamiert. Reibungslose, pünktliche Zustellung Die zeitgebundene Zustellung ist Ihnen wichtig? Mehr über unsere Geld-zurück-Garantie. Mehr über Überwachungs- und Sendungsverfolgungstools. Ihre Sendung an den gewünschten Ort zu bringen, ist eine Sache.

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